einkäufe vom 27. juli 2006

aus dem hardwax, auch nicht viel, davon auch nichts überraschendes, trotzdem erwähnenswert.

monolake
alaska / melting
[monolake / imbalance computer music ml 020]

schon überraschend, dass so kurz nach dem album und den remixen wieder was kommt, kann mir aber nur recht sein.
hatte mich anfang juli beim ersten durchskippen noch nicht so überzeugt, entwickelte sich im laufe der kommenden wochen zusehends und musste dann doch gekauft werden. wesentlich darker als „polygon cities„, weshalb ich mich auch frage, ob torsten pröfrock hier dabei war, aber das außen vor gelassen: gewohnte monolake-qualität im stile der „linear atomium reminiscence„, und das ist ja keine allzu schlechte referenz.
die ersten 1000 exemplare gibt’s als blaues vinyl, remixe stehen für den herbst an – u.a. von surgeon.

philus
kolmio ep
[sähkö recordings sähkö-014]

mika vainio mit mal wieder unwiderstehlichen tracks – einer mischung aus subtiler abfahrt, soundtrack zur entspannung und knarzig-sperrigem minimal-funk.
wie jede sähkö: pflicht.

einkäufe vom 01. juli 2006

nun aber.

einerseits gebrauchte schmankerl von kai, andererseits hardwax.

dj hell
diese momente ep
[sativae tiva008]

damit es auch jeder weiß und mein ego aufpoliert wird: sativae ist jetzt komplett. hat auch schließlich lange genug gedauert…
hier der gute helmut, der seinerzeit einige male bei der sativae-clubnacht in edinburgh zu gast gewesen ist, was die erklärung für diese ep liefert. stammt aber eh mit 1997 noch aus der zeit, in der techno noch deutlich auf ihn (und filippo „naughty“ moscatello – muss man auch festhalten) abfärbte. daher zwei rauhe, höchst funktionale tracks, die tatsächlich echt gut zum label passen.
und sogar noch die alte version ohne repress-label, da werde ich glatt nochmal einen kopf größer…

neil landstrumm
index man ep
[scandinavia scan018]

auch wieder so eine überfällige platte. man kennt’s ja: 1995 auf peacefrog rausgekommen, jahrelang vergriffen, 2001 auf scandinavia wieder draußen – die „inhabit the machines“ fehlt (nicht nur) mir aber immer noch.
ansonsten das übliche: die tracks klingen auch heute noch nicht mal ansatzweise angestaubt, zielen in drei von vier fällen direkt in die magengrube, der vierte ist eine bereits von mosquito bekannte ruhig jazz-variante.
essentielle techno-platte, immer noch.

v/a
the rumpus room vol. 1
[don’t 007]

und wieder eine lücke geschlossen. dominiert auf dem zweiten teil die breakige richtung, kommt hier größtenteils der durchgängige 4/4-takt zum zuge.
luke’s anger jongliert mit chicago-referenzen und odb-samples nur so herum, dass es eine wahre freude ist, außerdem wurde an sub-frequenzen nicht gespart – im club erst so richtig zu spüren. tomas nordström mit wie immer fröhlich fiependem brachial-funk, michael forshaw mit einem live-track und wie immer nicht zimperlich. zum schluss dj periferico mit dunklem electro, der auch gut auf penalty gepasst hätte.

tomas nordström
dance your self stupid
[tonewrecker recordings tw008]

irgendwann 2004 tauchte im netz ein set von ihm aus der moonbox in augsburg auf, in dem mir bereits einige tracks auffielen, die eine veröffentlichung mehr als verdient hätten. als die tonewrecker dann kam und humpty die schnipsel online gestellt hatte, wurde meine hoffnung zur hälfte auch bestätigt, aber die platte war hier nirgends zu finden oder schon vergriffen. nun also endlich in der sammlung, zu hören gibt’s entweder techno der gewohnt brachialen sorte oder electroides mit vocoder. braucht sich hinter der „dist of fury“ echt nicht zu verstecken.

nino fight
the best product ep
[chan ’n‘ mikes 07]

die hält sich eigentlich nur beim tempo im vergleich zu anderen chans zurück, sonst gibt’s den bereits von electronik weed crew (kommt da eigentlich nochmal was?) bekannten und geliebten atari-distortion-techno – natürlich auch mit gebrochenen beats, man hätte ja sonst einen ruf zu verlieren. passt auch ideal zu chan, man kann also bedenkenlos zugreifen.

v/a
straight y seco ep
[neue heimat nh10]

war die erste ep, auf der die label- und damals-noch-clubmacher selbst in erscheinung traten und damit den sound vorgaben, der später auf mutter und eben wieder im eigenen hause weiterentwickelt wurde.
attuk mit einem simplen beatgerüst, um das sich die bassline sehr prägnant schlängelt, d. früh und h. maier schielen in richtung chicago, daniel benavente lebt auch hier bereits sein faible für subtile melodien aus, und zu guter letzt herr benavente zusammen mit attuk, die sich an neil landstrumm orientieren. runde sache, dies.

steve poindexter
born to freak ep
[muzique 004]

1:1-nachpressung des 1989er-originals, da stören auch die vertauschten seiten nicht, da eh noch alles beim alten ist – auch der „rustikale“ klang beim überklassiker „work that mutha fucker“, aber es würde mich auch wirklich wundern, wenn er es seinerzeit auf was besserem als einem ganz normalen chrom-tape aufgenommen hätte. gehört aber dennoch immer noch zum pflichtprogramm für den geschichtsbewussten plattendreher.

deep chord
electro magnetic dowsing (the final step)
[synth synth001c]

stammt bereits vom letzten jahr und scheint als restposten wieder aufgetaucht zu sein, jedenfalls fehlt der widerstand auf den am paul-lincke-ufer erhältlichen exemplaren.
deep chord haben den dubtechno der hausherren in kreuzberg so weit verinnerlicht, dass sie den vergleich mit ihnen nicht scheuen müssen. das original kenne ich leider nicht, aber der remix von mike huckaby ist eine knapp 12 minuten andauernde hypnose mit variationen im detail, die über die gesamte dauer nicht mal den hauch von langeweile aufkommen lässt.

theo parrish
detroit beatdown remixes 1:2
[third ear recordings 3eep-038]

dahinter verbirgt sich nichts anderes als der mittlerweile schon zurecht legendäre carl-craig-remix von „falling up“, der wahrscheinlich nicht nur hier als treffsicherer joker im set untergebracht werden kann. famoser aufbau, der craigs ruf als ausnahme-produzent und -remixer einmal mehr unterstreicht. wird nur zeit, dass ich mir das original mal anhöre, um herauszufinden, welche elemente er in einen neuen zusammenhang gestellt hat. andererseits steht der remix als für sich alleingenommener track auch schon glänzend genug da.

aphex twin
digeridoo
[r&s rs 92001]

ja, sein r&s-erstling. von ihnen wird in nächster zeit wegen deren repress-welle eh einiges hier auftauchen…
was im titeltrack passiert, kann sich ja jeder denken, der rest sind ordentlich industrial-angehauchte bretter, zum guten teil mit einer ordentlichen prise acid. rauh, voller energie, aus einer zeit, in der sounds erst entdeckt werden sollten. techno von seiner besten seite.

aphex twin
xylem tube ep
[r&s rs 92009]

„polynomial-c“ veranschaulicht ganz gut, dass mr james ambient auch in tanzbare beats verpacken kann, auch wenn es meiner meinung nach bessere melodische tracks von ihm gibt. „tamphex (headphuq mix)“ ist eigentlich schon lupenreiner hardcore, wohingegen auf der rückseite bereits mit drum&bass-artigen breakbeats herumexperimentiert wird. das alles war nur der anfang dessen, was ein paar jahre später auf warp früchte tragen sollte.

filter fedde
#2
[bunker 3053]

damit fehlt nur noch teil 3. immer noch klar auf acid focussiert, die schnelleren angezerrten eskapaden treten allerdings zugunsten der subtilen, ruhigeren tracks zurück, und da kann ein track mal auch eben mehr als eine viertelstunde dauern. das ist der luxus, den sich ein label wie bunker (gottseidank) leistet und mit dem anspruch auf unbequemlichkeit einen schönen kontrapunkt bildet.

v.l.a.d.
d‘ rmxs
[angström records aep05]

eine reine zufallsbegegnung, diese platte. lief beim raussuchen des anhörstapels im laden über lautsprecher, hingelaufen, um zu sehen, was es ist, erstmal den anderen stapel durchgehört, um dann beim erneuten stöbern auf sie zu treffen. der ausgesprochen günstige preis von 6 euro tat sein übriges, aber was gibt’s denn nun inhaltlich?
schon wieder sagt mir das original nichts, und auch niemand der produzenten (einschließlich des urhebers). also ganz unvoreingenommen beurteilen. entgegen aller vermutungen kommt das label auch nicht aus dem nordeuropäischen raum, sondern aus frankreich, und die sollte man eigentlich immer auf dem zettel haben.
a-seite: track 1 beginnt mit hiphop, verdoppelt in der zweiten hälfte das tempo und klingt damit richard devine nicht unähnlich. track 2: ordentlichster distortion-electro, fühlt sich neben bekannten schweizer erzeugnissen bestimmt pudelwohl. track 3: ambient-noise-collage.
die b-seite: track 1 ist tanzbarste electronica, track 2 noise mit struktur, track 3 versöhnt den zuhörer mit ambient.
liest sich alles etwas konfus, aber da deren site einen guten service bietet, gibt’s hier noch die links zu den einzelnen tracks gratis, und für mich dann auch den ausgangspunkt, das original in augenschein zu nehmen.
a1 / a2 / a3 / b1 / b2 / b3

surgeon @ psystem error (budapest, 10.06.2006) zum download – zweiter teil

der erste eintrag mit der kraft der 1,8 ghz. die maschine läuft mit der bereits vom duron gewohnten stabilität, das lebensnotwendige ist installiert, sämtliche mails und bookmarks seit beginn meiner internet-existenz (mal wieder) herübergerettet und noch einiges für den stream- und multimedia-betrieb zu installieren. mit der nun endlich eingeführten ära des hauptbenutzerkontos gibt es im umgang mit dem über die jahre hinweg liebgewonnen windows 2000 auch wieder einiges zu lernen.

den ersten teil hierzu gab’s vor einem guten monat, der zweite ist seit einer woche oben, verbunden mit der meldung, dass die beiden sets am 14. august zugunsten des mitschnitts vom glade festival (fand gerade mal letzte woche freitag statt) vom server verschwinden. die klasse des vorgängers wird gehalten, man braucht also nicht nur aus gründen der vollständigkeit zuzugreifen.

wegen flash nur die wegbeschreibung: www.dj-surgeon.com => media => audio

einkäufe vom 11. juli 2006

aus dem freizeitglauben, die zwar keine melt!-tickets mehr hatten, dafür aber zwei kleine perlen. als vorgeschmack für den immer noch angekündigten rest…

mouse on mars
agit itter it it / live 7″
[sonig 20 / 21]
klare aufgabenteilung auf den beiden seiten des zwölfzollers: auf der ersten schön verspielte technoide tracks mit melodie oder freejazz-anleihen. passt vielleicht nicht ganz zum strobogewitter, aber zum sommer unter freiem himmel umso besser. b-seite: verschroben, langsamer, kaputter – gerade der letzte track könnte auch ganz gut in breakcore-sets passen, um die leute daran zu erinnern, dass es irgendwann mal sowas wie harmonien gab.
die 7″ liegt der ep in limitierter auflage bei. zwei live versionen, davon eine vom eh schon fantastischen „actionist respoke„, was absolut nichts von seiner energie einbüßt und eine spur rauher klingt als das original. „introduce“ auf der rückseite ist schon wieder ruhiger, klingt aber auch schön dreckig. kann meine empfehlung vom april daher nur erneuern, sie sich definitiv mal anzuhören, wenn sie in der stadt sind. da fließt garantiert schweiß.


v/a
stuff001
[stuff records stuff001]

auch wieder so ein obskures label mit einer ebensolchen mischung an stilen auf sechs tracks. angefangen mit trancig angehauchten breaks, weiter mit japanischem hiphop vom eh nicht unbekannten dj shabushabu (aber wie heißt nochmal der track, der etwas ausgiebig gesamplet wurde? nachhilfe via soundschnipsel – siehe unten – erbeten.), breakbeats mit finsteren streichern, einem äußerst gelungenen mary-j-blige-cover, melodiösem downbeat und gelungenem electro zum schluss.
da sich das ziemlich verwirrend liest, besser selber anhören: bleep verkauft das ganze auch als mp3.

r.i.p. syd barrett

pink floyd haben mich eine zeitlang durch meine jugend begleitet, wobei ich auch zugeben muss, dass mich „the wall“ (meiner meinung nach immer noch ihr meisterwerk) zuerst packte und bei „the dark side of the moon“ bereits schluss war, was die lückenlose retrospektive angeht. immerhin ist mir „ummagumma“ von 1969 noch bekannt, aber da war er wegen der (laut tagesschau) ausschweifenden lsd-experimente kein bandmitglied mehr, obwohl die erste lp aus live-aufnahmen alter songs besteht, an denen er als songwriter beteiligt war. nun ist er mit 60 an diabetes gestorben und kann emily aus einiger entfernung beim spielen beobachten.

einkäufe vom 23. juni 2006

auch wieder mal nicht taufrisch und eigentlich auch zwei sachen, wo sich jeder wundern kann, weshalb die nicht schon längst im regal standen, aber dennoch grund genug für mich, die woche der neueinkäufe damit einzuläuten. zum einen ein ebay-direktkauf, zum anderen der mitnahmeeffekt beim abholen.

cristian vogel
busca invisibles
[tresor 110]

für mich seit 2001 schon bekannt, damals zur hälfte als (zu) anstrengend empfunden, weshalb ich „body mapping“ oder den tresor-erstling bevorzugte. das album ist hier aber seit geraumer zeit vergriffen, und deshalb zähle ich erst jetzt zum kreis der besitzer.
was für das restliche vogel-oeuvre gilt, zeigt sich auch hier: das muss im kopf erst für zwei (+ x) jahre reifen, um einen dann vollends zu erwischen. floorbetonte tracks wie „sarcastically tempered powers“ hatten von vornherein nicht viel mühe, aber sperrige sachen wie „defence cloud“ oder „hilarious hoyden“ stellten das bereits durch super_collider überforderte gehörhirn auf eine harte probe. die haben allerdings mittlerweile alle mit bravour bestanden. und wer nach techno für jede gelegenheit (kraftvoll, beruhigend, zerstörend, bzw. bereits kaputt) ausschau hält, und nebenbei auch noch die zeitlosigkeit zum kriterium erhebt, kommt hieran nicht vorbei.
essentiell.

depeche mode
violator
[intercord]

ja, ich mag gute popmusik, als kind der 1980er jahre sowieso. die ausnahmerolle der (damals) vier briten ist unbestritten, martin l. gore einer der herausragenden songwriter unserer zeit, die band befand sich zu dieser zeit meiner meinung nach auf ihrem zenith und „violator“ ist das protokoll dazu. sicher, vorhergehende kracher gibt es zur genüge, aber alleine die konzentration an klassikern sollte bei diesem album für sich sprechen. interessant auch, wer das ganze zum größten teil abgemischt hat (ja, war tatsächlich eine bildungslücke, aber das ist bei mir ja nichts neues).

neue spielwiese für gema-abmahnungen – im spiegel bei spreeblick

und nicht nur reflektiert, sondern behutsam, sachlich und rhetorisch gewohnt erstklassig gekontert von johnny haeusler. die thematik offenbart einmal wieder auf’s neue den fortschreitenden realitätsverlust seitens der musikindustrie, die sich nun auch auf bei musikblogs verlinkte videoclips stürzt und den rechtsanwälten ein nettes taschengeld beschert. meine virtuelle unterschrift ist ihm damit gesichert, und hoffentlich findet der beitrag bei den richtigen leuten endlich mal gehör. die szene ist sich angesichts des vorgehens (bzw. der kommentare im beitrag) einig.

hier der offene brief.

(via mixburnrip, via nerdcore)

bleep-präsent: jamie lidell – when i come back around (feat. jimmy edgar) [warp wap191live]

die live-qualitäten des herrn gehören (wahrscheinlich nicht nur) für mich zum besten, was man sich audiovisuell zu gemüte führen kann, und da kommt bleep mit einem mitschnitt von der usa-tour inkl. eines gastauftritts der personifizierten reinkarnation des new wave am synthesizer – jimmy edgar – gerade recht.

das ganze gibt es für lau hier.

einkäufe vom 5., 7. und 12. mai 2006

wieder mal die bequemlichkeit, weswegen das alles schon jetzt nachgereicht wird, sind aber eh nur gut abgehangene schinken. einmal aus dem downtown, quasi hier um die ecke in der gabriel-max-straße, wo ich als teilzeit-popper perlen wie diese (im farbigen vinyl) oder diese (bei der das outing von mr michael eigentlich schon auf der a-seite vorweggenommen wurde) abgreifen konnte. sonst noch der flohmarkt am boxhagener platz und gebrauchte schmankerl von tony bei possible. wie immer mit platzhaltern.


lil‘ louis vs. hydrogen rockers
blackout
[ffrr fx 398]

die remixe kann man vernachlässigen, aber das original ist drauf. darum ging es mir auch, weil es immer noch eine hymne und als intro eine blendende alternative zum evtl. manchmal überstrapazierten mr fingers ist.

surgeon
basictonalvocabulary
[tresor 073]

sein debütalbum auf tresor, noch deutlich von seinen ersten veröffentlichungen aus birmingham geprägt und daher eher auf funktionalität getrimmt als das noch deutlicher von ambient geprägte und zwei jahre jüngere „balance„. integriert sich auch heute noch mit links in ein aktuelles techno-set und schielt bei „9 hours into the future“ sogar in richtung detroit.
da konnte ich für 5 euro nicht nein sagen. wer eh noch nachholbedarf an essentiellen tresor-katalognummern braucht: zugreifen.

v.a.
mayday – rave olympia: the mayday compilation album
[low spirit]

ach ja, meine anfangstage. ilsa gold, hardsequencer, rmb und raver’s nature machen auch heute noch spaß. das konzept mit der ersten cd als futter für die bauwestenfraktion und der zweiten mit den „seriösen“ tracks, welches sie immerhin für ein paar jahre aufrecht erhielten, finde ich auf die gesamte dauer gesehen dann aber doch besser.

mono junk
a…
[trope trope014]

trat auch auf sähkö bei der „rosenkranz“ als remixer in erscheinung, hier solo beim label von thomas p. heckmann.
„channel b“ kommt demnächst auf styrax nochmal heraus, ist ein track in bester tradition von basic channel oder deepchord und braucht sich auch nicht hinter den vorbildern zu verstecken. eine weitere perle (in deren genuss die käufer der nachpressung wohl leider nicht kommen werden) ist der titeltrack, in dem eine trance-fläche mit einem reduzierten, aber fetten an electro erinnernden unterbau kombiniert wird und motor city damit einen schönen tribut zollt.
die anderen beiden nummern sind eher unfunktionaler und unbequemer ambient, in denen die sounds von der finnischen supernova äußerst präsent sind. wer die möglichkeit hat, sollte eher hier zugreifen, für die minimalisten reicht die lizensierung, um zu beweisen, dass vor 11 jahren schon spannende(re) musik gemacht wurde.

freon
c.f.c. ep
[scandinavia 011]

im gegensatz zur „lecktroshock“ ohne hiphop, dafür mit breakbeats auf der a-seite, von denen sich wohl crystal distortion die tempiwechsel abgeschaut haben muss. macht beim mixen bestimmt spaß, auf die rückkehr des vorher verdoppelten ausgangstempos zu warten. auf der b-seite mal wieder tracks, bei denen auf anhieb klar wird, weshalb neil landstrumm die als a&r haben wollte.
(anhören bei bleep.)

robert armani
the remixes
[acv 1037]

dave clarke: brett. adam x: ebenfalls nicht übel. rest: nicht mehr als ok. wer aber mr clarke gehört hat (und da bin ich mir sicher, dass der eine oder andere mit im laufe von fünf plus x jahren in dunklen löchern gesammelten hörstürzen in den genuss kam), wird ganz gewiss nicht lange fackeln.

v.a.
penalty 003
[penalty 003]

sugar experiment station mit einem nicht wirklich verwundernden gastspiel beim electro-sublabel von sativae, und bei ihnen wird auch klar, woher labels wie antikonsum (siehe linksammlung, haben übrigens gerade ihre website fertiggestellt – zufälle gibt’s…) ihre vorbilder nehmen. dj valium glänzt mit düsteren sounds und heruntergepitchten vocals, the silver locusts mit mir etwas zu überstylishem „electroclash“ hingegen nicht so. justin berkovi holt mit einer simplen bassline (für die dave tarrida bekanntermaßen immer ein faible hat) und einem stetig wiederholten sprachsample (siehe tracktitel) die kohlen für die b-seite wieder aus dem feuer.