monolake – track des monats: indigo_uncut

noch sind etwas mehr als zwei tage zeit, um sich das hervorragende, mehr als eine halbe stunde lange ambient-stück auf die festplatte zu holen. im januar hoffentlich mit weniger verspätung meinerseits: klick.

das wird auch zugleich der letzte eintrag für 2007. begrüßt das neue jahr so, wie ihr es gerne würdet, treibt es dabei nicht zu bunt, und ich lasse mit der dezember-bilanz wieder von mir hören.

[berlin / 29.12.2007] back to basics pt. 12

einer der termine, woran man erkennt, dass das jahr sich dem ende zuneigt. diesmal ohne tanith, dafür mit der rückkehr von roland bpm und zu allem überfluss auch noch quasi um die ecke. habe mich für die giftgrün-variante der flyer entschieden, gibt’s auch noch in grellem pink.

backtobasics12-front.jpg

backtobasics12-back.gif

bilder gibt es hier.

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[berlin / 26.12.2007] tresor: headquarter xmas packung / bonito house club

ideale gelegenheit, die in den letzten tagen zu sich genommenen kalorien abzutrainieren, für mich auch das letzte mal, dass ich das gemäuer in diesem jahr betrete.

tresor
mascon (antikonsum / berlin)
herr schneider (schaltstufe13 / berlin)
tag (berlin)
ro (berlin)
erique47 (berlin)
mike dehnert (fachwerk / berlin)

batterieraum
suzi wong (dönerlounge / berlin)
subtronic (monotone leidenschaft / berlin)
s.sic (tresor / berlin)

ab 23 uhr
5 euro

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einkäufe vom 15. juni 2007

den tricky tunes in der mainzer straße gibt es als instanz für drum&bass, dancehall, dub und artverwandtes ja schon länger. christoph fringeli hat sich mit praxis dort eingemietet, was dazu führt, dass man eine erlesene auswahl an breakcore vorfindet, wie sie in berlin selten zu finden ist. also die goldrichtige adresse für einige pflichtkäufe.

electric kettle
camels to cannibals
[peace off poff ltd 16]

setzt seine veröffentlichungen immer noch wohldosiert, und umso schöner ist es, gleich ein doppelpack von ihm zu bekommen. das rezept bleibt mit hiphop-, comic- und film-samples gleich, die beats suchen immer noch ihresgleichen, auch wenn ein knaller wie auf der „drunk & disorderly“ fehlt. von den remixen auf der d-seite gewinnt natürlich electromeca, aber auch el gusano rojo kann mit seiner noise-gabba-attacke punkten.

itty minchesta
evergreens from the walkman sect
[sozialistischer plattenbau spb12.006]

habe ich das erste mal noch im winter letzten jahres bei stamm-mitleser frank gehört, der die platte in den himmel lobte. ich gebe zu, dass ich erstmal aus dem kopfschütteln wegen der trashigen beats, sequenzen und des atonalen gesanges nicht heraus kam, für das label fand ich es eh erstmal ungewöhnlich. war aber dennoch irgendwie faszinierend, den zustand zurückzuverfolgen, in dem die tracks entstanden sein müssen, weshalb ich mir das ganze auch noch diverse male in diversen webstores als clips angehört habe. so reifte das alles in meinem hirn so lange, bis das mir einschärfte, dass ich eine menge verpasse, wenn ich die platte an mir vorüberziehen lasse.
so sollte man die ep auch lieber als hörspiel begreifen, sämtliche funktionalitätsprinzipien bis auf den zweck der verstörung außen vor und einfach mal den kopf kino spielen lassen – erst dann wird einem klar, dass man es mit einer der wichtigsten und mutigsten veröffentlichungen der letzten jahre zu tun hat. alleine die schauer, die einem beim „hamburg is nich schuld daran“-monolog über den rücken laufen, sind das geld für die platte wert. generell liegt man nicht verkehrt, wenn man das ganze als technoide punk-variante bezeichnet. dazu kann man sozialistischer plattenbau nur gratulieren!

toecutter
we topia
[system corrupt toecutter lp]

zwei zwölfzoller und eine 7-inch, woran man erstmal gewaltig zu knabbern hat, wenn man sich die mühe macht, die verbratenen samples zu zählen und danach noch zuzuordnen.
das verspricht eine menge spaß, und den macht es auch meistens – nur wenn man mich fragt, wären weniger versatzstücke stellenweise mehr gewesen, weil der flow einiger tracks ganz schön darunter leidet, wenn mal wieder nach acht takten alles zuvor aufgebaute umgeworfen wird, wo man gerade dabei ist, schön gas zu geben (auf den partygast und den schallplattenalleinunterhalter gleichermaßen bezogen). zieht man das mal aus dem clubkontext heraus, kann man sich an der flut an pop-verballhornung herrlich abgreagieren oder sich über manche ideen freuen. und es gibt immer noch stücke, die über ihre gesamte länge eine linearität bewahren, an die man sich als techno-konsument gewöhnt hat und die man damit auf eine tanzfläche loslassen könnte, sofern die überhaupt damit zurechtkommt.
einzig die „system corrupt“-samples werden – inkl. diversen zusammenhängen – etwas überstrapaziert.

p.s.: das ist damit der letzte eintrag vor weihnachten, nun endlich auch mit besser lesbarer spaltenbreite. wünsche allen lesern angenehme und ruhige feiertage mit allem, was man sich selbst so wünscht, bzw. dass sie so verlaufen, wie man es selbst am liebsten hätte.

[berlin / 21.12.2007] tresor: the usual suspects

der abend, der eigentlich für subhead gedacht war und eigentlich auch so stattfindet. jason spielt als tribut an phil alleine, was nicht nur mutig, sondern auf irgendeine art und weise auch das richtige ist. das rahmenprogramm wäre auch schon grund genug hinzugehen, aber den exzess werde ich zum jahreswechsel nachholen.

the usual suspects
tresor
subhead (tresor / uk) live
kriek (tresor mp3 mix series / berlin)
mack (tresor / berlin)
batterieraum
heiko laux (kanzleramt / berlin)
jackmate (philpot / stuttgart) live
luke (tresor mp3 mix series / berlin)

ab 23 uhr
12 euro

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[berlin / 20.12.2007] ruderclub: friends ’n‘ guests

es steht alles auf dem flyer, was man braucht. als bonus nur die informationen: die 35 bezieht sich auf das geburtstagskind, welches sich vorbildlicherweise zuletzt nennt, und die kleinschreibung bei mir ist beabsichtigt. mal schauen, ob sich an der ruderclub-anlage was getan hat und es überhaupt partytauglich voll wird.

friendsnguests.jpg

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david, fahr schon mal den wagen vor

nach den teilweise wenig erquickenden meldungen der letzten tage gibt es wieder mal was positives. nbc wird am 17. februar den pilotfilm einer „knight rider 2.0“-version ausstrahlen – in der hoffnung, dass sich wegen des publikumszuspruchs eine serie daraus entwickelt. pontiac / trans am werden dieses mal nicht in die verlegenheit kommen, eine episode mit ca. einem dutzend autos austatten zu müssen, das übernimmt jetzt ford, und die ladies müssen sich nicht mehr vor „da hoff“ auf bäume retten, sondern vor justin bruening (nie gehört), der – man höre und staune – als mike tracer den sohn von michael knight spielt.

ihr habt sicher schon bemerkt, dass man es westwärts über den großen teich immer noch nicht verlernt hat, hieb- und stichfeste drehbücher zu schreiben. was der knight industries three thousand alles auf dem kasten hat, lässt sich bei spi-on nachlesen. auf den subtil britischen charme eines devon miles muss man allerdings verzichten, da die figur im fernsehfilm „knight rider 2000“, und deren darsteller edward mulhare 1997 verstorben ist.

hoffentlich wird’s ein erfolg, auch wenn k.i.t.t. jetzt wohl weniger diplomatisch agiert, weil er mit aktuellen bond-fahrzeugen mithalten muss.

freizeitglauben schließt zum ende des jahres

sie hatten vor monaten schon eine benefiz-party im watergate veranstaltet, wo ich mich schon gefragt habe, ob es dem berliner vorzeige-laden für derzeitigen konsens-sound wirklich so schlecht geht. scheinbar wurden auch sie von der digital-entwicklung überholt, was sich rächen kann, wenn man anderweitig wenig backstock hat, was nicht nur die decks-jünger in den laden treiben könnte.

natürlich ist es schade, wenn ein plattenladen schließen muss – meine verhaltene traurigkeit über den verlust ist nur darauf zurückzuführen, dass der bersarinplatz (u.a. aus dem erwähnten backstock-mangel in kombination mit meinen stilistischen präferenzen) schon seit längerem keine anlaufstelle mehr war. manch einer wird es sicher anders sehen, von daher gibt’s die mail noch im wortlaut und der crew wünsche ich selbstredend viel erfolg als djs und labelbetreiber. das gibt’s nämlich weiterhin, also immerhin ein trostpflaster.

Hallo Alle,

ich muss Euch leider eine weniger erfreuliche Mitteilung auf diesem Wege zukommen lassen. Nach vielen Überlegungen und diversen Gesprächen habe ich mich entschieden, den Plattenladen Freizeitglauben Berlin nach nun mehr als 7 Jahren zu schließen. Viele Umstände, wie u.a. die wirtschaftliche Situation in dem Marktsegment Vinyl, haben mich diese Entscheidung treffen lassen. Natürlich tut auch mir es in der Seele weh mit anzusehen, wie physische Tonträger immer mehr ins Hintertreffen geraten und immer mehr an Beachtung verlieren. Eine lange Zeit habe ich und mein Team alles erdenkliche getan, um diesen Schritt abzuwenden oder in gewisser Weise soweit wie möglich diesen Prozess aufzuhalten oder zu verlangsamen, leider nur wenig erfolgreich.
Nun, alles findet einmal ein Ende und irgendwo auch wieder einen Anfang. Nichts ist unmöglich, sollte man stets denken. Ich möchte mich bei allen Treuen Kunden sowie bei meinen Labelkollegen, den Freizeitglauben Artists, dem ganzen Berliner Netzwerk und vor allem bei meinen Mitstreitern Velten Doering und Burger bedanken, ohne Euch hätte ich die vergangenen 3-4 Jahre wohl nicht bewältigt. Ebenso geht ein großes Dankeschön an meine Freunde der BAR25 und meinen Nachbarn, der SHITKATAPULT Familie, sowie an die STARS & HEROES Agentur. Ein ebenso großer Dank geht an alle Geschäftspartner & an die Berliner Labellandschaft, macht weiter und glaubt an Euch, es hat mir immer viel Freude bereitet, mit Euch zusammenzuarbeiten.

Ich werde mich nicht komplett aus dem Technozirkus zurückziehen, mit dem Label Freizeitglauben und auch als DJ / Produzent werde ich Euch erhalten bleiben. Der Shop wird zu den regulären Öffnungszeiten bis zum Ende des Jahres geöffnet sein. In diesem Sinne wünsche ich Euch ein wunderbares erholsames Weihnachten 2007 und ein erfolgreiches neues Jahr 2008.

Alles Liebe
Euer Freizeitglauben

r.i.p. phil wells

es gibt sicher angenehmeres, als gleich mehrere postings mit todesmeldungen zu füllen, aber im vergleich zu stockhausen sitzt der verlust einer hälfte von subhead alias dj sueme auf seine art und weise ebenso tief. die gründe sind klar: subhead verfolge ich zugegebenermaßen länger, habe sie diverse male live erlebt und es immer genossen, gerade auch weil sie vom typisch britischen schlag sind. kerle, die hart im nehmen sind (wo man sich angesichts des namens eines der subhead-sublabel seinen teil denken kann), aber dennoch (oder gerade deshalb) eine verplant-chaotische und dabei einnehmende art bewahrt haben, die sie locker auf ihre spielfreude übertragen konnten.

damit ist es jetzt vorbei. vor einigen wochen kam er bewusstlos ins krankenhaus, was mich wegen des für den 21. dezember geplanten gigs im tresor schon skeptisch werden ließ, aber einen rest optimismus bewahre ich mir immer auf. hilft manchmal, aber nicht immer. daher bleibt mir nur die erinnerung an ihren letzten gemeinsamen live-act, den sie mal eben auf die doppelte spieldauer ausdehnten, weshalb ich mich schon echt darauf gefreut hatte, das nochmal mit gutem sound erleben zu können.

es ist einfach nicht fair – exzessiver lebenswandel hin oder her. sollte einem vielleicht klar werden lassen, dass man sich an gewisse grenzen halten sollte. dennoch: mit etwas über 50 lenzen abzutreten ist einfach zu früh.

r.i.p. karlheinz stockhausen

soeben als eilmeldung bei der tagesschau und spi-on gesehen, da will ich in nichts nachstehen.

dem konventionellen konsumenten des 4/4-taktes werden seine werke unbequem im gehörgang liegen, aber die fußstapfen, die er (nicht nur) in der elektronischen musik hinterlassen hat, werden mehr als nachhaltig erhalten bleiben.

bereits am mittwoch im alter von 79 jahren in köln verstorben, nachrufe gibt es u.a. von der süddeutschen, der nzz, bei heise und auch nochmal bei spiegel selbst.