zu schön, um ein aprilscherz zu sein. neues (ziemlich zugängliches) album, neue tour – bei koka36 ist der donnerstag ausverkauft, und wer jetzt noch dabei sein möchte, muss sich früh anstellen. da der freitag idealerweise ein feiertag ist, sind beide floors geöffnet, so dass nach dem konzert hoffentlich auch unten munter weiter der huf geschwungen werden kann – ansonsten eben oben.
berghain: autechre – konzert und party (ab 21 uhr)
21h00-22h45: didjit
22h45-23h00: russell haswell
23h00-00h00: autechre live
00h00-01h00: rob hall
01h00-01h45: o.s.t. live
01h45-04h00: rob hall
panorama bar: smegma (ab 24 uhr)
nd_baumecker
boris
all love live
snax
khan
review
zeigen
ankunft: gegen 21h30, in erwartung einer riesigen schlange, aber im gegensatz zu 2008 hielt die sich in ansehnlichen grenzen. hat kaum zehn minuten gedauert, bis ich drin war. die panorama bar hat mich vielleicht drei minuten lang gesehen, insofern fallen die dortigen acts bei der beurteilung raus.
acts:
didjit: ein typisches hiphop-set, soll heißen: kein beatmixing, sondern cuts, ein paar scratches, vor allem alles für mich unbekannt. perfekt zum ankommen.
russell haswell: eine viertelstunde lang weißes rauschen, bzw. „power electronics“ nennt man das wohl. in kombination mit strobogewitter und der anlage ein kurzer vorgeschmack auf die apokalypse. tolle erfahrung, vor allem inmitten von leuten zu stehen, die sich die ohren zuhalten oder gleich das weite suchen.
autechre: wieder weitestgehend im dunkeln, die blauen spots über der tanzfläche waren ganz leicht gedimmt. sehr tanzbar, ohne dass man irgendwelche tracks wiedererkennen könnte, was daran liegt, dass sie veröffentlichungen und live-acts strikt voneinander trennen. wer sich also hoffnungen macht, ihren geraden 4/4-track aus der zweiten hälfte irgendwann besitzen zu können, wird damit leben müssen, dass der nur auf deren festplatten, bzw. in der eigenen erinnerung bleiben wird. tanzen ging wegen der fülle nur eingeschränkt, die anlage kam mir etwas zu mittenlastig vor.
o.s.t. (nach dem ersten rob-hall-set): als hintergrundbeschallung für unterhaltung gut, aber an details erinnere ich mich nicht mehr. kann man als qualitätsurteil verstehen.
rob hall (beide sets): wie immer eine sichere bank, hoffentlich wieder bei einer der nächsten leisure systems zu hören. es war tatsächlich um 4 uhr schluss, wohingegen es oben noch länger weiterging.
fazit:
ein zu erwartendes bild. konstanter zufluss an besuchern beim warm-up, bei russell haswell blieb noch zeit, sich die günstigste position für das hörerlebnis zu suchen. autechre verstehen sich immer noch blind, die einzige kommunikation fand kurz vor ende des sets statt. ob routine, improvisationsgenialität oder telepathie – beeindruckend ist das immer wieder. danach ließ sich zum angenehmen teil des abends übergehen, was platz auf der tanzfläche anging, wobei ich den erst beim zweiten set von rob hall genutzt habe. nächstes mal vielleicht nochmal den soundcheck etwas gründlicher angehen, aber ansonsten wieder mal eine lohnenswerte angelegenheit.