[2]kontakt rtw – download

hinter diesem kryptischen titel verbirgt sich nichts weiteres als ein neuer mix von richie rich hawtin, den er im laufe der minus-tour rund um den globus (womit sich auch die abkürzung erklärt) zusammengestellt hat. exklusive tracks von artists des hauses, zu guten teilen nicht so minimal wie befürchtet.

eigentlich ist es eine cd, die man im direkten kontakt mit einem der artists auf tour bekommen kann. der download ist für diejenigen gedacht, die sich nicht trauen, nicht die möglichkeit haben oder sich das gedränge auf berliner tourstopps nicht antun wollen. selbst für audiophile ohren gut encodiert, 35 minuten und 30 sekunden lang, 68,4 mb groß. hier zu kriegen.

paket vom 06. november 2006

via ebay.

suspicious
love waves
[low spirit recordings 851 589-1]

die rave-vergangenheitsbewältigung schreitet voran, und für 2 euro sagt man zu sowas nicht nein.
die werte marusha hatte ihren (bzw. klaus jankuhns) remix im reformation-set anno 1995 in der westfalenhalle gespielt, und schon damals war ihre affinität zu breakbeats deutlich. abgesehen davon dürfte der auch heute noch zur untermalung eines werbespots mit duracell-häschen passen. der suspicious-remix und das original unterscheiden sich unwesentlich, wobei ich beides wohl bis zum anschlag hochpitchen würde, weil das erst ab 160 bpm die impulse im gehirn auslöst, bei denen man sich nur noch weiße handschuhe herbeiwünscht. raver’s nature sind von allem noch am zahmsten, gute laune machen aber alle vier.

k. hand
global warning
[warp wap 55]

erinnert sich noch jemand an das interview von kelli mit disko irgendwann 1997 oder 1998 auf viva, wo er ganz verdutzt erfuhr, dass die stimme im titeltrack ihr gehört?
die „message“ hätte genauso gut auf ur gepasst, sonst mit simpelsten mitteln produziert, die sequenz zollt eben nochmal jeff mills tribut. die rückseite beginnt mit einem seltsamen acid-track, in dem das rhythmus-pattern und die sequenz nicht so recht zusammenpassen. jedenfalls in meinen ohren. bei „edge water“ ist hingegen marschieren angesagt – monoton und stur geradeaus. aber beim mixen sollte man wegen der leicht verschobenen perkussiven elemente vorsichtig sein. zwei volltreffer, für detroit-fanatiker eh ein muss.

edge of motion
motionz beyond
[djax-up-beats 147]

auf der ist echt für jeden was dabei. eine runde schweben mit 303 im hintergrund, abfahrt ohne umschweife mit dreckigen beats und einem repetitiven ton, fiese, krachige breakbeats, reminiszenzen an larry heard, oder leicht trance-angehauchte tracks. empfiehlt sich als geheimwaffe, gerade die a-seite.

downloads from the artist formerly known as the artist for the artists

damit ist nicht der funk-gott aus minneapolis gemeint, sondern ex-aeox-mitglied (die gibt es im übrigen damit auch nicht mehr, leider) al.x.e alias l.x.a, kennt man ein wenig von null (website seit geschätzten vier jahren im bau) und erst recht von zinch. die tracks von den streng limitierten 10-inches gibt es neben einigen anderen auf seiner website, auf der weniger das design, und vielmehr der inhalt zählt.

www.tafkatafta.de

genug musik, um den server ackern zu lassen.

p.s.: eine neue scandinavia ist von ihm ebenfalls dieser tage erschienen.

einkäufe vom 01.11.2006

zwar gibt’s hier noch einiges an zumeist schwarzem gold, was euch nähergebracht werden sollte, aber heute habe ich es gewagt und meine ersten mp3s gekauft. die auswahl fiel auf kompakt, die seit geraumer zeit auch paypal integriert haben, was den ganzen vorgang unglaublich erleichterte.
man muss im gegensatz zu bleep keinen benutzeraccount anlegen, was etwas schade ist, weil ich meine rechnungen und bestellungen lokal speichern muss. da fände ich es besser, wenn man sämtliche vorgänge auch auf dem server sichert, um das im bedarfsfall abrufen zu können. so muss man über den serviceschlüssel erstmal ein paar bürotechnische dinge erledigen. vielleicht wird das ja noch verfeinert.
zweiter minuspunkt: die benennung der dateien. zwar kriegt man alles als zip-datei geschickt, in denen auch fein säuberlich nach labels und unterverzeichnissen unterteilt wird, jedoch sind die dateien nach dem „track x“-schema benannt, aber immerhin gut getaggt, so dass man sich entsprechende software zunutze machen und sie einfach danach umbenennen kann.
sonst gibt es nichts zu meckern. die bezahlung erfolgt in echtzeit und man kann sofort danach downloaden, was hier bei ca. 110 mb 19 minuten dauerte. drei eps für 11,60 euro – an sowas kann man sich gewöhnen. sind alle direkt vom cd-master encodiert und klingen entsprechend gut.

metope
kobox
[areal records areal039]

ihr könnt euch sicher denken, was das release am ehesten für mich interessant machte, und da liegt ihr auch richtig. der sleeparchive-remix findet auch eher im subbass-bereich statt, dazu gesellt sich noch ein bisschen dsp-echo neben verzerrungen, womit der track etwas mehr ansprüche als der modeselektor-remix erfordert. ada hat eine richtig schön melodische techhouse-nummer gebastelt, wobei die sequenz ab ca. 6m30s die derzeit allseits beliebten neotrance-anleihen trägt und der track damit ausklingt. dennoch echt schön. basteroid mimt den kindlich-verspulten clown – ich mag sowas ja, kann aber auch die leute verstehen, denen absolut der zugang dazu fehlt.

mufo
c.l.a.u.d.i.a.
[k2 k2/08]

wer hätte gedacht, dass zehn jahre nach studio 1 und den wegweisenden profan-platten auf kompakt wieder etwas erscheint, das genauso trocken, knarzig und doch zeitlos klingt? ja, ich auch nicht. umso angenehmer ist die überraschung, hier ein zeitgemäßes update des sounds von damals zu bekommen, der nicht wie eine billige kopie klingt, sondern durchaus eigene elemente einfließen lässt und zugleich der klangästhetik von damals großen tribut zollt. beim letzten track auch verschaffelt. mehr davon bitte!

spandex
nameless dread
[sleep debt sd004]

hatte es ja erst letztens erwähnt, dass das label nun auch im virtuellen laden untergekommen ist, und die vierte katalognummer gibt es auch erst seit wenigen wochen aus dem presswerk.
ein breites spektrum wird offenbart: unaufdringliche bassdrum mit netten sound- und melodie-gimmicks im augenzwinkernden ersten track, der zweite ist bestens dafür geeignet, den abend (nach dem tieftonbereich sprichwörtlich) ins rollen zu bringen, cooles tool, der dritte ist wohl mit „sci-fi-hüftschwinger“ ganz gut umschrieben, weil die künstliche stimme bei mir assoziationen damit weckt, und der letzte müsste gut zu mr oizo oder feadz passen.
alles ohne unnötige längen, absolut sympathische ep.

monolake-tracks zum freien download

die aktion nennt sich „free track of the month„, für den november sind es sogar zwei tracks (cyan 1 & 2 – die erste veröffentlichung auf chain reaction), encodiert mit 192kbps, zur freien verwendung, was das hören angeht. genaueres zur lizenz steht auf der dazugehörigen seite. in dem zusammenhang ist noch sein offener brief für die künftige promo-policy zu erwähnen, für die er auch mein vollstes verständnis hat.

trotzdem ein sehr feiner zug, das alte material zur verfügung zu stellen. sofern das tatsächlich monatlich wechselt, wird es auch hier stehen, was es neues gibt.

einkäufe vom 29. september 2006

einmal privat über true-spirit-forumbekanntschaft gormok, einmal discogs. bei ersterem mache ich’s mir leicht.

cyrus
enforcement
[basic channel bc-01]

vainqueur
lyot (basic reshape)
[basic channel bc-03]

quadrant
q 1.1
[basic channel bc-04]

cyrus
inversion
[basic channel bc-05]

quadrant
dub
[basic channel bc-06]

radiance
i / ii / iii
[basic channel bc-08]

damit sind sie vollständig, bis auf die remakes für carl craig, die eh als planet-e-pressungen hier gemütlich im regal stehen. damit besten dank an flo, der nun stolzer besitzer der gesamten transparenten serie zum zehnjährigen jubiläum ist – ich muss mich daher mit schwarz „begnügen“.
ach ja, musikalisch alle über sämtliche zweifel erhaben, pflichtprogramm für jeden ernsthaft interessierten techno-liebhaber.

laurent garnier
coloured city
[f-communications f 086]

aus clubs und fernsehen bekannter gassenhauer des franzosen, versetzt jede gut gefüllte tanzfläche in euphorie.
auf der b-seite ein sehr melodiöser, von chicago ende der 1980er beeinflusster track, was beim titel aber auch naheliegt.

v/a
energy ’94 – streetparade ep
[superstition 2022]

nanu? superstition? eigentlich das designierte trance-label, und dann auch noch zu so einem schweizer großrave? alles dinge, die einen auf die falsche fährte locken, um anhand der artists zu erkennen, dass hier keine ware zum leuchtstabschwenken oder handschuhfuchteln angeboten wird (obwohl ich als jemand, der über rave damals eingestiegen ist, auch nichts dagegen hätte).
beginnen wir mit luke slater, in seinem 7th-plain-alias melodisch in bester detroit-tradition, gefolgt von robert hood mit einem für ihn typisch simplen, aber unglaublich energetischen und pulsierenden track (grund, die platte damals nach einem berghain-besuch auf die wantlist zu setzen – besten dank an pete). rückseite: mike ink, der eigentlich nur „r.e.s.p.e.c.t.“ geremixt hat, aber an der art von acid habe ich immer wieder meine freude. dave clarke zum finale ungewöhnlich ruhig, dazu lässt sich tatsächlich schon „trance“ sagen. auf seiner „red“-serie eindeutig besser.

bleep-neuzugang: xl recordings

wunderte mich, dass es die nicht längst schon gab, weil die inhaltliche nähe zu warp echt gegeben ist, aber nun ist es vollbracht. leider erstmal nur mit den aktuelleren sachen, was hoffentlich in nächster zeit um einige höhepunkte aus dem backstock ergänzt wird (ich bräuchte bspw. noch „sawtooth“ von jonny l, falls jemand der verantwortlichen hier mitlesen sollte…). bis dahin kann man sich die zeit mit dem letzten peaches-album oder best-of-sammlungen von basement jaxx und the prodigy vertreiben, wobei gerade bei letzteren die ersten beiden alben zum pflichtprogramm gehören.
vom neueren bliebe dizzee rascal und thom yorkes „the eraser“, weshalb ich auch in erster linie darauf gehofft hatte, dass es mit dem digitalen vertrieb nicht mehr lange dauern wird.

xl recordings @ bleep

ebay-paket vom 05. oktober 2006

ist nur eine, dazu auch noch eine einigen wohlbekannte sammlung an funktionalen tanzflächenfüllern.

the advent
shaded elementz
[internal tr lp r 8]

da werden mal eben vier vinyls in den ring geworfen. kennt man sonst nur von drum&bass-platten, dass pro seite ein track verwendet wird, aber dem mastering kann das ja nur nutzen.
wer dem link zu discogs folgt, wird das aufgebot eh ablesen können. absolute bretter sind nach wie vor planetary assault systems, cari lekebusch und auch joey beltram. den rest kann man mindestens zwischendrin gut einsetzen, einzig carl cox ist für meine begriffe absolut deplatziert. sonst ist das paket eine allzweckwaffe, mit der man nichts verkehrt machen kann.
ach ja – 22,50 euro, inkl. versand 😉

thomas kramer – m=f

der titel passend zum inhalt seines studiums und eigentlich auch sein abschiedsgeschenk. techno mit der ihm eigenen minimalen note, aber wer ihn schön mal gehört hat, weiß, dass man nicht das aktuell vorherrschende dogma der fast nicht-präsenten bassdrum und endlosen delays, sondern die gute alte schule à la herbert oder plastikman zu gehör bekommt. daher saugen, das!

klick (128 kbps / 72m43s / 68 mb)

ebay-paket vom 14.09.2006

eigentlich eine rephlex-breitseite, die den geldbeutel erstaunlicherweise nicht allzu überstrapazierte.

bogdan raczynski
i will eat your children too!
[rephlex cat 131 ep]

hatte ich seinerzeit im hardwax mal auf dem plattenteller, mich aber damals nicht zum kauf durchringen können. obwohl ich es irgendwie gut fand, dachte ich damals, dass sowas bei mir wohl nie verwendung finden würde. so kann man sich irren.
die a-seite ist die hektischere von beiden, wurde mit c64-, rave-sounds und gekreische angereichert. wenn die laune einem also nach absolutem terror um 200 bpm steht, wären beide tracks (eher der zweite) das mittel zur wahl.
auf der b-seite dann die feuerzeug-hymne, auf denen sein faible für kinderfreundliche melodien richtig zur geltung kommt – einer seiner besten tracks überhaupt. da darf es beim finale etwas verträumter sein.

bogdan raczynski
thinking of you
[rephlex cat 089 lp]

seine dritte lp für rephlex, bei der er sich für’s cover extra in schale (=frauenkleider) geschmissen hat (sieht man erst bei der cd-version so richtig, andere sorgen habe ich momentan übrigens nicht).
musikalisch der weit gespannte bogen über vom tempo her gemäßigte beinahe electroide tracks über kleine ambient-exkursionen, häufig mit seiner bis ins hochfrequente gepitchten stimme und den japanischen vocals, kleine gabba-exkursionen gibt’s als bonus obendrein. könnte man als experiment auf einem kindergeburtstag laufen lassen.

squarepusher
squarepusher plays…
[rephlex dog 037 ep]

lässt sich ohne weiteres noch in sein frühwerk einordnen, jazzig war er aber bereits damals.
das „squarepusher theme“ kennt man evtl. von der ken-ishii-x-mix, was für mich auch den anreiz gab, hier mitzubieten. die vinyl-version davon habe ich zwar auch, aber da ist der track nicht drauf.
für jazz-affine einsteiger ist die ep hier ganz gut geeignet. wer den rave-orientierten tom jenkinson erwartet, ist aber anderweitig besser beraten. das musikalische talent stand allerdings hier bereits außer frage. neues album steht in den startlöchern, kommt anfang oktober.