[berlin / 15.08.2011] so36: montech

apropos „montech“ – kaum ist der mittwoch in der berghain-kantine absolviert, geht es nach einem mehr oder minder strapaziösen wochenende in der kreuzberger oranienstraße weiter. dies allerdings dezidiert geradlinig-technoid, das entspricht am ehesten dem publikumsbedürfnis.

der ablauf
anfang: suspect live
mitte: auddie live
schluss: stype ableton-set

eintritt
5 euro

start
steht zwar auf dem flyer, ich wollte trotzdem extra nochmal darauf hinweisen, dass der elektronische teil wegen der konzerte von a pale horse named death und seventh void erst ab 24 uhr beginnt. ich bin gegen 3 uhr dran.

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[berlin / 10.08.2011] berghain-kantine: killekill summer camp – killer boogie

der termin mit beteiligung meinerseits am mischpult, bzw. am midi-controller. die konstellation gab es in genau der form bereits im februar beim montech im so36.

killekill summer camp – killer boogie
23h00-02h00: stype ableton-set
02h00-ende: peter grummich / frank bean

7 euro

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[berlin / 06.08.2011] berghain: klubnacht

der erste von zwei terminen im august mit anwesenheitspflicht.

berghain: a.r.t.less nacht
00h00-04h00: sven weisemann
04h00-05h00: reel by real live
05h00-09h00: don williams vs. sebastian kramer
09h00-ende: marcel fengler

panorama bar
00h00-05h00: dinky
05h00-06h00: palisade live
06h00-09h00: mr c
09h00-12h00: roger 23
12h00-16h00: roman lindau
16h00-21h00: dj t.
21h00-ende: tama sumo

eintritt:
12 euro

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[techno-lounge-radio.com / 03.08.2011] bewegungstherapie

wenn man die eigene sendung hat irgendwie im sande verlaufen lassen, gibt es wenigstens noch idealisten, die sich einem annehmen. so werde ich am mittwoch, dem 3. august 2011, wieder im netz zu hören sein. nicht live, das set entstand ende juni (als ablenkung zum feinschliff an der master-arbeit), ist eher als herumexperimentieren mit neuerwerbungen gedacht. techno mit industriellem einschlag und recht 4/4-kompatibler dubstep. wird’s dann auch als podcast geben.

bewegungstherapie
stype ableton-set
03. august 2011, 20 bis 22 uhr

alle relevanten links finden sich im titel zur sendung.

[berlin / 20.07.2011] berghain-kantine: killekill summer camp – opening night

jawohl, es geht wieder dorthin zurück, wo alles begann. zwar nur für sechs wochen, aber die haben es vom angebot her definitiv in sich. jetzt müssen nur noch das wetter und die motivation der leute mitspielen, dann wird es bis ende august sehr kurzweilig.

killekill summer camp – opening night
daniel meteo live
acid maria
dj flush

ab 23 uhr
7 euro

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neue, in der raumfahrt erprobte sitze bei der berliner s-bahn

der öffentliche personennahverkehr dieser stadt scheint derzeit ein paar motive herzugeben. keine ahnung, wie lange die s-bahn das machwerk schon spazieren fuhr oder ob das tatsächlich als neue sitzkollektion in serie gehen soll. aber die letzte etappe auf der heimfahrt hat es definitiv verschönert.

(aufgenommen am s-bahnhof frankfurter allee, dienstag, 19.07.2011, 0:55 uhr.)

p.s.: bei der gelegenheit der tip: sofern einem an einem reibungslosen heimweg gelegen ist, sollte man die ringbahn nicht nur an den wochenenden, sondern auch unter der woche nach / gegen mitternacht meiden. zwischen gesundbrunnen und wedding durfte ich zwei mal das gleis und somit auch den wagen wechseln, ehe mich das immer weiter gedeihende ostkreuz begrüßen konnte. da summierte sich eine strecke, welche die s-bahn sonst in 15 minuten absolviert, zu einer knappen halben stunde.

komplementäre kompetenzen

schon eine interessante kombination. ist die ausbildung mit praktika im jeweils anderen feld verknüpft, was man sich analog zu den bachelor- und master-studiengängen im „freien wahlbereich“ anrechnen lassen könnte? oder sind pflegeheime seit neuestem zielscheibe von kleinkriminellen?

(fotografiert in der u5 höhe weberwiese, 15.07.2011, 23:52 uhr)

[berlin / 15.07.2011] berghain: sub:stance

schon drei jahre ist es her, dass scuba und paul spymania sowie das berghain den sprung ins kalte wasser gewagt und eine freitags-reihe etabliert haben, der wenige monate später die leisure system folgte (die feiert dann im september u.a. mit mark pritchard und venetian snares jubiläum). seitdem wurde einige male die magengrube massiert, erwartungen übertroffen oder enttäuscht – so wie das bei parties eben ist. dabei ist die sub:stance für mich tatsächlich die reihe geblieben, die mit ihrer vielfalt bereits neugierig auf zukünftige ausgaben gemacht und sich somit einen stammplatz in meinem partykalender erobert hat.
dafür vorab alles gute zum dreijährigen und den beiden initiatoren weiterhin die gewohnte geschmackssicherheit (auch wenn mala beim diesjährigen jubiläum fehlt, der laut seinem facebook-profil eine auszeit braucht. dann eben beim nächsten mal.).

berghain
00h00-00h30: scuba
00h30-02h30: mark ernestus
02h30-04h00: george fitzgerald
04h00-05h00: falty dl
05h00-06h00: dillinja
06h00-07h00: sepalcure live
07h00-ende: scuba

panorama bar
00h00-02h30: paul spymania
02h30-04h30: gilles peterson
04h30-05h15: recondite live
05h15-08h00: maya jane coles
08h00-10h30: julio bashmore
10h30-ende: john osborn

12 euro

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der „loudness war“ – entstehung, effekte, perspektiven

manch einer wird es beim musikhören von digitalen medien oder im radio, insbesondere bei produktionen aus dem mainstream-bereich, bemerkt haben: die konstant hohe lautstärke, mit der man beim werbeblock belästigt wird, hat seit einigen jahren auch einzug ins mastering der musik gehalten. damit lässt sich das gefühl erklären, dass die musik vielfach nur noch als klangbrei wahrgenommen wird, der gehör und -hirn schnell ermüden lässt, obwohl der inhalt zuweilen gar nicht so flach ist wie befürchtet.

auch beim umstieg auf das digitale djing begegnet man schneller der hyperkompression, als es einem lieb erscheinen vermag. wird wohl neben der haptik mit ein grund sein, weshalb leute wie ricardo villalobos oder zip nach wie vor auf das schwarze gold schwören. selbst jemand wie steve bug, der seit jahren traktor scratch benutzt, überspielt seine tracks lieber von vinyl anstatt die auf lautstärke optimierten dateien bei einem gängigen download-portal zu kaufen. beatport hat bspw. als platzhirsch einen gewissen mindestpegel definiert, den man – sofern einem am weiteren absatz gelegen ist – besser nicht unterschreitet.

mit den ursprüngen, den verschiedenen ausprägungen und den auswirkungen des gemeinhin als „loudness war“ bekannten unwesens hat sich earl vickers von der audio engineering society bereits im november 2010 in einem paper auseinandergesetzt. die frage, ob derartig behandelte musik (man schaue sich nur mal an, was ravels „boléro“ angetan worden ist, seite 6) tatsächlich zur ermüdung des gehörs und zum wegschalten animiert, wird zwar durch weitere mehrstufige studien beantwortet werden müssen. aber seine vorschläge zur (selbst-)beschränkung sind wenigstens diskutabel, bzw. sollten so schnell wie möglich schule machen.

das paper gibt es hier. es sind 27 seiten, technisches grundwissen kann für die lektüre nicht schaden. für mich besonders interessant waren die historische entwicklung (kapitel 2), die probleme (kapitel 3) und vor allem die empfehlungen (kapitel 5).

(via residentadvisor, die auf createdigitalmusic verlinkt haben.)

einkäufe vom 28. juni 2011

dank des zeitgewinns komme ich endlich wieder dazu, lange vernachlässigte kategorien zu reanimieren. bleep und boomkat waren die anlaufstellen (trennung durch bindestrich).

pinch
swish
[deep medi musik medi-43]

der titeltrack geisterte (wie üblich) schon länger als dubplate durch mala-sets, entsprechend herbeigesehnt wurde dessen veröffentlichung. typisch düstere pinch-tonart nach klassischer dubstep-rezeptur für die subtile abfahrt. „tunnel“ fällt mit seinem stakkato-beat bei 155 bpm etwas aus dem gewohnten rahmen, könnte sich aber für den übergang zwischen dubstep / schnellerem techno und drum & bass als hilfreich erweisen.
insgesamt gewohnt hohes pinch-niveau.
bleep-link

morphosis
what have we learned remixes part 1
[delsin mmd-r1]

einmal newworldaquarium, der dem düsteren original eine wohltuende schwerelosigkeit hinzufügt und sich damit für den einsatz am sonntag mittag in der panorama bar (bei geöffneten jalousien) empfiehlt. zum anderen just for one day (das ist niemand anderes als t++), der aus der reichlich trippigen vorlage eines seiner breakbeat-monstren mit gänzlich eigener note zimmert.
hervorragende arbeit, von beiden.
bleep-link

surgeon
breaking the frame
[dynamic tension records dtrcd2]

das erste album seit „body request“ aus dem jahr 2000. verwebt verschiedene einflüsse auf virtuose art und weise miteinander: so klingt „transparent radiation“ bspw. wie ein hybrid aus techno und dubstep mit abstrakter instrumentalmusik (frei entnommen seiner eigenen beschreibung des albums), drones gibt es ebenfalls („we are all already here“), natürlich auch seine industrial-beeinflussten techno-stücke.
natürlich keine kost, die sich so nebenbei konsumieren ließe, aber genau darin liegt die stärke des albums. gehört definitiv zum besten, was im techno-bereich in den letzten jahren passiert ist, so dass zu hoffen ist, dass bis zum nächsten album hoffentlich nicht nochmal 11 jahre vergehen. besser als cd oder download kaufen, die tracks sind auf dem vinyl verkürzt (mit bestem dank an marcel für den tipp).
boomkat-link

sleeparchive
ronan point
[tresor 243]

er hat nun auch (abgesehen von ein paar remixen) schon längere zeit nichts mehr von sich hören lassen und eine veröffentlichung auf tresor hätte ich auch nicht erwartet. aber umso erfreulicher, dass er seiner rezeptur treu bleibt, einzig der distortion-anteil bei der 808 ist deutlich erhöht.
solide arbeit, die das rad keineswegs neu erfindet, aber tresor in jedem fall sehr gut zu gesicht steht.
boomkat-link