timetable
0-2: taron trekka
2-3: freund der familie
3-5: sven weisemann
5-6: marko fürstenberg
6-8: stype -ableton-set-
review
zeigen
gegen 3 uhr. da waren freund der familie gerade zugange, der timetable hatte sich da bereits eine stunde nach hinten verschoben, hieß für mich also, dass es um 7 soweit sein sollte.
acts:
freund der familie: wie gewohnt um die 122 bpm unterwegs, mit mehr analogen sounds als bei den letzten malen. steht ihnen gut, klang etwas rauher, was allgemein im dubtechno-bereich wieder in mode zu kommen scheint.
sven weisemann: hatte am abend zuvor noch mit scuba im amsterdamer trouw gespielt und war davon noch etwas mitgenommen. kein techno-, sondern ein house-set, was zwar mit musikalischen überraschungen glänzen konnte (wann hat man in einem techno-club mal „teardrops“ von womack & womack gehört?), dem aber ein wenig mehr tempo für die peak-time nicht geschadet hätte. die tanzfläche blieb zwar recht gut gefüllt, aber irgendwie hatte ich den eindruck, als ob man dort auf eine initialzündung wartete. erste sorgen kamen bei mir auf, ob der plan, mit 127 bpm zu beginnen, gründlich nach hinten losgehen könne.
marko fürstenberg: spielt interessanterweise nicht mit ableton, sondern mit reason. da scheint es mittlerweile möglich zu sein, zwei tracks parallel spielen zu können, die man tatsächlich vom tempo her manuell angleichen muss. das zog er dankenswerterweise auf 125 bpm an und hielt die dann noch anwesenden leute gut bei laune.
stype: die reihen hatten sich bis 7 uhr zwar gelichtet, aber die wenigen verbliebenen hatten ihren spaß. es hat sich jedenfalls niemand über die mixtur aus techno detroiter, dubbiger, manchmal auch minimalerer prägung, älterem techhouse der jahrgänge 2000/1 oder der prise dubstep (martyn, shackleton) beschwert. angesichts einer am nachmittag anstehenden autofahrt für einen pfingsten-kurzurlaub und noch drei leuten vor mir auf der tanzfläche war ich mir mit flush schnell einig, dass nach gut dreieinhalb stunden um 10h30 feierabend sein kann. abschluss mit dem bis heute besten skream-track („sub island“) und dem zufriedenen eindruck, bei der vorbereitung doch auf die richtigen pferde gesetzt zu haben.
fazit:
partytechnisch solider durchschnitt. ein paar leute mehr hätten noch reingepasst, stimmung friedlich, aber nicht ausgelassen. besonders lobenswert die umbauarbeiten: die deckenkonstruktion, die noch sehr an das postamt erinnerte, ist rausgerissen. dazu neues licht: von der decke hängende plexiglas-rechtecke, jeweils mit verschiedenen leds beleuchtet. habe zwar die laser-punkte etwas vermisst, aber auf die weise kriegt der raum jetzt wenigstens gleichmäßig licht ab. auch der garten wurde im wahrsten sinne des wortes aufgemöbelt: an der seite laden holzterrassen-dielen zum sitzen ein, wenn auf den liegestühlen oder den holzbänken kein platz mehr ist.
ach ja, fast vergessen: das personal kümmert sich an allen ecken und enden, bleibt dabei unwahrscheinlich entspannt und peppt dabei trinkgewohnheiten etwas auf. jedenfalls gibt minze der eh schon famos schmeckenden fritz-limo-apfelschorle eine neue qualität. das hat neben der tatsache, dass eine moderate härte beim techno keine leute mehr abschreckt, zum spaß am set beigetragen. also einige gründe, weshalb der horst eine der sympathischsten adressen im berliner nachtleben bleibt.
