[berlin / 20.01.2007] phb: bruchlandung

ich hoffe, der titel wird kein böses omen, aber bei dem aufgebot herrscht präsenzpflicht. alleine eva müsste ich vor vier jahren das letzte mal im tresor gehört haben (auf einer dieser wahnsinnig erfolgreichen parc-evil-nächte, wo sich ca. 20 leute im keller tummelten), und die combine von electric kettle ist immer noch stammgast auf meinen technics, nur war ich nie da, als er in berlin gastierte. das muss sich ändern.

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[shouted.fm / 16.01.2007] gammelradio: studio köln feat. espoo rumpshaker

wie schnell doch die zeit vergeht. mir ist, als ob es gestern gewesen wäre, als wheezer das bad unter wasser zu setzen versuchte. nun via helsinki und skype mit philipp im kölner studio (basel lässt scheinbar noch auf sich warten, bzw. wird im februar zum zuge kommen). verspricht bei seinem geschmack eine noch radikalere mixtur als meine gehversuche vor zwei wochen (die übrigens auch irgendwann online gestellt werden).

gammelradio
studio köln feat. espoo rumpshaker
dienstag, 16.01.2007
ab 20h
mth electro @ shouted.fm

einkäufe vom 08. dezember 2006

weiter geht’s mit nachgereichten kritiken, und wenn man seinerzeit schon in der space hall flyer auslegt, kann man auch gleich ein bisschen was mitnehmen.

aphex twin
selected ambient works 85-92
[r&s records rs 2006/01]
kam seinerzeit auf dem sublabel apollo raus, nun nochmal mit einem neuen mastering auf dem hauslabel. grund zur freude bietet das allemal, weil der stellenwert des albums auch nach 15 jahren immer noch dem eines monolithen gleicht. jeder, der sich mit elektronischer musik beschäftigt, wird daran nicht vorbeikommen, und wer skeptische mitmenschen überzeugen will, für die das ganze lediglich aus bumm bumm und kitsch-vocals zu bestehen scheint, kann damit beste aufbauarbeit leisten.

dj hell
hell ärgere dich nicht
[disko b db 026]
auch wieder so eine platte, die man jahrelang um die ohren gepfeffert bekommt, weshalb die für jeden schallplattenalleinunterhalter (man will ja nicht ständig die selben termini verwenden, gell?) eher früher als später unausweichlich wird.
jeff mills irgendwie funky-perkussiv und dann kommt auch noch die 303, die dem remix auch noch das abfahrtsignal verpasst. sauber.
dave clarke ist eh dafür bekannt, nie lange zu fackeln, zieht das auch hier konsequent durch, stampft mit einer sequenz, die den track ins federn bringt, durch fünf minuten und steckt damit 99,9% der tool-nummern nach 1999 in die tasche. die restlichen 0,1% können sich evtl. glücklich schätzen, daneben nicht ganz zu verblassen.

bjørn svin
before you suite
[iron oxide fe 05]
ja, die leidenschaft für herzhaft neben sämtlichen harmoniestandards liegende platten ist immer noch ungebrochen. herr svin ist mir vorher bereits auf kondi untergekommen, was schon nicht schlecht war, aber die stellt er mit diesem vier-tracker locker in den schatten. drei davon sind techno und werden den leuten, die mit neil landstrumm oder tobias schmidt (in jeweils guter bis ausgezeichneter tagesform) groß geworden sind, keine schwierigkeiten bereiten. herzstück der ep ist für mich allerdings „karmagain“, der eine ideale verbindung zwischen rotzigem electro und drum&bass sein könnte. legt erstmal ein beachtliches tempo vor und lässt dann noch basslines vom stapel, bei denen man sich im einen moment vor einer playstation und im anderen im schönsten strobogewitter wähnt. schön kalkulierter wahnsinn – klar, dass ich sowas mögen muss.

monolake – track des monats: wieland samolak – steady state music

zur feier des neuen jahres gibt’s nicht nur einen track, sondern gleich die komplette erste cd auf imbalance. damals noch unter der schirmherrschaft moritz von oswalds, erst seit 1997 in den händen robert henkes. von ihm persönlich ist das album zwar nicht, und auch stellenweise für ambient-verhältnisse unbequem zu hören, aber wenn geschenke gleich so opulent (alles in mp3-shop-würdigen 320 kbps encodiert) daherkommen, sollte man sie auch dankend annehmen, zumal das album für mich bislang total unbekannt war.

gibt’s natürlich wie die letzten schmankerl auf der eigens eingerichteten ftotm-seite: klick.

einkäufe vom 27. dezember 2006

ganz konnte ich es dann doch nicht lassen, aber der kompakt-mp3-newsletter, in dem der ferienrabatt von 99 cent pro track zwischen weihnachten und silvester angepriesen wurde, ließ mir echt keine andere wahl. 8,01 euro für vier ep’s – wer will da noch meckern?

audion
mouth to mouth
[spectral sound spc-39]
klar, überhit. immer wieder erstaunlich, wie matthew dear es unter dem alias schafft, so vielseitige, aber doch eingängige tracks zu produzieren. funky, und das signal zum wegbeamen erfolgt nicht nur einmal, sondern regelmäßig. an sich simpel, aber genau das, was man nach den allzu verkopften veröffentlichungen der letzten jahre so braucht. da ist es ganz ok, dass er nicht versucht, es auf der b-seite nochmal zu steigern, aber immerhin einen sägezahn-schunkler zum besten zu geben.
dj’s wie publikum werden sich gleichermaßen auf die äußerst kurzweiligen 13 minuten der a-seite einigen. nur zu verständlich, weshalb die platte für viele im letzten jahr so weit vorne war.

gabriel ananda
miracel whop
[platzhirsch 08]
„was ist nun mit dem kaputt?“ werden sich einige fragen. platten von einem der dedizierten minimal-labels zu kaufen, was sich bei einigen katalognummern für meine begriffe doch wohltuend vom einheitsbrei abhebt. eine davon ist diese hier, und das komischerweise sogar bei allen tracks. den titeltrack spielen die promi-playlist-nachkäufer wahrscheinlich zur prime-time, ich würd’s zum aufbau als schnittstelle zum techno-vollwaschgang bevorzugen. „leikau“ ist eine lustig-verpeilte jamsession mit gitarre und macht damit einmal mehr deutlich, dass dem genre der humor in den letzten jahren absolut abhanden gekommen zu sein scheint. die live-version des „doppelwhipper“ war der kaufgrund, und an sich ist der track mit der gleichbleibenden hüpfenden melodie sowas von simpel gestrickt, dass es fast schon frech ist – aber es funktioniert. alleine, weil der herr live scheinbar zu wissen scheint, wie man es krachen lassen kann. sicher, mitte oder ende der 1990er hätte man sowas milde belächelt, aber heute kann man über solche minimal-abfahrt-tracks echt froh sein. bin mir sicher, dass dessen halbwertszeit beileibe nicht gering ausfällt.

hiem
she’s the one
[crosstown rebels crm 011]
vergessen wir das original besser schnell, bzw. überlassen es der electroclash-fraktion, die damit ganz gewiss mehr anzufangen weiß als ich. der kaufgrund findet sich mit mathew jonson in bestform, der die bassline des originals gottseidank ganz rausnimmt, es überhaupt nur auf das wesentliche reduziert, und in seinen zwölfeinhalb minuten im handumdrehen demonstriert, wie man flächen und melodiöse sequenzen beispielhaft arrangiert. klingt eigentlich sogar gut kitschig, aber die tiefgehende bassline ab dem zweiten drittel fügt dem track eine neue nuance hinzu, die ihn umso deeper erscheinen lässt. ganz großes kino in großen clubs.

neil landstrumm
factory revival ep
[scandinavia scan 025]
muss mich ja rehabilitieren, was liegt also näher, sich auf alte helden zu besinnen, obwohl neil sich in letzter zeit auch von ungewohnten seiten präsentierte. so auch hier zwei mal, wo er als rave-veteran einmal die happy mondays remixt und einmal joy division covert. das klappt beide male erstaunlich gut, seiner linie mit darken sounds und typischen basslines bleibt er treu. das klappt insbesondere bei „she’s lost control“ am besten, was für seine verhältnisse ganz schön offensiv ravig klingt, ihm aber meiner meinung nach blendend zu gesicht steht. dieses jahr steht wohl ein neues album auf scandinavia an, darauf bin ich nach den entwicklungen des letzten jahres schon echt gespannt.

bilanz dezember 2006

hatte ich für den august 2006 noch geschrieben, dass ich mir was gegen größenwahn bei einer fünfstelligen zahl für die anfragen einfallen lassen muss, wird das jetzt wohl akut. lag es an den feiertagen? am grauen wetter? doch nicht etwa an der qualität? freut mich in jedem fall, besten dank an stammleser und laufkundschaft gleichermaßen.

aufrufe: 10521, also 339 pro tag.

am meisten gesucht wurde nach:
1. crowd
2. cam fog
3. fac cam
4. kiki blofeld 28. dezember (keine ahnung, ob überhaupt was an dem abend dort stattfand)
5. kontakt 2 rtw (den hawtin-mix gibt’s immer noch hier)

[shouted.fm / 02.01.2007] elektrofahndung (k)nights: stype

ich weiß zwar, dass ambient den anfang einläuten wird, aber mehr auch nicht. mal schauen, hab ja noch zweieinhalb stunden. sonst ist noch zu erwähnen, dass die hauseigene domain einer frischzellenkur unterzogen wurde und dort jetzt auch regelmäßige inhalte zu erwarten sein dürften. ob die podcast-manie von uns konsequent umgesetzt werden kann, möchte ich lieber nicht garantieren.

elektrofahndung (k)nights
dienstag, 02.01.2007
20h-24h: stype

wie immer: hier lang.

[berlin / 01.01.2007] berghain: klubnacht

damit euch allen ein frohes, gesundes neues jahr. bin relativ ausgeschlafen und werde den lauten jahreswechsel mit beats statt böllern (nein, wie originell, und obendrein auch noch geklaut) gestalten. das klang fast nach krieg in unserer straße heute nacht.

klubnacht
berghain
01h00–05h00: marcel dettmann
05h00–08h00: ben klock
08h00–12h00: andre galluzzi
12h00–15h00: len faki
15h00–ende: luke slater
panorama bar
01h00–05h00: margaret dygas
05h00–06h00: tobias & a guy called gerald live
06h00–10h00: cassy
10h00–14h00: nick höppner
14h00–17h00: boris
17h00–20h00: prosumer
20h00–24h00 (ende): tama sumo & nd_baumecker
lab.oratory d.i.s.c.o.
01h00–04h00: daniel wang
04h00–07h00: boris
07h00-10h00: nd_baumecker
10h00–13h00: tama sumo
13h00–16h00: prosumer