zur transparenz: mit gut einem jahr abstand am 13. märz 2025.
war eine der ausgaben mit überschaubarem publikumsandrang, allerdings trifft das auch auf die dauer meines besuchs zu: kurz nach mitternacht bis ca. vier uhr. und am ehesten war ich im zelt. auf dem mdf nur mal sporadisch, so dass mein eindruck von dort beim besten willen nicht repräsentativ ist.
von der lobby ist mir noch eine in den mitten und höhen sehr bissig eingestellte anlage in erinnerung. beim ersten back-to-back im zelt dubbig-minimaler house bzw. techno (donnacha costello – black bag job 256 / maurizio – domina, der als track ja immer geht), beim zweiten back-to-back acid house (christophe – dance pants / lil‘ louis – french kiss).
direkt nach dem ausflug zurück zum mutterschiff. werde nicht bis in den tiefen abend bleiben können, visiere aber den anfang an.
ablauf
mdf 10:00 rob cutter 12:00 ewa nomad 15:00 anna z 18:00 gesloten cirkel live 19:00 the exaltics live 20:00 victor b2b skee mask
zelt 15:00 nikkatze 18:00 bastus
nachbetrachtung
ahja, den anfang anvisieren und es erst doch zu gegen 15 uhr schaffen. mit der festen absicht, gegen 20:00 uhr zur nächsten station des abends aufzubrechen. im zelt erstmal warmgequatscht, musikalisch blieb dort bei mir leider wenig hängen. beim „nur kurz mal reinschauen“ auf dem mdf ab 17:00 uhr vernahm ich electro bei flottem tempo und hatte dann für den rest des sets von anna z eine richtig gute zeit (und so einige male den impuls, tracks zu shazamen – ob das jetzt als qualitätsurteil oder offenbarung meiner lücken bei aktuellen veröffentlichungen zu werten ist, lasse ich offen). gesloten cirkel machte ebenso flott und vor allem rauh mit schön distortion auf den kicks weiter. um die hälfte herum dann ein break, gefolgt von einer spürbaren drosselung des tempos. nichtsdestoweniger: die art von electro mit acid gepaart ist nach wie vor eine mischung, die bei mir keine überzeugungsarbeit benötigt. kann er alles so veröffentlichen, wenn’s nach mir geht. the exaltics danach etwas geradliniger, auch da war die 303 präsent. tja, und dann gegen 20:30 uhr bei victor an der bar sitzen. erst gesagt bekommen, dass es eine schöne überraschung von ihm ist, skee mask mitgebracht zu haben. das als nachricht zur kenntnis nehmen, dass dieser als gast bei ihm im hintergrund steht und einfach nur dem set zuhört. dann von jemand zweitem gesagt bekommen, dass sie back2back spielen. und das war’s dann mit meinen vorsätzen – die ausgabe musste ich bis zum schluss mitnehmen. auch wenn die beiden das rad nicht neu erfunden und zu sehr weiten teilen tooligen techno gespielt haben, ging das nach mehreren, von breaks geprägten stunden klar. zudem wurde das hin und wieder durch den einen oder anderen tracks mit unterbrochener kick aufgelockert. war auch für die staub selber eine überraschung, da victor ihn einfach spontan mitgenommen hatte.
für mich also in vielerlei hinsicht überraschend bzw. zufriedenstellend: erstens wegen der electro-prägung bis weit in den abend – was bei den auf staub = techno abonnierten gäst*innen höchstwahrscheinlich nie aufhören wird zu polarisieren. zweitens wegen des nächsten levels an überraschung, von dem nicht mal die staub als veranstaltung wusste. noch dazu der für mich sehr angenehme füllgrad plus umsichtiges publikum. gibt also keinen grund, weshalb ich nach haaren in der suppe suchen sollte.
trackbeispiele (*: shazam)
anna z mike ash – human interaction* amadeezy – the g-code* tammo hesselink – eraser* berg jaär – däl* sam binga & hyroglifics – wits end*
victor b2b skee mask b.c. – stronghold mr velcro fastener – (an)other side* dj zank – pegassans* joey beltram – instant dj funk – rubber band man robert hood – teflon
mdf 13:00 boyd schidt 16:00 max shen 19:00 nadine talakovics
nachbetrachtung
wie angekündigt: ein kurzes vergnügen – von 19:30 uhr, bis es kurz vor 22:00 uhr für mich als verstärkung an der kasse für die transition losging. und wie es im about blank halt so üblich ist: erstmal eine halbe stunde (eigentlich fast eine ganze) ankommen und leute begrüßen, nebenher eine club mate trinken, um nach dem vorprogramm wieder fit zu werden. und ansonsten am rand mitgewippt oder sitzenderweise zugehört/-geschaut.
war jedenfalls eine gute entscheidung, beim dezember als besucherschwachem monat und mit dem anstehenden konkurrenzprogramm (19-jähriger berghain-geburtstag, pornceptual, synoid im rso) die lobby als floor nicht zu bespielen. so war’s auf dem mdf und im zelt gleichermaßen gut gefüllt, musikalisch ergänzten sich beide floors auch gut (nadine treibend-dubbig, modschi melodisch, aber auch mit einer der am meisten unterschätzten sandwell district: „scale 1“ von ch-signal laboratories). und sowieso und überhaupt ist und bleibt’s einfach das familientreffen, das ich mir nicht entgehen lassen möchte.
mehr gibt’s dazu nicht zu sagen. mal schauen, ob ich es zur januar-ausgabe packe – die abschlussparty von de school lockt mich schon ziemlich, auch wenn stand heute (12.12.2023) noch kein line-up draußen ist. hängt aber auch von meinem erfolg beim ticketkauf ab.
gleich vorweggeschickt: es wird danach aussehen, als ob ich dieses wochenende im blank campe. tatsächlich werden es jeweils kürzere besuche. der blank friday geht jedenfalls in seine dritte ausgabe. ähnliches konzept wie bei der staub (und dieses mal geht es sogar über): das line-up erfährt mensch erst im club, in der ersten stunde (23-0 uhr) ist’s günstiger (12 statt 16 euro), drei floors (mdf, lobby, zelt).
ablauf
mdf 00:00 ina kacz 03:00 presilent live 04:00 polygonia 07:00 irakli
um ehrlich zu sein, kam ich überhaupt nicht in den abend. das b2b von digabuna und pino peña war zur begrüßung mit house für mich noch mit am besten, wobei ersterer hörbar mit dem monitoring in der lobby zu kämpfen hatte. bei ina kacz fand ich die abstrakten sprenksel gut (wie „88“ von cousin auf dem stets sehr guten well street records), aber sie schon ziemlich früh ziemlich forsch, was tempo und sounds anging. will heißen: wenig federlesen beim warm-up. jedoch stiegen die leute darauf ein und bevölkerten den mdf noch am ehesten. franziska berns spielte hingegen um 3 uhr (da ging ich bereits wieder) vor nicht mal zehn leuten auf der lobby. im zelt sah das auch nicht wesentlich besser aus. waren also alles für mich gründe, das vor samstäglichem privatvergnügen und der staub nicht weiter in die länge zu ziehen.
war grob von 22 bis kurz nach 7 uhr anwesend und blieb auf keinem floor wirklich länger. hatte weniger mit der qualität der musik, sondern vielmehr mit dem verlagerten schwerpunkt (wohlergehen der*diejenigen hinter den schaltzentralen) zu tun. daher ist das resümee wesentlich stichpunktartiger als sonst.
im negativen gibt’s für mich nur wenig. zu nennen ist (wofür sowohl staub als auch das blank eher weniger was können) die herdendynamik, spezifisch eine gruppe davon: raucher*innen. so sehr ich die rauchfreiheit innerhalb der gemäuer begrüße, wird sie in den kälteren monaten zu einem problem, da sich alle auf dem podest richtung garten versammeln. es ist zwar nachvollziehbar, die vom gebäude abstrahlende restwärme zu nutzen, um sich keine lungenentzündung einzufangen, aber der hauptversammlungsort direkt vor den türen ist suboptimal.
ansonsten für mich durchgängig angenehmer füllgrad und keine musikalischen ausreißer nach unten. toke mit tempiwechseln auf der lobby, was auch mal bis (gefühlte) 110 bpm heruntergehen konnte, tamypro bouncig-ravig, ado (mein dortiger favorit) rauher mit chicago-anleihen (einziger shazam des abends: hermeth – ghetto west coast), ady toledanos melodischer stil erinnerte mich an massimiliano pagliara.
den mdf fand ich durchgängig wenigstens stabil. s.ra mit gut forderndem dubtechno, bei sebastian bayne fand ich die ersten zwei stunden mit tracks aus den end-1990ern/anfang-2000ern (technasia – hydra, dj hmc – 6 am) besser als den schlussteil mit 144 bpm rave-techno. ryba räumte für mich wieder mal ab – ungefähr gleiches tempo, aber schnörkellos-trockener. und das, was ich schon relativ müde von savas pascalidis mitbekam, ließ auf das tribal-techno-revival hoffen.
im zelt ging’s nach der pause erst new-wavig, dann discoid/electroclashig/poppig weiter. funktionierte nach der anlaufphase so gut, dass die drei bis 5 uhr eine stunde dranhängen konnten. grobe orientierungspunkte, alle weit nach mitternacht: grace jones – pull up to the bumper miss kittin & the hacker – frank sinatra
mdf 14:15 hasan poppu live 15:00 tempus fugit 17:00 horkheimer 19:00 squaric 21:00 stanislav tolkachev
*: aus früheren ausgaben auch bekannt als karapapak.
nachbetrachtung
war nur gut eine stunde „richtig“ (14 bis 15 uhr) und dann noch zur vorbereitung auf die transition ab 21:30 uhr da.
mit dem nachmittagstiming habe ich wahrscheinlich den am meisten polarisierenden abschnitt erwischt. finde sowas grundsätzlich gut bzw. unknown hat mich mit „arit (vlsi version)“ von monolake auf dem richtigen fuß erwischt und dann mit dem quasi-direkten schwenk auf disco am laufenden band brüche provoziert. bis zum madonna-remix (kann ich nicht spezifizieren, in jedem fall war „frozen“ die vorlage) war’s nicht mal eine viertelstunde hin. für die einen kraut und rüben, für mich die kategorie „muss mensch erstmal bringen“. kam mir in dem zusammenhang gar nicht so deplatziert vor.
auf dem mdf mit hasan poppu dann die weitere überraschung. die ersten 20-30 minuten eigentlich nur noise und drone mit gitarre, durchbrochen von langsamen kickdrums, wieder wechsel auf drone und irgendwann mal ein seichter house-beat mit heile-welt-pianosequenz und geloopter „ecstasy, ecstasy, ecstasy“-stimme. einziger minuspunkt für mich: der live-act filmte mit smartphone-kamera inklusive schwenk ins publikum. auf den aufnahmen wird mensch wegen gegenlicht durch den beamer wahrscheinlich nicht viel erkennen können. aber wenn besucher*innen schon die kameras abgeklebt werden, wäre es schön, auch die acts dafür zu sensibilisieren.
von irakli habe ich später nur „acid eiffel“ von monsieur garnier mitbekommen, was sich bei ihm als stammtrack etabliert hat. stanislav tolkachev zwischen rauh und trippig.
gerade die nachmittagsstunde hat mir gezeigt, dass nach zehn jahren staub (und der gut doppelten anzahl an jahren, in denen ich clubluft schnuppere) noch überraschungen möglich sind. das war so gar nicht das, was sich an drehbücher hält. und da ich des schema f etwas überdrüssig bin, begrüße ich sowas – auch wenn (bzw. gerade weil) das polarisiert. sah abends ganz danach aus, als ob die kurve zum allgemeinverträglichen noch locker genommen worden ist.
auch wenn es den anschein hat: die party geht nicht von freitag bis sonntag durch. näheres einfach dem ablaufplan entnehmen. bin spätestens ab sonntagmittag dort, evtl. auch vorher.
ablauf
mdf samstag, 26.08.2023 00:00 aquatribe 02:00 hello sasy 04:00 dj fingerblast 06:00 coco cobra b2b marie midori 09:00 pause — 23:00 resom b2b udda sonntag, 27.08.2023 02:00 manasyt live 03:00 philipp otterbach 05:30 salty dj 08:00 ttyfal b2b naitwa
lobby freitag, 25.08.2023 23:00 urte samstag, 26.08.2023 02:00 toshiki ohta 05:00 ocb 07:00 pause — 22:00 shjva sonntag, 27.08.2023 00:00 erik jäähalli live 01:00 dj absolutely shit 04:00 dj swisha 06:00 uta
garten samstag, 26.08.2023 15:00 jotel california 17:00 philo 19:00 dj normal 4 20:30 dj hundefriedhof live sonntag, 27.08.2023 12:00 in2stellar 15:00 fantastic man 18:00 s.o.n.s. 21:00 giraffi ghost & the doom chakra family live
zelt freitag, 25.08.2023 22:00 babyblade samstag, 26.08.2023 01:00 jcow 03:00 sam 06:00 pause — 22:00 vivian koch sonntag, 27.08.2023 01:00 john meckel dj 03:00 maendi 06:00 amperia 09:00 anna bolena
war drei mal da. klingt nach mehr als es ist. freitag vor beginn der party zur einstimmung bis kurz nach 1. am samstagabend leider das laut augenzeug*innenberichten durchaus anstrengende set von dj hundefriedhof verpasst, aber trotzdem bis kurz nach 2 geblieben. und schichtbedingt sonntags ab 15 uhr bis ca. mitternacht.
auf die organisatorischen details gehe ich hier nicht ein. nur so viel: da lief aus meiner sicht ziemlich viel wie am schnürchen. bzw. so sehr, dass mir die künstler*innenbetreuung ab sonntagnachmittag überhaupt nicht wie arbeit vorkam, woran die durchgängig hervorragenden sets einen wesentlichen anteil hatten. es spielte jedoch auch die tatsache mit hinein, dass nur noch der garten bespielt wurde und alle acts sich entweder direkt mit der technik verständigen konnten oder das im falle von giraffi ghost sogar selbst übernahmen.
aus sicht des gastes bleibt bei mir der ambient-garten von samstag auf sonntag als eines der schönsten erlebnisse im about blank in diesem jahr haften. der auf die tanzfläche leuchtende beamer, die dort aufgestellten bänke, die milden temperaturen, die dazu passend langsame musik von vivian koch sowie john meckel dj – das alles unterstrich bei mir, was partys hier seit jahren fehlt: ein dezidierter chill-out-bereich, während es drinnen hoch hergeht. kann sehr gerne so wiederholt werden, ggf. auch im zelt, wenn das wetter es nicht besser meint. außerdem erwähnenswert: das sehr trippige live-set von erik jäähalli in der lobby.
also mal wieder eine überaus runde sache, das. für berlin lässt sich schon mal der mai 2024 vormerken. oder (kurzfristiger) der 21. oktober 2023, an dem die warning die summe im rso bespielen darf.
kam wegen der wärme und dem finalisieren der fusion-nachlese erst um 17 uhr aus dem knick bzw. an und die erste stunde auch nicht weiter als zur live-act-bühne im garten. spricht mal wieder für das monatliche familientreffen, sich erstmal mit diversen (auch neuen potentiellen) mitglieder*innen festzuquatschen.
auch danach war ich meistens eher rastlos und kam erst so wirklich in fr. jplas / calebs letzter stunde auf dem mdf in stimmung. da hat für mich jedoch vieles gestimmt: sound, licht, füllgrad, wärme auch erträglich (das quasi-hanteltraining war dank mitgebrachtem pflanzenbestäuber mit anderthalb liter fassungsvermögen inklusive). kam mir auch von der intensität her so vor, als ob die beiden auf die stunde hingearbeitet haben, in der die leute von draußen kommend nochmal drinnen die reserven mobilisieren – dafür war der soundtrack jedenfalls passend.
generell aber wieder mal keine ausreißer nach unten. harre rannte mit tracks alter schule bei mir eh offene türen ein, verboten wavig/ravig und zum schluss hin etwas epischer – das passte alles, wenn auch manchmal mixtechnisch weniger, dafür atmosphärisch.
notierte tracks (*: shazam / decksharking)
erik jabari: chlär – unknown velocity*
harre: joey beltram – arena neil landstrumm – takks rue east – remove und einer der besten tracks überhaupt zum schluss: underground resistance – amazon
garten 10:00 i.nez 13:00 charlie 16:00 rapha. 19:00 steffen bennemann & dj polo
mdf visuals pixelflowers 14:00 frantz michael 17:00 3.14 20:00 hang aoki 23:00 caleb esc 02:00 sven von thülen 05:00 irakli b2b stanislav tolkachev 07:00 nadine talakovics b2b ryba
lobby 22:00 samo rane 00:00 olin 02:00 jaq attaque 04:00 shai sensi 07:00 modschi
hütte 00:00 ceo of novafuture 02:00 marc von der hocht 05:00 d.k. dent
nachbetrachtung
fazit vorangestellt: war wieder einmal richtig rund. stammpublikum eh beste, musikalisch wenigstens gut (olin, rapha., samo) bis hervorragend (3.14, sven von thülen).
nur am rande: ist für mich ein ganz guter modus, die reihenfolge für die (x)xl-ausgaben umzukehren: vorher herzhaft essen statt wie hinterher bei den „normalen“ ausgaben. nebenwirkung: war dadurch erst später da, so ab 16 uhr. aber ab da gibt’s für die nächsten 12-13 stunden nichts zu meckern – außer dass ich die letzte stunde von sven von thülen lieber bewusst und tanzend als im halbschlaf mitbekommen hätte. lag nicht an ihm, bin wohl mittlerweile tatsächlich auf tagsüber konditioniert.
der mdf für mich durchgehend stabil bis richtig gut: 3.14 hat bei mir am frühen abend bleibenden eindruck hinterlassen, auch wenn das tageslichtentzug bedeutete. aber das war schön trockener, im besten sinne tooliger techno bei ausreichend platz – sowas muss ich mittlerweile ausnutzen. hätte gerne mehr davon gekannt (bzw. erkennen lassen), aber da er mit den tracks arbeitete und meistens nie einer alleine lief, konnte shazam nichts ausrichten. visuals schmücken jede party. war auf dem mdf auch toll, sie kamen jedoch im seitenschiff nur zur geltung, sofern sich dort wenige (am besten keine) leute aufhielten. wenn mensch mal auf einer der bänke saß, leuchtete der beamer direkt ins gesicht. die beiden (oder waren’s drei?) fernseher am dj-pult jedoch richtig gut. evtl. wäre das auch etwas für’s seitenschiff – auf der bassbox und dem absorber richtung bar. oder die bänke auf die andere seite stellen und dabei die durchgänge freilassen, wenn das brandschutztechnisch klargeht. und auch wenn es natürlich immer härter geht: den meisten wird’s hoffentlich genug techno im garten gewesen sein.
samo gefällt mir richtig gut, wenn er nicht so hart spielt und caleb nach wie vor, wenn er härter spielt. tanzflächentechnisch für mich anstrengender füllgrad zum finale im garten und gegen 2 uhr in der lobby. komischerweise war’s auf dem mdf stets gut auszuhalten. mögen manche wegen der wärme anders sehen, aber als tresor-sozialisierter ging das noch klar.
trackbeispiele (*: shazam / **: shazam, obwohl ich’s eigentlich wissen sollte, weil bereits in der sammlung)
rapha. cem3340 – japanese computer* robert armani – ambulance* (warum ich die noch nicht habe, ist mir ein rätsel) unit moebius – penetrator** tim taylor & dan zamani – planet of drums 01*
3.14 monrella – main whipping**
steffen bennemann & dj polo robotman – doo da doo (plastikman’s acid house remix) marco carola – compressed dj deep – stressin (ich muss zugeben: ein viertel meiner konzentration war den rest der staub über damit beschäftigt, den zu identifizieren. ich kam letztendlich nur am tag später drauf, als ich meine excel-liste durchging, in die ich meine erstandenen werke – analog wie digital – eintrage.) johannes heil – paranoid dancer (vorletzter track) emmanuel top – acid phase (letzter track)
caleb esc luca la rocca – wa*
olin paranoid london – paris dub 3 speedy j – klave* (da hat der herr paap tatsächlich was auf rekids veröffentlicht. mensch lernt nie aus.) justin cudmore – real shock*
jaq attaque wishmountain – radio d.h.s. – the house of god (surgeon remix)
sven von thülen spokesman – acid creak (pierre’s reconstruction mix) robert hood – range solid state – sequencial* dying & barakat – outline* millsart – steps to enchantment (stringent) fjaak – plan of escape*
garten 10:00 ben kaczor 13:00 soela 16:00 lawrence 19:00 resom
mdf 14:00 ly sas 17:30 dj sodeyama 20:30 efdemin
nachbetrachtung
da ich den ://-geburtstag nur am sonntag mitgenommen habe, kam mir das wie ein bonus-track zur garteneröffnung vor. fast vollständiges familientreffen, dazu für mich wenigstens gute (soela, ly sas, resom, dj sodeyama) bis klasse sets (efdemin, lawrence). und trotz schlange mit der aussicht auf überfüllte tanzflächen nach gartenschließung (weil die lobby als pufferraum wegfiel) war’s mir nirgends zu nervig und die fast 12 stunden im nu vorbei.
ich hätte mir fast keinen besseren gartenauftakt für die staub wünschen können. „fast“, weil die aufziehende kälte und das regentröpfeln bei lawrence irgendwie nicht so in die meteorologischen aussichten eines durchgängig sonnengefluteten gartens passte. aber das ist auch eher mein problem.
ly sas bitte unbedingt wieder spielen lassen. das war in den kurzen momenten nachmittags auf dem mdf ein richtig gutes techno warm-up, was die marschrichtung auf dem mdf gut vorgab: dark, nicht zu schnell, viel raum für subbässe. nur deswegen bei „gut“ gelandet, weil ich wegen vitamin d lieber draußen als drinnen sein wollte, sie also eher das zu dem zeitpunkt noch strahlende wetter als gegner hatte.
soela zwischen house und dubtechno mit gutem geschmack, hat meinen (guten) eindruck von ihr im letzten november aus dem rso bestätigt. an lawrence habe ich eh einen narren gefressen, weil er eher der mann für die leisen, subtilen töne ist. das mag an den bedürfnissen mancher gäste für die uhrzeit vorbeigegangen sein. aber in zeiten von sets, in denen es zu zählen scheint, möglichst viele tracks unterzubringen, ist es für mich eine wohltat, etwas zu hören, das aufmerksamkeit oder geduld notwendig macht, aber diejenigen mit interesse an sowas durch sorgfältig ausgesuchte tracks ködert. lawrence ließ viel raum für die einzelnen stücke und provozierte dabei keine harten brüche, sondern forderte vielmehr die leute dahingehend, all dem eine viertelstunde zeit zu lassen. wenn mensch abfahrt haben möchte, ist das nichts – das wurde imho auf dem mdf ganz gut bei dj sodeyama bedient. diejenigen, die es minimal und zuweilen sphärisch haben wollten, waren in besten händen. efdemin war in puncto langfristiger aufbau grundsätzlich nicht anders. da dominierten tracks mit trippigen sequenzen, wo sich die elemente auch erst nach den übergängen addiert haben. das gefiel mir am mdf dieses mal sehr: statt tempo lieber auf lange sicht fahren, so dass die sets sich gegenseitig ergänzten, aber keine*r den wechsel zum anlass nahm, den vorherigen aufbau einzureißen. griff für mich alles gut ineinander und nahm die leute trotzdem mit. resom in der ersten hälfte erstaulich technoid-melodisch, aber für mich eher hintergründiger soundtrack zum plaudern. soll die qualität nicht schmälern – die volle garten-tanzfläche spricht dafür, dass einige genau darauf gewartet haben.
trackbeispiele (*: shazam)
soela: maurizio – domina itamar sagi – series 1* pepe bradock – deep burnt
dj sodeyama: truncate – modify
lawrence: monobox – realm der zyklus – formenverwandler* (wobei shazam das als „die dämmerung von nanotech“ identifiziert. das ist jedoch falsch und liegt daran, dass der vertrieb die betitelung für die digitale wiederveröffentlichung der zwei gigolo-veröffentlichungen auf frustrated funk durcheinander gebracht hat. muss einem discogs-kommentator recht geben, dass man das genauso gut für the other people place halten könnte, was jetzt auch nicht das schlechteste ist und geographisch/inhaltlich ohnehin direkt daneben liegt.)
efdemin: joris voorn – many reasons* dj hell & richard bartz – take a shot indio – phoenix* (letzter track)
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