alle jahre wieder transmediale, und ich damit in freudiger erwartung des schiebens und drängelns. aber bei dem aufgebot kann man nicht nein sagen.
club transmediale 06
floor 1
22h – opening performance
antistrot & jason forrest
23h – being bold on the dancefloor
eats tapes
ilsa gold
like a tim
christopher just
for god con soul feat. console
video: mumbleboy
floor 2
23h
rancho relaxo allstars
evil knievel
maria
startzeiten siehe oben
eintritt: 15 euro
eine gute entscheidung, bereits pünktlich um 23h aufzutauchen, somit musste lediglich die schlange vor der garderobe in kauf genommen werden.
drinnen allgemeines rumstehen, musik aus der konserve, und die befürchtung, es könnte sich zu einer „traditionellen“ transmediale-party entwickeln (sprich: alle stehen herum und betrachten lieber die bilder).
erst ein abstecher nach hinten, wo die rancho relaxo allstars auf einem floor mit couches spielten / spielen mussten und jeder versuch, sich irgendwie rhythmisch zu bewegen, zum scheitern verurteilt war. massen an equipment, und langsam auch an leuten. das war in jedem fall traditionell.
eats tapes schafften es in ihrer dreiviertelstunde schließlich, die leute vom rumstehen zur aufwärmakrobatik zu bringen. erinnerte mich an spiral tribe oder crystal distortion an selber stelle im letzten jahr und zudem noch daran, ihre discographie zu checken (welche augenblicklich noch nicht allzu groß ist, das wird sich hoffentlich ändern). süße frontfrau jedenfalls.
bei ilsa gold gehen mir angesichts des geisteszustands von herrn just fast die vokabeln aus. projektionen der mona lisa mit mark-spoon-visage wären da zu nennen, ebenso eine „silke“, die zwischendurch über das potential an serienmördern in berlin unterrichtete, ein live gesungenes „i’m a raver baby, so why don’t you kill me“, ein duett mit jason forrest, und natürlich durfte „alles naar de klote“ nicht fehlen. die „traditionelle transmediale-party“ konnte man damit getrost zu den akten legen. rave ist zurück, und damit auch der spaß.
like a tim im anschluss, der mit nichts anderem als einem electribe sx seinen live-act bestritt und trotz tempovariationen seinen unverwechselbaren sound beibehielt. sei jedem oldschool- oder electro-fanatiker ans herz gelegt.
christopher just knüpfte nicht an die gabba-auswüchse an, sondern feuerte u.a. die letzten hits auf cheap und sein ecstasy-club-cover auf die menge los, und das war auch schon was.
mittlerweile 4h früh, bei den rancho relaxo allstars hatten sich die reihen schon sichtbar gelichtet, und damit hatten einige auch platz zum tanzen. kunterbunter stilmix aus techno, electro, samba und country zum schluss. sie hatten wohl doch ihren spaß, obwohl ich mir schwer vorstellen kann, wie das mit den sitzbänken heute abend bei der breakcore-attacke funktionieren soll.
zur maria: bitte (!) engagiert öfter mal einen vj. die location gewinnt durch die projektionen und bilder unglaublich hinzu. verlaufen kann man sich darin eh, wenn wirklich alle räume offen sind.
bilder