okay, so ganz „neu“ ist der laden nicht – er steht seit dem umzug von hhv.de von der revaler in die grünberger straße nur leer. gerade eben hhv.de fasst sich aber pünktlich zum record store day am 18. april 2015 ein herz und eröffnet einen pop-up-store an alter stelle in der revaler straße 9, in dem sich dann bis zum (vorerst) 16. mai 2015 wühlen lässt. vorrangig hiphop, soul und funk, aber ich habe auch so einige elektronische sachen in den letzten jahren in gutem bis akzeptablem zustand dort gekauft.
die preise der platten sollen konsequent zwischen 1 und 7 euro liegen, was wiederum den verdacht nahelegt, dass das lager von mittelmaß-restbeständen bereinigt werden soll. aber das ist ja das schöne am jagen – die überraschungen entdecken.
p.s.: für den fall, dass (wie meine wenigkeit) jemand material übrig hat, das beim besten willen nicht mehr finanziell, jedoch noch materiell restverwertbar ist, und zugleich noch folgenden wissensvorsprung hat – kennt hier jemand ein presswerk in europa, das vinyl einschmilzt, um neues zu pressen? r.a.n.d. fällt raus, die machen das nur mit von vertrieben zurückgekauften beständen. antwort gerne per mail oder in die kommentare. ich fürchte jedoch fast, dass ich die frage in unregelmäßigen abständen hin und wieder stellen werde.
letzten monat gab es das berghain-triple, im april ist das about blank dran. am letzten wochenende des monats wird der laden bereits fünf jahre alt, zuvor ist jedoch wieder staub. wie immer, erst das bild, danach der rest.
eintritt
5 euro
start
12 uhr
ablauf
10h00 nur jaber
12h00 schloss mirabell live
13h00 glasersfeld
16h00 alpha cephei live
17h00 haiku
19h30 jon hester
nachbetrachtung
fand die ganze zeit draußen statt, inklusive trennung der spreu vom weizen bzw. der schönwetter- von der hartnäckigen fraktion, die sich auch von kurzen regenschauern nicht aus dem konzept bringen lässt.
ich hab’s leider erst gegen 16h30 hingeschafft und somit noch den rest von alpha cephei mitgekriegt, der wie beim letzten mal sehr trippig spielte.
der schwerpunkt lag bei mir jedoch eher bei den sozialen aspekten, insbesondere bei der tischtennisplatte. musikalisch wollte mich nichts so wirklich mitreißen, was aber auch daran lag, dass es sich nach den regenschauern und am abend schon ziemlich abkühlte. haiku hatte mit tracks von wax oder efdemin ganz gute phasen, aber dennoch blieb ich bei der tischtennisplatte bzw. im zelt. jon hester war dagegen schon etwas zwingender und motivierte mich in der letzten stunde, bevor kurz nach 22h00 feierabend gemacht wurde, dann doch noch mit hits („groove la chord“ von aril brikha, „blackwater“ von octave one, „diabla (samuel l. session remix)“ von funk d’void, „class action“ von luke slater) auf die tanzfläche – das aber auch, um wieder wärmere füße zu bekommen.
musikalisch für mich also eher unspektakulär (obwohl ich mir hab sagen lassen, mit nur im warm-up eine menge verpasst zu haben). ich frage mich ohnehin, warum die meisten bei tageslicht meinen, es eher sanft angehen lassen zu wollen, anstatt mit treibenden tracks auf den plan zu treten. es mag vielleicht auch einbildung meinerseits sein, aber ich hatte durchaus den eindruck, dass die leute durchaus bereit für abfahrt waren.
so spielten eben club, bzw. sein garten und die leute gleichermaßen ihren charme aus. das ist im about blank sowieso immer eine verlässliche größe. auch wenn es vom kostenfaktor her riskanter ist (wobei man sich bei der staub wohl mittlerweile keine sorgen mehr machen muss, wenn nachmittags eine schlange vor dem club steht und so gegen 18 uhr der einlassstopp verhängt wird), fand ich die lösung wie im februar mit einem chillout-floor und der dunklen technohöhle schon ideal. für die nun nahenden warmen monate bietet sich der garten förmlich für dubbige oder sonstige experimente an, der rest kann bestimmt im mdf glücklich werden. ist aber eben eine frage des personals.
egal, alleine von der anzahl der besucher her scheint die staub mittlerweile für so einige eine feste bank zu sein, dass sich über sowas durchaus mal nachdenken ließe. die nächste gibt’s am langen mai-wochenende (also, dem gleich zu beginn).
ist ja nicht so, dass die letzte woche nicht gereicht hätte, aber zu gesloten cirkel kann ich nicht nein sagen. ursprünglich war noch luke slater mit seinem planetary assault systems-alias als live-act angesetzt, aber da gibt es wohl probleme mit dem pass.
wenn ich es noch schaffen sollte, höre ich mir die frau kraviz oben an, ob das set eher zündet als das vom oktober eine etage tiefer.
ach ja, bitte noch drauf achten, dass die uhren um 2 uhr eine stunde vorgestellt werden. alle slots nach dem warm-up sind dann nach sommerzeit.
berghain
00h00 ryan james ford
05h00 gesloten cirkel live
06h00 marcel dettmann
08h00 answer code request
12h00 kobosil
16h00 anthony parasole
20h00 marcel dettmann
24h00 norman nodge / mdr allstars
panorama bar
00h00 joey anderson
05h00 juju & jordash live
06h00 vedomir
09h00 dekmantel soundsystem
13h00 john osborn
16h00 nina kraviz
20h00 dinky
23h00 volcov
02h00 lakuti
eintritt
15 euro
nachbetrachtung
war erst zur letzten halben stunde von ryan james ford da, hab mir aber sagen lassen, nicht allzu viel verpasst zu haben. ließ sich bereits in der wartezeit an der garderobe erahnen, dass er lieber auf nummer sicher und hittig spielte. ein wirklicher fluss fehlte mir da jedoch. das war bei gesloten cirkel schon besser, der im gegensatz zur paranoia im about blank ein gutes halbes jahr zuvor keine technischen probleme hatte, für einen guten teil des sonntagnacht-publikums aber etwas zu anstrengend war. wirklich fordernd wie beispielsweise karenn war es zwar nicht, aber das musste es auch nicht – die notwendige abwechslung war jedenfalls gegeben. bei herrn dettmann im anschluss sowieso, auch wenn zwei stunden echt zu kurz für ihn sind und ich mich nach dem set von answer code request fragte, warum man ihn nicht einfach vorverlegt hat. wenn er so weitermacht, wird er zu einem der residents, wegen denen ich extra hingehen werde – so gut fand ich es.
kobosil und john osborn wollte ich eigentlich zu gleichen teilen mitnehmen, war dann aber doch eher aus gewohnheit bei kobosil unten, was aber john osborns leistung in der panorama bar nicht schmälern soll.
dann also nina kraviz, die neben dem panorama bar-standard mit rane mp 2015 ihr eigenes setup mit zwei mks, xone:92 und drei (vier?) cdjs bekam, was von oben in der galerie schon imposant aussah, was die acht cdjs nebeneinander angeht. mag man als allüren abtun, aber was das ergebnis angeht, stand ich insbesondere in der letzten stunde des sets nur da und dachte mir nur, dass sie im vergangenen oktober unten genauso hätte spielen sollen – dann wären keine wünsche offen geblieben. es traf wohl das aufeinander, worauf man als partygänger und dj gleichermaßen hofft: große motivation auf beiden seiten und viel feedback, wenn das bemerkt wird. die luft in der panorama bar war jedenfalls am kochen und daran hatte nina wirklich einen löwenanteil, indem sie sich von house bis techno (inklusive „age of love“) vorarbeitete. irgendwie erhoffter höhepunkt des abends.
danach wollte ich eigentlich gehen, machte das aber fatalerweise etwas von marcel dettmanns tagesform abhängig, die so gut war, dass ich mir um 23 uhr sagte, jetzt auch noch den rest mitnehmen zu können. alleine für „der tod“ von johannes heil hatte sich das wieder gelohnt. nach staffelstabübergabe an norman kurz nach mitternacht war’s aber wirklich soweit – 20 stunden haben aber auch wirklich gereicht.
summa summarum: eine musikalisch und ab nachmittag/abend auch stimmungstechnisch überdurchschnittliche klubnacht mit nina kraviz als königin, answer code request als neuem anwärter auf meine resident-favoritenliste und marcel dettmann als demjenigen, der meinen aufenthalt dort mal wieder länger andauern ließ.
flüchtlinge polarisieren in berlin und bundesweit sowieso. ich mache mich selbst nicht frei davon, angesichts der vorkommnisse rund um den görlitzer park bzw. jetzt der revaler straße zu pauschalisierungen zu greifen. das camp auf dem oranienplatz und die gerhart-hauptmann-schule sowie diverse sitz- und hungerstreiks lassen die ordnungsliebende bevölkerung schnell die frage aufwerfen, was die sich eigentlich herausnehmen.
nun bin ich aber – trotz mangelnder beschäftigung mit den politischen zusammenhängen, die aufgrund der vielzahl an ländern mit verschiedenen ausgangssituationen eh so komplex sind, dass ich das nicht mal eben in der mittagspause aufarbeiten kann (und zu feierabend mache ich zumeist anderes, asche über mein haupt) – kein freund von monokausalitäten und erst recht nicht davon, leute unter generalverdacht zu stellen. gerade zu ostern (als kleinem bruder von weihnachten) kann man sich als wohlstandsgesellschaft schon wieder mal fragen, auf wessem rücken dies eigentlich beruht. das soll keine allgemeine amnestie sein, die flüchtlingen den freibrief gibt, von unserem wohlfahrtsstaat so weit es geht zu profitieren. diese misere, die sich jedoch seit monaten nicht nur in der berliner innenstadt, sondern u.a. auch im mittelmeer abspielt, zeigt jedoch in erster linie die nicht nur deutsche, sondern europäische hilflosigkeit vor dieser situation, sich akut bedrohten menschen anzunehmen und ihnen wenigstens ein gefahrloseres und somit menschenwürdigeres leben als in ihrer heimat zu bieten. wenn flüchtlinge hier proteste oder besetzungen durchführen, ist das für mich eine erstmal legitime form, darauf hinzuweisen, dass auch ihnen eine menschliche behandlung zusteht und sie nicht von vornherein als wirtschaftsflüchtlinge gesehen werden sollten.
die bewegungsfreiheit ist also eine soli-party für flüchtlingsprojekte, noch dazu in dem club, der den dafür am besten geeigneten politischen rahmen vorgibt – und ich darf einen teil dazu beitragen.
ablauf
mdf
20h00 einlass
20h30 film: vol spécial / spezialflug
22h30 señor marküsen live 23h30 pause
02h00 wide awake live
03h00 ahu
05h00 rampue live
06h00 kate miller
08h00 leaves dj-team
lobby
23h30 stype ableton-set
02h00 erik jäähalli live
03h00 lenny posso
06h00 erwan
specials
soli-tombola für sofra
fingerfood von der gerüchteküche
smoothies
eintritt
bis 23 uhr: spende
23-1 uhr: 7 euro
ab 1 uhr: 10 euro
nachbetrachtung
eigentlich hatte ich ja vor, bereits zur dokumentation im mdf da zu sein und das konzert noch mitzunehmen. aber wie das an feiertagen nun mal so ist, verschob sich das alles ein wenig nach hinten. blieb aber noch mehr als genügend zeit für den aufbau, was erwähnenswert ist, da erik jäähalli weite teile des dj-pults mit seiner hardware (darunter müsste sich die 303 und eine 707 befunden haben) okkupiert hatte und die tontechnikerin des abends schon etwas am fluchen war, warum denn niemand vorher den extra-tisch bestellt hätte, der sonst immer in der lobby steht.
war am ende aber auch nicht dramatisch. platz für meine siebensachen war noch und während des live-acts blieb noch zeit, einen cdj aufzubauen, so dass bei lennys erstem track noch der rest folgen konnte.
etwas ungewöhnlich war für mich beim warm-up der bereits gefüllte club. auch wenn die lobby für die dauer des konzerts von señor marküsen noch abgesperrt war – nach dessen ende fanden die leute über die toiletten oder dann auch über die bar den weg auf den floor und begannen, mich nach der party zu fragen und wann es denn losginge. es mag ja meiner disziplin geschuldet sein, das grüne licht abzuwarten, aber das folgte auch recht pünktlich innerhalb des akademischen viertels. entschieden hatte ich mich für einen beginn, den ich schon länger im hinterkopf hatte: „zerstörte zelle“ von den einstürzenden neubauten, mit einer kickdrum von kerridges „gofd“ unterlegt (die mir in kombination mit dem simple delay in live auch weite teile des sets über gute dienste leisten sollte).
einen kleinen fehler beging ich jedoch zu anfang: da vorab kein soundcheck möglich war, dachte ich mir, dass der master 2 am xone aufgedreht werden müsse. tatsächlich hörten die leute in den ersten anderthalb bis zwei minuten nur das, was aus den monitorboxen kam. relativ geistesgegenwärtig den master 1 aufgedreht, dann klappte das auch mit den leuten abseits des dj-pults.
weiterhin ungewohnt (wenn auch erhofft): innerhalb von zehn minuten eine volle tanzfläche zu haben, auf der die leute auch wirklich lust haben. nachvollziehbar, wenn die aufwärmrunde schon zuvor mit dem konzert stattfand. ist aber auch eine stolperfalle, es gleich zu übertreiben. hatte bereits bei der vorbereitung darauf spekuliert und blieb bei dem plan, zwar warm-up-material zu spielen, das aber tanzbar mit gar keinen ambient-ausflügen, sondern vielmehr mit einzelnen markanten tracks, die man auch als „nadelstiche“ bezeichnen könnte („unknown dialect“ von si begg / neil landstrumm auf mosquito bspw. – spiele ich eh viel zu selten). sonst eher die neue analoge schule (basic soul unit, stl, tb arthur, container) gemischt mit der alten (robert armani, damon wild, dj skull). zu meiner erleichterung ging das auch auf, so dass ich wirklich kurzweilige knappe zweieinhalb stunden hatte. das extra installierte licht mit wenigstens einem dutzend extra-glühbirnen trug dazu nicht unwesentlich bei.
den rest der feier verbrachte ich eher plaudernd, zumal ich mich wegen potentieller arbeitsverpflichtungen auf den ostermontag (die dann doch nicht notwendig waren) eh nicht so wirklich in der laune befand. das lag jedoch – muss ausdrücklich betont werden – an mir. alleine die tatsache, dass es sowohl in der lobby als auch im mdf und draußen im zelt zur besten zeit richtig schön voll war und man sich seinen weg durch die lobby gerade während der sets von erik (der mir mit seinem analogen acid-sound in der zeit, die ich von ihm mitbekam, auch sehr gut gefiel: nachzuhören bei soundcloud) sowie lenny schon bahnen musste, sollte alleine objektiver beweis dafür sein, dass das ganze ein großer erfolg war.
gegangen bin ich während erwans set und habe somit eine kleine private afterhour im blank-garten am mittag verpasst. insofern ärgerlich, weil der schlaf wegen meiner potentiell gefragten expertise kurz ausfiel und der ostermontag daher eher von latent fehlender motivation geprägt war. aber das steht alles auf einem anderen blatt. spaß hatte ich während meines sets in jedem fall und danach freute ich mich über schöne gespräche und den füllgrad, den man sich als organisator so erhofft.
da es so schön war, hier noch mein set. wie immer: rückmeldungen jeglicher art sind willkommen.
teil drei, dann reicht’s auch. nick höppner hat ein album gemacht, das wird oben gefeiert. unten gibt es besuch aus bristol, der mir im letzten jahr mit peverelist einen der besten sonntage dort bescherte, daher wird das neben pearson sound und tatsächlich scuba auch nicht uninteressant.
panorama bar
00h00 nd_baumecker
04h00 fabrice lig live
05h15 function
09h00 matthew styles
12h00 efdemin
16h00 awanto3 live
17h30 leon vynehall
20h30 nick höppner
00h30 ryan elliott
teil zwei. das line-up auf beiden etagen – ohne worte.
berghain: leisure system
00h00 puzzle
02h00 laurel halo live
03h00 richard devine live
04h00 joefarr
06h00 millie & andrea live
07h00 barker
panorama bar: electric minds
00h00 dolan bergin
03h00 move d
06h00 levon vincent
09h00 tama sumo
eintritt
12 euro
nachbetrachtung nicht, dass ich bei den ganzen festivitäten an diesem wochenende in verzug gerate, daher noch live vor ort abgeschickt.
start: 9:30
heute gingen die meisten erstmal direkt durch’s berghain in die panorama bar (die wegen der aktuellen renovierungsarbeiten an der fassade komplett abgedunkelt ist und der neue rotary-mixer von rane steht hier), das war schon mal anders als bei der electromotive force vor drei wochen.
war auch kein schlechter job, den dolan bergin dort machte. puzzle legte unten mit brachialen uk-sachen neueren datums („rough 2“ von tessela) und auch chicago („feel my mf bass“ von paul johnson, wo es sie ja jetzt wieder gibt) vor nicht mal halbvollem haus ein sehr zackiges tempo vor, bei dem ich mich fragte, wie laurel halo sich da integriert.
das ging aber ganz gut. sie spielte wesentlich technoider als ich ihr letztes album auf hyperdub in erinnerung hatte, allerdings fehlte in den tracks die dynamik und so recht aufbauen oder ineinanderfließen wollten sie auch nicht. das klappte bei richard devine aber mal wieder problemlos, der seinen modularen gerätepark virtuos bediente und nach kurzem intro direkt in die beine ging. dies auch die gesamte zeit über bei stetig anziehendem tempo. wahnsinnig gut, wieder einmal.
joefarrs set hätte genauso an einem samstag stattfinden können, so geradlinig marschierte das weitestgehend. wollte eh move d den vorzug geben, da er mit einer menge vorschusslorbeeren ausgestattet ist, aber aus irgendwelchen komischen gründen habe ich ihn mir nie gezielt angehört. hat sich aber dicke gelohnt, so treibend und soulful war das. getanzt hätte ich dazu gerne mehr, aber die kondition war zu dem zeitpunkt und gerade nach dem devine-set nicht mehr die frischeste. hab also eher zugesehen bzw. -gehört.
millie & andrea begannen auch überraschend technoid, hatten sich aber bis zum jungle-ende durch die hardcore-breakbeats, die man von „drop the vowels“ so kennt, durchgearbeitet. kriegen damit den wohlverdienten zweiten platz hinter richard devine (jedenfalls für unten).
levon vincent machte etwas techhousiger, aber nicht minder treibend als move d weiter, dabei viel eigenproduktionen. habe dadurch leider weite teile von barker verpasst, aber seine letzte dreiviertelstunde konnte ich noch genießen. viel techno mit gebrochener kick (der surgeon-remix für scuba seinerzeit war dabei), das hielt die leute bei laune und das niveau oben. abschluss nach maß sozusagen.
den wird tama sicher auch hinkriegen, aber mitnehmen werde ich das in anbetracht des sonntags nicht mehr. stattdessen: schlaf, gleich.
die donnerstage im about blank sind mir wegen der impulse stets als gut im gedächtnis geblieben. dabei gibt es mit der playground procedure eine weitere techno-reihe, für die nun weite teile der ifz-stammbesetzung anreist. ein guter grund, um freitag freizunehmen.
auftakt eines marathons im übrigen, mehr dazu dann später.
war eher ein kurzbesuch. der umfasste ca. eine stunde von fr. jpla (tooliger, austauschbarer techno mit wenig auf und ab in der spannungskurve, technisch war auch noch luft nach oben), das komplette unclean-set (experimentiell, gebrochen, gegen den strich gebürsteter techno, aber auch die erste british murder boys auf downwards sowie der autechre-remix von various artists auf fat cat ging zum schluss trotzdem – für mich in der kurzen zeit weit vorne) sowie die erste halbe stunde von subʞutan (momentan in mode seiender techno mit industrial-einschlag, aber auch ein track mit chicago-anleihen ward zu hören).
vom aufkommen her mit einer mittelprächtig gefüllten impulse zu vergleichen, insofern gutes mittelmaß – nicht mehr, nicht weniger.
klappt nun doch, dass ich hin kann.
ihr kennt das ja mittlerweile, dass es zuvor nur den flyer gibt und alles weitere dann danach. angesichts der grounded theory zuvor werde ich aber weite teile des anfangs verpassen, aber dafür wie beim letzten mal darüber hinaus zur samstagnacht bleiben. dieses mal ist es die oscillate, auf der u.a. ata, portable und abdulla rashim spielen.
auch ambitioniert, daher ohne gewähr, was sich davon am ende mitnehmen lässt.
start 12 uhr
eintritt
5 euro
nachbetrachtung
erstmal das nachgereichte line-up: lobby
12h00 kieran
14h30 erwan dj/live
17h00 caleb esc
19h30 savas pascalidis mdf
17h00-21h00 anna bolena
anwesend war ich erst so gegen 16h45, so dass ich nur das zügige und angeravte finale von erwan mitbekommen habe. caleb gefiel mir im vergleich zur vorherigen staub wieder besser, ich hab währenddessen aber weite teile der zeit im mdf verbracht. diesmal war das konzept, die party in der lobby steigen zu lassen, wohingegen anna bolena in ihrer zeit total freie hand hatte. das nutzte sie auch aus, indem sie zunächst klassik, ambient und auch etwas industrial spielte. es war nur etwas schade, dass es:
1. wie noch bei der staub einen monat zuvor in der lobby keine sitzgelegenheiten auf der tanzfläche gab und die leute daher etwas verloren auf der tanzfläche herumstanden und man daher…
2. eher an der bar platz nahm, wo wiederum die musik aus der lobby lauter war als die auf dem mdf, der jedoch wesentlich näher dran ist.
hatte jedoch auch seine positiven seiten: die stimmbänder wurden in der zeit geschont.
savas pascalidis griff dem musikalischen schwerpunkt der reihe entsprechend in die 1990er-kiste, hieß also: viel surgeon, viel luke slater, dazu noch robert hood und dj hmc, ein wenig jeff mills konnte auch nicht fehlen. gute unterhaltung insgesamt, nur schade, dass recht pünktlich kurz nach 22 uhr schluss war. das ist aber etwas, das der staub nun als letztes anzulasten ist.
entgegen der letzten male wird es wahrscheinlich umgekehrt ablaufen, sprich: früher kommen und vor dem ende gehen. aber zu monolake muss ich einfach hin.
eintritt
12 euro
nachbetrachtung
der besuch geriet tatsächlich ziemlich kurz: so ca. 1h30 bis 5h30. wie das nach einer arbeitswoche ohne vorschlafen eben so ist.
für mich war es eine grounded theory ohne ausreißer nach oben, aber auch nicht nach unten. sigha lieferte das ab, wofür man ihn so kennt, jon hester hatte den bunker für sich und war auch perkussiver unterwegs.
monolake macht immer noch tolle tracks, aber so manche übergänge im set empfand ich gerade bei ihm als miterfinder von live doch etwas sehr abrupt, wenn die rhythmussektion vom einen auf den anderen augenblick fehlte. empfand ihn dadurch nicht so sehr im fluss wie sonst. rod habe ich nur im hintergrund mitbekommen, funktional wie immer, aber beim herausgehen merkte ich, dass er die leute damit binden konnte.
auch wenn es aus veranstaltersicht etwas schade, für mich aber genau richtig war: es war bei weitem nicht die vollste grounded theory, was einfach nur hieß, dass man auf dem boiler gut platz finden konnte anstatt sich irgendwie an den rand zu stellen. dennoch war die kondition an dem samstagmorgen schon an ihrem ende, so dass der schluss von henning baer auf dem boiler beim besten willen nicht mehr drin war.
wie schon angekündigt, ist das die zweite episode für dieses wochenende.
einen konkreten plan habe ich nicht, wie ich das ganze mit regenerationspause gestalten soll. terence fixmer: das letzte mal anno 1999 oder 2000 zu einer „no historical backspin“ im alten tresor miterlebt. kann nicht schaden, sich anzuhören, wie er sich mit neuem album auf clr im gepäck so entwickelt hat.
zeitgleich duplex, und somit genau das gleiche luxusproblem wie zwischen pete und don williams.
dave clarkes podcast für residentadvisor fand ich hingegen alles andere als prickelnd, so dass ich fast geneigt bin, die pause darauf zu legen. lake people wollte ich schon gerne mitnehmen.
am besten überrasche ich mich einfach mal selbst. hängt ja auch ein bisschen davon ab, wie der freitag so wird.
berghain
00h00 pete
04h00 terence fixmer live
05h30 dave clarke
09h30 anwer code request
13h30 stenny
16h30 zenker brothers
21h30 len faki
01h30 function
panorama bar
00h00 don williams
04h00 duplex live
05h00 massimiliano pagliara
09h00 eamon harkin & justin carter: mister saturday night
14h00 new jackson
17h00 lake people live
18h30 permanent vacation dj team
22h30 juan mclean
01h30 muallem
eintritt
15 euro
nachbetrachtung
der vernunft halber: zwei schichten.
in der ersten habe ich nach knallharten wettbewerbskriterien entschieden. sobald einer der beiden einen schwächeren track spielte, ging’s nach oben. pete schaffte es dabei, mich länger im berghain zu halten als don williams oben, was aber (aktuell gern benutzte floskel) jammern auf hohem niveau ist. die härte, mit der pete bereits um 1h30 zugange war und damit das publikum binden konnte, hat mich dabei erstens überrascht und zweitens gefesselt. auch wenn er damit weniger spannungsauf- und -abbau betrieb, war der frühe energieaustausch zwischen dj und publikum und im publikum selbst, das ja sonntag früh gerne etwas zu verhalten agiert, für mich ziemlich erfrischend.
womit don williams leider zu kurz kam, dabei war er so geschmackssicher wie eh und je. duplex hatten hingegen im vergleich zu dem, was ich von terence fixmer so mitbekommen habe (big room-fach, funktional, austauschbar), klar die nase vorn. soweit ich das gesehen habe, spielten beide fast ausschließlich mit der neuen roland tr 8, eher melodisch, dabei aber auch nicht überfrachtet. hab trotzdem zugesehen, danach zu gehen und dave clarke somit nur dabei gesehen, wie er sich startklar machte.
die zweite schicht begann mit answer code request, der mit seinem set dazu beitrug, dass in der form nicht mehr viel fehlt, ihn im line-up als kriterium zu nehmen, dem berghain einen besuch abzustatten. oder anders gesagt: wenn das so weitergeht, landet er im kreise meiner lieblings-residents, wegen denen ich hingehe. idealer kompromiss zwischen funktionalität und tracks mit identifikationsmerkmalen (gerne auch aus den 1990ern, ist ja bei mir immer ein pluspunkt).
richtig gut ging es danach auch mit stenny weiter, bei dem ich mich wunderte, dass die leute bei seinen exkursionen in gefilde mit ungerader bassdrum erstens dabei blieben und zweitens danach im berghain-forum keine keulen schwangen wie noch beim livity-nachmittag im oktober. der gestaltete sein set damit so, dass ich keinen anlass sah, nach oben zu wechseln.
das gelang erst zu lake people, der sein album auf permanent vacation im gepäck hatte und davon auch so einiges spielte. „uneasy hiding places“ sparte er als hit dabei aus, und insgesamt funktioniert seine rezeptur für meine begriffe auch im freien auch besser als abends in der panorama bar.
die zenker brothers durften unten auch ihr album vorstellen, aber damit ging es mir genauso wie mit ihrem set: es atmet die tradition des dubtechno, ist dabei treibend, aber auch dies ist für mich mittlerweile so häufig dagewesen, dass mir das alleinstellungsmerkmal fehlt. das ist mit stennys produktionen und dem set an dem nachmittag wiederum anders. kann man also auf die formel bringen, dass er den zenker-brüdern für mich zumindest die show gestohlen hat. nach dem set der beiden war für mich jedoch feierabend. auf meine kosten war ich musikalisch bis dahin eh gekommen.
cookie-zustimmung verwalten
ich verwende cookies, um diese website und den service zu optimieren.
Funktional
Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.