bilanz april 2008

der verspätete start in den monat (die märz-bilanz schummele ich euch nachträglich noch unter, so wichtig ist das dann auch nicht).

12.008 anfragen, 400 pro tag, 5.425 besuche (nimmt man da eigentlich die eingangs- oder ausgangsseite? im letzteren fall: 6.893). egal, von welcher seite man die medaille betrachtet: fein fein, dankeschön.

die top-suchbegriffe. anschnallen bitte, die haben es in sich:
1. berghain blog
2. berghain razzia (danach wurde insgesamt fünf mal gefragt, war aber eine gezielte aktion. der laden hat nach wie vor regulär geöffnet und wurde insgesamt 12 male in irgendwelchen zusammenhängen nachgefragt. am interessantesten ist platz 12: berghain polka…)
3. stypeblog
4. dissonanzstudien
5. fuckparade

sonst nichts besonderes. ihr könnt eure winterjacken einpacken, das ist doch mal erfreulich.

[berlin / 02.05.2008] tape club: die allianz

„die allianz“: ein neues projekt – ins leben gerufen von modeselektor, labland, grimetime, revolution no 5 und scape, womit neben dem musikalischen auch der visuelle anspruch bedient wird. dahinter steckt das hehre ziel, der vielfach nur vordergründig spannenden clublandschaft, in der man zumeist das gleiche serviert bekommt, etwas alternativen atem einzuhauchen. da stört es nur geringfügig, dass mit beatport ein mir unsympathischer monopolist als co-sponsor dient.

zugleich lassen sich dadurch neue spielplätze und -arten erkunden. an dem entschluss, wegen der eben erwähnten verkostung von der stange in hiesigen lokalitäten eine partypause einzulegen, ändert das nichts (wobei man hier gut mitverfolgen konnte, dass ich zu weiten teilen aufgrund meiner auf wenige clubs beschränkten abendgestaltung auch selbst schuld daran habe). bin gespannt, wie schwer die party den abschied in die selbst auferlegte hedonistische enthaltsamkeit machen wird. in drei wochen geht es dann weiter, dann auch an gewohnten orten. bis dahin komme ich hoffentlich dazu, ein paar platten schriftlich abzuarbeiten.

dieallianz_rz_rgb.jpg

p.s.: an die clash-of-the-titans-macher: kommt in die gänge!

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[berlin / 01.05.2008] tresor: 3 jahre kinetic-am booking

die party läutet meine vierwöchige tresor-enthaltsamkeit ein. zur abwechslung mal mit spielplan, flyer gibt es auch, aber ausnahmsweise mal nicht hier. das line-up spricht eh für sich.

batterieraum (tresor bleibt geschlossen):
23h00-00h30: don williams
00h30-0­2h00: deetron
02h00-03h00: deepchord/echospace live-pa
03h00-04h00: len faki
04h00-05h00: redshape live-pa
05h00-07h00: raudive
07h00-ende: alan sommerville

10 euro

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[berlin / 23.04.2008] tresor: new faces / bonito house club

das antikonsum-camp verlässt berlin in richtung südwesten, die dadurch entstandenen personellen änderungen lasse ich unkommentiert so stehen.

tresor
headquarter-dj: marcel heese
siebenschlaefer
andmann

batterieraum
dole & kom

ab 23 uhr
5 euro

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[berlin / 18.04.2008] tresor: booty bass! / family & friends

tresor
dj godfather (databass / detroit)
dry (rampe d / berlin)
kriek (tresor / berlin)

batterieraum
rené dachner (weald / hamburg)
daniel rajkovic & fernanda diaz aka rokit-f (berlin)

ab 23 uhr
10 euro

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[berlin / 16.04.2008] tresor: new faces / bonito house club

es wird besuch aus leipzig erwartet, da nimmt man die augenringe am darauf folgenden morgen in der universität gerne in kauf.

tresor
headquarter-dj: herr schneider
dead baby in a plastic bag
ren_db

batterieraum
daffy
djoker daan

das ganze startet um 23 uhr und kostet 5 euro.

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[berlin / 12.04.2008] berghain: klubnacht

das monatliche pilgern steht wieder an, inklusive legendenbesuch in der oberen etage.

klubnacht

berghain
00h00-05h00: fiedel (mmm / berlin)
05h00-08h00: renato cohen (sino / sao paulo)
08h00-ende: marcel dettmann (mdr / berlin)

panorama bar: made to play nacht von 12 bis 12

00h00-04h00: jamie anderson
04h00-06h00: jesse rose
06h00-09h00: dj pierre
09h00-12h00: style of eye
12h00-16h00: nick höppner (playhouse / berlin)
16h00-ende: prosumer (ostgut ton / berlin)

12 euro

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die zeit über die abwanderung von musikern zu konzertagenturen

madonna hat’s vorgemacht, u2 (für mich neu) zogen nach, nun ist jay-z dran. sie sind keinem plattenlabel mehr verpflichtet, sondern als gesamtpaket bei einem konzertveranstalter (live nation) zu haben. das ist in den subkulturellen breitengraden, die hier sonst abgehandelt werden, zwar weitestgehend irrelevant, weil die bindung zwischen hörern und musikern auf dem indie-markt traditionell besser ist, aber dennoch ein zeichen dafür, dass die künstler selbst erkennen, dass es mit der veröffentlichung der musik (in welchem format auch immer) nicht mehr getan ist. die charts spiegeln es seit geraumer zeit wider, dass musik für ein breites segment prinzipiell zur wegwerfware verkommen ist. anders kann man den erfolg des schnuffel-kuschel-songs oder ähnliche geistige tiefschläge wie den crazy frog nicht erklären (randnotiz: ich freue mich riesig darauf, wenn einige wegen der suchbegriffe hier landen.).
gut, das ist mit der segmentierung des marktes verbunden. der geschmackliche konsens wie noch in den 1980er-jahren besteht einfach nicht mehr. viele kochen ihre suppe am rande des geschehens, was auch völlig in ordnung ist – sie haben ihre fangemeinde, die auch nicht lange überlegt, ob man sich das neue album kaufen soll. man will die musiker einfach wegen ihrer qualitäten unterstützen, weil sie über jahre hinweg harte arbeit geleistet und dabei (im ideafall) konstante qualität abgeliefert haben. genau das wurde bei den majors jahrelang versäumt. entweder man verließ sich auf die heiligen kühe, bediente damit aber weitestgehend die älteren käufer, die man mit best-of-alben inkl. ein, zwei neuen liedern aber auch nicht ewig für dumm verkaufen kann, oder man züchtet sich retorten-stars heran, was sich zuweilen samstags auf rtl, respektive donnerstags auf pro7 beobachten lässt. problem ist nur, dass diese sänger nicht wesentlich mehr als performance-roboter sind, die das produkt verkörpern, was ihnen von einem team an songschreibern (ausnahmen mit eigenkreationen bestätigen die regel), tanz-, gesangs- und sprachlehrern und einem manager maßgeschneidert wird. langlebige karrieren sind da aber nicht zu erwarten, entwicklungen schon gar nicht. stattdessen gibt es immer das gleiche rezept auf den tisch, nur die gesichter wechseln.
insofern ist das signal, welches die drei acts aussenden, genau das richtige. sie wollen neben der künstlerischen freiheit wieder publikumsnähe, und das lässt sich viel besser erreichen, wenn eine tour nicht mehr ausschließlich dafür gedacht ist, den absatz der tonträger anzukurbeln, sondern tatsächlich präsenz zu zeigen. gut, man darf nicht vergessen: sie sind auch bekannt genug, um sich den luxus leisten zu können, aber man kann ihnen dennoch einen pluspunkt dafür geben, dass sie sich ein beispiel an den acts genommen haben, die abseits des chart-geschehens durch die lande tingeln, dabei ihre erfahrungen bzgl. live-auftritte sammeln und sich dadurch einen großen kundenstamm aufbauen. und genau hier wird sich hoffentlich bald die spreu vom weizen trennen, denn wenn man abseits vom album nicht viel zu bieten hat, wird auch der ruhm ebenso schnell vergehen wie er gekommen ist. wobei ich schon gespannt wäre, wie ein schnuffel-konzert aussähe…

zum artikel geht es hier lang.

bilanz märz 2008

13111 anfragen, fast 423 pro tag. 4854 besuche.

die top-suchanfragen sprühen vor überraschungen:
1. stypeblog
2. dissonanzstudien
3. berghain
4. alte weberei berlin
5. berghain- (insgesamt wurde zehn mal danach gesucht)

sondernennungen:
9. american poker eichborndamm

das war’s. den verspäteten frühlingsanfang sehne ich ebenso herbei und bedanke mich für die treue.