[berlin / 22.06.2018] about blank: staub xxl

dankbarerweise eine woche vor der fusion. startet gleich freitagnacht und geht dann 22 stunden. tagsüber mit poly|motion-floor.

eintritt
10 euro

start
24h00

ablauf
lobby
00h00 john barera
03h00 zesknel
04h00 brachland
07h00 fadi mohem
poly|motion
10h00 hks97
13h00 ahu
17h00 kvrt

mdf
01h00 fr. jpla
03h00 elad magdasi
06h00 shredder
07h00 silva rymd
10h00 templeton
14h00 caleb esc
18h30 sebastian kökow
22h30 irakli / sebastian kökow

garten
08h00 i.nez
10h00 modschi & r. spinner
13h00 erik jäähalli live
14h30 emika
17h00 sven von thülen
20h00 irakli

nachbetrachtung
wo die mai-ausgabe musikalisch nicht meine baustelle war, hat dieses mal wieder so einiges gepasst – schön war’s. ein paar grad mehr hätte ich draußen ganz gut gefunden, aber damit wären wir wieder beim haar in der suppe suchen und es auf gedeih und verderb finden.
ganz klarer favorit: sven von thülen. housiger grundrhythmus, der aber auch ausflüge zu techno gestattete, wo er mich mit neil landstrumm („takks“) und erst recht tobias schmidt („easier“ – die „french revolution“ ist immer noch meine lieblingsplatte von ihm) so richtig abholen konnte. „pressure“ von gilb:r im garnier-remix passt jetzt auch nicht so schlecht in den garten und das schön zwischen chicago (relief) und brighton wildernde „gangbang’n“ von co-jack kannte ich bis zu dem set noch nicht. „kaotic harmony“ von derrick may hat das set zum schluss perfekt gemacht. (ich meine mich zu erinnern, dass savas pascalidis damit bei einer der letzten ausgaben auch schon den mdf geschlossen hat.)
emika hat aufgrund ihres zurückgenommenen breakbeat-lastigen sets auch überzeugt. darunter mit „call“ von lynx, „nucleus“ von orson & skratch, „junt“ von skee mask, „vicodin“ von instra:mental direkt danach, und da anthony shakir ja immer geht: „frictionalized“.
von irakli noch in erinnerung geblieben: „fear of music“ im chancellor-remix sowie die zugabe, wobei man mit prince bei mir eh immer offene türen einrennt – und erst recht, wenn es der „purple rain“-soundtrack ist. in dem fall „i would die 4 u“.
sebastian kökow treibend und auch mit schicker-tracks wie „horrormone“ im horrorist-remix, im original von dave tarrida, oder „riot control“ von rebekah. außerdem notiert: die b1 der rukma vimana sowie „go“ von robert hood (der ja gefühlt momentan monatlich etwas veröffentlicht, wovon beileibe nicht alles an die qualität aus den 1990ern herankommt, daher fällt so ein track schon mal durch das raster). zugabe zum schluss auf dem mdf: „raver“ von burial.
doch, es passte einiges. auch das warm-up-set von gigsta in der lobby zur anschließenden oscillate bot perlen wie „noontide“, geremixt von max loderbauer (findet man auf arjunamusic), „elephant’s easy moonwalk through the night“ von manos tsangaris und „talk louder“ von paleman (mit dank an gigsta und shazam gleichermaßen). auch simo cell ließ sich zur wiedereröffnung des mdf gut an, aber da war mir nach beinahe 12 stunden eher nach was essbarem und schlaf.

[berlin / 01.06.2018] about blank: bewegungsfreiheit #12

in diesem jahr mal nicht am ostersonntag, stattdessen als auftakt in ein langes wochenende. die generation olganitz schließt sich direkt ab samstag um 15 uhr an, es kann also jeder bleiben, der möchte. aufgrund anderweitiger verpflichtungen werde ich ab 7/8 uhr früh am samstag jedoch eine menge verpassen.

lobby
00h00 finn johannsen
03h00 cinthie
05h00 kim brown

mdf
22h00 one day today theater
23h00 pause
01h00 juho kusti
03h00 blind observatory
05h00 the lady machine
07h00 s ruston b2b golden medusa

garten
08h00 frinda di lanco
10h00 miriam schulte
12h00 max graef b2b christopher rau

hütte
01h00-07h00 quotenpudel + m hoelz

zelt
21h00 antinational embassy konzert
00h00 wearebornfree radio
06h00 dorryz

eintritt
von 20 bis 0 uhr: 5 bis 10 euro (+ spende)
ab 0 uhr: 12 euro (+ spende)

nachbetrachtung
ein einsatz auf mehreren baustellen: einkauf für die backstageverpflegung zuvor (hat schon was, mit mehreren flaschen pfeffi, sekt, junkfood und shots im großeinkauf an der kasse zu stehen). kassenschicht zu beginn, somit das theaterstück und das konzert im zelt verpasst (das glücklicherweise trotz gewitters und blitzeinschlag neben dem blank kurz zuvor stattfinden konnte), aber wenigstens einen eindruck davon bekommen, wieviele leute sich extra deswegen früher auf den weg machen (mehr als angenommen, aber der großteil wartet tatsächlich den beginn der party ab).

die sieben stunden ab mitternacht boten in mehrerlei hinsicht eine premiere: es war (wir sind auf baustelle numero drei) meine erste dezidierte schicht als künstler*innenbetreuer (werde ich fortan als alternative zum „artist care“-begriff verwenden), was aber mit der erfahrung hinter dem pult auch naheliegt. das meiste ging entsprechend leicht von der hand, im falle des wearebornfree-kollektivs bedeutete dies aber auch beschwichtigung. die waren (verständlicherweise) mit der lautstärke bzw. deren drosselung im zelt zu nächtlicher stunde draußen ziemlich unglücklich. das blank wollte jedoch kein risiko eingehen, nachdem die polizei bei der staub eine woche zuvor wegen ruhestörung vor der tür stand, das versuchte der techniker, ihnen zu erklären – mit dem resultat, dass sie weiterhin versuchten, ob da nicht noch ein paar dezibel rauszuholen wären. eine zerfahrene situation also, die darin endete, dass sie enttäuscht vorzeitig nach drei stunden abbrachen, jedoch als gäste blieben und später noch ziemlichen spaß hatten – immerhin.
alle anderen klippen ließen sich leicht umschiffen: ventilator auf dem mdf, aber nicht in der lobby, wo für finn und cinthie ordentliches schwitzen angesagt war. aber der club hatte noch einen kleinen ventilator in petto, der die situation für cinthie schon mal bessern konnte.

weiterhin nur angenehme überraschungen, sowohl in musikalischer als auch in menschlicher hinsicht. das betraf insbesondere den mdf, wo die damals noch recht frisch von brasilien nach berlin übergesiedelte the lady machine ausschließlich mit vinyl nachhaltig überzeugte („nachhaltig“ bedeutet hierbei, dass ihre nennung auf dem line-up die chancen steigen lässt, dass ich hingehe). blind observatory kam und ging unauffällig, kannte die örtlichkeiten eh und war hinter dem pult hör- und sichtbar in seinem element. mit juho kusti verhielt es sich ein bisschen wie mit donato dozzy: ähnlicher stil, bei dem mir nur vereinzelte tracks gefallen, aber von ihm super präsentiert.

gegangen bin ich tatsächlich recht pünktlich gegen 8 uhr, bekam also die zweite hälfte der party nicht mehr mit. am ende stand jedoch ein ganz schön großartiges ergebnis von 5885 euro, die sich verspenden ließen – und die erkenntnis sowie die rückmeldung(en), dass mir die rolle des künstler*innenbetreuers ganz gut liegt. das mache ich also seitdem (diese zeilen entstehen am 25. september 2019) bei der bewegungsfreiheit regelmäßig, und da es auch personelle überschneidungen mit dem team der warning gibt, wurde ich auch dort für beide termine 2019 verpflichtet.

[berlin / 26.05.2018] about blank: staub

auch die staub eröffnet die gartensaison.

ablauf

garten
10h00 gandalf
13h00 reka zalan
16h00 barbie williams live
16h45 refracted
19h30 mony

mdf
14h00 verboten
18h00 loud neighbor live
20h00 p.e.a.r.l.
adel akram visuals

nachbetrachtung
musikalisch für mich dieses mal mittelmäßig. lag aber auch mit daran, dass ich in der nacht zuvor noch organisatorisch bei einer gemeinsamen (nach-)geburtstagsfeier in der else eingespannt war und die staub als station zwischen der elsenbrücke und der am sonntag anberaumten „afd wegbassen“-demo nutzen wollte. die sozialen qualitäten des about blank und erst recht der staub wurden hier ja schon ausreichend gelobhudelt, insofern kommt da auch nie langeweile auf.

toll war die idee mit den visuals auf dem mdf mit fünf röhrenfernsehern vor dem dj-pult. barbie williams electroclashig, sang auf der bassbox im garten. bei refracted blieb mir „maze“ von actress hängen (der wie burial für mich zu den produzenten gehört, dessen tracks sich schwer unterbringen lassen), loud neighbor drinnen funktional, mony zum schluss draußen melodisch-hypnotisch und dabei technisch makellos. passt aber einfach nicht in mein beuteschema beim kaufen / auflegen, kann dafür also absolut nichts. bei p.e.a.r.l. waren „marks and emblems“ von leiras sowie „993“ von blawan (was eh ein hit ist) die höhepunkte.

[berlin / 27.-30.04.2018] about blank: acht cola acht blank

da wird einer der schönsten orte berlins schon acht jahre alt und trotzt nach wie vor dem geschehen drumherum am ostkreuz. auf dass dies noch lange so bleiben möge. werde mehrere male vorbeischauen, die gründe dafür folgen in den nächsten tagen.

der ablauf

eintritt
für das gesamte wochenende: 25 euro
tageweise: 15 euro

nachbetrachtung
aller guten dinge waren hier drei (runden).

runde 1 mit dem sektempfang und der fundsachenversteigerung ist schon eine visitenkarte der sympathie an sich. klar, irgendwie auch ein ritual, aber ich möchte das nicht missen. hab mir dann noch das konzert von kaput krauts angehört, das aber am rande. bin dann recht zeitnah rüber in die säule.

runde 2 vor dem mensch meier, wieder zu den konzerten im zelt. einstieg mit feministischem hiphop aus zwei perspektiven: bei preach um artikulation weiblicher interessen mit r&b-ähnlichem gesang (ganz grob kann man an tlc denken), bei den römischen votzen eine persiflage auf maskuline sichtweisen, indem die männer anstelle der damen gesetzt werden. und das alles in einem herrlich nöligen, betont leicht prolligem unterton. also eine ziemlich augenzwinkernde weise, einem die soziale differenz zwischen den geschlechtern zu vermitteln, wodurch der gerne mal als dogmatisch und bevormundende verschriene feminismus eine charmante note bekommt. sprich: so kommt das bei den typen an.
station 17 war dann astreiner krautrock und es spricht für das blank-geburtstagspublikum, den wechsel geduldig abzuwarten und sich von dem stilistischen wechsel nicht beeindrucken zu lassen. danach ging’s für mich weiter richtung mensch meier.

runde 3 ab sonntagabend gegen 17:30 uhr, womit ich noch die avicii-tributnummer von barnt im garten mitbekommen habe, der eine woche zuvor verstorben war. barnt hat daher „levels“ als letzten track gespielt. für -iaac- war es das letzte set, wofür er vom blank eine choreo auf dem dach bekam. einer der letzten tracks: ein remix von tocotronics „im zweifel für den zweifel“.
dann war’s auch schon zeit für dr. rubinstein. wie üblich mit viel acid und ihrem charakteristischen lächeln. da sind sämtliche befürchtungen wegen drohender überfüllung nicht eingetreten und ich habe daher schön und ziemlich unbehelligt tanzen können.

am ende also wie jedes jahr: der blank-geburtstag ist und bleibt einer der termine, die man sich am besten freihält.

[berlin / 24.03.2018] about blank: staub

vor fast genau einem jahr konnte bei ungefähr 20 grad beinahe die inoffizielle garteneröffnung stattfinden. jetzt sieht das eher nach spätwinter aus.

ablauf

lobby
10h00 t_c & sören cy
13h00 kasper melchior & henrik krog
16h00 t_c & sören cy
19h00 kasper melchior & henrik krog

mdf
14h00 prantel
17h00 nur jaber
20h00 wrong assessment

zelt
14h00 banu
16h30 gela
19h00 philipp melon

nachbetrachtung

aufgrund anderweitiger verpflichtungen (im back2back2back2… auf einer geburtstagsfeier in der radio bar spielen) musste es hier pünktlich wieder zur nächsten etappe gehen. allerdings war neben der eh beispielhaften staub-atmosphäre (gut, kann auch am menschenschlag liegen, der sich im about blank einfindet) auch die musikalische unterhaltung zwischen 16 und 21h30 passend.

die lobby war in der hand von vier jungs aus kopenhagen, die auch mit hits nicht geizten. lag aber an der konzentration von 1990er-tracks, die ich in meiner entdeckerphase gekauft habe und damit auch leicht zu identifizieren waren:
zeigen

sonst noch erwähnenswert:
philipp melon im zelt, der dort nach electro-start (dabei per shazam entdeckt: „apex predator“ von privacy) ebenfalls u.a. das beste der 1990er spielte, u.a. „life force“ von joey beltram, „down deep and cold“ von the mover, „steps to enchantment“ von jeff mills direkt darauf sowie einen remix von „amphetamine“.
wrong assessment, der auf dem mdf sehr toolig spielte, aber dabei ein beispiel für diejenigen abgab, die damit mehr als gut arbeiten können. die beiden behalte ich gerne im hinterkopf.

[berlin / 23.02.2018] about blank: staub

vor weihnachten sowie im januar ging es aus gründen nicht, aber zum fünfjährigen steige ich wieder ein.

eintritt
10 euro

start
24 uhr

ablauf
lobby
00h00 nidrev
03h00 nadine talakovics
06h00 daniela la luz live
07h30 dj skull
11h30 kwaint
15h00 hyperaktivist
19h00 anja zaube

mdf
01h00 haiku
04h00 caleb esc
08h00 richard bredicz
12h00 oliver deutschmann
15h00 the chairman
18h00 i/y

zelt
00h00 manni
02h00 bonnie li live
03h00 tónlistina
06h00 chloé lula
10h00 modschi & r. spinner
13h00 hang aoki
17h00 emika
20h00 dj detweiler

nachbetrachtung
es gab etwas nachzuholen, daher war ich auch von 10 uhr bis zum schluss im zelt (1:30 uhr) da. wobei gerade dieser schon sehr speziell war, aber dazu gleich mehr.

dj skull war eine schöne überraschung, hatte ich ihn vom 10. berghain-geburtstag noch echt gut in erinnerung. er war für meinen eindruck damals auch irgendwie konzentrierter, vor allen dingen technisch. in der lobby war stellenweise nicht zu überhören, dass da tracks auseinanderliefen, und dramaturgisch war der rote faden auch nicht immer nachvollziehbar. nun ja, tagesform eben. schöne tracks waren dennoch dabei und mit alter schule kriegt man mich sowieso:
truncate – room mode, direkt darauf dave clarke – southside und später noch „6 am“ von dj hmc.

modschi & r. spinner ergänzten sich draußen im zelt bei gemächlichem house sehr gut und banden damit auch den größten teil des publikums. ein gutes zusammenspiel also beim ping-pong, was ja beim stetigen wechsel von track zu track auch gerne mal ziellos werden kann. trotz kälte: die sonne erhellte garten sowie zelt und somit wohl auch etwas die gemüter.
hang aoki dann ganz auf electro fokussiert, dabei auch mit ein paar technischen kleinigkeiten (was jedoch der unzureichenden stabilisierung der technics geschuldet war), aber gewohnt hervorragender auswahl: silicon scally – optronic, dj nephil – white dwarf oder pi03.1 von damcase.
kwaint ziemlich toolig in der lobby, da habe ich mir nur „cock blocking beats“ von rasmus hedlund notiert. hyperaktivist führt einen mit ihrem dj-alias in die irre und ist eine dame, womit mal löblich erwähnt werden sollte, dass das line-up für diesen staub-geburtstag zu gut der hälfte aus frauen bestand. sie ganz schnörkellos und trocken, hatte die lobby damit aber fest im griff. „model t“ von steve stoll war darunter (komplett unterschätzter track, wenn man mich fragt) oder „tape 3“ von zadig.

auf dem mdf trieb ich mich kaum herum. von the chairman blieb mir bis auf die (immer noch großartige) b-seite der ersten ugandan speed trials nichts in erinnerung. bei i/y habe ich mich echt über „last voyage“ von joey beltram als code 6 oder „horses“ von voodoo child gefreut. beim vorbeigehen richtung zelt noch über „souldancer“ von heiko laux.

anja zaube spielte zurückgenommener als sonst, was das tempo anging, aber die abfahrt konnte man ein paar schritte weiter auf dem mdf haben. sie ging damit gewohnterweise in die tiefe und nahm mit manchmal nicht-durchgängiger 4/4-kick auch durchaus in kauf, dass etwas fluktuation auf der tanzfläche herrschte. wirkte sich meinem eindruck nach aber nicht negativ auf die dramaturgie aus. es war zwar nach 21 uhr ein bruch drin, der mich auf den mdf gehen und bei dem geschehen im zelt nicht zurückkehren ließ, aber das soll die qualität nicht schmälern.
auswahl: diagenetic origin – parallel realities, cleric – 2nd limit, headless horseman – sleepy hollow.

damit zu dj detweiler. wenn man puristische maßstäbe anlegt, war das ein schlag ins gesicht des publikums, das nur leicht von techno, electro oder house abweichende sounds erwartet. und an sich war das auch ein permanentes ausloten der grenzen des schlechten geschmacks bzw. der leidensfähigkeit der noch anwesenden – und gerade deshalb so gut. ich gebe zu, rückblickend war ich auch in der laune dafür und wahrscheinlich aufgrund des permanenten überraschungseffekts so perplex und amüsiert zugleich, während der großteil damit seine liebe müh und not hatte.
was gab es also? „jingle bells“ in einer gabba-version, 80s-pop mit miami sound machine, wieder mit gabba-bassdrums konterkariert, „birthday booty clap“ von dj sega, immer mal wieder hardstyle, mousse t – „horny“, direkt gefolgt von „me so horny“ von der two live crew, kid606 von hrvatski geremixt („catstep / my kitten / catnap vatstep“ – also der track, der ziemlich nach cylob klingt), „r.i.p.“ von remarc und eine gebleepte version von dj assaults „ass-n-titties“. das alles in einem technischen parforceritt, was das hoch oder herunterpitchen um mehrere dutzend bpm angeht und dabei einen schön absurden fluss erzeugend.
erforderte also eine menge humor, bot dafür aber auch einiges davon, was für mich auch der grund war, mir das bis zum schluss anhören zu wollen. aber zugegeben: nochmal brauche ich das nicht so schnell.

alles zusammengezählt war das für das fünfjährige der staub absolut würdig, auch wenn diejenigen, die sich ab nachmittag anstellten, einiges an geduld mitbringen mussten, bis gegen abend der einlassstopp kam. das führte jedoch drinnen dazu, sich zu keiner zeit unangenehm im gedränge fühlen zu müssen. auch das ein dicker pluspunkt, zugunsten einer allgemein entspannteren stimmung auf ein paar hundert euro eintrittsgelder mehr zu verzichten.

[berlin / 30.12.2017] about blank: killekill megablank

da es den megahorst ja leider nicht mehr gibt (er fehlt!), wird das megablank konsequenterweise zur nächsten station und selbige damit zum vorglühen für silvester auserkoren.

main floor (mdf)
00h00 dj flush
04h00 the exaltics live
05h00 legowelt live
06h00 exterminador

lobby
01h30 philipp strobel
03h00 coal live
04h00 philipp strobel
05h00 ossian

the third floor
01h00 alienata aka the spooky alien
03h00 tommi tokyo
05h00 planet tink b2b renegade

eintritt
13 euro

nachbetrachtung
mache ich kurz.

dj flush: übliche mixtur aus no future und groovigem dazwischen.
alienata: ist und bleibt eine der damen mit der besten auswahl.
coal: für mich eine der entdeckungen des ausgehenden jahres. das war punkrock, gepaart mit industrial, noise und auch elektronik, wobei die punk-haltung überwogen hat.
the exaltics: hälfte/hälfte, also electro/techno.
legowelt: weniger verträumt als auf manchen seiner veröffentlichungen.
licht auf dem mdf: könnte öfter so sein mit diesen led-strobos, war aber nur eine besonderheit für silvester / neujahr, in deren genuss killekill gekommen ist.

[berlin / 25.11.2017] about blank: staub

im oktober verpasst, im dezember kurz vor weihnachten höchstwahrscheinlich auch. dafür eben diese.

ablauf

lobby
10h00 kvrt
13h00 dj hirax & sarah for sure
17h00 börft djs
19h00 lars hemmerling live
20h00 kyle hall

mdf
15h30 axkan
19h00 sebastian bayne

zelt
13h00 ali arbeit
16h00 rndm
19h00 discoish.it

nachbetrachtung

eine solide staub war das, wobei in puncto techno für mich eher weniger die akzente gesetzt worden sind. sebastian baynes letzte stunde war in der hinsicht noch das, worauf ich am besten einsteigen konnte (mit „hydra“ von technasia kann ich immer sehr gut leben) und bei dj hirax & sarah for sure gab es wieder einen der augenblicke, nach einer platte zu fragen, die ich aber bereits habe (für’s protokoll: es war die predicaments 002 von dj rush & paul langley, von der ich immer nur die a-seite im gedächtnis habe – es lief jedoch die rückseite).

höhepunkte für mich jedoch ali arbeit mit house im langsam-gemächlichen tempo (notiert: maxmilion dunbar – polo und frak – synthgök) sowie die börft djs mit chicago-breitseite in der lobby (dort als lücke: cajmere – conflict). kyle hall war mir leider zu verjazzt, weshalb ich den abend drüben auf dem mdf beschloss. aber trotzdem toll von ihm, nach dem gig in der griessmühle noch die staub dranzuhängen.

[berlin / 30.09.2017] about blank: grizzlynation

nachdem ein jahr pause war, steht wieder eine der eskalativen geburtstagsfeiern an.


nachbetrachtung

(rekonstruiert am 22. juni 2019 durch lesen des entsprechenden stranges in der restrealitaet.)

war von sonntagnachmittag bis zu rampue dort. dazwischen lag ein zweigeteiltes set von anja zaube in der lobby. sie machte gegen mittag für eine stunde pause, um danach eine atmosphäre zu erzeugen, die einer staub in nichts nachstand. endlich mal wieder „paranoid dancer“ von johannes heil im original gehört.

vrilski waren der techno-tupfer zwischen zwei acts, die ich in meinen zurechtgelegten schubladen im kater blau einsortiere. drinnen wandelte cinthie die techno-vorlage zuvor einfach in ein back2back und anschließend ein solo-set mit zackigem house um.

zwischendurch war amtshilfe nötig: der koffer von schlepp geist mit seiner hardware war beim flug nicht mitgekommen, es war also neben einer soundkarte auch eine apc40 nötig. hieß: taxi herbeiwinken, zu rampue fahren, der selbst nicht da war, aber man war informiert (nur ich nicht, bei welchem namen ich klingeln musste. ließ sich unterwegs glücklicherweise recherchieren.). mir wurden zwei apcs mit den worten „eine davon funktioniert sicher“ in die hand gedrückt, der taxifahrer wartete brav, die gesamte aktion dürfte nicht mehr als 30 minuten gedauert haben.
ergebnis: alle komponenten waren rechtzeitig zusammenimprovisiert und heraus kam ein schön abwechslungsreiches set. für mich tatsächlich einer der höhepunkte der party (neben frau zaube), dem der vorangegangene stress nicht anzumerken war. bei rampue hat es bei mir dann nur noch für den anfang gereicht, aber das reichte zu dem zeitpunkt eh für die blank-top-5 für 2017.

[berlin / 23.09.2017] about blank: staub

wieder eine mit überlänge und unter beteiligung der poly|motion. angedacht ist erstmal der übliche zeitrahmen, da alles recht unmöglich mit dem anderen monatlichen pflichttermin (folgt recht zeitnah) vereinbar ist. hängt aber davon ab, wie sich das gesamte wochenende so entwickelt.

ablauf

garten
10h00 modschi
12h00 mars leder
14h00 slack hippy
17h00 esh

zelt
19h00 elliott litrowsky
22h00 renken
01h00 sling
04h00 sabine hoffmann
08h00 manfred tiek

mdf
13h00 guy tavares
16h00 hellboi live
17h00 nike bordom
20h00 drowned
21h00 meer b2b steinmetz
01h00 caleb esc
05h00 edoardo
09h00 myi

lobby: poly|motion
20h00 amperia
00h00 kvrt
02h00 tom de pascalis
05h00 d.k. dent
07h00 kwaint

nachbetrachtung
ist schon ein wenig ärgerlich, dass ich erst samstag nachmittag aus dem knick komme, wollte aber mit dem berghain-sonntag im hinterkopf auch nicht gleich übertreiben. wenigstens die entscheidung war im nachhinein richtig, aber es ärgert mich dennoch, damit guy tavares verpasst zu haben. slack hippy wurde mir auch nahegelegt, aber da muss ich die nächste chance abwarten.
es war dennoch eine der interessantesten staub-editionen für dieses jahr. erstens, weil die kombination mit der poly|motion eine für mich neue facette zum about blank hinzufügte. normalerweise ist die lobby aufgrund des charakters als durchgangsstation zu den toiletten und der anlage nicht mein erklärter lieblingsfloor, aber kaum werden ein paar sitzgelegenheiten mehr aufgestellt und vor allem stoff als pseudo-raumteiler aufgehängt, bekommt sie eine völlig andere note. noch dazu gab der toilettenbereich dahinter einen guten improvisierten darkroom ab.
zweitens war die musikalische vielfalt (nicht nur, aber auch durch die poly|motion) schön spannend. alleine die verschiedenen breakbeat-spielarten bei nike bordom ließen das herz derjenigen höher schlagen, die etwas für electro oder uk ab 1991 übrig haben. eine große technikerin ist sie zwar nicht, aber konsequent mit vinyl und mit noch konsequenterer guter auswahl wie bspw. ectomorph – skin, qnete – grey city anthem, beneath – give sum, special request – peak dub, 4 hero – mr kirk.

aufgrund von regen fand elliott litrowskys set bereits im zelt statt. dabei insbesondere hängengeblieben: felix da housecat – krash kourse (krashback mix) sowie push – universal nation zum schluss.
renken habe ich mir dann aus der zuschauerperspektive angehört, der etwas mehr lautstärke (gerne wieder auf dem mdf) verdient gehabt hätte. auch hier wieder einmal: „the final frontier“ auf ur geht immer.
bei der poly|motion ist das konzept, alles unter 100 bpm zu spielen. das können tracks sein, die es bereits in dem tempo gibt oder es wird eben gnadenlos heruntergepitcht (daher standen die pioneer-plattenspieler da). tracks wie „bring“ von randomer bekommen dann nochmal eine völlig andere wendung. ist zwar eher unwahrscheinlich, dass ich extra für die party ins blank gehen würde, weil ich dann doch irgendwann mal etwas zwischen 120 und 140+ bpm brauche, aber als ergänzung zur staub fand ich es klasse.