killekill resident nacht
acid maria
dj flush
stype -ableton-set-
ab 23 uhr
5 euro
spielplan
23h00-01h00: stype
01h00-03h00: dj flush
03h00-ende: acid maria
review
zeigen
also verließ ich mich bei der vorbereitung auf bewährtes, einige neue tracks fanden dennoch den weg in das set. erste probleme gab es 20 minuten nach beginn: unangenehme verzerrungen nur an bestimmten stellen (meistens der eins beim takt). panische fehlersuche: lag die externe soundkarte zu nah an der monitorbox? lag es am feedback, weil sie nicht auf einer weichen unterlage platz gefunden hatte? war das ein fehler der pa? lag es am xone:92? alle verzweifelten problemlösungen liefen ins leere, ich musste also irgendwie bis zum schluss damit zurechtkommen. wirklich entspanntes arbeiten war das nicht, aber scheinbar ließ sich das publikum davon nicht beirren. ab 1h30 war die tanzfläche gut gefüllt, dj flush ließ mich dankenswerterweise gleich bis kurz vor 3 uhr weitermachen, obwohl das set wesentlich kürzer angelegt war. da rutschten nachträglich noch einige tracks hinein, so dass das kind mit dbx, green velvet, klockworks oder horizontal ground geschaukelt werden konnte.
trotz aller widrigkeiten also eine gute arbeitsgrundlage für dj flush, der mit knochentrockenem chicago-funk fortsetzen konnte und die meute bis zu meinem aufbruch um 3h45 sehr souverän im griff hatte.
daheim am nächsten tag weitere fehlersuche: da ich in ableton immer intern mitschneide (für diejenigen, die es nicht wissen: es werden nur die midi-signale aufgezeichnet, danach wird ggf. die audio-datei gerendert), konnte ich mir das set an den betreffenden stellen nochmal zu gemüte führen. es kam nicht zum berühmten vorführeffekt – die verzerrungen waren auch auf meiner heimischen anlage deutlich zu hören. die lösung lag – ganz profan – an der zu niedrig eingestellten latenz der soundkarte. prompt hatte ich die auf 2048 samples angehoben, verschwand jegliche verzerrung. die dadurch entstehende verzögerung beim track-start war zu vernachlässigen, insofern waren die weichen für ein entspannteres set vor publikum gestellt. als weiteren arbeitsschritt stellte ich einige der zuvor hastig auf „complex pro“ umgemodelten tracks auf den cpu-schonenderen „complex“-modus um, der seither auch mein bevorzugter standard-modus zum warpen ist.
unter’m strich also ein abend, an dem es für mich eine menge zu lernen gab. angenehm voll war es obendrein, so dass das spielen trotz aller bedenken doch irgendwie laune machte.