[berlin / 11.05.2013] berghain: klubnacht

und da ist es schon wieder soweit. das berghain ist im weitesten sinne in klockworks-händen, wobei ich in erster linie darauf gespannt bin, was mike huckaby anstellen wird. eine etage höher gibt es legendenalarm.

klubnacht

berghain – klockworks nacht
00h00: trevino
04h00: ben klock / dvs1
07h00: mike huckaby
10h00: dvs1
15h00: rod
19h00: ben klock

panorama bar
00h00: tama sumo
04h00: paul johnson
06h00: lemakuhlar live
07h00: san soda & red d
14h30: boris
19h00: cassy
23h00: nd_baumecker / massimiliano pagliara

eintritt
14 euro

review

ausnahmsweise im ein-schicht-betrieb, wobei der nach arbeitsrechtlichen maßstäben auch durchaus als doppelschicht ausgelegt werden könnte. 16 stunden, 4:30 bis ungefähr 21:00 uhr. wem der unterschied zwischen den set-zeiten auf der berghain-seite und hier auffällt: boris und cassy haben jeweils später angefangen, daher stehen hier die tatsächlichen anfangszeiten.
die neuerungen am dj-pult im berghain gehen übrigens weiter: die dezibel-anzeige ist größer und prominenter platziert.

verpasst habe ich damit leider ein wenig von paul johnson, der rest war jedoch sehr überzeugend, indem er diverse chicago-varianten durchkonjugierte, während die schlange draußen bis ungefähr 7:00 uhr konstant bis zum häuschen ausharrte. es ballte sich jedoch eher eine etage tiefer bei ben und dvs1, oben war es zwischen gutgelaunten menschen sehr gut auszuhalten und meiner meinung nach auch musikalisch interessanter. liegt aber auch an dem bonus, den die windy city bei mir inne hat.
mike huckaby hat mich am meisten beeindruckt. seinen produktionen nach ist er eher in der panorama bar zuhause (wo er ebenfalls bereits überzeugen konnte), aber wer die letzten nachbetrachtungen noch im hinterkopf hat, wird mitbekommen haben, dass flexibilität als qualitätsmerkmal bei mir sehr an boden gewonnen hat. es war ein astreines techno-set, dessen anfang einen in die alten tresor-zeiten katapultierte – mit 138 bpm auch vom tempo her. neue tracks kamen bevorzugt mit einem ruck ins set, was dem ganzen schnelle schübe verpasste, und er scheute sich nicht, tempo und temperament in der zweiten stunde zu drosseln. was ihn wahrscheinlich am meisten geärgert hat, war das sporadisch auftretende kratzen am xone:92, egal auf welchem kanal. wird bei ihm wahrscheinlich nicht zur zufriedenheit beigetragen haben, ist ihm aber nicht anzulasten. er spielte professionell bis zum schluss auf dem mixer weiter, der bei der übergabe auf dvs1 einfach innerhalb von zwei minuten getauscht wurde. danach war zumindest das kratzen geschichte.
dvs1 selber für mich wie immer: technisch tadellos, beneidenswerte schnelligkeit, aber insgesamt zu wenig abwechslung, was die spannungskurve betrifft. zwar empfand ich die kurze phase (müsste so gegen 13:00 uhr gewesen sein) mit gebrochenen kickdrums als angenehme abwechslung, aber dennoch konnte er mich nicht wesentlich länger als 20 bis 30 minuten fesseln. egal, andere hatten ihren spaß.
san soda und red d waren bereits während mike huckaby dafür verantwortlich, dass ich dessen letzte stunde verpasst habe. die schmissen in ihren siebeneinhalb stunden so einiges an zutaten in den topf – sei es chicago, techhouse, melodien, disco. frei von hängern und komischen harmonischen kombinationen war auch das set nicht, was aber bei der länge zu verschmerzen ist und durch dvs1 gut aufgefangen werden konnte. meiner meinung nach jedoch kurzweiliger als das geschehen im berghain.
boris hatte in seiner ersten stunde das pech, dass sich die tanzfläche um die hälfte leerte. keine ahnung, ob das am allgemeinen schichtwechsel oder dem etwas schwächeren ende seiner vorgänger lag. entsprechend unmotiviert war auch sein auftreten – jedenfalls fehlte das sonst bei ihm festbetonierte grinsen. situationen wie diese kenne ich nur zu gut, ich konnte ihn daher ziemlich gut verstehen, zumal es musikalisch wirklich nicht schlecht war. ab der zweiten stunde wandelte sich das bild gründlich und er spannte den bogen von techno bis vocal-house so, dass es ein schön geschlossenes bild abgab. tanzfläche voll, arme in der luft, boris wieder am grinsen, alles richtig gemacht.
auf rod trifft ähnliches zu wie auf dvs1. technisch ebenfalls super, aber eben eher von tools geprägt und man mag es langsam beginnende alterssenilität nennen, aber mir fehlt dabei immer was, woran ich mich im nachhinein erinnern kann.
von cassy habe ich nur den eher trockenen anfang mitbekommen, der aber zugleich vielversprechend war. und auch wenn ich ben klock meistens als zu trocken empfinde, bleibt mir von ihm dieses mal ein überzeugender eindruck zurück. gleiche merkmale wie seine zwei vorgänger: schnelles, präzises mixing, ebenfalls mit tools, jedoch hatte er von den dreien am ehesten begriffen, dass sich auch hiermit eine kurve mit höhen und tiefen schaffen lässt. es füllte sich auch merklich erneut während seines sets, aber dank vernunft und hungergefühl fiel es mir nicht schwer, zur von mir vorab gesetzten zeitlichen obergrenze heimzugehen. einzig ben machte es mir an der garderobe stehend etwas schwer, indem er „sleep cycle“ von robert hood spielte.

summa summarum ein berghain-abend im oberen mittelfeld. ein durchweg angenehmer füllgrad mit angenehmen leuten, wobei es schade ist, dass das stimmungshoch mittlerweile erst sonntag abend zu erwarten ist, wohingegen pädagogisch wertvolle sets wie von mike huckaby bei denjenigen, welche die harte gangart nicht kennengelernt haben, ins leere laufen. auch egal, dafür hatte der rest umso mehr spaß.

[berlin / 01.05.2012] spatenstich am holzmarkt

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im juni letzten jahres hatte ich noch über die pläne und die damit verbundenen hoffnungen für das gelände der ehemaligen bar 25 geschrieben und es glatt versäumt, im oktober die erfolgsmeldung zu teilen. dank hilfe einer schweizer genossenschaft und einem offenbar erfolgreichen aufruf, selber anteile zu zeichnen, sind die weichen zur verwirklichung eines alternativentwurfs zu den sonstigen vorhaben mit den filetstücken an der spree gestellt.
ich werde mir das morgen nach getaner arbeit mal anschauen. das überaus ambitionierte gesamtkonzept lässt sich direkt von deren webseite herunterladen und obwohl ich zu der vergangenheit an der holzmarktstraße so keinen bezug habe, finde ich das vorhaben alleine aus sicht der stadtentwicklung her sehr spannend und wünsche den kreativen köpfen dahinter, dass es sich von selbst tragen wird.

musik
acid pauli
die trümmertanten
heimlich knüller
casino gitaro
lust & love
annen may kantereit

eintritt
frei

review

wird es nicht geben. das ist eher als nachgeholte nachricht zu verstehen. es sei denn, es entwickelt sich zu so einem happening mit ähnlich vielen eindrücken wie von einem fusion-wochenende.
mein plan ist jedenfalls, dort kurz vorbeizuschauen, um danach den weg in richtung vor:wien anzutreten.

[berlin / 13.04.2013] berghain: klubnacht – berlin-paris-express

der rex club in paris hat 25-jähriges gefeiert, das berghain bucht mal eben die prägenden djs zusammen und nimmt das zum anlass, mal wieder einen zeitplan wider den regeln jeglicher vernunft zusammenzubauen. ein glück ist dies arbeitstechnisch mein freitag, insofern kann ich den montag locker angehen. viele ziele setze ich mir nicht. primär möchte ich nina kraviz mitbekommen, die hoffentlich die eine oder andere platte aus ihrer dance-mania-sammlung spielen wird.

klubnacht

berghain
00h00: dj deep
04h30: terence fixmer live
06h00: rødhåd
11h00: marcel dettmann
16h00: ben klock
21h00: marcel fengler
01h00: boris

panorama bar
00h00: molly
04h00: levon vincent
07h00: electric rescue live
08h00: chloé
11h00: phil weeks
15h00: jerome sydenham
19h00: d’julz
22h00: nina kraviz
01h00: nick höppner

eintritt
14 euro

review

ganz ungewohnt mal wieder im ein-schicht-betrieb und dann sogar noch mit einer einstelligen stundenanzahl bei der besuchsdauer.
19:30 bis 2:30 wurde es diesmal, und das ist ein modus, der sich in den sommermonaten durchaus etablieren könnte – es sei denn, ein sonntag ist mal wieder verregnet und der garten des about blank fällt somit als alternative weg.

ich fand’s von vorne bis hinten entspannt. keine wartezeit an der tür, angenehmer füllgrad, wobei ben klock im berghain schon mehr leute binden konnte als d’julz eine etage höher, wenn man’s jeweils relativ betrachtet. beide sets waren ganz gut geeignet, um nicht gleich in die völlige ekstase geworfen zu werden. war so etwas wie luftholen vor dem zweiten abend, ohne ein warm-up zu sein. richtig fesselnd fand ich keinen von beiden, da mir der sound zu trocken war (bei ben ist das programm, bei d’julz sorgten die tiefen basslines für einen guten hüftschwung), aber das musste in anbetracht der zeit auch nicht sein.

über nina kraviz wird ja dieser tage aufgrund des ra-videos etwas debattiert. klar kann man sich fragen, ob bilder im bikini wirklich notwendig sind, um ihre herangehensweise ans auflegen oder musik generell zu portaitieren. sie wird dafür schon ihre gründe haben, ist mit der form des selbstmarketings jedoch nicht die erste und bestimmt nicht die letzte. da es in der panorama bar während ihres sets ohnehin sehr gut gefüllt war, hielt ich mich eher am rand und überließ das gaffen anderen.
einen kritikpunkt gibt es: mir war der wechsel zwischen fordernden und beruhigenden tracks häufig zu abrupt. auch habe ich mich in der letzten stunde gefragt, ob sie die spannungskurve noch einmal nach oben bewegen kann – das war da doch etwas statisch. andererseits hatte sie mich spätestens mit „afrogermanic“ auf ur wieder gekriegt. stilsicher ist sie, technisch gibt es bessere, wobei man ihr tempo berücksichtigen muss.
was ihr set trotz mancher durststrecke dennoch auszeichnet und weshalb es sich gelohnt hat, dass ich sonntag abend extra nochmal losgegangen bin, ist die tatsache, dass sie sich keinem stildiktat untergeordnet und für panorama-bar-verhältnisse sehr technoid, rauh und mit mut zum risiko gespielt hat. das mögen andere für deplatziert halten, aber ich finde rückgrat grundsätzlich sympathisch. sie könnte übrigens auch durchaus mal unten spielen, da funktioniert chicago genauso gut.

von boris und nick höppner habe ich gleichermaßen wenig mitbekommen. es deutete sich gegen 2 uhr jedoch schon an, dass boris den längeren atem haben muss. und wie ich im nachhinein erfuhr, war nicht lange nach meinem aufbruch oben schluss, während es im berghain noch bis 7 weiterging.

[berlin / 25.03.2013] so36: montech

das kam gerade kurzfristig rein, weil sebastian kökow ausfällt und ich als ersatz einspringe. daher auch mal ohne flyer, weil er darauf noch erwähnt ist.

montech

ablauf
23h00: hawkinson
03h00: auddie live
04h00: stype ableton-set

eintritt
5 euro

review

gleich vorweg muss ich zugeben, dass ich mich mit dieser nachbetrachtung etwas schwertue. das liegt daran, dass ich mich in meiner rolle als musikalischer alleinunterhalter stets in einem zwiespalt befinde: einerseits der respekt vor der arbeit anderer, die manchmal am gleichen abend einen besseren job machen als man selbst (so wie hanno im januar vor mir), andererseits auch das stets aufblitzende dj-ego mit dem ehrgeiz, es besser machen zu wollen als der rest. schließlich will man ja einen bleibenden eindruck hinterlassen und bescheidenheit ist da manchmal eher hinderlich. der grad zur arroganz ist dabei jedoch verdammt schmal, so dass ich zumindest hier immer zusehe, kritik möglichst diplomatisch zu halten.
ich schweife jedoch ab. im so36 war ich erst gegen 2h30 und hawkinson gerade zugange, der mir mitteilte, dass sich alles etwas nach hinten verschoben hätte und ich gegen 4h15 anfangen könne. er hatte sein set schon entsprechend verkürzt, das ich nach hardwax-maßstäben als soliden „big room dj tool techno“ einordne, der seine wirkung bei den anwesenden auch nicht verfehlte. auddie hingegen (und somit zum grund, weshalb die sache mit dem fingerspitzengefühl hierbei nicht so umzusetzen ist wie vielleicht sonst) empfand ich als konzept- und zusammenhanglos. wie bereits im august 2011 ausschließlich mit hardware und stellenweise manuellem start neuer tracks, die neben dem takt lagen, aber zwingend fand ich nur ganz kurze teile, die er gleich wieder mit einem break konterkarierte, um danach richtiggehend minimal weiterzumachen. gut, ich bin kein produzent und somit fehlt mir die erfahrung als live-act, eventuell steht mir so eine harsche kritik auch gar nicht zu, aber trotz des gleichen problems (neue tracks, die außerhalb des taktes beginnen) war zumindest vor anderthalb jahren noch stellenweise der wille zum anpeitschen des publikums vorhanden. das fehlte mir fast völlig.
ich selber startete gegen 4h30 mit dem blawan-remix für „bloom“ von radiohead. nachdem ich im januar doch etwas sehr geradeaus marschierte, wollte ich meinen bei anderen so gern geforderten anspruch an abwechslungsreichtum selber in die tat umsetzen, was u.a. dank einsatz der birmingham-nyc-fraktion (surgeon / function) und dem einen oder anderen track aus der dubstep-fraktion (ramadanman / randomer) meinem eindruck nach besser gelang. es war auch nicht so, dass das publikum durch unterbrochene kicks überfordert gewesen wäre – im gegenteil. vielmehr muss ich mich fragen, weshalb ich das nicht öfter dort so handhabe. aber gut, das ist eine der tatsachen, die ich für das nächste mal mit auf den weg nehmen kann / sollte. wenn es schon bis kurz nach 7 ging, scheint das nicht der allzu falsche weg gewesen zu sein.
könnt ihr auch selbst versuchen zu beurteilen, das set ist hiermit verlinkt. konstruktive verbesserungsvorschläge, verrisse oder lob gerne in den kommentaren hinterlassen.


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[berlin / 23.03.2013] berghain: klubnacht

und schon wieder, allerdings fällt nächste woche aufgrund selbstauferlegter schonzeit zu ostern und arbeitsbedingt auch ein guter teil des april weg. primäres interesse meinerseits an blawan, truss alias mpia3 (der so herrlich brachiale acid-tracks unter’s volk bringt, dass man die guten alten djax-tage spürt) und henning baer. wird spontan entschieden, nach welchem schichtmodell ich verfahre.

klubnacht

berghain
00h00: ventress
04h00: shxcxchcxsh live
05h00: truss
08h00: blawan
11h00: shifted b2b sigha
18h00: henning baer
22h00: answer code request

panorama bar
00h00: ryan elliott
04h00: will saul
07h00: sei a
10h00: october
13h00: dj qu
16h00: anja schneider
19h00: stefan goldmann
22h00: ripperton
01h00: margaret dygas

eintritt
14 euro

review

erste ankunft gegen 5h30, mit einer erkältung im gepäck, die sich (auch in den wochen danach) nicht so wirklich entscheiden konnte, ob sie auch wirklich eine sein möchte. die ist jedoch der grund dafür, weshalb ich die besuche (ja, wieder mal zwei schichten) im nachhinein als nicht zwingend notwendig werte. liegt nicht daran, dass mir der abend gesundheitstechnisch den rest gegeben hätte, sondern an meiner eher miesepetrigen stimmung, da ich die grippe sechs wochen zuvor als erledigt betrachtet hatte und zweistellige minusgrade ende märz auch nicht gerade zu begeisterungsstürmen einluden.

neutral betrachtet war es eine klubnacht nach fast vergessenen standards vor zwei, drei jahren. keine schlange bis zum häuschen, sondern gerade mal eine zweistellige anzahl an potentiellen besuchern, die locker beim gitter platz fanden. entsprechend kurz also die zeit bis zum eintritt. drinnen war es ebenfalls entspannt, aber das tat nach der innervisions-sause auch sehr gut.
truss wirkte auf mich irgendwie demotiviert. gut, mixen ist auf dauer immer der gleiche ablauf, den man sich aber abwechslungsreich gestalten kann. lief (vergleichbar mit robert hood) stets nach dem gleichen überblendungsschema ab. stilistisch blieb in der zeit bis 6h00 auch nichts nennenswertes bei mir hängen, so dass ich der panorama bar eine chance geben wollte.
auch da fand ich will saul nicht sonderlich berauschend. klar, tanzbar war es, aber dabei fehlte mir der rote faden und das zwingende. gegen 7 uhr herum plötzlich eine wende zum wesentlich besseren, will heißen: tracks mit fetter kick, snares und groove, das lud zu mehr als kopfnicken ein. schob ich auf den wechsel zu sei a, der jedoch verspätung hatte, so dass will saul den ersteindruck mit seiner letzten halben stunde ins gegenteil verkehrt hat. sei a nahm den faden leider nicht auf, sondern schaltete wieder gefühlt zwei gänge zurück.
truss hatte kurz vor 8 (eigentlich in seiner letzten stunde, wie mir gesagt wurde) richtig an fahrt aufgenommen. beim heruntergehen lief jedenfalls bizarre inc, was schon mal einen dicken pluspunkt gibt. der eigentliche grund für meinen besuch (blawan) schoss während seines sets dann komplett den vogel ab. jedenfalls waren seine drei stunden eine kontinuierliche steigerung ohne ausflüge in dubstep-gefilde, sondern wie bereits zum warm-up im dezember zum berghain-geburtstag toolige, gerade tracks. schnell gemixt und vom tempo her ebenfalls so weit anziehend, dass er am ende bei heutzutage sportlichen 142 bpm angelangt war. erstaunlich, wie gut das beim publikum funktionierte, das sich in den letzten jahren doch an anderes gewöhnt haben dürfte. bin nach seinem set dann doch ziemlich zufrieden nach hause zur erholung.

wiedergekommen bin ich kurz vor 18 uhr, da ich henning baer bereits zwei mal dort verpasst habe und dies nachholen wollte. dabei bitte nicht von der tatsache täuschen lassen, dass ich die nachbetrachtung zum 26. januar mit forward strategy group am rande der tanzfläche mit meinem smartphone geschrieben habe. langweilig war das set keinesfalls, aber aufgrund der pseudo-erkältung und dem blawan-set im hinterkopf war es wirklich schwer, mich zum tanzen zu motivieren. lag also an mir und keinesfalls am set, das sich stilistisch zu großen teilen beim berghain-standard etablierte, aber dann doch mit einigen älteren sachen garniert war (der dave-clarke-remix zu „dream on“ von depeche mode beispielsweise).
stefan goldmann oben melodisch und der uhrzeit angemessen, will heißen: nicht zu anstrengend, sondern gemütlich unterhaltend, ripperton langsam und sexy – jedenfalls in der viertelstunde, die ich von ihm mitbekommen habe, bis ich gegen 22h30 endgültig gegangen bin.

unter neutralen gesichtspunkten also ein normaler berghain-sonntag ohne extreme, mit einer ganz schweren blawan-breitseite und einem erneut positiven eindruck von henning baer. rational betrachtet hätte es jedoch auch nicht geschadet, den sonntag anders, irgendwie gesünder zu verbringen.

[berlin / 17.03.2013] berghain: innervisions – lost in a moment

zu erwarten sind zustände wie zu silvester. außer karenn, marcel dettmann und rødhåd mache ich mir keine pläne, sondern freue mich lieber darüber, am montag nicht arbeiten zu müssen.
und natürlich: ja, schon wieder.

innervisions – lost in a moment

berghain
00h00: gerd janson
04h00: karenn live
05h00: robert hood
07h00: aiken
10h00: alex.do
13h30: benjamin damage
16h00: dvs1
20h00: marcel dettmann
00h00: rødhåd

panorama bar
00h00: monkey maffia
05h00: roman flügel
09h00: dvs1
13h00: schwarzmann live
14h30: dixon
19h00: âme live
20h00: marcus worgull
23h00: petre inspirescu
02h00: âme / gerd janson

eintritt
14 euro

review

ob es an der witterung, dem gewöhnungseffekt oder der zügig und effizient arbeitenden tür lag – trotz der wohl vorhandenen fülle war es zumindest im berghain stets erträglich. dort fand sich auf der tanzfläche immer ein platz, was zugegebenermaßen von der panorama bar nicht behauptet werden kann. da war während des dixon-sets kein durchkommen an der bar bei den sofas.

sichtbare neuerungen:

  • die ausgewechselten monitorboxen im berghain. auch immer noch von funktion one, dafür sind an den seiten nur noch hoch- und mitteltöner montiert, in der mitte eine kombination aus beidem, für den bass sorgt ein subwoofer unter dem pult. die sorge bezüglich rückkoppelungen oder springenden nadeln liegt nahe, erwies sich jedoch den ganzen abend über als unbegründet.
  • zwei stroboskope unter der live-act-bühne im berghain. simpel, aber effizient. blendet beim direkten hinschauen, aber das ist auch irgendwo sinn der sache.
  • die varilights an der rückseite kamen dieses mal irgendwie besonders zur geltung.
  • im treppenhaus besteht das „rudel“ jetzt aus marquardt-bildern der resident-djs.

hatte mich erneut für den zwei-schicht-betrieb entschieden, wobei die erste mit ihren gut vier stunden von kurz nach 1 bis kurz nach 5 fast schon als aufwärmübung zu verstehen ist. die schlange war zu dem zeitpunkt schon ansehnlich bis fast zum häuschen und der nachschub an publikum somit gesichert. der blieb auch erstmal im berghain bei gerd janson hängen, der eine schöne mischung aus chordigen, melodischen tracks sowie den einen oder anderen klassiker spielte. so habe ich dort endlich einmal die „m5“ gehört. er hatte also das glück, welches bereits diversen warm-up-djs vor ihm zuteil wurde: die meisten besucher fanden erstmal nicht den weg nach oben, sondern direkt den weg zu ihm auf die tanzfläche. war für monkey maffia zwar schade, da sich bis nach 2 uhr in der panorama bar nicht wirklich was bewegen wollte, aber auch dort sah es zwei stunden später schon deutlich besser aus.
nach dem maßgeschneiderten warm-up durch herrn janson also karenn. tatsächlich ausschließlich analog, kein laptop oder mitlaufender pc, sondern live-improvisation. gnadenlose 135 bpm, dazu brachiale, aber nicht überfordernde sounds. rauh, ungeschliffen und damit einfach nur zum tanzen zwingend, so dass ich mich wie bei the advent im tresor anno 1998 fühlte. erfanden zwar das rad nicht neu, aber das ist bei dem energielevel wirklich egal, wenn der körper einem keine signale von erschöpfung geben will. kurzum: richtig klasse.

die zweite schicht geriet geringfügig länger: 15h30 bis 7h30.
auch dabei wie schon vor zwei wochen – enttäuscht hat mich niemand. dvs1 hat mich ziemlich positiv überrascht, da er zwar durchaus druck-, aber dabei auch gefühlvoll spielte. dies in dem maße, dass mir nach anderthalb stunden schon der sinn nach etwas mehr temperament stand, aber andererseits war das für die uhrzeit genau passend.
bei dixon und âme oben das übliche – man weiß bei ihnen einfach, was man bekommt. habe sie dennoch eher im hintergrund wahrgenommen, weil zu der zeit tatsächlich die vollversammlung auf der tanzfläche stattfand, an der ich nicht teilnehmen wollte. das hätte eher stress aufgrund des durchbahnens und unfreiwilligen körperkontaktes beim tanzen bedeutet.
das letzte mal marcel dettmann an ort und stelle war ja leider schon etwas her, meine vorfreude daher recht groß, und die wurde vollkommen erfüllt. zur hälfte mit alten platten aus dem archiv und dem subtilen aufbau, der ihn so auszeichnet. hat also nichts von seinen qualitäten eingebüßt und mich über seine vier stunden gefesselt. tolles licht während seines sets im übrigen.
auch rødhåds set reiht sich nahtlos in die reihe des verdammt hohen niveaus an diesem abend / tag / wieder abend ein. war schon von etwas düsteren industrial-angehauchten flächen geprägt, aber dabei nicht zu dystopisch und vor allem inhaltlich sowie dramaturgisch sehr geschlossen. er hat eher einzelne druckvolle tracks gespielt, um akzente zu setzen und mehr wert auf tiefe gelegt. das hat über seine siebeneinhalb stunden hinweg auch bestens funktioniert, so dass die meute nach „space invaders are smoking grass“ von i-f als zugabe beschwingt nach oben oder – wie meine wenigkeit – im positiven sinne erschöpft nach hause gegangen sind.

meine hitliste, müsste ich eine benennen: karenn, marcel dettmann, rødhåd (sehr dicht dahinter), gerd janson und dvs1 (auch ungefähr gleichauf). wie gesagt: alles auf extrem hohem niveau und mit einer stimmung, die mich ab sonntag abend gut mitgerissen hat, wo sich der bis dahin eh trotz des besucheransturmes in grenzen haltende stress völlig auflöste. dafür mal wieder ein dankeschön an die tür, die sich sowohl früh als auch spät äußerst entspannt gegenüber dem zu erwartenden durchlauf präsentierte – zumindest drinnen. aussortiert wurde draußen meinem eindruck nach ganz schön fleißig.
allerdings ist es bei mir wohl soweit: diese dimensionen nehme ich fast schon als standard wahr. kann aber auch an meinen häufigen besuchen der letzten wochen liegen, so dass ich schon recht froh bin, noch die avian-nacht mitzunehmen, um danach etwas pause zu haben. soll ja auch für den schlafrhythmus nicht so schlecht sein.

[berlin / 09.03.2013] festsaal kreuzberg: 4 jahre & good bye horst

an sich hatte ich mir vorgenommen, das wochenende eine auszeit zu nehmen. aber da ich mich dem horst doch verbunden fühle und mich darüber freue, dass der festsaal ihm die gelegenheit für jubiläums- und abschiedsfeier zugleich bietet, werde ich doch einmal vorbeischauen – zumal das letzte mal shackleton schon etwas her ist.

horst20130309

eintritt
10 euro

ablauf
00h00: peter a.
01h00: frieder klaris
02h00: katovl menovsky
03h00: dj flush
04h00: shackleton live
05h00: elisabeth
06h00: herr sauer
07h00: hops b2b sotofett

review

wie der horst als club, so war auch diese feier eine sehr persönliche. auf der leinwand hinter der bühne lief den ganzen abend über eine foto-slideshow mit bildern aus dem club, in erster linie nahaufnahmen vom personal. das trug sehr zum wir-gefühl bei.
an sich habe ich nur einen kritikpunkt, der teile des publikums betrifft. diese spezies eroberte sich (in welchen zuständen auch immer) einen platz auf der tanzfläche, der direkt neben einem liegt, ohne dabei zu merken, dass ein quadratmeter weiter rechts genügend freiraum ist. können aber auch anzeichen einer sich bei mir abzeichnenden typisch deutschen handtuch-auf-der-liege-mentalität sein.
ansonsten: tolle buttons zum verkauf, von denen ich mir zwei gesichert habe, ebenfalls sehr schöne sets aller beteiligten (jedenfalls bis kurz nach 7 uhr, als das heimische bett rief). hatte zunächst aufgrund der kurzen sets bedenken, dass es stilistisch und damit auch von der dramaturgie her eher kraut und rüben gibt. aber das war erstaunlich homogen, obwohl shackleton nach wie vor in seiner eigenen liga spielt – wahnsinnige basslines in der letzten viertelstunde.

das könnte der auftakt für diverse parties im exil gewesen zu sein. im kater holzig fand der horst am osterwochenende im fischritzler ebenfalls ein quartier. und nach den sommerausflügen in den garten des about blank in den letzten jahren bleibt zu hoffen, dass sich daraus eine tradition (und am ende hoffentlich ein neuer club) etabliert.

[berlin / 15.03.2013] suicide: killekill 011 record release

james t. cotton hat ziemlich detroitig-jazzig-housige tracks eingereicht und killekill sie vor ein bis zwei wochen als vinyl veröffentlicht. zur feier des anlasses spiele ich auf dem holzfloor.

killekill20130315

club
anfang: dj flush
hauptrolle 1: james t. cotton
hauptrolle 2: traxx
ende: alienata

lounge
von anfang bis ende: stype vinyl-set

eintritt
10 euro

start
24 uhr

review

ich bitte vorab um verzeihung, da dies eine etwas egozentrische nachbetrachtung wird. allerdings habe ich von drinnen nicht mehr als dj flush zum anfang und ihn im duett mit alienata zum ende gehört.

dazwischen lagen gute sieben stunden, in denen ich die leute auf dem holzfloor unterhalten habe. angestachelt war ich durch eine mail von flush wenige tage zuvor, der zu mir meinte, dass er nach dem warm-up drinnen nicht zwingend nochmal draußen spielen müsste. das weckte natürlich den ehrgeiz in mir, auch mal mit etwas überlänge zu spielen, obwohl ich das öffentlich noch nie gemacht hatte.
natürlich kam auch das gewissen ins spiel: nach über einem jahr mal wieder mit vinyl spielen? dann gleich so lange? das mit größtenteils alten sachen, da ich die neuen sachen zumeist digital habe? ist gut gealterte popmusik der 1980er überhaupt das richtige? ergo: das übliche an bedenken, die aber auch bestehen, wenn ich mit ableton live spiele. mit dem unterschied, dass ich da immer noch flexibler reagieren kann, was mit zwei taschen, die insgesamt 90 platten und ein paar cds trugen, nicht so wirklich möglich ist.
plan: mit soul und downbeat so um 100 bpm beginnen und sich von dort aus hocharbeiten. das positive da draußen ist (zumindest im winter), dass es recht egal ist, ob da jemand tanzt oder die leute einen soundtrack für ihre gespräche brauchen. eventuell nahm dies etwas von den eh latent präsenten sorgen vor oder auch während eines sets und ich spielte mit dem bewusstsein, dass es eigentlich nichts zu verlieren gibt, etwas befreiter als sonst drinnen zum warm-up. dort wäre es schon etwas anderes, wenn nach zwei, drei stunden nicht mal wenigstens 20 leute tanzen. aber gut, das kam mir im suicide noch nie vor.

an sich gab es eine menge dinge, welche die sieben stunden zu einer für mich echt kurzweiligen angelegenheit machten. das fing schon relativ am anfang an, als sich jemand aus dem publikum bei mir bedankte, dass ich „groove me“ von king floyd spielte. hatte bei den alten soul-sachen an sich mit großen fragezeichen über den gesichtern gerechnet.
ähnliche erlebnisse gab es einige. die 808-state-remixe von new order auf rephlex ließen sich endlich mal beide gut unterbringen und führten auch prompt zu nachfragen. „1984“ von den eurythmics hatte leider nicht ganz den effekt, den ich mir erhofft hatte. prince scheint hingegen immer zu gehen. dazwischen gerne minimalere sachen, house, manchmal mit technoiderer und verschrobener note („geile tiere“ von dj elin endlich mal wieder gespielt).
mixtechnisch klappte es auch größtenteils, obwohl ich zugeben muss, mich an den komfort von ableton live schon gewöhnt zu haben. sicher gab es auch den einen oder anderen salat, was aber über den zeitraum zu verzeihen ist. manche kombination war auch harmonisch etwas komisch, was mir nur wieder vor augen führt, mich damit entweder eingehender zu beschäftigen oder eben bei meinen leisten zu bleiben.
ansonsten keine verbesserungsvorschläge während des sets. flush fragte zwischendrin, ob ich noch könne oder ob er für eine halbe stunde spielen solle. da war mein ehrgeiz aber schon so weit angestachelt, dass ich es erst recht wissen und bis zum schluss machen wollte. einzig einer dame musste ich den wunsch nach michael jackson abschlagen, von dem sich tatsächlich keine einzige platte in meiner sammlung befindet.
scheine also aus publikumssicht ein bisschen was richtig gemacht zu haben. so ab 3h war der füllgrad jedenfalls konstant und der wechsel zwischen pop, (tech)house und chicago wurde bereitwillig mitgemacht. kann aber auch etwas an dem einen oder anderen hit gelegen haben. habe jedenfalls glücklich erschöpft kurz vor 8 uhr mit der zweiten zugabe („pump up the jam“, technotronic, das zweite mal an dem abend) schluss gemacht und dann noch plaudernd alienata und flush von drinnen mitbekommen, die eine mittlerweile überschaubare besucherschar mit nicht zu aufregendem acid à la mike dearborn von anfang der 1990er oder mike dunn bei laune hielt.

ich hab’s jedenfalls sehr genossen und würde es auch auf eine wiederholung ankommen lassen. aus gründen des perfektionismus bleibt das set dennoch unter verschluss, bzw. nur denen zugänglich, die an dem abend auch im publikum waren.

[berlin / 02.03.2013] berghain: klubnacht

function hat ein album gemacht, das erscheint auf ostgut ton, der anlass wird mit einem line-up zelebriert, nach dem mir das „ja, schon wieder.“ als eingeständnis, mich nicht genügend um alternativen im nachtleben zu bemühen, nicht schwerfällt.
das mit dem zurechtlegen eines planes wird hier jedoch schwierig. warm-ups von pete sind immer eine bank und surgeon an sich sowieso. andererseits würde ich auch gerne svreca und das house-set der beiden new yorker im berliner exil (adam x und function) mitbekommen. das ist allerdings konditionell nur schwer zu bewältigen, so dass ich mir den sonntagmittag als ziel setze, den laden zu verlassen.

klubnacht

berghain – function record release party
00h00: pete
04h00: tobias. live
05h30: function
09h00: surgeon
12h00: svreca
15h00: silent servant
18h00: norman nodge
23h00: inland*

panorama bar
00h00: massimiliano pagliara
05h00: todd terje
08h00: soundstream
11h00: bill patrick
14h00: adam x & function
18h00: francis harris
21h00: ellen allien
00h00: spencer parker

*: aka ed davenport

eintritt
14 euro

review

der zwei-schicht-betrieb hat sich bei mir als standard etabliert, auch wenn dies kompromisse nach sich zieht. function hätte ich schon gerne mitbekommen, aber mir blieb ja noch sein gemeinsames set mit adam x als hoffnung, die später auch nicht enttäuscht wurde.

die erste schicht fand für mich also von 0h30 bis 4h15 statt. gründe: den stempel abholen und mal wieder pete hören, der seine bereits erprobte rezeptur (gebrochene beats zum anfang, die von geraden kickdrums abgelöst werden) einmal mehr erfolgreich einsetzte. ich hatte in der zeit keinen grund, nach oben zu gehen, um wenigstens den schlangenstatus zu überprüfen (das geht übrigens seit der renovierung der toiletten auf berghain-ebene ohnehin von den dortigen fenstern aus).

die zweite runde gab es nach einer schlafpause in den heimischen gemächern von kurz nach 9 bis kurz nach 23 uhr. auch wenn es sonst zu meinen spezialitäten gehört, das haar in der suppe ausfindig zu machen, gab es dieses mal absolut keine schwachstelle für mich im line-up.
surgeon erwies für mich mal wieder als klarer favorit des abends. es kam mir so vor, als ob er im oktober bei der downwards-nacht sein aha-erlebnis hatte, was die bereitschaft zum stilübergreifenden risiko angeht. mir blieb keine andere wahl als die tanzfläche für die drei stunden nicht zu verlassen. dennoch: besser wurden die von ihm gespielten tracks der trade-ep (darunter leider nicht der letzte) auch über die funktion one nicht.
svreca mit düsterem, industrial-lastigen techno, blieb auch konstant bei dem stil. fand ich für die uhrzeit auch in ordnung, riss mich jedoch nicht mit. ist allerdings auch eine frage meiner präferenzen, angehört habe ich mir ihn sehr gerne, zumal er mit cds und vinyl beneidenswert präzise mixte.
das exil-new-yorker-duo brachte mit der ersten stunde des sets ordentlich schwung in die panorama bar. angekündigt war ein house-set alter new yorker schule, de facto liefen auch jede menge breakbeats, hip house und auch die gute alte „we call it techno“. hatte fast schon etwas von der back to basics, auch wenn deren rahmen ein total anderer ist. stilistisch definitiv eine geschmacksfrage, auf die sich nicht alle einigen konnten, aber die auf der tanzfläche verbliebenen hatten eine menge spaß – mich eingeschlossen, auch wenn in der mitte des sets etwas leerlauf herrschte.
da ich mit silent servant nicht so recht warm werde (obwohl er technisch super ist, aber da funken wieder mal meine präferenzen dazwischen – nehme das also auf meine kappe), ging es erst zu norman nodge wieder runter, der sehr funktional mit ein paar ebm-tracks spielte. auch dies war als anlass, den abend nochmal in schwung zu bringen, vollkommen richtig so.
zwischendrin noch ein paar abstecher zu ellen allien, in der hoffnung, dass sie einen guten tag erwischt hat. war tatsächlich der fall, jedenfalls ging sie mit dem mut zur vielfalt einige risiken ein, was auch dankend angenommen wurde. hat bei mir alleine durch „loner“ von burial wieder pluspunkte gesammelt, auch die „township funk“ von dj mujava fand ich nicht fehl am platz.

dennoch war es für meine begriffe kurz nach 23 uhr genug. der eindruck von einer klubnacht ohne musikalische und atmosphärische schwächen hatte sich zu dieser zeit manifestiert, so dass ich meine kondition nicht weiter überstrapazieren wollte.

[berlin / 25.02.2013] so36: montech

spontanerweise geht es in der frühe nach kreuzberg. marcel macht ab 4 uhr den schluss, darin liegt meine motivation.

montech
marcel heese
dj rwm
francesco arancio

start
23 uhr

eintritt
5 euro

review

so spontan der besuch, so kurz die nachbetrachtung.

ankunft um 3, francesco mit dem, was im hardwax so unter „big room dj tool techno“ läuft. während des sets der einzige aufreger des abends, als marcel sein traktor-setup verkabeln wollte, was zwei male zu totaler stille führte, deren ursache sich im nachhinein nicht mehr rekonstruieren lässt.
marcel selber mal wieder als sichere bank, mit traktor, ohne timecodes, dafür zwei x1-controllern und einer schönen balance zwischen alt und neu, die bis kurz nach 7 uhr gut funktionierte. füllgrad mit potential nach oben, aber auch bei weitem nicht leer – ergo ein guter abend im so36.