ohne übertrieben pathetisch klingen zu wollen: das ist die letzte ausgabe für dieses jahr. die erklärung kann jeder für sich selbst herausfinden, der sich schlau macht, auf welches datum der vierte donnerstag im dezember fällt.
killin‘ me
23h00-03h00: marcel heese (tresor / berlin) / stype (killekill / berlin) -ableton-set-
03h00-ende: beni (null records / berlin)
ab 23 uhr
5 euro
oval office sind als montags-veranstalter im so36 abgesprungen, daher müssen jetzt lücken gefüllt werden. bin gespannt, ob der montag in der oranienstraße sich mittlerweile wieder etabliert hat.
review
überraschung beim betreten des ladens, als wir den weg nach hinten zur bühne antreten wollten: die steht dort gar nicht mehr, jedenfalls die technik nicht, stattdessen tische und stühle für den überblick. lichtpult und bühne befanden sich unweit der bar in der linken hälfte des raumes. empfand ich als angenehme abwechslung, weil man als act damit endlich nicht so exponiert wurde wie sonst. ohne monitorbox wäre es dennoch schwierig geworden, da der versatz zwischen tanzfläche und pult doch beträchtlich war, aber da alles funktionierte, mussten wir uns keine sorgen machen. denke, der standortwechsel hat alleine praktische gründe, weil die akustische abstrahlung nach draußen an der stelle nicht so groß ist wie am anderen ende, so dass weiteren anwohnerbeschwerden der wind aus den segeln genommen werden kann. auf der tanzfläche hätte der sound natürlich lauter sein können, aber da wurde das beste aus den auflagen gemacht.
die erste stunde haben wir uns aufgeteilt, begonnen mit mir. ab kurz nach mitternacht hat es sich einfach so ergeben, dass gemeinsam gejammt wurde. um 1 kam auch prompt die beschwerde, dass wir ruhig etwas mehr tempo machen könnten (bei 127 bpm), einem touristen war die musik für den „besonderen tag“ nicht freakig genug. komischerweise füllte es sich zusehends mit fortlaufender stunde, so dass wir uns eigentlich keine sorgen machen mussten, alles grundlegend verkehrt zu machen. meinem eindruck nach waren jedenfalls mehr leute am tanzen als am rumstehen, und vor allem hatte niemand was gegen waschechten techno einzuwenden. eine gute grundlage also für beni, der um viertel nach 3 übernahm und den abend um 7 uhr früh ausklingen ließ – da war ich aber schon längst im heimischen bett.
schön, wenn sich der montag wieder so etabliert hat – ich habe das seitdem nicht nochmal überprüfen können. und wer sich um das so sorgen macht: es sieht ganz gut aus, dass es auch nach märz weitergehen kann.
ausgangsseitige äußerst erfreuliche 6.952 besucher, das bedeutet 224 pro tag. vielen dank.
und die suchbegriffe:
1. stypeblog
2. ritter butzke 24.10 (da kam nur rein, wer eine einladung hatte, ich gehörte nicht dazu, habe mich aber auch nicht bemüht. da ich diese politik aber nachvollziehen kann, überlasse ich den interessierten lesern die weitere suche. ist nicht allzu schwer.)
3. stype blog
4. dissonanzstudien
5. ritter butzke 24.10. (was ein punkt so ausmachen kann. ansonsten siehe 2.)
6. ritter butzke geschlossen (offensichtlich nicht mehr)
7. moritz von oswald schlaganfall (siehe entsprechende einträge vom september / oktober)
8. fuckparade 2010 (nach der erfahrung dieses jahr ohne mich als besucher.)
9. schaltstufe berlin (freitag in einer woche, und ich freue mich diebisch drauf.)
10. schaltstufe13 (freitag in einer woche, und ich…)
11. timetable berghain (immer ein paar tage vorab auf myspace)
12. killasan berghain (brauchen sie nicht)
13. substance berghain schlange (beim letzten mal im oktober der eines samstages ebenbürtig)
14. zplaesh (true-spirit-user)
15. 03.10.2009 tresor berlin (bitteschön: remute, luke, irie electric oben, oscar mulero und pacou unten)
die chance besteht, dass die besucherzahlen im november stagnieren oder rückläufig werden. die mittlerweile entstandenen pausen zwischen dem posting einer party und deren nachbetrachtung machen deutlich, dass es momentan andere dinge gibt, die das schreiben überlagern. sicherlich schleicht sich auch im partytrubel eine routine ein, die sich im schema der reviews niederschlägt. finde ich persönlich nicht negativ – herausragende parties lassen sich entsprechend würdigen. die gründe sind ganz profan: im november stehen schlicht und ergreifend erst einmal weniger ausgehtermine an (und – soviel sei vorweggenommen – an zweien davon spiele ich selber), so dass mehr zeit bleibt, mich auf die weichenstellung für die master-arbeit zu konzentrieren. auflegen, platten digitalisieren, dateien einkaufen, das alles in das eigene tagging-system integrieren, interessante tracks warpen, noch dazu die übliche vorbereitung auf diverse sets, und ein privatleben gibt es auch noch – da müssen prioritäten eben anders gesetzt werden.
ich werde also der versuchung erliegen, mich in den beschreibungen der party-nachwehen ständig zu wiederholen, da das schema „ankunft / acts / fazit“ einfach das wesentlichste zusammenfasst, und es für die meisten ausreichen dürfte, ob sich der ausflug gelohnt hat oder nicht. bei den immer noch ausstehenden reviews sind die hörproben für manche auch sicherlich nützlicher als lange texte dazu. so werde ich dort dazu übergehen, die favoriten einer ep inkl. deren platz im set hervorzuheben.
ein positives wird die entschlackung an postings und text mit sich bringen: am ende wird es sicherlich mehr zu hören geben.
warm anziehen, sonst hustet ihr so wie ich derzeit.
um nicht gleich gestresst das set zu beginnen, war ich schon um 22h45 vor ort, da wurde drinnen aber noch munter feinschliff betrieben, was bühnenaufbau und vor allem die einstellungen der pa anging. so hat sich der beginn auch entsprechend verzögert, bis ich um 23h30 mit whitehouse (quality time) anfing – eine platte, die inmitten des abends als intro zu lang, für den anfang aber auch irgendwie zu krass ist, wenn man danach mit minimaleren sachen à la concept 1 weitermachen möchte. wieder was dazugelernt.
noch viel mehr brachten mich die springenden nadeln aus dem konzept, bzw. betraf dies eigentlich nur den linken plattenspieler. da begann ich mich schon, wegen meines ticks, nur meine eigenen nadeln (shure m44-7) zu benutzen, zu ärgern. so gingen zwei, drei übergänge deswegen etwas daneben, aber nachdem ich es geschafft hatte, das antiskating endlich richtig einzustellen, war auch die sorge vorüber. da schlug die uhr bereits 0h30, vereinzelt waren auch schon besucher dort, und ab 1 wurden die lücken auf der tanzfläche immer kleiner, soweit ich das im dunkeln erkennen konnte. musikalisch pendelte sich das set zwischen der hardwax-schule, sandwell district und alten no-future-sachen ein (wobei hier herrn tobias schmidt ausdrücklich gedankt werden soll, tracks zu produzieren, die zwischendrin gerne das taktschema wechseln), machte mir und den anwesenden also richtigen spaß, was ich nach dem verstolperten start nicht vermutet hätte.
h3adroom danach mit quirlig-fiepigen sounds, etwas gemäßigter als das, was ich von miditonal in erinnerung habe, hanno hat gebrettert, als ob es kein morgen gäbe. jedenfalls, soweit ich das mitbekommen habe, schließlich gab es oben noch auf dem zweiten floor einen kicker und die berühmte tischtennisplatte, an der es sich nach getaner arbeit wunderbar entspannen ließ.
gegangen bin ich wegen eines anstehenden arbeitstages um kurz nach 5, das allerdings bei einem prall gefüllten laden, was ich so nicht erwartet hätte. und das anfängliche warten wegen der feinjustierung beim sound hatte sich in jedem fall gelohnt – jedenfalls hätte man die anlage auch ohne gehörschutz gut aushalten können. vom licht her so, wie man sich eine gute techno-party vorstellt: viel nebel, hin und wieder strobo, spärlich rotes und blaues licht. definitiv ein gelungener abend.
direkt folgt teil 2. marcel dettmann hatte im laufe der woche geburtstag und begeht den, wie bereits letztes jahr, mit sparringspartner ben klock. der rest des line-ups ist dabei auch nicht zu verachten, gibt also überlänge. der weg zwischen suicide und berghain hat sich jetzt via verlängerter helsingforser straße eh dratisch verkürzt. schlaf im voraus oder währenddessen ist also angebracht. wie es am ende ausgegangen ist, wird dann hier zu lesen sein. grundsätzlich lautet die stallorder wie folgt:
berghain
00h00-04h00: van rivers + the subliminal kid
04h00-07h00: kenny larkin
07h00-ende: marcel dettmann / ben klock
panorama bar
00h00-04h00: nd_baumecker
04h00-07h00: motor city drum ensemble
07h00-10h00: soundstream
10h00-14h00: margaret dygas
14h00-17h00: rené
17h00-19h00: robert hood
19h00-ende: dirt crew
ankunft: gegen 11 uhr. sehr empfehlenswert übrigens: keine schlange, das personal beim durchsuchen und an der kasse entsprechend weniger gestresst. hatte eigentlich nur gewissensbisse, bei grellstem sonnenschein (aber kalten temperaturen) feiern zu gehen.
acts:
marcel dettmann / ben klock: wie aus einem guss, zwar mit durststrecken zwischendurch, was ich in einem langandauernden set allerdings sehr schätze. klassiker wie „loop“ von f.u.s.e. vs lfo oder slams „positive education“ durften auch dieses mal nicht fehlen, hinzu kam „nummern“ von kraftwerk um 16h30. daneben stach positiv hervor, dass das publikum im berghain mittlerweile auch die arme in die luft wirft, um die euphorie auszudrücken. vielleicht auch nur einbildung, aber mir kommt es so vor, als ob nach dem austausch des publikums nach der 10-uhr-grenze eher miteinander gefeiert wird, als dass es jeder für sich isoliert erledigt. schluss machten die beiden um kurz vor 17h30, also nach mehr als zehn stunden. der nächste schritt: ein samstag, an dem für das berghain nur beide auf dem flyer auftauchen, sonst niemand. ich sehe das schon kommen…
margaret dygas: nur bruchstückhaft mitbekommen, hat bei mir aber mit einer alten .xtrak auf peacefrog gepunktet, auch ansonsten wieder mit mehr funk.
rené: nicht nur ein famoser dubtechno-produzent, sondern auch ein house-dj mit ausgewähltem geschmack. zudem noch technisch sicher, jedenfalls in den 20 minuten, die ich mitbekommen habe, bevor ich eine etage tiefer gewandert bin.
robert hood: spielte auch house, allerdings lief „the pace“, als ich hochkam, irgendwann „the bomb“ von den bucketheads, aber der rest seines sets war lupenreiner techno. zwar nicht in dem tempo, was man von ihm sonst so gewöhnt ist, aber für die panorama bar ungewohnt. dennoch: passte hervorragend dorthin, wenn man die reaktionen der leute revue passieren lässt. für meine begriffe war er dort sogar besser aufgehoben als unten.
dirt crew: für mich nichts weltbewegendes, kann aber auch an den über den restlichen tag verteilten steilvorlagen gelegen haben. bin jedenfalls während ihres sets um 20h30 gegangen, da waren aber noch genügend leute dort.
fazit:
die draußen scheinende sonne schien auf das gemüt der gäste abgefärbt zu haben, jedenfalls war der sonntag ein beispiel dafür, was man unter der einnehmenden atmosphäre versteht, die in der presse schon vielfach erwähnt wurde. sowohl von der stimmung als auch von der musik her gibt’s nichts zu bemängeln, bei solchen sonntagen freut man sich auf den nächsten monatlichen besuch. mal schauen, welcher dezember-termin es neben dem 20-jährigen warp-jubiläum wird.
hatte ja gedacht, dass ich von anfang bis ende einen bestenfalls halbvollen club mit am rande stehenden gästen beschalle und entsprechend zur hälfte minimaler gepackt. das konnte aber ab 1 uhr getrost vergessen werden – da standen schon einzelne gruppen auf der tanzfläche und wippten bereits ordentlich mit. die weiterhin für’s warm-up gedachten platten konnten dann wieder zurück in die tasche und stattdessen die acid-house-sachen gepaart mit nicht zu hartem techno gespielt werden. das wurde tatsächlich auch mit lautstarker zustimmung honoriert – so machen sets spaß, wenn auch hier und da mit den üblichen ecken und kanten, die sich beim analogen djing eben ergeben.
hanno übernahm ab 2, worüber ich auch ganz froh war, weil der vorrat an geeigneten platten langsam zu ende ging. während seinen zwei stunden strömten kontinuierlich leute in den laden, über zu wenig besucher konnte sich am ende also niemand beklagen. hannos set weniger als sonst von breakbeat/electro dominiert, dafür vielmehr dem motto des abends entsprechend.
bill youngman eher bassline-dominiert, weniger acid, aber der meute hat es gefallen.
gegangen bin ich angesichts des zweiten anstehenden ausflugs um 4h30, wie mir aber zugetragen wurde, ging es noch bis weit nach 8 uhr in den sonnigen sonntag morgen hinein. wer dem 303-fetisch weiterhin frönen möchte: die nächste ausgabe gibt’s am 5. dezember mit woody mcbride.
richtig gelesen, spiele an zwei aufeinanderfolgenden tagen dort. deshalb zum einen die verstärkung für den donnerstag und das tag-team für den freitag. unsere spielzeit ist von 22 bis 2 uhr, die formalia wegen eintrittspreis bleiben die gleichen.
vier köche verdubben den breipott
the marx trukker (schall-netlabel.com) dj-set & live-fx
marcel heese & stype -ableton-set-
alex.do (trendkost)
ab 22 uhr
eintritt frei / ein dj-euro beim ersten getränk
das erste mal mit unterstützung, die in genau die gleiche kerbe zwischen dubstep, electronica und nicht zuletzt techno schlägt. wer sich unbedingt einen terminplan für den abend zurechtlegen möchte: meine wenigkeit macht die erste stunde und das ende.
acts:
baeks: spielte ungewohnterweise sogar „fackeln im sturm“ auf profan, endete mit ancient methods. grundsolide.
bill youngman: das letzte mal war im märz vor einem dürftig gefüllten so36, hier vor wesentlich mehr besuchern schön bretternd.
kriek / mack: bei ihnen weiß man einfach, was man kriegt.
fazit:
entweder war es der samstag (im august noch ein freitag), das line-up oder die mundpropaganda, aber ein paar rustikalere herren waren anzutreffen, auch wenn die erstens nicht unangenehm und zweitens beim rest des sonstigen publikums nicht auffielen. das aber nur als marginalität am rande. hoffe, dass der zuwachs an besuchern auch ein ausdruck dafür ist, dass der sound hier nach wie vor seine anhänger findet, wenn man abseits vom tresor glücklich(er) werden möchte. ich bleibe bei meiner meinung: der weg ist der richtige, das wird sich hoffentlich weiter herumsprechen.
review
so egoistisch es klingt, kann ich eigentlich nur über mein set berichten, und da kann ich direkt die musik für sich sprechen lassen – habe nämlich mitgeschnitten. kann man sich mittels eingebetteten player entweder anhören oder direkt herunterladen (die tracklist ist durch klick auf den link herauszukriegen). lobpreisungen oder wüste beschimpfungen sind natürlich wichtig und daher hier genau an der richtigen stelle untergebracht, wenn jemand was loswerden möchte. stype – Killekill meets Leisure System (14.10.2009) by stype
ansonsten habe ich mich am ende meines sets, bzw. bei beginn von budstep & ziggy schon gefragt, ob ich nicht gehörig etwas falsch gemacht habe, als auf einmal zwei, drei dutzend leute club und tanzfläche stürmten. denke aber schon, dass ich mich trotz ungewohnten terrains ganz gut geschlagen habe. definitiv ausbaufähig.
budstep & ziggy sympathisch, schön rotzig stellenweise. n>e>d und voltek mit vielem, was der warp-katalog so hergibt, da durften afx und squarepusher nicht fehlen, auch wenn beide nicht mit ihren drill&bass-eskapaden zum zuge kamen. sonst waren die prioritäten an dem abend bei mir tatsächlich anders gelagert.
erfreulich gut besucht war’s, das sollte in jedem fall erwähnt werden. und die entscheidung, die parties in den kälteren, dunkleren monaten um 23 uhr beginnen zu lassen, ist ebenfalls zu begrüßen, ehe man eine stunde lang nur ambient für das personal und sich selbst spielt.
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