[berlin / 12.05.2012] berghain: klubnacht

eigentlich sollte ron trent spielen, nur fällt dieser aus „familiären gründen“ aus. ein adäquater ersatz ist mit stacey pullen gefunden worden, ich werde so gegen 4 uhr hingehen.

klubnacht

berghain
00h00-04h30: fiedel
04h30-05h30: voices from the lake live
05h30-09h00: rod
09h00-12h00: marcel dettmann
12h00-15h00: marcel dettmann & ben klock
15h00-ende: ben klock

panorama bar
00h00-04h00: youandme
04h00-05h00: the analog roland orchestra live
05h00-08h00: stacey pullen
08h00-09h00: marko fürstenberg live
09h00-12h00: sven tasnadi
12h00-16h00: margaret dygas
16h00-19h00: andre galluzzi
19h00-23h00: shonky
23h00-ende: ewan pearson

eintritt
12 euro

6 Comments

  1. die rückkehr zu alten zeiten, als ich die nachbetrachtung noch in die kommentare geschrieben habe. der fortschrittlichen mobilen technologie sei dank, werde ich versuchsweise – das heißt: so lange keine beschwerden von seiten der leser kommen – während der ruhigeren momente einer party einen kurzen statusbericht in den kommentaren abliefern.
    vorteil: die erinnerung ist noch frisch und persönliche höhepunkte muss ich nicht mehr mühsam rekonstruieren. außerdem müsst ihr nicht mehr ewigkeiten warten, bis hier etwas mehr als nur die ankündigung steht.

    war kurz nach 4 da. the analog roland orchestra mit dem versprochenen maschinenpark und der melodischen chicago-schule ende der 1980er verschrieben. fiedel gebührt alleine wegen des carl-craig-remixes von ultramarines „hooter“ als letzter platte viel dank. voices from the lake waren inhaltlich gar nicht weit von dem entfernt, was mike parker vor ein paar wochen gespielt hat. jedoch war ihr set dynamischer, zwingender. haben echt gut mit den kickdrums und deren effekt auf den körper herumexperimentiert.

    im vergleich zwischen rod und stacey pullen gewinnt letzterer. beide sind zwar technisch tadellos, jedoch fehlt mir bei rod das gewisse etwas, bzw. tracks mit identität. ließe sich zwar auch über stacey pullen sagen, der von mir wegen des beliebten bass-rein-und-raus-spiels zwar abzüge in der b-note bekommt, jedoch ging das set wesentlich eleganter in die hüften.

    mal schauen, was die stammbelegschaft gleich veranstaltet.

  2. herr dettmann hat eine halbe stunde später begonnen, dafür hat er den laden im gewohnt festen griff. wie immer ein gekonnter spannungsauf- und abbau, wobei die fordernden phasen überwiegen. dabei zwischen alter und neuer schule wechselnd.

    rod hatte gegen schluss hin mit hood-ähnlichen platten gute momente, allerdings hat marko fürstenberg ihm oben locker mit melodischem techhouse (nicht mit dubtechno, wie man es vermuten würde) den rang abgelaufen.

    sven tasnadi hat zumindest zu beginn melodischen house mit vocals gespielt, daher kam der schichtwechsel im berghain mir ganz recht. angenehm voll ist es auf beiden floors.

  3. innerhalb von zwei stunden hat sich die veranstaltung von einer grundsoliden angelegenheit zu einem vorzeige-sonntag entwickelt. die tanzfläche ist so voll wie um 4, das duo dettmann/klock treibt sich gegenseitig an: während herr klock die von ihm bekannten tools spielt, springt herr dettmann mit tracks inklusive wiedererkennungswert ein. dabei scheint deren kommunikation einzig über die musik stattzufinden. mag aber auch die beiderseitig an ort und stelle angesammelte routine sein.

    einen guten teil trägt jedoch auch sicherlich das eher herbstlich denn vorsommerlich anmutende wetter bei. auf die öffnung des gartens wird man bei 10 grad vergeblich warten.

  4. stop, ich muss mich revidieren. „detached“ von mills und „forklift“ von joey beltram im slater-remix sind nun wirklich keine trockenen tools, gehen aber auf das konto von ben klock.

    während unten herzhaft bei 135+ bpm gebrettert wird und es obendrein ziemlich aufgeheizt zugeht, bildet margaret dygas oben einen schönen gegenpol um die 125. zuweilen melodisch, vorhin ein paar tribal-elemente – durchaus nicht unsexy, das. ideal, um etwas frische(re) luft zu tanken und die müder werdenden knochen zu entspannen.

  5. so, fazit nach 13 stunden (genug ist irgendwann genug):

    dettmann/klock als klare gewinner, voices from the lake besser und treibender als ich es erwartet hätte, margaret dygas erfrischend vielseitig.

    da an dieser stelle bereits anderes über ihn zu lesen war: auch andre galluzzi macht oben einen guten job. das mixing geht gut in ordnung, sein stil ist zwar nicht sonderlich spektakulär, aber es schlafen einem auch nicht die füße dabei ein.

    derweil brettert ben klock weiter, als ob es kein morgen gäbe, steht ihm jedoch gut an. auch wenn manche das unschöne schr-wort bemühen würden, ist das für mich als alter tresor-jünger eine wonne. das höre ich mir jetzt noch ein paar minuten an (wo jetzt aktuell die „loop“ von fuse vs lfo reinkommt) und mache mich dann auf den heimweg.

    ich hoffe, diese art der berichterstattung findet anklang. schon praktisch, dass alles an nachbereitung für mich jetzt schon erledigt ist.

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