interna aus einem outbound-callcenter

soeben beim shopblogger entdeckt, und wer hier in letzter zeit mitgelesen hat, kann sich noch an die primacall-geschichte erinnern (lustig auch, dass heute mittag einer der jungen herren bei uns am s-bahnhof ostkreuz stand, um den nachwuchs mit neun euro pro stunde zu locken). dank herrn wallraff ist das thema vor einigen wochen auf der allgemeinen agenda gelandet, und auch ich habe anno 2003 bei einer mittlerweile – aus gründen, die ich wahrscheinlich nicht näher zu beleuchten brauche – geschlossenen „agentur“ versucht, private krankenversicherungen zu verkaufen. dies für drei wochen an drei tagen pro woche, inklusive „selbstrecherche“ der telefonnummern unter fadenscheinigen begründungen, und dann auch nur bei leuten im süden oder südwesten deutschlands, weil man im rest des landes schon dabei war, das einzig richtige bei solchen „cold calls“ („kaltakquise“ nannte sich das damals) zu tun.
ich habe es in der wenigen arbeitszeit zu keinem einzigen termin zum beratungsgespräch gebracht und meine arbeitszeit seinerzeit auch eher damit verbracht, die telefonnummern zu ordnen, bzw. die relevanten leute herauszufiltern und zu markieren. für eine terminvereinbarung habe ich bei ziemlich wenigen angerufen – mag blumig klingen, aber das gewissen kann stärker sein als man denkt.

wurde also zeit, dass jemand endlich mal ein tagebuch eröffnet und seine erfahrungen unter den von ständigem druck geprägten arbeitsbedingungen niederschreibt. mag auch der selbsttherapie dienen, trägt aber hoffentlich dazu bei, dass die praxis dieser call-center weiterhin im gespräch bleiben und diese seifenblase in hoffentlich nicht allzu ferner zukunft platzen wird. da bin ich mit meinen astrologisch interessierten aber hoffnungslos unsicheren hausfrauen und einsamen herren (neben telefonstreichen spielenden kiddies) doch echt hervorragend bedient.

klick für den callcenter agent

[berlin / 07.07.2007] tresor: the week of love part 3

der eintrag kommt verspäteter als sonst, aber ich wollte sichergehen, dass meine tagesform es auch zulässt, schon wieder die hallen zu betreten. die neugierde tut ihr übriges.

the week of love part 3
tresor
wolle xdp (tekknozid / berlin)
pacou (cache / berlin) live
dash (rampe d / berlin)
batterieraum
robert hood presents the grey area (m-plant / detroit)
simon dale (kiss 100 / london)
subtronic (tresor / berlin)
s. sic (tresor / berlin)

ab 23 uhr
12 euro

[berlin / 06.07.2007] tresor: the week of love part 2

irgendwie rauscht die love week etwas an mir vorbei, oder ist der name lediglich aus bequemlichkeit beibehalten worden?
egal, schickes line-up für den freitag, was der anlage unten hoffentlich den rest geben wird.

the week of love part 2
tresor
neil landstrumm (planet mu / nyc) live
kriek (tresor mp3 mix series / berlin)
mack (tresor / berlin)
batterieraum
woitek & leyk (berlin)
touane (persona / berlin) live

ab 23 uhr
10 euro

bilanz juni 2007

kurz vor dem schlafengehen noch die zahlen für den vergangenen, wirklich erfreulichen monat, in dem ich es tatsächlich irgendwie geschafft habe, so gut wie regelmäßig ein posting abzugeben. gut, zwang herrscht diesbezüglich bei mir eh nicht, aber es stimmt doch etwas fröhlicher, wenn man mehr als die hälfte der tage was zu sagen hatte.

aufrufe: 13728, aufgerundete 458 pro tag. hätte der juni 31 tage, wäre die 14000 überschritten worden. ich backe mal kleine brötchen und peile für den juli die 15000 an. ein bisschen selbstüberschätzung gönne ich mir hin und wieder dann doch…

am meisten gesucht wurde nach:
1. american apparel (gut geschnittene t-shirts, kann man nicht anders sagen)
2. stypeblog (wow)
3. tresor opening (wenn nicht hier, dann da)
4. tama sumo (die frau hat nach wie vor nichts verlernt)
5. avastar berlin (sympathische kreuzberger bar, bald mit neuer belüftung, was für die djs einem segen gleichkommt)

danke für die aufmerksamkeit, genießt die regenfreie zeit.

ein samstagmorgen in berlin

„mach deinen entzug doch bitte draußen!“

dies das flehen einer mir gegenübersitzenden jungen dame im letzten waggon der u1 zwischen warschauer straße und schlesischem tor, als ein etwas bleich aussehender herr seine magensäure mit entsprechend gut hörbaren geräuschen auf dem boden verteilte.

man sollte es ihm aber immerhin hoch anrechnen, schon um 9 uhr am samstag auf den beinen zu sein, auch wenn sein ausstieg am kottbusser tor den verdacht nahelegt, dass er am ehesten darauf bedacht war, nachschub zu holen.

aber mit sowas muss man auf dem weg zur arbeit eben rechnen…

[berlin / 30.06.2007] berghain: klubnacht

okay, den timetable gibt’s auf ihrem myspace-profil endlich, und auch wenn ich herrn dettmann zum schluss erwartet hätte, werde ich dennoch gespannt hingehen, sofern die kräfte nach dem tresor es noch zulassen. daher unter vorbehalt…

klubnacht
berghain
00h00-05h00: marcel dettmann (o-ton / berlin)
05h00-08h00: elliott dodge (snapshot / uk)
08h00-ende: marcel fengler (berghain / berlin)
panorama bar
00h00-04h00: andre galluzzi (taksi / berlin)
04h00-05h00: bangkok impact (clone)
05h00-08h00: serge (clone)
08h00-11h00: nick höppner (playhouse / berlin)
11h00-14h00: dinky (cocoon / berlin)
14h00-17h00: damian lazarus (crosstown rebels / london)
17h00-ende: miss kittin (gigolo / paris)

[berlin / 30.06.2007] tresor: 1t reloaded / rolando at tresor!

schon nicht schlecht, wen man so alles als resident verpflichtet. zwar ist timo maas scheinbar auch einer von ihnen, aber ich bin einer derjenigen, die den leuten lieber eine chance geben, anstatt sie anhand ihrer mainstream-lastigen (aber technisch guten) produktionen zu verurteilen. um den freitag soll’s hier aber nicht gehen, da ich an dem abend eh nicht kann. rolando hat seine qualitäten bereits zwei mal in jüngerer zeit hier ausgespielt, dies allerdings im berghain (was mich wahrscheinlich nach feierabend in der köpenicker straße auch endlich mal wieder zu gesicht bekommen wird, aber das mache ich vom timetable abhängig). goldrichtige wahl für den batterieraum, schönes line-up auch im keller – ich glaube, die hütte wird voll.

tresor: 1t reloaded
tanith (tanith.org / berlin)
baeks (rampe d / berlin)
trias (tresor hq / berlin)
batterieraum: rolando at tresor!
rolando (aztec mystic / detroit)
mitja prinz (wmf / berlin)
dave turov (csm / berlin)

ab 23 uhr
12 euro

einkäufe vom 26. juni 2007

eigentlich zwei pakete von ebay-verkäufern, die seit mehreren tagen bei einer hilfsbereiten nachbarin gelagert haben müssten, nun endlich in meiner wohnung.

brian eno
ambient 1: music for airports
[polydor amb 001]

im vorletzten wintersemester habe ich bei den musikwissenschaftlern (man muss ja schließlich auch über den tellerrand schauen, nicht wahr?) ein seminar mit dem titel „medien und hören“ besucht, was sich mit verschiedenen hörmodi und dazugehörigen musikrichtungen beschäftigte. wer will, kann sich nach begriffen wie das „akkusmatische hören“ umschauen, aber das würde hier zu weit führen.
eine der sitzungen wurde dem thema „ambient“ gewidmet, und da man im electronica-bereich früher oder später eh damit konfrontiert wird, war es sehr interessant zu hören, was mit der musik bezweckt werden sollte. der referent untermalte seinen vortrag mit „1/1“, was den beweis lieferte, dass diese musik tatsächlich im hintergrund laufen kann, ohne auf irgendeine art und weise störend zu wirken, sondern einen raum mit einem klangteppich versieht. nebenbei hat eno mit dem titel auch gleich den namen der musikrichtung geprägt, die auch heute noch weithin bekannte früchte trägt und im falle dieses albums sogar tatsächlich dort zum einsatz kam, wie es im titel gewünscht war (laut amazon.de im marineterminal des flughafens la guardia in nyc).
soviel zur vorgeschichte, aber zur musik muss ich eigentlich nicht viel schreiben, weil deren schönheit (um die floskel zu bemühen) wirklich für sich spricht. man braucht keine sorgen zu haben, dass eine moll-offensive auch noch die letzten positiven gedanken des tages verschreckt (bspw. zu hören auf „heroes„, woran er in nicht geringem maße beteiligt war), sondern genießt einfach die entschleunigung der zeit. von daher sollte sich jeder mit dem bedürfnis nach entspannung ruhig den luxus gönnen (denn nichts anderes ist das), sich dieses stück musikgeschichte in aller ruhe anzuhören. der tagesstimmung kann das nur gut tun. essentiell!

–

paul johnson
just whistle
[relief records rr727]

wollte ich schon länger haben, weil der titeltrack einfach zum kopfwippen und (ja, richtig geraten) mitpfeifen einlädt. sonst gibt es die typischen johnson-housenummern – zwei an der zahl – neben noch zwei anderen klassischen 909-chicago-tool-tracks. typisch relief eben.

euphorhythm
trans4mator / what does it taste like?
[space teddy st 005]

fangen wir mal mit der b-seite an, weil das die uninteressantere von beiden ist. sicher, die art von trance war anno 1993 sicherlich ganz groß in mode, aber einen blumentopf gewinnt herr dr. motte damit trotz nostalgiebonus bei mir nicht.
die a-seite ist hingegen ein fast viertelstündiges brett mit mehreren hypnotischen, sich überlagernden sequenzen, die irgendwann ab der hälfte von fiesen acidartigen tönen heimgesucht werden. klingt vielleicht so, als ob der track hoffnungslos überladen wäre, dabei ist das so schön auf den punkt gebrachter techno, dass ich echt nicht schlecht gestaunt habe, als pete mir im berghain im laufe seines sets verriet, dass unser liebesparaden-papa dahintersteckt.
wer also eine hochfunktionale nummer braucht, um zwischenzeitlich die örtlichkeiten aufzusuchen, sollte die platte ganz gewiss einpacken.

awex
it’s our future
[plastic city 10plac01]

wo ich gerade schon von der liebesparade sprach: die im jahre 1995 habe ich leider verpasst, aber wenn mich meine erinnerung nicht täuscht, dürfte das dort (und auch in den hiesigen clubs) einer der hits gewesen sein. in jedem fall gab’s dazu einen videoclip, in dem die bilder dieses doch wohl sehr heißen samstages vorkamen. die nummer muss man wegen der wie vorher auf dem storyboard entworfenen und entsprechend platzierten ravesignale mögen – zumindest, wenn man das alles damals in der jugend mitbekommen hat. wäre heute in zeiten der hiphop- und instant-superstar-dominanz bestimmt ganz lustig, mit gerade diesem statement punkte sammeln zu wollen, aber da wird’s lediglich beim versuch bleiben. dann müssen eben (mal wieder) die alten recken mithalten, die hin und wieder wehmütig auf die „gute alte zeit“ zurückblicken.

[berlin / 23.06.2007] tresor: herzlichen glückwunsch vfb!

schön, dass man mit einer einladung der (zum teil ex-) stuttgarter nicht lange wartet und nebenbei auch leute hinzubucht, die ideal in den laden passen. kann man nur hoffen, dass nach dj rush noch was vom laden, insbesondere der anlage übrig ist, bzw. sich der regen bis dahin beruhigt hat, dass die party im keller nicht im wörtlichen sinne ins wasser fällt.

herzlichen glückwunsch vfb!
tresor
dave tarrida (sativae / barcelona)
frank yentner (mutter / berlin)
hanno hinkelbein (null records / berlin)
batterieraum
jesus rodriguez aka daniel benavente (salon rosi / barcelona)
oli hauf (humpty / stuttgart)
todd bodine (highgrade / berlin)

ab 23 uhr
12 euro

[berlin / 22. juni 2007] zementgarten: smooth opening

in ihrer alten heimat war ich nie, die bilder auf der homepage wecken in mir aber schon die erwartung, dass man dort auch musikalisch begriffen hat, wie man eine party abseits vom omnipräsenz-minimal gestaltet. ich lass mich überraschen, die adresse müsst ihr schon selbst recherchieren.

zementgarten: smooth opening
23h00-02h00: sven jozwiak (kassette records)
02h00-04h30: 16 lux (nolabelnorelease)
04h30-08h00: maurice ambrado (parallel)

freitag, 22. juni 2007
23 uhr
5 euro