das line-up zu dem preis, da ist frühes erscheinen angesagt.

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am tacheles bin ich im laufe der letzten jahre einige male vorbeigelaufen, jedoch nie reingegangen und war vom stuck an wänden und decke, sowie von den skulpturen im raum schon angetan. jedoch tat sich hierbei gleich ein erstes manko auf, was den gesamten abend über auch nicht so recht beseitigt wurde: die wurden wechselnd mit weißem licht beleuchtet, alle anderen annehmlichkeiten wie strobo oder zumindest rotes licht – fehlanzeige. immerhin: visuals gab es, links von der bühne, strahlten die acts auf der linken gesichtshälfte an.
zweites – größeres – manko: die absolut unterdimensionierte anlage. entweder man stellte sich nach vorne an die bühne, um die monitore zu hören, was stellenweise auch angebracht war. ich weiß nicht, ob das an der hilflosigkeit des tontechnikers oder am lärmschutz lag, jedenfalls war man noch gegen mitternacht damit beschäftigt, die lautstärke einzupegeln. führte dazu, dass man auf der tanzfläche ungefähr heimische zimmerlautstärke hatte, wohingegen auf der bühne alles zu hören war.
erstes (und eigentlich auch einziges) musikalisches highlight mit stormfield um 1. kein live-, dafür ein dj-set zwischen techno („bad hands“ von surgeon) und verschiedenen dubstep-spielarten. dreckig, brachial, hätte mich bei einer anlage mit ausreichenden subwoofern auf dem floor festgenagelt. so verpuffte das set für mich weitestgehend, aber hoffentlich hat ihn auch jemand von anderen hiesigen dubstep-kollektiven, so dass man nicht mehr lange warten muss, bis er wieder hier ist.
bogdan: nun ja, eigentlich war auch das ein dj-set, was mit effekten aus dem kaoss pad garniert wurde. fing mit alten tracks von der „samurai math beats“ an, aber die ca. letzten zwei drittel bis die hälfte seines sets bestand aus der „alright!“-lp von 2008. hätte mir schon etwas mehr altes material gewünscht, aber immerhin kam jeder in den genuss der bogdan-show – der herr geht bei seiner musik nämlich so dermaßen mit, dass man schon vermuten könnte, er wäre vor jahren in einen kessel mit mdma gefallen. da er – wie ich im nachhinein erfahren habe – auch mittlerweile berliner ist, sind weitere gastspiele auf hoffentlich besseren anlagen nur noch eine frage der zeit.
cursor miner: identifizieren konnte ich davon nichts, war aber relativ zugänglich, sogar das mikrofon kam zum einsatz.
gegangen bin ich dennoch um 4 uhr. das für mich wichtigste war eh gelaufen, und obwohl anlage und licht sich als große wermutstropfen gegen den exzess erwiesen – fünf euro waren für das gebotene programm überaus fair. wäre im nachhinein auch nachvollziehbar gewesen, 7 euro zu verlangen und den mehrgewinn dafür in die miete einer besseren anlage zu investieren, aber vielleicht hat man sich das für das nächste mal eh auf die to-do-liste geschrieben.
Yeeehaaa!