Jul 212017
 

während sich halb berlin auf der nation of gondwana tummelt, verschlägt es mich zu altbekannten spielstätten. der csd ist ohnehin immer ein toller anlass, sich des subversiven zu erinnern, was in kombination mit dem hype der vergangenen jahre zu einer interessanten mischung an menschen und stimmungen führen kann.
außerdem ist es sehr lobenswert (aber irgendwie auch traurig) zu erwähnen, dass das line-up im sonst so männerdominierten berghain mehr als zur hälfte von damen geprägt wird. da bin ich mit am meisten auf lena willikens gespannt, die beim diesjährigen geburtstag des about blank (hier leider nicht besprochen, weil ich auch recht kurz da war) ein set ablieferte, das beispielhaft für konstanten mut zum risiko bei gleichzeitiger beibehaltung hoher qualität und musikalischer erziehung stand. schade nur, dass nd und discodromo so früh dran sind und ich sie aller voraussicht nach verpassen werde.

csd klubnacht

berghain
00h00 norman nodge
04h00 anetha
07h00 ben klock
11h00 lena willikens
14h00 bella sarris
17h00 relaxer live
18h00 courtesy
21h00 steffi
01h00 boris

panorama bar
00h00 nd_baumecker
04h00 looky looky live
05h00 discodromo
09h00 volvox
13h00 ash
16h00 kim ann foxman
19h00 i-f
22h00 massimiliano pagliara
02h00 virginia

garten
12h00 cormac
16h00 roi perez

eintritt
16 euro

Jun 142016
 

als berliner muss man immer noch „records“ mit dazuschreiben, dazu sind die erinnerungen an den gleichnamigen club immer noch zu gegenwärtig. daher lieber gleich missverständnisse ausräumen, auch wenn es mittlerweile generationen gibt, denen man beibringen muss, dass dieser hochbunker an der reinhardtstraße in nähe des deutschen theaters mitte der 1990er für eine andere form von kunst als die stand, die sich heute nach voranmeldung bei herrn boros bestaunen lässt.

um den ehemals härtesten club der welt geht es beim xlr8r-artikel jedoch nicht, sondern vielmehr um die hausbesetzer-clique um guy tavares und ferenc van der sluis aus den haag, die bis heute als labelkonglomerat und nicht zuletzt durch intergalactic fm von sich reden machen. die parallelen zur hiesigen, insbesondere der ostdeutschen techno-szene in den kinderschuhen können definitiv gezogen werden, auch wenn labels wie tresor hierzulande schnell den anschluss an novamute schafften, was ganz andere budgets mit sich brachte. dahingegen blieb die kontrolle bei bunker und den angeschlossenen schwestern wie viewlexx oder murder capital stets in den eigenen händen, was bis heute finanziell auf kante genäht ist. der künstlerischen integrität schadet dies jedoch nicht – eher bewahrheitet sich mal wieder die alte, von underground resistance (zu denen gleich am anfang des artikels vergleiche gezogen werden) kolportierte these, dass gute musik nur dann entstehen kann, wenn profitabilität so überhaupt kein thema ist.

dann auf die nächsten 25! klick.