eine lokalität, die 100 leute fasst. noch dazu bogdan, welcher der legende nach eine zeitlang in tokyo gelebt hat. mal schauen, wie sich diese anzahl an acts in fünf stunden unterbringen lässt.

ablauf*
17:00-17:20 oshi
17:20-17:50 dj top gear
18:00-18:30 the obey unit
18:40-19:10 cdr
19:20-19:50 punsuca
20:00-20:30 pq
20:40-21:10 hyu
21:20-22:00 bogdan raczynski
*: die zeitlichen lücken hat jeweils oshi gefüllt.
nachbetrachtung
irgendwas läuft bei der übergabe der adresse an google maps in der ra-app schief. jedenfalls lotste diese uns in eine wohngegend, wo wir erstmal vor dem eingang eines mehrfamilienhauses standen. iflyer hatte die richtige adresse, und die war keine drei minuten zu fuß davon entfernt. wer sich die schnitzeljagd sparen möchte: die station sakuradai nehmen, von dort aus sind es nicht mal zwei minuten. an der kasse nur bares, was aber auch dank enger conbini-infrastruktur vor ort kein problem ist.
im souterrain eine art craft-beer-bar, wobei die sehr spartanisch mit tresen und einem tisch zum rumstehen eingerichtet ist. durch eine tür geht’s richtung keller, wohinter der ort so diy wirkte wie manches berliner hausprojekt – und damit schon mal sympathisch. musik hinter einer schallschutztür, der raum an sich so isoliert wie es nur geht, klang dank anwesendem techniker aber mehr als nur passabel. bei bogdan kam die anlage an ihre grenzen. aber da er sie mit dem klinkenausgang des macbooks bespielte, kann es auch sein, dass der teufel in der abspielsoftware seiner wahl zu finden war (was er dieser tage verwendet, habe ich nicht geschaut).
ankunft um 19:30 uhr, wo punsuca mit ihren selbstgebauten body-controllern gerade in den letzten zügen waren. bei oshi erinnere ich mich danach noch an „bassous“ von zuli, jedoch auf 45 statt 33.3 abgespielt. bei pq habe ich schon fast vergessen, wie er gespielt hat, fiel mir aber doch wieder ein: laptop, novation launchcontrol xl und noch etwas. übungen in delay und reverb. hyu mit einem nord modular g2 und achtton-sequenz, die er in seinen 30 minuten durchkonjugierte. bogdan im dunkeln, kniend und mit nichts, was ich von seinen rephlex-alben her kannte. fing ruhig an, steigerte sich aufgrund der knappen zeit jedoch schnell.
hatte etwas von einer eingeschworenen gemeinde – die kapazität von 100 leuten wurde zwar nicht ganz erreicht und es waren auch einige expats bzw. touristen dabei. musikalisch aber komplett gegen den strich – sehr schön, dass sowas in einer millionenmetropole wie tokyo möglich gemacht wird. stünde auch berlin gut zu gesicht, weil (gemessen an der einwohnendenzahl) die zielgruppe dort sogar größer sein müsste. es fehlen halt orte, die solche formate regelmäßig im programm haben – wobei ich den morphine raum endlich mal besuchen sollte.