[berlin / 31.10.2014] about blank: paranoia

das passt auf dem papier schon so gut, dass es töricht wäre, wenn ich mir das entgehen lassen würde.

paranoia20141031

eintritt
10 euro

nachbetrachtung
leider war ich erst ab 4:00 uhr vor ort, wobei schon vor dem betreten des ladens klar war, dass das line-up den erhofften erfolg gebracht hatte. vor dem blank warteten auch zu der zeit noch wenigstens 50 leute.

i-f habe ich leider verpasst und auch gesloten cirkel nur im hintergrund beim plaudern wahrgenommen. es gab bei ihm wohl ein paar technische probleme, weshalb er sich eher auf rhythmus-dominierte patterns konzentrierte. obwohl ich seine rauhe analoge soundästhetik schon charmant finde, war’s mir auf dauer doch etwas trocken. noch dazu wollte gefühlt jeder auf den mdf-floor, was an meiner position vor dem ein- und ausgang zu einem stetigen publikumsverkehr führte und auf dauer nervig werden kann.

drüben in der lobby hatte dj flush sichtlich viel spaß und auch wenn der floor normalerweise durchgangsstation zwischen bar und toilette ist, glich der vergleichsweise angenehme füllgrad und vor allem das echt gute set das locker wieder aus.
alienata legte ihren schwerpunkt klar auf acid, später waren auch ein paar ebm-sachen zu hören, bei denen mir die kenntnis fehlt, um sie benennen zu können. fand ich (auch aufgrund mancher technischer hänger) leider nicht zwingend genug, so dass ich bei meinen ausflügen zügig den weg zurück in die lobby antrat.
amnesie nahm nach flush das tempo spürbar heraus und spielte alte trax-sachen („no way back“ bspw.) nebst house. das war bei dem durch die fenster scheinenden sonnenlicht auch das richtige, für mich war’s jedoch noch richtiger, gegen 11 den heimweg anzutreten.

aus sicht eines gastes ohne einsicht in die bilanzen würde ich sagen: alles richtig gemacht. wie sich bei der anwesenheitsliste auf residentadvisor in den tagen zuvor andeutete, kamen hier wohl die dinge zusammen, auf die man als organisator eben so hofft: ein toller club mit dem richtigen line-up, das gelegenheits-partygänger und musiknerds gleichermaßen zu schätzen wissen. mich hat der große zuspruch jedenfalls echt gefreut.

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