bilanz mai 2008

schnell und unprätentiös.

14.155 anfragen, 4854 besuche (eingangsseiten, ausgangsseiten: 5789).

bei den top-suchbegriffen tut sich auch nicht viel:
1. dissonanzstudien
2. stypeblog
3. maria schien
4. panorama bar blog
5. siebenschläfer @ tresor berlin cover
und keine sorge: das berghain kommt auf den nächsten plätzen noch genügend vor.

sonst gab’s erfreuliches, dazu aber später.

tragt sonnenschutz.

[berlin / 31.05.2008] katakomben: brainstorm

eine von christoph fringeli initiierte soli-party, damit die zehnte datacide-ausgabe in den druck gehen kann. ich hab auch sonst nicht übel lust auf etwas derbere töne, also mal schauen, was der kiez so zu bieten hat. eintritt steht nicht drauf, wird aber die 5-euro-grenze sicher nicht überschreiten.

brainstorm20080531.jpg

review
zeigen

[berlin / 31.05.2008] tresor: jeff mills / null records night

das persönliche 11-jährige club(ber)-jubiläum muss zelebriert werden. da passt der legendenbesuch ganz gut ins bild, allerdings sollte darüber das angebot in der unteren etage alles andere als vernachlässigt werden.

tresor: null records night
hanno hinkelbein
beni
steph

batterieraum: jeff mills
jeff mills (axis / chicago)
electric indigo (female:pressure / wien)
dave turov (csm / berlin)

ab 23 uhr
15 euro

review
zeigen

[berlin / 24.05.2008] t rb l nc rave

da ist der gestandene techno-veteran schon fast geneigt, seine trillerpfeife und schweißerbrille aus der versenkung zu holen. bin auf die location gespannt, mit hoffentlich passender anlage und (mindestens) ein strobo, der für flashbacks sorgt – fast im wahrsten sinne…

trb l nc rave
wasted acid force live
fff (kool.pop / rotterdam)
dj pure (ilsa gold / berlin)
multipara (lux nigra / berlin)
visuals: sansculotte (berlin)

ab 23 uhr
7 euro

adresse: erfahrt ihr durch anmeldung beim newsletter auf der website.

review
zeigen

zero“ – ein neues download-portal

in einer der letzten de:bug-ausgaben gab es bereits ein special über mp3-downloads und die dazugehörigen shops, wobei auch die macher von zero“ interviewt wurden. damals befand sich das projekt noch im geschlossenen beta-test, ist aber seit mindestens einer woche auch für die öffentlichkeit online gegangen.
es wird der anspruch verfolgt, label-kataloge möglichst vollständig anzubieten – auch wenn das heißt, von vinyl zu digitalisieren, wenn die original-master nicht mehr aufzufinden sind. bei ein paar labels ist das auch schon geglückt, dabei handelt es sich aber weitestgehend um diejenigen, die man eh schon anderweitig bekommt. weshalb also noch ein weiterer shop und warum ein extra-artikel deswegen?

nun, im gegensatz zum monopolistischen platzhirschen überzeugt die seite durch eine schnelle funktionalität ohne störendes flash. sie mag auf den ersten blick etwas chaotisch erscheinen, aber die bedienung erweist sich schnell als ziemlich intuitiv. einzig ein prominenterer button für alle releases des labels wäre wünschenswert, sowie eine spalte pro erhältlicher veröffentlichung. im aktuellen zustand mit zwei spalten geht manches etwas unter, aber vielleicht wird das noch beseitigt.
ansonsten ein preismodell, was der konkurrenz die stirn bieten kann, dabei auch alben mit vielen tracks mit offensichtlichen rabatten, wobei ich mich bei manchen schon frage, warum man mp3s beinahe zum preis einer cd anbietet. da ist der oben erwähnte platzhirsch allerdings noch einen zacken schärfer. ebenfalls fehlen mir die flac-alternativen, aber es ist durchaus vorstellbar, dass sie erstmal sehen, ob sich das angebot mit den mp3s rechnet. der rest kann später folgen.
sonst ist es schön transparent, was die kürzlich hinzugefügten veröffentlichungen und labels angeht. die vorhörfunktion hat man sich gekonnt bei bleep abgeschaut, aber in ein größeres fenster gepackt. ein beispiel, was schule machen sollte. auch hier kann man sich die kompletten tracks anhören.
aktuell akzeptierte zahlungsmittel (was ich mir habe sagen lassen müssen, gefunden habe ich das nirgendwo – auch hier bitte nachbessern): kreditkarte und direktpay. (noch) kein paypal.

dennoch: der lange beta-test hat sich ausgezahlt. man ist mit einem portal online gegangen, was durch seine schlichte präsentation und sein angebot zu überzeugen weiß und mir wenigstens einen klick pro woche wert sein wird, um nachzuschauen, welche labels neu hinzugekommen sind.

wer selber schauen (und ggf. gleich kaufen) möchte: zero-inch.com

[berlin / 23.05.2008] panorama bar: mojuba records nacht

die selbst auferlegte pause muss einfach aufgrund dieses line-ups beendet werden.

panorama bar: mojuba records nacht
convextion live
anthea
don williams
sven weisemann

ab 24 uhr
10 euro

review
zeigen

einkäufe vom 15. mai 2008

der hardwax sah mich mal wieder.

vex’d
degenerate
[planet mu ziq115cd]

als silberling deshalb, weil die doppel-cd genauso viel kostet wie das vinyl, nur bietet sie dabei weitaus mehr: zunächst alle tracks von der platte (klar), und daneben noch die singles, die vorab auf planet mu erschienen sind, womit die erste cd abgehandelt wäre. auf der zweiten sind noch die beiträge versammelt, die vorab auf subtext oder destructive recordings erschienen sind.
hatte sie vor jahren schon mal angehört, aber wie das bei mir so ist, müssen neue dinge erstmal reifen, ehe ich die qualitäten erkenne. sie können leider nichts dafür, dass ich dubstep schon damals mit den sägezahn-basslines verband und das genre damit fast schon disqualifiziert war. im nachhinein betrachtet schon unfair, dass sie deshalb temporär bei mir auf das abstellgleis gerieten. die beats treffen immer auf den punkt, schön rauh sind die tracks obendrein noch und damit dafür prädestiniert, dem einen oder anderen techno-set eine etwas schärfere würze zu verleihen.
dubstep, wie er in meinen ohren klingen sollte. ein neues album ist für den sommer angekündigt, und dieses mal wird das gleich vorurteilsfreier unter die lupe genommen. nicht dass mir wieder so ein fauxpas unterläuft.

marcel dettmann
mdr 04
[marcel dettmann records mdr 04]

beim ersten track versucht er sich an ambient, klingt dabei ein wenig wie herr vainio und damit gar nicht mal schlecht. „lattice“ groovt schön vor sich hin, rauschen wird als offensives stilmittel eingesetzt und bringt auch dubbige ansätze mit. perfekt für den anfang eines abends oder unter freiem himmel.
die beiden sicheren treffer befinden sich für mich auf der rückseite. typisch staubtrocken kickende tracks, die seinem markenzeichen gerecht werden. neu sind die an birmingham, bzw. den letzten sandwell-district-sachen orientierten sounds. daher werden die stammkäufer von deren letzten eps keine schwierigkeiten hiermit haben. mal wieder gute arbeit.

shitcluster
doop
[sd records sd11]

gab’s vorher schon als cd-r, die hier ist auf 300 limitiert, dafür schön violett-gesprenkelt. habe die gekauft, ohne zu wissen, dass die holländer dahinter stecken. zugetraut hätte ich ihnen sowas nicht, wenn ich ehrlich bin, aber umso schöner, dass man es auch mit überraschungen probiert.
die a-seite ist nämlich alles andere als standardware. der erste track in ganz behäbigem house-tempo, der zu beginn ganz schön verstörende melodien in sich vereint, nach dem break aber zu einer house-nummer mutiert, die auch aus den hirnen der katapult-franzosen stammen könnte. die zweite nummer… ja, was ist das eigentlich? ein beat ist vorhanden, mit etwas gutem willen kann man’s in einem electro-set spielen, aber die ganzen rückwärts laufenden vocal- und sprachschleifen hätten genauso gut zur untermalung psychedelisch angehauchter filme (und seien es die eigenen) dienen können.
b-seite, erster track: bombe. ein minimaler beat, der als schnittstelle zwischen minimaleren tracks und electro perfekt passt, und dazu noch die heruntergepitchte stimme mit dem ständigen „i’m back – on track“, die etwas an electronic warfare erinnert. später kommt noch eine sechzehntel-sequenz hinzu, damit es für den kopf noch etwas zu tun gibt. das outro arbeitet ähnlich, auch wenn electro hier etwas offensichtlicher ist. ergänzt wird das durch ein paar synthlines, eine ziemlich dicke bassline und nochmals einer vocoder-stimme.
nichts für schwache gemüter, aber wer vor publikum keine angst vor experimenten hat, kann sich die hier als geheimwaffe vormerken.

eqd
equalized #001
[equalized eqd 001]
stammt angeblich aus dem hardwax-umfeld, wenn man der groove-rezension glauben schenken mag. würde herrn dettmann stilistisch auch so etwas zutrauen, aber am ende sind es eh immer diejenigen, die man am wenigsten verdächtigt. und ehe man sich verkrampft auf die suche nach den gesichtern hinter der musik macht, sollte man sich lieber auf die ursprünge konzentrieren, als nur das zählte, was in die rille gepresst wurde.
und da kann man hier nicht klagen. die a-seite ist etwas opulenterer techhouse mit melodisch schön aufeinander abgestimmten chords und dem richtigen gespür dafür, wann ein break zu setzen ist.
die b-seite bietet wieder einmal die perle. trockener, minimaler techno, und auch wenn die idee noch so simpel erscheint: sie macht den reiz aus. ich frage mich allerdings, wie man bei der auf dem vierten beat ständig wechselnden sequenz vernünftig zur nächsten platte überblenden kann. aber dafür gibt es dankenswerterweise die claps ab der zweiten hälfte. erfrischend.

jamie „jim“ lidell gleich doppelt im interview

ich habe das neue album bislang nur bei bleep angehört, besitze es aber noch nicht. das hole ich zu gegebener zeit nach. auch beim konzert letzten samstag im admiralspalast war ich nicht, weil a) keine zeit und b) knirsche ich schon etwas mit den zähnen, wenn man ihn vor vier, fünf jahren noch für 10 euro zu gesicht bekam, aber heute das dreifache bezahlen muss. wobei mir schon klar ist, dass der herr mittlerweile in eine andere liga aufgestiegen ist und sicher jeden cent wert war.

als appetithappen nun zwei interviews: einmal die taz, einmal die zeit. für den letzten link ein dank an michel.