mike skinner (the streets) im interview

mit dem jungen herrn hatte ich anfangs aufgrund der im hiphop bisher nicht gekannten sprachweise meine liebe müh und not. aber wie das nun mal mit prinzipiell guter musik ist: mit der zeit lernt man, das neuartige zu akzeptieren und ist sogar froh drüber, dass sich etwas derartiges auf dem musikmarkt behaupten kann. zudem hat er mitsamt band vor zwei jahren auf dem melt-festival, trotz des schweren loses, vor aphex twin auftreten zu müssen, einen guten eindruck bei mir hinterlassen.

das setzt er auch im interview mit spi-on fort. inkl. seiner sicht auf die musikindustrie, zukünftigen plänen (ohne the streets) und warum aktueller hiphop eigentlich uninteressant ist. deshalb lesenswert.

modeselektor’s jetlag mix

im ganzen party-getümmel muss man auch irgendwie zeit zum musikhören finden. das geht sehr gut unterwegs, und da kommt der mix ins spiel. der ist mit 30 minuten spielzeit zwar recht kurz geraten, aber das passt eigentlich ideal zu den von mir zurückgelegten wegen.
begleitwerk zur derzeit stattfindenden „jetlag“-tour, ohne eigenes material, stattdessen einigen heißen anwärtern für meinen dubstep-warenkorb. im letzten drittel geht ihnen kurzzeitig die puste aus, ehe beim finale (die letzten beiden tracks) nochmal durchgestartet wird. ihren sinn für humor hört man auch hier raus, daher werden auch diejenigen nicht überfordert sein, die ihre alben und eps bislang blind gekauft haben.

das komplettpaket mit trackliste gibt’s bei xlr8r. für die haben sie den mix auch schließlich gemacht.

einkäufe vom 31.03., 09.07. und 16.07.2008

einmal märz, zwei mal juli, drei male bleep – getrennt durch den unauffälligen gedankenstrich.

clark
turning dragon
[warp warpcd162]

von „body riddle“ übrig gebliebenes material, was beileibe nicht nach resterampe klingt. dafür beschert er warp, seinen anhängern und denen, die es werden sollen ein album, welches vollkommen auf den floor fokussiert ist. ganz nebenher schüttelt er seine verschrobenen melodien aus dem ärmel – lieber unbequem als berechnend.
damit hat er alles richtig gemacht, mit sicherheit neue fans gewonnen und sich zu einem zugpferd im warp-stall entwickelt. so sollte sich rave anno 2008 (und darüber hinaus) anhören.
(bleep-link)

byetone
plastic star
[raster-noton r-n 81]

das in jeglicher hinsicht auf kunst bedachte label, dessen inhalte mit am besten verpackt werden, tritt auf einmal mit einer techno-ep auf den plan. als türöffner diente für mich mal wieder sleeparchive, dessen remix sich erstaunlich nah am original orientiert. selbstverständlich gute arbeit, aber dennoch ist die vorlage schwer zu schlagen: lupenrein produzierter techno, der erinnerungen an die sägezahn-flut vor zehn jahren wach werden lässt, vom tempo her allerdings angenehm reduziert ist und damit zwar nicht in den hauptteil des abends, sehr wohl aber kurz davor passt. label-mitgestalter alva noto macht eine electro-nummer daraus und ist als remixer mein eigentlicher favorit, was aber auch an den fiesen hochfrequenz-sprenkseln liegt. von dr. walker hört man ja immer gerne, und der fügt dem original eine dreckigere, düstere note hinzu. geht auch schwer in ordnung.
geglücktes „wagnis“, kann gerne wiederholt werden.
(bleep-link)

distance
fallen (vex’d remix) / delight
[planet mu ziq176]

„fallen“ kriegt von vex’d den stoß in eine im vergleich zum original epische richtung, sonst halten sie sich erstaunlich direkt daran. dennoch natürlich fantastisch, nur sollte man sich beim reinmixen schnell beeilen, weil der abschnitt mit den beats erstaunlich kurz bemessen ist.
„delight“ mit wiederum viel melancholie, mit der man einen abend durchaus beschließen kann.
(bleep-link)

soundmurderer & sk-1
toronto v.i.p. / soundclash remix
[planet mu ziq154]

tadd mullinix alias dabrye alias james t. cotton und todd osborne, kennt man eigentlich als „tnt“, wo sie recht böse acid-platten veröffentlicht haben. hier mit drum&bass inkl. mc-vocals, die aber alles andere als störend sind, sondern im gegenteil an gute zeiten erinnern, als der umbruch von jungle zu d&b geschah, bzw. die grenzen noch fließend waren. dabei auch noch so herrlich dreckig, dass man die platte (respektive dateien) den einstigen helden, die seit jahren vermeintlich böse rave-basslines rauf und runter konjugieren, um die ohren hauen möchte.
(bleep-link)

hellfish & producer
bastard sonz of rave
[planet mu ziq058]

sammlung alten materials auf deathchant oder rebelscum, damit größtenteils einfach nur in die beine gehender hardcore. einzige ausnahme ist „crawl & die“, weil’s „nur“ electro ist, mindert die qualität aber nicht. dürfte einen herrlichen spaß machen, manchen track mit einem breiten grinsen auf ein techno-publikum loszulassen.
(bleep-link)

v.a.
2 paths of anger
[combat recordings combat13]
komonazmuk & white boi auf der a-seite, titel ist „apocalypse“ und damit auch programm. düsterer dubstep, dessen beats ähnlich wie bei scorn ins mark treffen.
cursor miner kennt man (hoffentlich) noch von noodles. seine tracks hatten immer eine gravierende ähnlichkeit zu denen von si begg unter dessen buckfunk-3000-alias, so dass ich fälschlicherweise zunächst annahm, dass es nur ein weiteres pseudonym wäre. vertrackte beats, richtig platzierte subbässe, das macht im club dann richtig spaß, wenn es daran geht, es auch passend zu mixen. ist das geglückt, sind die tänzer gefragt, sich die gliedmaßen zu verknoten. ich mag ja solche augenblicke, übrigens aus beiden perspektiven.
(bleep-link)

armour / hijak
iron man / nightmarez
[tectonic tec009]
armour = roly vex’d, und damit ist eigentlich schon alles klar. mehr als zweieinhalb minuten zieht sich das intro hin, damit die welle nach einem totalen breakdown losbrechen kann. er hat mit jamie im duett schon demonstriert, wie flächen zu klingen haben, die einen dunklen track unterstreichen sollen. das kann er auch alleine. noch eine prise industrial dazu, fertig ist das dubstep-brett.
hijak ist (simple weiterleitung von discogs-wissen) bruder von skream, mittel ist hier eher melancholie anstatt pure düsternis. nicht so auf breitwand getrimmt wie die a-seite, muss aber auch nicht sein, wenn es so perfekt passt wie hier.
(bleep-link)

2562
aerial
[tectonic teccd004]

der niederländer dave huismans mit seinem ersten album auf pinchs label. für mich auch eine rein ökonomische entscheidung, weil weite teile seiner vorab erschienenen eps im paket inklusive sind.
die trackabfolge entspricht eigentlich der eines guten sets: ruhige eröffnung, schnelle steigerung bis zu den hits, anschließend etwas entspannung, ehe kurz vor schluss nochmal durchgestartet werden kann. das alles im extremen zeitraffer (51 minuten). gemein ist allen tracks die gelassenheit – auch wenn „techno dread“, „enforcers“ oder „channel two“ im club gut zünden können, wirken sie nicht so, als ob er versucht, die funktionalität auf biegen und brechen durchzusetzen. die ist vielmehr eine willkommene nebenwirkung. bei „kameleon“ wähnt man sich wegen der percussions schon fast bei shackleton, seine chords setzen aber die deutlicheren akzente.
ideal für einen heißen sommertag, für ein open-air-set, beim autofahren – oder auch einfach nur zum konzentrierten hören.
als bonus noch der link zum residentadvisor-artikel über ihn, wo man erfährt, was es mit der zahlenkombination auf sich hat. der hintergrund ist wesentlich profaner als man denkt.
(bleep-link)

reload
autoreload ep
[evolution / universal language productions ltd. evo002]

die tracks stammen aus 1992, wurden als dreifach-vinyl im vorletzten jahr neu aufgelegt, kriegt man seitdem (unter anderem) im hardwax wieder oder eben digital bei bleep. dafür erstmal ein „dankeschön“, weil man sonst in diesem fall drei wunderbare, stark von detroit beeinflusste tracks verpasst hätte, bei denen das hier und auch sonst gern gebrauchte attribut „zeitlos“ einmal mehr passt. „teque“, den vierten track, will ich nicht verschweigen, nur fällt der im vergleich zum rest vollkommen aus dem rahmen: sowas müsste im vereinigten königreich damals unter „hardcore“ firmiert haben – recht schnelle breakbeats, dazu eine 303 und die später gerne bemühten choralen flächen.
essentiell, natürlich.
(bleep-link)

einkäufe vom 4. juni 2008

aus der techno-institution am paul-lincke-ufer.

sleeparchive
hadron ep
[sleeparchive zzz 08]

er macht das ähnlich wie basic channel: kaum beginnt man sich zu fragen, was er eigentlich so macht, steht wieder eine platte im fach. ich in meiner rolle als sammler stürze mich natürlich gleich auf erhältliche vorhörschnipsel und werde beim ersten track erstmal wieder auf den boden der neutralität zurückgeholt. das bedeutet zwar nicht, dass hier minderwertige qualität vom stapel gelassen wird, da die produktion gewohnt kristallklar ist. aber ich komme mit den darin verwandten harmonien einfach nicht zurecht.
„baryon“ hingegen ist einer dieser typisch hypnotisch-treibenden tracks, dessen machart zwar nicht neu ist, sich aber alleine wegen der auf etwas mehr als drei minuten reduzierten dauer perfekt als tool eignet.
„qcd“ auf der b-seite ist wieder sehr unterkühlt melodisch und wäre auch weniger mein fall, wenn nicht dieses weiße rauschen für die letzten anderthalb minuten wäre. muss beim mastering eine heidenfreude gewesen sein. dem schließen sich noch fünf loops mit herrlichstem krach an, und auch beim rausschmeißer „particle“ sind die wurzeln bei pan sonic und aus dem industrial-bereich offensichtlich.
sollte er sich ruhig öfter trauen.

distance
v / present day
[chestplate chst003]

kaum hat es partytechnisch mit dubstep „klick“ gemacht, wird auch das hardwax-fach unter die lupe genommen. wobei die beiden seiten kaum unterschiedlicher sein könnten.
„v“ gewinnt echt keinen preis für detailliert ausgearbeitete soundscapes und filigrane beats, dafür aber sehr wohl für auf tanzflächeneffizienz getrimmte dreckige beats und eine bassline, die mich an alte drum&bass-sachen von dillinja oder ed rush erinnert. klar, dass man damit bei mir punkten kann – klasse track.
die rückseite dürfte die liebhaber von melodien zufriedenstellen, ist entsprechend zurückhaltend arrangiert, wirkt auf mich etwas aufgesetzt melancholisch.

scuba / distance
aqualung / nomad (scuba remix)
[abucs 001]

whitelabel-serie aus dem hotflush-umfeld, für die scuba scheinbar verantwortlich ist, auch wenn nicht alle veröffentlichungen von ihm stammen.
„aqualung“ würde ich – auch ohne nennenswerte dubstep-erfahrung – als tool einordnen. keine überfrachtete produktion, dazu weitestgehend melodiefrei, so dass der track eigentlich zwischen fast alles passen dürfte. das sollte dann aber analog zu techno gehandhabt werden: möglichst lange parallel zu einem anderen (techno-)track laufen lassen, und den rest erledigt man mit dem bass-eq.
sein remix für distance könnte laut hardwax-beschreibung wohl als „eastern flavored dubstep“ bezeichnet werden, legt der titel auch schon nahe. auch hier jede menge raum, dennoch prägnant genug, um für sich alleine stehen zu können.

zero“ – ein neues download-portal

in einer der letzten de:bug-ausgaben gab es bereits ein special über mp3-downloads und die dazugehörigen shops, wobei auch die macher von zero“ interviewt wurden. damals befand sich das projekt noch im geschlossenen beta-test, ist aber seit mindestens einer woche auch für die öffentlichkeit online gegangen.
es wird der anspruch verfolgt, label-kataloge möglichst vollständig anzubieten – auch wenn das heißt, von vinyl zu digitalisieren, wenn die original-master nicht mehr aufzufinden sind. bei ein paar labels ist das auch schon geglückt, dabei handelt es sich aber weitestgehend um diejenigen, die man eh schon anderweitig bekommt. weshalb also noch ein weiterer shop und warum ein extra-artikel deswegen?

nun, im gegensatz zum monopolistischen platzhirschen überzeugt die seite durch eine schnelle funktionalität ohne störendes flash. sie mag auf den ersten blick etwas chaotisch erscheinen, aber die bedienung erweist sich schnell als ziemlich intuitiv. einzig ein prominenterer button für alle releases des labels wäre wünschenswert, sowie eine spalte pro erhältlicher veröffentlichung. im aktuellen zustand mit zwei spalten geht manches etwas unter, aber vielleicht wird das noch beseitigt.
ansonsten ein preismodell, was der konkurrenz die stirn bieten kann, dabei auch alben mit vielen tracks mit offensichtlichen rabatten, wobei ich mich bei manchen schon frage, warum man mp3s beinahe zum preis einer cd anbietet. da ist der oben erwähnte platzhirsch allerdings noch einen zacken schärfer. ebenfalls fehlen mir die flac-alternativen, aber es ist durchaus vorstellbar, dass sie erstmal sehen, ob sich das angebot mit den mp3s rechnet. der rest kann später folgen.
sonst ist es schön transparent, was die kürzlich hinzugefügten veröffentlichungen und labels angeht. die vorhörfunktion hat man sich gekonnt bei bleep abgeschaut, aber in ein größeres fenster gepackt. ein beispiel, was schule machen sollte. auch hier kann man sich die kompletten tracks anhören.
aktuell akzeptierte zahlungsmittel (was ich mir habe sagen lassen müssen, gefunden habe ich das nirgendwo – auch hier bitte nachbessern): kreditkarte und direktpay. (noch) kein paypal.

dennoch: der lange beta-test hat sich ausgezahlt. man ist mit einem portal online gegangen, was durch seine schlichte präsentation und sein angebot zu überzeugen weiß und mir wenigstens einen klick pro woche wert sein wird, um nachzuschauen, welche labels neu hinzugekommen sind.

wer selber schauen (und ggf. gleich kaufen) möchte: zero-inch.com

einkäufe vom 15. mai 2008

der hardwax sah mich mal wieder.

vex’d
degenerate
[planet mu ziq115cd]

als silberling deshalb, weil die doppel-cd genauso viel kostet wie das vinyl, nur bietet sie dabei weitaus mehr: zunächst alle tracks von der platte (klar), und daneben noch die singles, die vorab auf planet mu erschienen sind, womit die erste cd abgehandelt wäre. auf der zweiten sind noch die beiträge versammelt, die vorab auf subtext oder destructive recordings erschienen sind.
hatte sie vor jahren schon mal angehört, aber wie das bei mir so ist, müssen neue dinge erstmal reifen, ehe ich die qualitäten erkenne. sie können leider nichts dafür, dass ich dubstep schon damals mit den sägezahn-basslines verband und das genre damit fast schon disqualifiziert war. im nachhinein betrachtet schon unfair, dass sie deshalb temporär bei mir auf das abstellgleis gerieten. die beats treffen immer auf den punkt, schön rauh sind die tracks obendrein noch und damit dafür prädestiniert, dem einen oder anderen techno-set eine etwas schärfere würze zu verleihen.
dubstep, wie er in meinen ohren klingen sollte. ein neues album ist für den sommer angekündigt, und dieses mal wird das gleich vorurteilsfreier unter die lupe genommen. nicht dass mir wieder so ein fauxpas unterläuft.

marcel dettmann
mdr 04
[marcel dettmann records mdr 04]

beim ersten track versucht er sich an ambient, klingt dabei ein wenig wie herr vainio und damit gar nicht mal schlecht. „lattice“ groovt schön vor sich hin, rauschen wird als offensives stilmittel eingesetzt und bringt auch dubbige ansätze mit. perfekt für den anfang eines abends oder unter freiem himmel.
die beiden sicheren treffer befinden sich für mich auf der rückseite. typisch staubtrocken kickende tracks, die seinem markenzeichen gerecht werden. neu sind die an birmingham, bzw. den letzten sandwell-district-sachen orientierten sounds. daher werden die stammkäufer von deren letzten eps keine schwierigkeiten hiermit haben. mal wieder gute arbeit.

shitcluster
doop
[sd records sd11]

gab’s vorher schon als cd-r, die hier ist auf 300 limitiert, dafür schön violett-gesprenkelt. habe die gekauft, ohne zu wissen, dass die holländer dahinter stecken. zugetraut hätte ich ihnen sowas nicht, wenn ich ehrlich bin, aber umso schöner, dass man es auch mit überraschungen probiert.
die a-seite ist nämlich alles andere als standardware. der erste track in ganz behäbigem house-tempo, der zu beginn ganz schön verstörende melodien in sich vereint, nach dem break aber zu einer house-nummer mutiert, die auch aus den hirnen der katapult-franzosen stammen könnte. die zweite nummer… ja, was ist das eigentlich? ein beat ist vorhanden, mit etwas gutem willen kann man’s in einem electro-set spielen, aber die ganzen rückwärts laufenden vocal- und sprachschleifen hätten genauso gut zur untermalung psychedelisch angehauchter filme (und seien es die eigenen) dienen können.
b-seite, erster track: bombe. ein minimaler beat, der als schnittstelle zwischen minimaleren tracks und electro perfekt passt, und dazu noch die heruntergepitchte stimme mit dem ständigen „i’m back – on track“, die etwas an electronic warfare erinnert. später kommt noch eine sechzehntel-sequenz hinzu, damit es für den kopf noch etwas zu tun gibt. das outro arbeitet ähnlich, auch wenn electro hier etwas offensichtlicher ist. ergänzt wird das durch ein paar synthlines, eine ziemlich dicke bassline und nochmals einer vocoder-stimme.
nichts für schwache gemüter, aber wer vor publikum keine angst vor experimenten hat, kann sich die hier als geheimwaffe vormerken.

eqd
equalized #001
[equalized eqd 001]
stammt angeblich aus dem hardwax-umfeld, wenn man der groove-rezension glauben schenken mag. würde herrn dettmann stilistisch auch so etwas zutrauen, aber am ende sind es eh immer diejenigen, die man am wenigsten verdächtigt. und ehe man sich verkrampft auf die suche nach den gesichtern hinter der musik macht, sollte man sich lieber auf die ursprünge konzentrieren, als nur das zählte, was in die rille gepresst wurde.
und da kann man hier nicht klagen. die a-seite ist etwas opulenterer techhouse mit melodisch schön aufeinander abgestimmten chords und dem richtigen gespür dafür, wann ein break zu setzen ist.
die b-seite bietet wieder einmal die perle. trockener, minimaler techno, und auch wenn die idee noch so simpel erscheint: sie macht den reiz aus. ich frage mich allerdings, wie man bei der auf dem vierten beat ständig wechselnden sequenz vernünftig zur nächsten platte überblenden kann. aber dafür gibt es dankenswerterweise die claps ab der zweiten hälfte. erfrischend.

jamie „jim“ lidell gleich doppelt im interview

ich habe das neue album bislang nur bei bleep angehört, besitze es aber noch nicht. das hole ich zu gegebener zeit nach. auch beim konzert letzten samstag im admiralspalast war ich nicht, weil a) keine zeit und b) knirsche ich schon etwas mit den zähnen, wenn man ihn vor vier, fünf jahren noch für 10 euro zu gesicht bekam, aber heute das dreifache bezahlen muss. wobei mir schon klar ist, dass der herr mittlerweile in eine andere liga aufgestiegen ist und sicher jeden cent wert war.

als appetithappen nun zwei interviews: einmal die taz, einmal die zeit. für den letzten link ein dank an michel.