[berlin / 13.09.2013] berghain: finest friday

schon vorab ein eintrag mehr für die liste der noch ausstehenden nachbetrachtungen und so nebenher der erste von zwei berghain-akten am kommenden wochenende. bei diesem termin – ausnahms- und passenderweise im berghain anstatt in der panorama bar – wird erstmal ein haken hinter einem weiteren legendären electro-act aus detroit gesetzt, und auf ein erneutes set von stingray freue ich mich sowieso.

finest friday
00h00: shed
03h00: ultradyne live
04h00: stingray
06h00: steffi
08h00: lucretio and marieu

eintritt
12 euro

nachbetrachtung

ehe ich wieder in verzug gerate, nehme ich das resümée lieber in angriff, bevor ich hier gehe. gerade ist’s 8h57, bin somit sechs stunden hier und das reicht angesichts des morgigen programms auch.

ich steige bei ultradyne ein, da ich nur sheds letzte platte mitgekriegt habe. tolle tracks, ohne frage, aber die form der darbietung leuchtete mir nicht ein. war konzertartig, am anfang dachte ich, dass beide macbooks synchron abgestürzt wären, da der track mitten in der sequenz aufhörte. wurde zum ende hin besser, aber wenn beide schon mit ableton live spielen, kann man sich doch um sowas wie bloße beats (meinetwegen auch nur eine achtel-hihat) für den übergang kümmern. so war ein stück irgendwann mal zu ende, dann fünf bis zehn sekunden wartezeit und weiter ging’s.
wie gesagt, die tracks reißen es hoch.

stingray fing erstaunlicherweise mit berghain-kompatiblem techno an, so dass ich ein auf-nummer-sicher-gehen-set annahm. hat jedoch schnell auf electro gewechselt, zwischendrin gab’s kleine ausflüge zu dubstep und auch wieder techno (an einen track der „never engine“ von herrn vogel erinnere ich mich). dabei war er so stimmig, dass er für mich klar als gewinner hervorgeht.
steffi hat mich jedoch auch (erneut) positiv überrascht. knüpfte an die electro-vorlage von stingray an, spannte den bogen zu chicago und zeitgemäßem techno, nahm am ende für meine begriffe etwas viel an temperament raus, was marieu zum anlass nahm, nochmal mit detroit und der techno-schule mitte der 1990er gas zu geben. mixtechnisch eher rauh, passt aber zum stil.

schöner freitag, zumal nicht zu voll, ergo platz zum tanzen. ich musste bspw. mangels schlange nicht mal warten. es gibt also doch noch etwas anderes als den ausnahmezustand, kann aber auch die vielzitierte ruhe vor dem sturm (sprich: morgen) sein.
9h17, passt. ab zur garderobe.

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