[berlin / 18.03.2006] berghain: klubnacht

den weg dahin müsste ich mittlerweile eigentlich im schlaf finden, das nächste mal aller voraussicht nach anfang april beim klakson-feature. davor liegt das hier:

klubnacht
berghain
speedy j live (novamute)
the mysterious mr o* (urban substance records)
nd_baumecker (freundinnen)
len faki (figure)
panorama bar
detroit grand pubahs live (poker flat)
margaret dygas (crosstown rebels)
fiedel (mmm)
prosumer (playhouse)
anton silber & stanley ipkiss

ab 24h
10 euro

*: oliver way, dank hilfe von google und discogs. mir sagt der herr aber trotzdem (noch) nichts.

[berlin / 18.03.2006] boxhagener platz: kein kiez für nazis!

die ankündigung kriegen sie selbst eh besser hin, daher nur kopiert, artig den trackback setzen und samstag nachmittag präsenz gegen gewalt jeglicher art (und gerade aus der rechten ecke) zeigen. jeder!

Nachtleben macht Demo: Kein Kiez für Nazis!

Weil Nazis im Friedrichshain in den letzten Wochen und Monaten verstärkt ihr Unwesen treiben und Menschen auf der Straße zusammenschlagen, haben sich Gruppen des Berliner Nachtlebens spontan zusammengeschlossen, um am Samstag, den 18. März eine Demonstration mit dem Motto „Kein Kiez für Nazis!“ zu veranstalten. Kein Kiez, heißt kein Kiez – und nicht nur Friedrichshain.

Kommt auf diese bunte, laute Mitmach-Demo & bringt eure Ideen ein. Ob in Wildstyle-Verkleidung oder mit einem Transparent – alles ist erlaubt.

Die Demo wird u.a. unterstützt von: Freunde Berlins, Pentagonik, Klangsucht Berlin, Patentblau, Pulsar Records, Fuckparade, Bachstelzen, Barfuss, Pyonen, Elektronomaden, No Historical Backspin, Wasser Armee Friedrichshain, Manyc Monday, Waldfreunde, Elektroschelle

Demo: Samstag, 18. März, 15 Uhr, Boxhagener Platz, Berlin-Friedrichshain

via friedrichshain.blogger.de

discogs-sammlungen (hoffentlich nur) im urlaub [update]

was heise kann, mache ich gerne nach 🙂

es funktioniert wieder alles. schuld war ein über nacht aufgetretener fehler in der tabelle der datenbank, siehe dazu den eh bereits erwähnten thread. damit einmal kollektiv durchatmen und die „save to excel“-variante fortan als wöchentliches backup wahrnehmen. habe selbst dank doppelter buchführung (führe tatsächlich seit beginn meiner einkäufe eine tabelle, die sogar aktueller ist als die discogs-sammlung) gut lachen, aber bei einigen anderen wird der blutdruck heute sicherlich in ungeahnte höhen gestiegen sein.

discogs-sammlungen (hoffentlich nur) im urlaub

der tag begann schon recht verheißungsvoll, als unser router trotz guten zuredens einfach nicht ins netz gelangte. der einkauf beim aldi unseres vertrauens brachte wenigstens klarheit, weil der verteilerkasten eine ecke weiter von technikern belagert wurde, und somit ist seit einer stunde wenigstens der bedarf an informationen oder kurzweiliger unterhaltung gedeckt.

die krönung folgte eben bei der täglichen discogs-recherche, wo ich mich zunächst wunderte, dass niemand diese hier besitzt, und ich mich schon fragte, ob ich die nicht schon längst hinzugefügt hatte – bis mir die idee kam, mal in meiner sammlung nachzuschauen, die auf ganze null platten geschrumpft ist. immerhin: die probleme haben auch andere, die wantlists sind auch noch da, und ansonsten einfach abwarten, was passiert. wendet sich hoffentlich zum guten, ein update gibt’s jedenfalls, wenn sich was ändert.

zitat des tages

„bist du die reinkarnation von adolf hitler? siehst fast so aus. die gaskammern sind da hinten links.“

um ca. 14h40 in der u5 zwischen weberwiese und alexanderplatz von einem typen in ungefähr meiner größe, der vorher (vergeblich) versuchte, seine graffiti-skizzen an die frau, bzw. zwei männer (einer davon eben meine wenigkeit) zu bringen. ich war der letzte in der reihe und durfte mir nach meinem signalisierten vorhandensein von nichtinteresse zunächst das „vater unser“ anhören, bis seine hirnwindungen bei „dein reich komme“ auf den eingangs erwähnten rückschluss stießen. weiteren entgleisungen sah ich mich nach einem meinerseitigen „jaja, klar doch“ nicht ausgesetzt. hielt ihn aber nicht von der fortsetzung seines vortrages ab, bspw. mit (mehr schlecht als recht) rezitierten public-enemy-versen oder einem „i hate you bitch, i kill you bitch“ (an die mitlesenden hip-hop-experten: auf wen geht das zurück? nwa?) in richtung der jungen dame, die sein kunstangebot ebenfalls nicht zu schätzen wusste. das letzte „opfer“ war schließlich eine wahrscheinlich indischstämmige frau etwas weiter über 30, der ihre mangelnden sprachkenntnisse gerade in der situation absolut nicht vorzuwerfen sind.

ich schlage eine nacht in der ausnüchterungszelle vor. bei fortschreitendem konsum welcher substanzen auch immer und den damit evtl. verbundenen psychosen wird sich die geschlossene bestimmt über einen dauerrappenden insassen freuen.

[berlin / 10.03.2006] maria: 15th anniversary tresor – part 2

der zweite teil mit der doch recht interessanten light-variante. wer detroiter leckerbissen erwartet, sollte sich vergegenwärtigen, dass die gerne vierstellige gagen verlangen und derartig große sprünge derzeit nicht drin sind. beim komischen gefühl, den geburtstag ohne das kind zu feiern, bleibt es dennoch.

tresor-floor
tobias schmidt live (nest / brighton)
bill youngman live (electrostep / berlin)
dry (rampe d / berlin)
kriek (tresor hq / berlin)

bonito-floor
abe duque (escorteaze / nyc)
djoker daan (sommersafari / berlin)
todd bodine (tresor / berlin)

maria
ab 23h

p.s.: gut, mit dem raumklang hätte man sich mal wegen bill absprechen können, aber andererseits bin ich gespannt, ob das set sich vom vergangenen freitag unterscheidet. wird in jedem fall lauter.

[berlin / 08.03.2006] maria: 15th anniversary tresor – part 1

schon etwas merkwürdig, den geburtstag eines nicht mehr existierenden clubs im exil zu feiern. da hätte sich das label-jubiläum im september eher angeboten, aber an solchen kleinigkeiten halte ich mich lieber nicht auf.

tresor-floor
dash (rampe d / berlin)
trias (rampe d / berlin)
baeks (rampe d / berlin)

bonito-floor
mount sims (gigolo / milwaukee)
daffy (tresor / berlin)
irie electric (unkul / berlin)

maria
ab 23h
3 euro

der zweite streich folgt am freitag.

einkäufe vom 05. märz 2006

was? am sonntag einkaufen? wo das? der flohmarkt am boxhagener platz birgt so ein paar perlen, die den geldbeutel nicht allzu sehr belasten. der gesamtpreis, um das ego aufzupolieren: 16 euro. dazu ein schon längere zeit geöffnetes ebay-paket, 7,50 euro. wie beim letzten mal auf den platzhalter achten.

neil landstrumm
bedrooms & cities
[tresor 82]

bei der kann ich ohne schlechtes gewissen behaupten, dass die lücke seit geraumer zeit schon gefüllt ist, und zur musik will ich eigentlich nicht viel sagen (die spielt durchweg auf oberstem niveau), daher nur anekdoten gepaart mit evtl. nützlichem wissen.
keine ahnung, in welchem jahr es war – kann sogar im herbst / winter 2000 gewesen sein, als ich diese hier bei einem tresor-warehouse-sale (damals noch im café aurora, was direkt vorne an der straße noch vor dem globus lag) gekauft und mich zuhause etwas geärgert habe, weil die tracks auf der c- und d-seite identisch waren. erstmal egal, weil das für mich wesentliche eh vertreten war. einige jahre und mehrere vinyl-nerds im bekanntenkreis später erfuhr ich, dass das nicht nur mein problem ist und auch noch schlimmere missgeschicke passiert waren. der grund liegt darin, dass nilz bei the exchange beim mastern keine katalognummer eingeritzt hatte und das chaos damit seinen lauf nehmen konnte. nun endlich auch in bester ordnung in meinem sortiment, und da bleibt sie auch. doppelt.

supreme truth
the supreme truth
[ongaku 011]

die herren wuttke/flügel braucht man wohl nicht mehr vorzustellen, und unter diesem alter ego (das nenn ich mal wortwitz!) gibt es auch nichts anderes als das hier, aber es hat immerhin gereicht, tracks abzuliefern, die auch nach zehn jahren noch ohne bedenken auf partygänger mit gehobenerem anspruch (sprich: alles, was sich mit distortion auf dem mastersignal nicht mehr länger zufriedengeben will) losgelassen werden kann. an ihrem rezept hat sich auch seitdem nichts verändert, nur dass man kein mitgröhl-motiv braucht, sondern sich auf die wesentlichen zutaten (dicke bassdrum, sparflammen-sequenz, heruntergepitchte stimme) konzentriert. da wird nicht lange gefackelt, sondern einfach alles daran gesetzt, jeden zum tanzen zu motivieren. mehr braucht techno nicht.

archetype
obscure model ep
[ongaku 022]

die fiel schon in die zeit, in der man lieber leicht zu mixende platten mit mindestens ebenso leichten ansprüchen in stetig wachsender zahl auf die käuferschaft losließ. gehört habe ich die das erste mal im schon lange geschlossenen 12/34 irgendwann 2003, und da ich für sequenz-techno eh immer ein offenes ohr hatte, habe ich die zumindest mal unter beobachtung gestellt. nun fiel sie mir heute im „für 2 euro“-wühlkasten entgegen, drei von vier tracks sind ohne schlechtes gewissen genieß- und spielbar (auch / gerade in momenten der ratlosigkeit) und die platte wird wohl damit zu denen gehören, die von mir ab und an hervorgeholt werden, wenn ein set mal nicht nur aus hits oder obskurem material, sondern auch aus bodenständigen tracks bestehen soll.

surgeon
muggerscum out
[soma 037]

ich fasse mich kurz: jeder, der mit ihm auch nur ansatzweise etwas anfangen kann, oder sich nur dem schnörkellosen techno verschrieben hat, ist gut beraten, sich diese nachträglich anzuschaffen. hart und irgendwo funky zugleich, lässt jedes „stumpf auf die 12“-erzeugnis locker im schatten stehen.

freon
lecktroshock ep
[scandinavia scan 007]

neils faible für hiphop war bereits 1997 nichts neues, aber das hier ist die erste scandinavia, die sich dem thema widmet. die a-seite komplett im downbeat, gerade das titelstück ist so schön schleppend und spart dabei nicht mit dicken bässen und rauher atmosphäre. auf der b-seite dann der geschätzte 4/4-takt, auch keineswegs glattgebürstet, sondern so wie der hausherr es auch selber gerne angehen lässt.
(anhören kann man sich das in voller länge bei bleep.)