das kompressionsfieber in der aktuellen musikproduktion

ist bei radiosendern seit jahren standard – was dort als „eigener sound“ des jeweiligen senders beworben wird, ist letztlich durch equalizer und kompressoren geschickte musik. gerade im elektronischen bereich ist das als stilmittel nicht wegzudenken, wenn man die unsäglichen hardtechno-auswüchse ignoriert und sich stattdessen die labels mit hörbarer industrial-schlagseite wie zhark vor augen führt, kriegt man auch einen guten eindruck, wie man sie auch positiv einsetzen kann.
darum geht es der süddeutschen aber nicht, sondern um die populäre musik, die sich den gegebenheiten der radios angepasst zu haben scheint, und statt dynamikreicher aufnahmen einen recht verfremdeten brei serviert, worüber man sich in zeiten von mp3 und instant-stars aber als letztes kümmert. dennoch: wichtig ist es, darauf hinzuweisen, dass der detailreichtum nicht einer massiven flut an klängen geopfert werden sollte, vielmehr wären etwas filigranere klangbilder wieder wünschenswert und manch sender wäre gut beraten, mit „authentischem klang“ zu werben.

den artikel gibt’s hier.
(mit bestem dank an duck aus dem technoforum.)

[berlin / 19.01.2008] tresor: beatbending / woitek & leyk

die rauchfrei-premiere in der köpenicker, und die hamburger sprotte ist neben dem garanten für tiefe basslines auch wieder im hause. da kann ja nichts schiefgehen.

tresor
neil landstrumm (planet mu / edinburgh) live
kriek (tresor / berlin)
mack (tresor / berlin)
batterieraum
remute (dial / hamburg) live
woitek & leyk (berlin)

ab 23h
12 euro

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[berlin / 12.01.2008] schaltstufe 13 – review

schaltstufe13_20070112_vorne.gif

schaltstufe13_20070112_hinten.gif

bevor hier jemand zu unken beginnt, dass die postings auch schon mal aktueller waren: die ankündigung sollte vorab nirgendwo auftauchen, da es an alter, gewohnter stelle stattfand. ein review lasse ich mir dennoch nicht nehmen.
war recht spät kurz nach 1 uhr da, kam mir aber immer noch sehr früh vor, weil im barbereich zwar eine menge, auf der tanzfläche dafür sehr wenig los war, obwohl mascon sich mit gewohnter klasse darum bemühte, den abend in schwung zu bringen. muss zugeben, dass ich schon meine zweifel hatte, ob das noch etwas wird, aber bei mack sah das ganze ein bis anderthalb stunden später schon anders aus. könnten sich einige minimal-djs mal abgucken, wie knarzig und fordernd sets klingen können, brachte jedenfalls laune. hanno setzte das auch mit etwas mehr funk fort, spielte irgendwann im letzten drittel ein rage-against-the-machine-bootleg, gefolgt von einer runde dubstep, die für mich sogar sehr angenehm war. lag daran, dass er keine platten spielte, die mit den sägezahn-basslines protzten, sondern eher in richtung grime anzusiedeln sind.
danach natürlich erstmal kriek in gewohntem stil, zwischendurch noch einmal mack, etwas härter als zuvor, dann noch baeks am vormittag gegen 11 uhr, der wieder feine perlen aus vergangenen zeiten aus dem case holte. das konnte mich dann trotz etwas müden beinen wieder zum tanzen animieren.
deko: wie gehabt, aber sieht man dennoch immer wieder gerne. neu waren die kleinen schilder, deren texte auf die 13 bezug nahmen. eine ebenfalls nette idee war der nichtraucherraum, der nicht beheizt wurde, nur die bar platzte gegen 3 bis 4 uhr aus allen nähten, aber auch verständlich, wenn ständig für knabbernachschub gesorgt wird.
war mal wieder toll. rein rechnerisch wieder im april, wäre auch an gleicher stelle wieder schön – wegen tischtennis natürlich. bis dahin kann ich mich an meinem jetzt grauen fanboy-shirt erfreuen, was mir auch endlich von der größe (xs) her steht. der vorrat an schwarzen ist so gut wie erschöpft, bzw. durch meine umtauschaktion um eines in größe s reicher. die b&c-shirts fallen doch ziemlich groß aus…

mark butler über klangklötzchenschieber

ja, bodenständig 2000 haben spuren hinterlassen. mark butler kam mir gerade letzte woche im rahmen eines seminars zu gehör, dann entdeckt michaelrio auf electronic culture einen artikel bei der taz, und ihr habt mal wieder etwas sekundärmaterial zu lesen. wer also immer schon argumentationsgrundlagen für den track als neue struktur gegenüber dem song sammeln oder seine plattenkaufsucht nebst auflegerei rechtfertigen wollte, ist zur weiterbildung herzlich willkommen.

klick.

r.i.p. ron murphy

das hört echt nicht auf in letzter zeit…

finde auf die schnelle auch nicht sein geburtsjahr, damit ich wenigstens das todesalter angeben könnte. jeder mit ein paar detroiter platten im regal wird ihm bewusst oder unbewusst begegnet sein. letztere gruppe kann sich hier schlaumachen.

die meldung findet sich u.a. hier, einen nachruf gibt’s bei der taz.

nachtrag (03.03.2008): dank low res gibt’s geburts- und todestag. geboren am 3. märz 1948, gestorben am 12. januar 2008.

bilanz dezember 2007

die besten wünsche zum neuen jahr gab’s schon, daher nur noch fakten.

auf dem blog gab’s 9040 aufrufe (291 pro tag – recht konstant also), 3714 besuche, also gut 41% – die haben wiederum abgenommen.

folgende suchbegriffe führten die leute am ehesten hierher (mit der neuerung, dass ich ähnliche suchbegriffe mal zusammenfasse):
1. stypeblog (kann mich nur wiederholen: wow. 7 nutzer kamen auf die weise hinzu.)
2. berghain berlin (2 anfragen. rechnet man alle anfragen, die mit dem club in verbindung gebracht werden können, zusammen, käme man auch locker auf 7.)
3. berghain geburtstag (trägt mit den 2 anfragen seinen teil dazu bei.)
4. charlie_150 (ach ja, da war in der galerie irgendwas. das internetcafé in der zimmerstraße scheint es, genau wie die schulungseinrichtung, auch noch zu geben. ob noch unter der selben leitung, kann ich nicht sagen.)
5. dissonanzstudien stype (spannend, nicht wahr? waren aber auch zwei anfragen.)
noch ein paar interessante hinterher:
6. phil wells würde mit allen varianten auf sechs anfragen kommen, das sollte nicht unerwähnt bleiben.
7. itty minchesta schlägt auch mit zweien zu buche.
8. aldi öffnungszeit weihnachten (liegt mit einer anfrage einsam auf platz 14, ist aber für die statistik dennoch ganz lustig.)

ich wiederhole mich: zieht euch warm an!

[berlin / 01.01.2008] berghain: klubnacht

wenn schon clubbing zu silvester, dann wenigstens nicht im pulk mit den anderen, die zwei stunden in der kälte stehen, um endlich spaß haben zu können, sondern später, während die anderen ihren kater auskurieren. damit ein frohes neues jahr!

klubnacht
berghain
01h00-05h00: marcel fengler
05h00: rummelsnuff & shamov present: vollnarkose!
05h00-09h00: ben klock
09h00-13h00: andre galluzzi
13h00-17h00: marcel dettmann
17h00-ende: len faki
panorama bar
01h00-04h00: dinky
04h00-07h00: aaron carl
07h00-09h00: prosumer
09h00-12h00: cassy
12h00-14h00: steffi
14h00-17h00: nick höppner
17h00-20h00: margaret dygas
20h00-22h00: boris
22h00-ende: tama sumo / nd_baumecker
lab.oratory
01h00-04h00: prosumer
04h00-07h00: steffi
07h00-10h00: tama sumo
10h00-13h00: nd_baumecker
13h00-ende: boris

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