[berlin / 05.04.2022] berghain: pisse

verfasst am 2. oktober 2026, auf das veranstaltungsdatum zurückdatiert.

ablauf

schrunzel
jedi
infant sanchos
pisse
g. turtletaub (als dj jeweils dazwischen)

nachbetrachtung

mir völlig unbegreiflich, warum ich seinerzeit kein posting dazu abgesetzt habe. minutiös bekomme ich das mit der abfolge nicht mehr hin (ehrlicherweise hatte ich schon vergessen, dass es zwischen den acts untermalung seitens eines djs gab). aber dafür sind die jeweiligen acts im gedächtnis geblieben.

schrunzel ist aus dem umfeld von „ick mach welle“, dem killekill-projekt, das sich inklusion auf die fahnen geschrieben hat. sein auftritt bestand aus „waschbecken power“ in voller länge.

jedi machten ziemlich noisigen punk und wirkten so, als ob sie ihr abitur noch schreiben würden bzw. gerade gemacht hätten. also im halbdunkel des berghains ziemlich jung. find’s ja immer faszinierend, wenn schlagzeuger ohne merkliche anstrengung einfach auch mal den gesangspart übernehmen.

infant sanchos brachten die elektronische note in den abend. durchaus von daf inspiriert, gesanglich theatralisch-geschrien, was aber definitiv zum stil passt.

tja, und dann pisse. find’s ja schon gut, wenn mal ein punkigeres publikum das berghain erobert. aber ich hätte nicht damit gerechnet, dass es so mitgeht, indem selbst der rand der tanzfläche vor dem damaligen subwoofer (zu der zeit war noch die alte funktion one in betrieb) unterhalb der treppe zum moshpit wird. die band an sich gar nicht mal so ausgiebig beleuchtet, stattdessen alles gleichermaßen. ich kann mich leider nur gesichert an zwei stücke erinnern: „like a rolling stone“ und „vernissage“ zum schluss.
ganz sicher bin ich mir jedoch, dass das in meiner biographie mit eines der berghain-erlebnisse schlechthin war und hoffe seitdem auf wiederholung. wobei pisse dafür wahrscheinlich mittlerweile eine nummer zu groß sind. aber punk im berghain: funktioniert bestens.