update auf wordpress 2.0.5

das erste posting unter der neuen version.

dazu kam es nur, weil ich wegen einer seit gestern abend und heute ansteigenden anzahl an nicht gefiltertem spam die neue version des math-comment-spam-plugin installieren wollte, was unter 1.5 auch theoretisch klappte, nur ließ es sich darunter nicht konfigurieren. eine alternative tat sich mit captcha! auf, aber selbiges problem. beide verfügen über ein eigenständiges konfigurationsmenü, weshalb man nicht mehr in irgendwelchen php-dateien herumeditieren muss – klingt gut, der haken dabei ist, dass es nur ab den 2er-versionen funktioniert.
also ein herz gefasst, die aktuellste version gesaugt, mich dran erinnert, dass das update von 1.0.2 (damals noch bei packts.net) auf 1.5 auch nicht so dramatisch war und ein aktuelles backup der datenbank auf dem rechner gesichert. die restlichen schritte sind denkbar spektakulär: zip entpacken, dateien in der verzeichnisstruktur in das bisherige installationsverzeichnis laden, alles überschreiben lassen, das update-script laufen lassen – das war’s.
eine schrecksekunde gab es nur, als auf einmal keiner der einträge mehr zu sehen war, aber das übel saß lediglich in einem veralteten plugin, was auch ohne umwege vom server flog (würde euch sonst sagen, wie es heißt). also: unbedingt den punkt in der anleitung beachten, dass alle plugins vor dem update besser deaktiviert, und danach erst stück für stück wieder in betrieb genommen werden. die gelegenheit kann man gleich dazu nutzen, auch da etwas frischen wind reinzubringen. ist bei dem bereits erwähnten mathe-plugin auch geschehen – und es funktioniert. alleine dafür hat es sich gelohnt.

und auch sonst, weil die 2er-version nicht nur mit einem schicken neuen layout oder grafischen konfigurationsmöglichkeiten glänzt, sondern auch mit einer vorschaufunktion für die postings, die zwar bisher auch schon vorhanden war, jetzt aber in einem frame geladen wird, der auch noch das aktuelle theme berücksichtigt. links – und das wird einige freuen – lassen sich jetzt bereits innerhalb des postings ohne a-href-tags so editieren, dass sie in einem neuen fenster geöffnet werden, also gleich mal als drohung an alle: so läuft das ab heute immer. die postings davor werde ich aber nicht anpassen. auch klasse ist das upload-script gleich unter dem fenster für den entwurf, ohne dass man jetzt zwei browser-tabs bemühen muss wie bisher, und bei der auswahl der themes sind jetzt auch kleine vorschaubilder möglich (sofern das theme sowas implementiert hat). es müsste alles wie gewohnt funktionieren. den theme-switcher habe ich im very-simple ganz nach unten verbannt. weiß nicht, wieviele von euch hier mit einer der alternativen unterwegs sind, aber falls ja, passe ich das bei denen auch noch an. neue werde ich wohl erstmal nicht integrieren, weil die hier seit eh und je vorherrschende schlichtheit mich immer noch überzeugt.
gut, so offensichtlich sind die änderungen für den leser zwar nicht, wollte es euch trotzdem wissen lassen (besonders diejenigen, die heute so gegen 19:30 bis 20:00 hier vorbeigeschaut haben).

einkäufe vom 21. oktober 2006

mal den kleinsten aller stapel abarbeiten. erster besuch im audio-in, überaus lohnenswert, des weiteren noch mitbringsel von marvin und wheezer (besten dank an euch beide!).

love inc.
r.e.s.p.e.c.t. remixes
[sm:)le sm-9006-0]

entgegen aller discogs-behauptungen ist mein vinyl schwarz, soll ja eh am besten klingen.
das original hat sich die bezeichnung „klassiker“ redlichst verdient, muss hier wohl nicht weiter vorgestellt werden. hatte den track bislang einfach nur nicht. „cosmic indifference“ ist im prinzip das selbe, nur ohne fläche, mit mehr acid und vor allem schneller.
neu war mir, dass luke slater als planetary assault systems einen remix beigesteuert hat, und da groovt alles ganz locker entspannt vor sich hin, aber die intensität des originals erreicht er lange nicht. gutes tool, trotzdem. bei der air-liquide-version sehe ich nicht so schnell die chance, damit wirklich warm zu werden.

ian pooley & jaguar
two space cowboys on a bad trip
[force inc. music works fim 102]

ian pooley und alec empire – ja, das gab’s mal tatsächlich. heute eher schwer vorstellbar. die entstehungsgeschichte ist auch ganz lustig zu lesen.
der erste track mit düsteren chords und einer von einem filter bearbeiteten sequenz, die trotzdem das gesamtbild stört. der zweite track (kaufgrund) befindet sich in bester gesellschaft zu temple nyc: dezente 303, unaufdringlicher, aber trotzdem fordernder beat, prädikat „jackin'“. der letzte will wieder mit dunkler bassline gepaart mit aufhellend gemeinten sequenz-sprenkseln punkten, schafft es aber zumindest bei mir nicht. der zweite teil ist um meilen besser.

spinning atoms
sub-set
[re-load records rel 94 15]

mayday „reformation“ reprise, diesmal aber daz sound, der den accelerator-remix spielte. ein nach wie vor pulsierendes, pumpendes techno-ungetüm, dessen langgezogene chords auf der vier dem ganzen auch eine schön federnde note verpassen. die anderen beiden sind dann eher futter für die trance-fraktion, die den 303-einsatz auch nicht scheut. meinen tee trinke ich lieber aus anderen tassen.

dj hooligan
rave nation
[ultraphonic 4509-98050-0]

und weiter geht’s mit der gründlichen selbstdemontage durch rave-outings. das video lief mit schöner regelmäßigkeit nach mayday-übertragungen oder generell auf viva zu der zeit, und sowas hinterlässt bei einem 15-jährigen natürlich tiefe spuren – 12 jahre dazwischen ändern auch nichts daran, dass der mittlerweile vermeintlich gereifte jüngling beim anblick dieser platte zu einem preis von 2 euro in unmittelbare glückskauf-laune ausbricht.
gut, wenn ich halbwegs objektive maßstäbe anlege: die remixe sind allesamt überflüssiger ballast, einzig der „piano mix“ (das ist auch die version aus dem videoclip) rechtfertigt die investition und lässt bestimmt all diejenigen grinsen, welche die damalige zeit auf die ähnlich naive art und weise wie ich miterlebt haben.
außerdem ist sein blick auf der cover-rückseite doch mal mindestens 50 cent des preises wert.

technotronic
get up (before the night is over)
[bcm records bcm 12400]

nein, ich habe immer noch nicht genug vom trash. „pump up the jam“ sollte auf keiner party fehlen, dessen publikum a) aus leuten besteht, die zur selben zeit wie der dj in die grundschule gingen, b) der meinung des djs nach ein bisschen mehr humor vertragen könnten oder c) einem schnurzpiepegal ist. genau so ist es bei der hier, lustig auch, dass david morales das damals schon „veredelt“ hat. zur vervollständigung fehlt jetzt nur noch „this beat is technotronic“, mehr muss von ihrem „gesamtkunstwerk“ keinen platz im regal beanspruchen.

culture beat
anything
[dance pool dan 659956 6]

ok, ich höre gleich auf, nur die eine noch.
scheint tatsächlich vor „mr vain“ rausgekommen zu sein, habe ich aber damals definitiv erst danach wahrgenommen. unglaubliches tempo, bei dem heutige minimal-platten definitiv nicht mithalten können. deshalb nimmt man für die rap-parts besser gleich notorisch simpel arrangierte chicago- oder tool-restbestände, die dadurch endlich (wieder) einen sinn ergeben können. ein jammer, dass man bei den schülern von heute damit keinen blumentopf mehr gewinnen kann…

tobias von hofsten
swinger
[mechanisms industries m1982]

vom beat her an damaligen schwedentechno angelehnt, aber die mit echo versehenen chords machen das auf der a-seite ganz interessant. würde mich wundern, wenn babba väth das damals nicht regelmäßig unter freiem himmel gespielt hat, dafür müsste die nummer nämlich immer noch genug taugen, wenn nicht alle auf den minimal-sound fixiert wären. die b-seite schielt schon fast in richtung detroit. schnittstelle zwischen robert hood und heiko laux, würde ich sagen, und das sind ja nicht die schlechtesten referenzen.
insgesamt eine platte für techno-sets, die das publikum nicht überfordern sollen, im berghain ab 11h morgens zum beispiel.

the architect
… lost in the mood
[tuning spork spork 05]

jay haze eignet sich – trotz einigen wirklich guten eps auf contexterrior – derzeit bestens, um der belanglosen minimal-schickeria einen diss nach dem anderen zukommen zu lassen, und tatsächlich glänzt die a-seite durch melodiös erzeugte langeweile. die rückseite macht aber alles wieder wett: zunächst mit einem minimal-jacker, bei dem man es fast schon wagen könnte, eine trax dazu zu mixen oder zumindest den sommer mit heißen open-airs herbeisehnt, wo sowas als warm-up laufen könnte. im letzten track werden die melodien auch so zusammengestellt, dass sich die für haze typische melancholie einstellt. gerade nochmal glück gehabt.

sixtoo
outremont mainline runs across the sunset
[vertical form vform025]

waschechter hiphop, der einmal mehr zeigt, dass ich vertical form als label für qualitätsware viel zu häufig vernachlässige und einigen kids von heute zur anregung der gehirnzellen als zwangsmaßnahme ganz gut tun würde. wer prefuse 73 mag, hat hiermit bestimmt keine probleme.

v/a
collectio vol. 2
[x-rust xrust002]

die sitzen in turku, finnland, und werfen scheinbar hin und wieder streng limitierte platten auf den lokalen markt, von denen man hierzulande nicht mal ansatzweise was mitbekommt. die artists sind ebenfalls (zumindest hier) unbeschriebene blätter und liefern auf der a-seite schön optimistischen, melodischen techhouse ab.
die b-seite ist da ruhiger und auch reduzierter, aber scheut dennoch nicht vom einsatz prägnanter bassdrums zurück. sei damit allen panorama-bar-residents oder den bereits erwähnten freiluft-plattendrehern im sommer ans herz gelegt.

cae$ar
suck my soul
[stars-music stars-007]

wieder turku, aber zumindest marko laine kennt man von djax-up. allerdings hätte damals wohl niemand gedacht, dass der eines tages mittelprächtigen techhouse machen würde…
das original hat was. zwar mit vocals, begleitender bassline, claps – an sich all den zutaten, die man hierzulande in den letzten jahren bis zur genüge gehört hat, aber dabei echt funky. der „dark dub“ trägt seine bezeichnung, zumindest was den dub angeht, zurecht.
den brecher findet man ganz bescheiden auf der b2, was man marko laine dann eher zugetraut hätte: brachial-acid, aus einem live-set geschnitten, im vergleich zur restlichen platte völlig unerwartet, kann man ohne zögern in dunklen kellern unter massivem strobo-einsatz spielen.

[2]kontakt rtw – download

hinter diesem kryptischen titel verbirgt sich nichts weiteres als ein neuer mix von richie rich hawtin, den er im laufe der minus-tour rund um den globus (womit sich auch die abkürzung erklärt) zusammengestellt hat. exklusive tracks von artists des hauses, zu guten teilen nicht so minimal wie befürchtet.

eigentlich ist es eine cd, die man im direkten kontakt mit einem der artists auf tour bekommen kann. der download ist für diejenigen gedacht, die sich nicht trauen, nicht die möglichkeit haben oder sich das gedränge auf berliner tourstopps nicht antun wollen. selbst für audiophile ohren gut encodiert, 35 minuten und 30 sekunden lang, 68,4 mb groß. hier zu kriegen.

adieu, ladenschluss

böse zungen können jetzt behaupten, dass wir damit den ersten schritt auf dem weg zur metropole gemacht haben, und ganz unrecht haben sie auch nicht. aber ich kann mich noch an zeiten erinnern, wo läden unter der woche um 18h30 schlossen und der donnerstag mit öffnungszeiten bis 20h30 was ganz besonderes war. dies auf die ganze woche bis 20h auszudehnen, war schon mal ein deutlicher schritt in die richtige richtung. wenn man bis 18h beruflich oder bildungstechnisch zu tun hat, können einem die zwei zusätzlichen stunden schon mal nützlich werden.
die debatte um eine totale freigabe loderte trotzdem immer mal wieder auf, und nun, da die föderalismusreform diesbezügliche entscheidungen den ländern überlässt, wurden hier in ungewohntem tempo nägel mit köpfen gemacht. heute (pünktlich 17 jahre nach dem mauerfall, aber auch 68 jahre nach der reichspogromnacht – sollte man auch noch erwähnen) ging das gesetz im abgeordnetenhaus durch und soll schon zum weihnachtsgeschäft gelten. im detail: von montag bis samstag gelten keinerlei beschränkungen mehr. an den vier adventssonntagen dürfen die geschäfte von 13 bis 20 uhr öffnen, sonst an weiteren sechs sonn- und feiertagen.
„noch mehr kohle scheffeln,“ höre ich einige bz-leser tönen, die auch ruhig mal was neues erzählen könnten. wer sich von der lockerung eine explosion des konsums erwartet, liegt komplett daneben. die gründe dafür liegen auf der hand, spätestens ab dem jahreswechsel noch deutlicher. weshalb ich diese entscheidung trotzdem mehr als begrüße, ist einfach die größere belebung der innenstadt, die gerade zur späten uhrzeit junge leute anzieht. manche amerikanische touristen mussten sich erst noch daran gewöhnen, nach 20 uhr hier etwas gründlicher nach einem laden mit lebensmitteln zu suchen. sicherlich werden aldi und co. jetzt nicht gleich zum 24-stunden-rhythmus übergehen und ob sich das ganze in den außenbezirken (bvg-tarifbereiche b und c) überhaupt lohnt, wird sich noch herausstellen, aber mit der erfahrung der öffnungszeiten der geschäfte im ostbahnhof im hinterkopf (montag bis sonntag 8 bis 22 uhr), sehe ich einem entspannten einkauf ohne zeitdruck im hinterkopf sehr erwartungsfroh entgegen. ob der einzelhandel das zum anlass nimmt, mehr teilzeit-aushilfen einzustellen, kann ich nur hoffen. notwendig wäre es eigentlich und würde bestimmt einigen in dieser strukturschwachen region zur bestreitung ihres lebensunterhalts nicht ganz ungelegen kommen. wenn zu deren finanzierung die preise erhöht werden, damit diese arbeitskräfte wiederum etwas kaufkraft (zurück)gewinnen, mit der sie wiederum den wirtschaftlichen kreislauf etwas in schwung bringen können, soll mir das nur recht sein.

hardwax und co. sollten die chance auch nutzen und ihre öffnungszeiten den tagesabläufen der djs anpassen, also bitte bis mindestens 24 uhr öffnen. bin echt gespannt, ob das zum hoffnungslosen chaos ausartet und man sich listen mit den jeweiligen öffnungszeiten anlegen muss, weil der aldi an der revaler straße eine andere regelung verfolgt als der am eichborndamm. außerdem, wie sich das im stadtbild niederschlägt. ich freue mich drauf.

(via tagesspiegel – mal wieder)

paket vom 06. november 2006

via ebay.

suspicious
love waves
[low spirit recordings 851 589-1]

die rave-vergangenheitsbewältigung schreitet voran, und für 2 euro sagt man zu sowas nicht nein.
die werte marusha hatte ihren (bzw. klaus jankuhns) remix im reformation-set anno 1995 in der westfalenhalle gespielt, und schon damals war ihre affinität zu breakbeats deutlich. abgesehen davon dürfte der auch heute noch zur untermalung eines werbespots mit duracell-häschen passen. der suspicious-remix und das original unterscheiden sich unwesentlich, wobei ich beides wohl bis zum anschlag hochpitchen würde, weil das erst ab 160 bpm die impulse im gehirn auslöst, bei denen man sich nur noch weiße handschuhe herbeiwünscht. raver’s nature sind von allem noch am zahmsten, gute laune machen aber alle vier.

k. hand
global warning
[warp wap 55]

erinnert sich noch jemand an das interview von kelli mit disko irgendwann 1997 oder 1998 auf viva, wo er ganz verdutzt erfuhr, dass die stimme im titeltrack ihr gehört?
die „message“ hätte genauso gut auf ur gepasst, sonst mit simpelsten mitteln produziert, die sequenz zollt eben nochmal jeff mills tribut. die rückseite beginnt mit einem seltsamen acid-track, in dem das rhythmus-pattern und die sequenz nicht so recht zusammenpassen. jedenfalls in meinen ohren. bei „edge water“ ist hingegen marschieren angesagt – monoton und stur geradeaus. aber beim mixen sollte man wegen der leicht verschobenen perkussiven elemente vorsichtig sein. zwei volltreffer, für detroit-fanatiker eh ein muss.

edge of motion
motionz beyond
[djax-up-beats 147]

auf der ist echt für jeden was dabei. eine runde schweben mit 303 im hintergrund, abfahrt ohne umschweife mit dreckigen beats und einem repetitiven ton, fiese, krachige breakbeats, reminiszenzen an larry heard, oder leicht trance-angehauchte tracks. empfiehlt sich als geheimwaffe, gerade die a-seite.

hausarbeit: transportiert das global operierende hollywood politische botschaften?

aller guten dinge sind drei und damit auch erstmal genug für heute politisiert.

dies ist die hausarbeit zum bereits im juli erwähnten seminar „die usa – einzig verbleibende supermacht“, was sich für mich durch die neuerung auszeichnete, dass jeder der teilnehmer (und das waren mit ca. 60 plus x bis zum ende mehr als genug) zu jeder sitzung in der lage sein sollte, zum jeweiligen thema ein kurzreferat halten zu können. welche literatur man verwendet, blieb jedem selbst überlassen, nur sollte man ein papier mit drei thesen verfassen, die zusammen mit der hausarbeit abgegeben werden sollten. das klingt erstmal nach schikane, führte aber dazu, dass die sitzungen sich eben nicht dadurch auszeichneten, dass vorne drei, vier, fünf leute referieren, während der rest sich dem tagträumen hingibt, sondern tatsächlich lebhafter diskutiert wurde. didaktisch hervorragend, gelangweilt habe ich mich da jedenfalls in keinster weise.
die hausarbeit ist wegen dieser thesenpapiere auch deutlich kürzer als für ein hauptseminar üblich, also gerade mal 12 seiten, locker nebenher zu lesen. eigentlich wollte ich über die wirkung politischer botschaften auf das amerikanische publikum schreiben (förderung des patriotismus – ja oder nein?), mir wurde nur bei der lektüre klar, dass abseits der vermarktungschancen bisher kaum publikumsforschung bezüglich inhaltlicher fragen in den usa betrieben wurde. daher lag es nahe, sich besser mit überhaupt vorhandenen botschaften auseinanderzusetzen, zwei außenpolitisch wichtige felder (kalter krieg, vietnam) und deren entsprechung im amerikanischen kino zu betrachten, um diese mit der entwicklung zum blockbuster-kino ab den 1970er jahren abzugleichen. klingt ambitioniert, und wenn es danach ginge, wäre eine genre-analyse wahrscheinlich passender gewesen, nur hätte die den rahmen von 12 seiten locker gesprengt. alleine der western gibt genügend material für eigene bücher her.
es ist daher „nur“ ein überblick über das mainstream-kino ab dem zweiten weltkrieg geworden, und wer das in den letzten jahr(zehnt)en beobachtet hat, wird die antwort auf die frage (ja, die überschrift der arbeit sollte tatsächlich als frage formuliert werden – wieder was angenehm anderes) auch ohne die lektüre wissen.
wer aber daran interessiert ist, wie man mit einer eigentlich kulturhistorischen arbeit in den politikwissenschaften trotzdem eine 2,0 kriegen kann (den schein habe ich mir heute abgeholt), klickt hier. ist als pdf online, zitieren: gerne, ein verweis wäre dann aber klasse.

rot-rote neuauflage in berlin perfekt

wenn ich schon die trommel für die wahl rühre, ist eine nachlese obligatorisch. ich weiß: das kommt etwas spät, allerdings wurde der poker um die posten gerade heute beendet und das wahlergebnis ist zwischenzeitlich auch amtlich.

zweitstimmenergebnisse (in klammern die differenz zum ergebnis von 2001):
spd: 30,8% (+1,1)
cdu: 21,3% (-2,5)
die linke: 13,4% (-9,2)
grüne: 13,1% (+4,0)
fdp: 7,6% (-2,3)
graue: 3,8% (+2,4)
rep: 0,9% (-0,4)
npd: 2,6% (+1,7)
wasg: 2,9% (+2,9)

wahlbeteiligung: 58%
gültige stimmen: 98% (rest logischerweise ungültig)

volksabstimmung (zur erinnerung: neuregelung von volksentscheid und -begehren):
ja: 84%
nein: 16%

den detaillierten bericht des landeswahlleiters gibt es hier als pdf.

weiter zu den senatorenposten. die spd behält davon fünf: inneres (jetzt neu mit sport), finanzen, justiz, stadtentwicklung und bildung, die linkspartei drei: wirtschaft / frauen, arbeit / soziales / migration, neu ist gesundheit / umwelt / verbraucherschutz. sie gibt allerdings wissenschaft (wird der bildung angegliedert) und kultur ab, was im klartext bedeutet, dass thomas flierl kein amt mehr bekleidet. um kulturelle belange kümmert sich unser regierender persönlich. während die personalfrage bei der linkspartei kein geheimnis mehr ist, hält man sich bei der spd noch bedeckt und möchte sich erst nach dem parteitag am 18. november dazu äußern. kurz darauf wird wohl auch der neue koalitionsvertrag stehen, aber das steht hier dann nochmal extra.

(via tagesspiegel)

tagesspiegel: kommentar zur stimmungslage vor den us-kongresswahlen

damit erkläre ich diesen montag zum politischen tag der woche.

am dienstag / mittwoch wird in den usa mal wieder gewählt. zwar werden wir uns noch weitere zwei (mit sehr viel trickserei pech noch mehr) jahre an george w. bushs anblick erfreuen dürfen, aber wie dünn die luft aus diversen hausgemachten gründen für ihn geworden ist, kommentiert christoph von marschall im tagesspiegel für jedermann anschaulich.

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