timetable berghain
21h00-22h00: sweetman & fowler
22h00-23h30: the bug
23h30-00h30: sweetman & fowler
00h30-02h00: robotic
02h00-03h30: scuba
03h30-05h00: martyn
05h00-06h30: kode 9
06h30-ende: ramadanman
panorama bar
miss kittin
martinez
steffi
review
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die panorama bar hat mich vielleicht ganze zwei minuten gesehen. miss kittin war dran, spielte electro, gut gefüllt – präziser geht’s nicht.
also act für act…
robotic: hatte ich noch nach der ersten sub:stance-ausgabe nicht mit lorbeeren geschmückt. dachte mir auch erst, was das werden soll, als er „return of the zombie bikers“ von mathew jonson und artverwandten techhouse spielte. betrachtet man das set aber vom schluss her, war das zum ködern der leute äußerst sinnvoll, auch wenn das aufgrund der klar kommunizierten ausrichtung der partyreihe evtl. nicht notwendig war. hat jedenfalls in der letzten halben stunde ausschließlich dubstep inkl. wobble-alarm gespielt, technisch sauber, somit vollkommen rehabilitiert.
scuba: da trat eine der schwachstellen zutage, die sich durch jede ausgabe zieht. ein set ist fertig, es wird ausgefadet und ein lange vorab zurechtgelegtes intro bringt einen bruch, wonach es schwer fällt, wieder anknüpfen zu können, sofern man es als dj nicht vermag, die kurzfristig abgebaute spannung wieder zurückzubringen. war bei scuba leider permanent der fall – die von ihm gespielten tracks waren mir größtenteils zu verhalten, und wenn es mal wieder etwas zur sache ging, hat er die dynamik nicht über die nächste viertelstunde retten können. aber: der eine oder andere techno-track fand platz, das als pluspunkt. hätte mit einem in sich geschlosseneren und nicht so zerfahrenen aufbau aber mehr potential gehabt.
martyn: spielte viel eigenes material und größtenteils von einer klaren 4/4-bassdrum dominierte tracks. ein typischer „snare auf die drei“-vertreter ist er eh nicht, und daher war das set von beats dominiert, die eher an uk-garage erinnerten. dennoch treibend, für mich gewinner des abends.
kode 9: positive überraschung. erstens technisch, zweitens, weil er ohne langes federlesen nach der übergabe des staffelstabes zur sache ging. war eben nur schade, dass ich weite teile des sets unten in der schlange vor der garderobe mitbekommen habe. schöne stilistische bandbreite allerdings.
ramadanman: auch eher vom durchgängig wahrnehmbaren 4/4-takt dominiert, hätte ich sehr gerne noch bis zum schluss mitbekommen, weil es kurz vor 7 uhr wirklich platz zum tanzen gab. aber da die arbeit rief, war an eine verlängerung nicht zu denken.
fazit:
besuchermäßig fast schon dem de:bug-abend mit richie hawtin im vergangenen juli oder einem sehr gut besuchten samstag ebenbürtig – jedenfalls unten. platz zum tanzen ließ sich aber irgendwie immer finden, war also nicht ganz so schlimm.
für mich war es schade, dass die sets stilistisch ganz schön techno-orientiert waren. hätte mir tatsächlich mehr tracks gewünscht, die dem dubstep-klischee (snare auf die drei, die eingeweide massierender bass) entsprechen. die medaille hat aber auch eine positive seite, die auch hinsichtlich eines „normalen“ techno-abends nicht unterschätzt werden sollte: der einstieg für gäste, die bislang nur techno gewöhnt sind, fällt aufgrund der an dem abend offensichtlich stilistischen nähe schön leicht, so dass die ihre ohren auch für andere produzenten, labels oder djs öffnen, die durch vermischung beider stile einfach für verdammt frischen wind sorgen.
publikum: überdurchschnittlich hoher anteil an damen, auch sonst wieder mal sehr angenehm. einige stammgäste wissen solche abende auch zu schätzen und gehen dann eben auch freitags hin.
ergo: nächste ausgabe definitiv wieder.


Witzig! Gleich noch ein Kommentar von mir.
Ich war auch da, allerdings eher wegen Miss Kittin.
Am Eingang wie übliche 1 Stunde in der Schlange und dann nochmal 5 Minuten an der Garderobe.
Oben war es brechend voll und gut.
Den Dub Step Kram unten fand ich als interessierter Gast eigentlich auch ganz gut.
Nur den erhöhten Damenanteil kann ich so nicht bestätigen. Vielleicht warens unten mehr als normalerweise am Samstag. Oben waren es aber eher weniger als normal.