kompakt auf schmusekurs mit paypal

es ist schon praktisch, in manchen newslettern zu stehen. so kriege ich für heute wenigstens die meldung zusammen, dass die digitale dependance des kölner vinyl-supermarktes nun neben der zahlweise über kreditkarte und lastschrift (nach registrierung) auch die bezahlung über paypal anbietet. damit sind sie dem selbsternannten (immer noch hoffnungslos überteuerten) platzhirschen beatport zuvorgekommen und der klick zum kauf wird dadurch noch um einiges erleichtert.

mit scandinavia, logistic und auch autist sind in diesem monat auf der label-seite einige interessante neuzugänge zu verzeichnen, das vorhören über quicktime ist allerdings nach wie vor etwas umständlich, aber man gewöhnt sich irgendwie daran.

[shouted.fm / 23.05.2006] elektrofahndung (k)nights feat. nessbeth

und wieder mal vier wochen… ihr kennt das ja.

diesmal nicht über vier stunden (bzw. mit open end) aber dafür mit nessbeth. einer der wenigen, die sich hierzulande den schnellen beats aus detroit inkl. größtenteils nicht jugendfreien vocals (auch bekannt als „ghettotech“) verschrieben haben, und den vorbildern wie dj godfather erfolgreich nacheifern. das bedeutet im klartext, dass ihr in 120 minuten wohl genauso viele platten zu hören bekommen werdet wie sonst in der doppelten zeit.

elektrofahndung (k)nights feat. nessbeth
dienstag, 23. mai 2006
20h-22h
shouted.fm => mth.electro

[berlin / 20.05.2006] berghain: klubnacht

das nachtprogramm steht hier nur pro forma, für mich ist der sonntagmittag / -nachmittag / -abend interessanter. werde mir früh den stempel holen und gemütlich ausgeschlafen wiederkommen. so jedenfalls der plan…

klubnacht
berghain
vitalic live (citizen)
ben klock (o-ton / bpitch control)
fiedel (mmm)
panorama bar
booka shade live (get physical)
mark henning (freude am tanzen)
kaos (kitsuné)
boris (careless)
prosumer (playhouse)
rhythm & sound 45 session w/ tikiman (burial mix)
pete (hardwax)
soundhack
ricardo villalobos (perlon)
carl craig (planet e)

ab 24h
10 euro

[berlin / 18.05.2006] panorama bar: groove 100

das magazin feiert die 100. ausgabe, ausnahmsweise mal nicht im watergate, dafür mit aussicht auf die s-bahn-gleise und das metro-gelände. die bauarbeiter werden bei arbeitsbeginn sicher ihren spaß an manchen gestalten haben…

panorama bar: groove 100
laurent garnier live & dj (f-communications / paris)
andré galluzzi (taksi / berlin)
dj t. (get physical / berlin)
dixon (sonar kollektiv / berlin)

ab 23h

[shouted.fm / 19.05.2006] jackin‘ planets: jp009 – can you feel the bass?

der überaus geschätzte kollege todd_e mit seinem monatlichen sendeplatz und niemand geringerem als wolle xdp im programm. von ihm gibt es den mitschnitt eines oldschool-sets (was auch sonst…) einer party in der maria vom 24. april 2004. anschließend kommt der host nochmal an die plattenteller.

jackin‘ planets: jp009 – can you feel the bass?
22h00-23h00: wolle xdp
23h00-00h00: todd jackin‘ e

shouted.fm => mth.electro

in die hand gedrückt bekommen am 03. und vor der wohnungstür gefunden am 06. mai 2006

beni
kurz strecker ep
[null null0.15]

als dj nur zu empfehlen und endlich auch mit seinem eigenen release unter hannos (resp. alex‘) fittichen, und das passt ins hause wie die vorherigen releases.
deutlich von der schweiz inspirierter breakbeat im ersten track mit ebenso verzerrt-dumpfen basslines, macht ordentlich druck, der zweite lässt es eher nach der youngman-schule angehen, trägt aber mit einer leichten electro-note seine eigene handschrift.
rückseite: da wird sich erstmal eine runde mit zackigem drum&bass (puristen würden wohl lieber drill&bass als aufschrift für die schublade sehen, aber für mich sind solche einrichtungen nur zum geben von anhaltspunkten gut) ausgetobt, um dann mit dem einzigen massiven 4/4-track in die von zahlreich taktversetzten sounds gesäumte zielgerade einzubiegen.
lässt keine wünsche offen, alles ohne umschweife spielbar, gerne mehr!
mit bestem dank an den urheber des ganzen 🙂

v.a.
beboten vertreten
[zinch 002]

diesmal auf 666 stück limitiert, aber wieder doppelte 10 zoll und zwei neuzugänge (um es vorwegzunehmen: sonderzone sind es nicht, kann ja noch werden).
mark hawkins ist einer von ihnen und bestreitet gleich mal den anfang, kommt aber mit seinem melodieaufbau und den simplen beats über den durchschnitt nicht hinaus. l.x.a. (drei mal raten, wer…) mit drei tracks: zunächst „i am a p.“ und damit dem inoffiziellen „3121„-bonustrack, schon sehr funky, das, und der altmeister wird auch mal kurz bemüht. „sandman“ ist holpriger techno mit leicht miesepetriger note, und was in „elektro clash“ passiert, kann sich eigentlich jeder denken, der den humor seiner bisherigen veröffentlichungen kennt.
auf der zweiten gibt’s ein wiederhören mit beni, der einen dicken downbeat-track um einen gesangsloop bastelt und sicherlich in einem set mit ansonsten verdoppelter geschwindigkeit gut zur entspannung beitragen könnte. in die selbe kerbe schlagen auch mark hawkins & l.x.a., und obwohl die kombination sich evtl. ungewohnt liest und ich mark eingangs nicht so gut habe wegkommen lassen, muss das alles mit „paradestück der platte“ revidiert werden. war auf der ersten zinch noch „pur pur“ der diamant, übernimmt die „erwachseneninvasion“ diese rolle für die zweite. das rezept ist ähnlich, wenn auch weniger balladenhaft, sondern ganz schön rotzig – gerade beim text.
die d-seite gehört wieder dem techno und damit zunächst mascon & beni, die sich dem ab und an unterbrochenen 4/4-takt widmen, und mascon zu guter letzt mit ganz schön verzerrten breaks.
pflichtprogramm für das eh schon durch brighton geschulte ohr, und aufgeschlossenen leuten auf der suche nach abwechslung wärmstens empfohlen – wie auch die nullnummer (kommt noch eine 001 dazwischen?).
vielen dank, ihr beiden! 🙂

paket vom 07. april 2006

und damit steht diese woche im zeichen der mal mehr, mal weniger länger hier stehenden, aber aus zeit- oder motivationsmangel nicht erwähnten irgendwo aufgegabelten (vermeintlichen) perlen. in dem fall war es mal ebay.

concept 1
96:01
[concept 91:01]

„minimize 2 maximize“ geistert nicht erst seit gestern durch mr hawtins kopf oder durch diverse szeneorgane im printformat, sondern war bereits 1996 groß en vogue, als basic channel den dub von vorne bis hinten durchdeklinierten, wolfgang voigt in köln mit profan zwar einiges an blaupausen veröffentlicht hatte, an denen sich selbst manch einer im heutigen kompakt-imperium vergeblich abarbeitet, mit seinen zehn studio-1-platten aber ebenfalls sein faible für dubbige, schier endlose und zum teil äußerst funkigen loops auslebte. und sähkö natürlich, aber das kann man alles in der aktuellen 100. ausgabe der groove nachlesen. glückwunsch an dieser stelle.
minimalismus war auch für herrn hawtin nichts neues, hatte er bereits mit zwei plastikman-alben bewiesen, dass ein tranceartiger zustand mit wenig elementen auch gekonnt hinzukriegen ist. so lag es nahe, 1996 zum „concept“-jahr zu erklären, an dessen ende 12 jeweils auf 2000 stück limitierte maxis (man kann es sich denken: eine pro monat) standen, die der geneigte sammler am ende in einer schönen box aufbewahren konnte. musikalisch wurden immer die selben elemente in verschiedener ausprägung neu angeordnet und die reduktion damit von monat zu monat weiter perfektioniert, was für außenstehende sicherlich die frage aufwirft, wie man sich 12 male die selbe musik kaufen kann (ein vorwurf, der im übrigen auch bei studio 1 nicht ganz von der hand zu weisen ist), sonst aber nach der jahrelangen reizüberflutung durch bspw. trance, gabba und acid (bitte völlig wertungsfrei zu lesen) maßgeblich einen gegentrend mitprägte, der heute seine zuweilen leicht penetrante renaissance erlebt. für damals und auch nach heutigen maßstäben essentiell.
es fehlen nur noch acht, werde die neuzugänge demnach auch nur noch pro forma auflisten, und ggf. weiter ausholen, wenn eine von ihnen aus dem musikalischen rahmen fällt.

underground resistance
electronic warfare (the mixes)
[underground resistance ur 034]

das wort „klassiker“ ist beim original schon nicht untertrieben und das nimmt hier auch gleich nochmal die a-seite in beschlag.
auf der rückseite der durch dave clarke aux-88-remix, immer noch eine klasse für sich, macht wieder heiß auf neues material der jungs und ein langsamerer drexciya-remix. nicht nur für sammler pflicht, sondern auch für leute, die das reine gewissen von electro weitervermitteln wollen.