[berlin / 20.-22.04.2019] about blank: warning 1901

das wird meinerseits ein bericht aus einer anderen perspektive, da ich die erste artist care-schicht bis sonntagfrüh übernehme und den rest wegen feiertagsentspannung sehr wahrscheinlich verpassen werde. aber das line-up verdient kein geringeres prädikat als „couragiert“.

lobby
23h00 douala
02h00 gnork live
03h00 kaletta
05h00 dj 1985
08h00 pause
22h00 sultan shakes
00h00 voicedrone
02h00 credit 00 live
03h00 lux
05h00 elena sizova

mdf
00h00 uta
03h00 erik jäähalli live
05h00 dj bs
07h00 textasy
09h00 mars leder
12h00 pause
23h00 dj tabledance
02h00 schmerzlabor
04h00 kuldaboli live
05h00 syd woz
07h00 credit 00

garten
10h00 philipp otterbach
13h00 gnork
15h00 rudolf c
17h00 reptant live
18h00 shedbug
20h00 lucas croon live
21h00 rude 66 live
22h00 pause
08h00 castro & nemo

zelt
01h00 oko dj
04h00 marlene stark
07h00 ernestas sadau
10h00 pause
23h00 the phaser boys live
00h00 dj ungel
02h00 kaschiel
04h00 in-security
06h00 aki aki & rasputin

hütte
01h00 frinda di lanco & jochen discomeyer
04h00 riccardi schola
07h00 pause
02h00 lisaweta

eintritt
15 euro

nachbetrachtung / schichtbericht
aus der sicht des partygängers mit ein wenig erfahrung oder verständnis für die veranstalterperspektive kann ich nichts negatives über die zeit von 23 bis 10 uhr sagen. musikalisch gab es für mich keinen einzigen ausfall, eher entdeckungen: darunter dj 1985, der die lobby mit alten dance mania-sachen von traxmen erst aufwärmte, um sie dann später mit hartem, schnellen acid der 1990er auseinanderzunehmen sowie dj bs, der auf dem mdf keine scheu hatte, von electro zu jungle zu gehen. auch mars leder, der zuvor schon einiges an vorschusslorbeeren hatte, hörte ich endlich einmal im clubkontext. dabei technisch und geschmackssicher, jedenfalls habe ich die meisten tracks bei ihm notiert:
off the meds – belter
agents of time – east coast
ténèbre – axe nord-sud (bezeichnend für meine aktuelle gedächtnisleistung, dass ich die ep schon vor geraumer zeit auf bandcamp gekauft habe)
overmono – daisy chain (auch bezeichnend, weil schon mehrere male per shazam gesucht und auf der bandcamp-wunschliste)

mich hat sonst immens die schlange um kurz nach mitternacht sowie die stets gut gefüllten tanzflächen gefreut, weil das bei so einem line-up für mich keine selbstverständlichkeit ist. vielleicht spielte da noch das lange osterwochenende mit entsprechendem touristenandrang hinein.

aus sicht der artist care gab es bis 5/6 uhr ordentlich zu tun und für alle seiten den lerneffekt, dass man dies am besten zu beginn eines abends mit mehreren floors zu zweit macht. da die lobby erst eine gute halbe stunde später eröffnete und der mdf gleich kurz danach dran war sowie noch kleine dinge wie anbringen des ablaufplans zwischendurch erledigt werden wollten, war das sportlich, aber auch ein schöner kontrast zum sonst bei mir herrschenden großraumbüroalltag.
das gleiche nochmal in leichter um 1 uhr wegen hütte und zelt zugleich. aber da kam es sehr entgegen, wirklich pflegeleichte djs (was fast ausnahmslos auf alle während meiner schicht zutrifft) zur betreuung zu haben, die sich selbst ganz unaufgeregt vorbereiten konnten und den rest mit der technik abklärten. da griff auch alles super hand in hand.

einzige herausforderungen: den trolley von dj 1985 rechtzeitig aus dem büro bekommen, weil der trolley vor ihm gebracht worden war, textasy fünf minuten vor dem set vom garten über backstage (dort lag der kopfhörer) zum mdf zu bekommen und bei riccardi schola (das italo/disco-alias eines bekannten pudel-residents) über den umweg über das blank-büro hoffen, dass ein taxi vor dem club steht, damit er seinen zug bekommt. hat alles geklappt.

auch wenn das gerade am anfang ziemlichen stress bedeutete (den ich mir aber komischerweise ganz gern gemacht habe), wurde das ab 5/6 uhr merklich entspannter und ab 8 uhr konnte ich das auch richtig genießen, weil dann für mich feierabend war. da ging zwar tanzenderweise nicht mehr viel, aber mars leder hörte ich mir auch so gerne hinten beim mdf richtung bar sitzend an.

von daher: sowohl als gast als auch als artist care jederzeit wieder. toll, dass dieses liebhaber-line-up auf so viel akzeptanz gestoßen ist.

[berlin / 23.03.2019] about blank: staub

gerade noch im watergate und schon wieder in der heimstätte.

ablauf

lobby
10h00 sven ost
14h00 stojche
18h00 esther duijn

mdf
14h00 spencer parker
17h30 kimmy misto
20h30 the chairman

zelt
13h00 philipp grosser
16h00 anna steffens
18h30 mayashiba

nachbetrachtung
summa summarum solide, habe allerdings auch stojche verpasst und kam erst kurz nach 18 uhr an.

im zelt fiel mayashiba mit sicherer 1990er-auswahl („tone“ von emmanuel top, „do da doo“ von robotman, „substance abuse“ von f.u.s.e. oder „technarchy“ von cybersonik) bei zugleich ausbaufähigen beatmatching-fähigkeiten auf. klar sprangen die nadeln hin und wieder und sicher bringt einen das aus dem konzept, so dass ich verstehen kann, dass mensch da nicht so in den fluss kommt. andererseits war das auch bei stabilen nadeln nicht besser.

the chairman machte das zum schluss auf dem mdf richtig gut. klar, funktional, aber schön daran waren die neueren techno tracks wie „nine o‘ three“ von donato dozzy, „kalosi“ von blawan, aber auch die älteren wie „the end“ von quazar und „harlequin – the beauty and the beast“ von sven väth. fühlte mich davon sehr gut unterhalten.

da man danach noch dankenswerterweise bei der oscillate bleiben konnte, bekam ich dort noch yu su in der lobby zu hören, die eine sehr originelle auswahl unter 110 bpm zum beginn spielte und sich damit nachdrücklich bei mir empfohlen hat.

[berlin / 15.03.2019] about blank: buttons – nachbetrachtung

ablauf

lobby
00h00 sunset motherfucker
03h00 whitney weiss
06h00 the neighbourhood character

mdf
01h00 madalba
04h00 juana
07h00 lsdxoxo
10h00 the lady machine

zelt
02h00 stanley schmidt
06h00 i$a b2b dj minus minus
10h00 jacob meehan
14h00 akirahawks
18h00 paolo di nola

eintritt
15 euro

nachbetrachtung
verdient einen gesonderten beitrag, weil wir uns noch nach helena hauff im tresor entschieden hatten, uns die buttons anzuschauen. da gab’s für mich aus mehrerlei gründen nicht lange zu überlegen:
erstens hatte ich es nie zu einer homopatik geschafft, als es die noch gab. das gleiche galt für die buttons. wie sich eine dezidiert schwule veranstaltung im about blank macht, war also numero eins.
numero zwei war the lady machine, die bereits auf der bewegungsfreiheit im letzten jahr, bei manchen staub-ausgaben sowie letztens auf der pornceptual überzeugen konnte.

es hängt in jedem fall wesentlich mehr dekoration als üblich im club. räumliche veränderungen wie bei der poly|motion finden nicht statt. weiterer (dicker) pluspunkt war der stand von mancheck im zelt mit aufklärungsmaterialien rund um safer sex und safer use. und klar: deutlicher männerüberschuss. aber da das about blank mit seiner dezidierten politischen ausrichtung eh ein sicherer hafen ist, war das im vergleich zum staub-stammpublikum auch nichts, wo man sich hätte groß umgewöhnen müssen.

vom sound her auch nicht wirklich, auch wenn die lobby dezidiert housig war. dort war auch relativ pünktlich kurz nach 9 feierabend. für die klos dahinter (und damit auch den darkroom) ebenfalls.
the lady machine hatte bei beginn des sets das erwachen, nicht ihre platten in der tasche vorzufinden. die hatte juana stattdessen mitgenommen, weil es äußerlich die exakt gleiche war. sie spielte also mit fremden platten und musste improvisieren. habe ich allerdings auch erst mitbekommen, als mir davon erzählt wurde. bemerkt hat man das als partygänger nicht und auch sie meisterte die situation mehr als nur souverän, sondern technisch versiert wie üblich. nach zwei stunden kam die reserve und nach einer weiteren die eigentliche plattentasche. die buttons-organisatoren hatten alle hebel in bewegung gesetzt, dass die platten nicht nach new york unterwegs sind. auf dem immer noch gut gefüllten mdf war dann mit „my sound“ von joey beltram auch recht pünktlich nach 14 uhr schluss.
in anbetracht des vorprogramms habe ich mir noch eine stunde akirahawks angehört, bin dann aber gegangen. nicht, weil er schlecht gewesen wäre (ganz im gegenteil!), aber die kondition verlangte dann doch nach etwas ruhe.

fest steht: die buttons geht schon gerne mal wieder, aber die staub bleibt für mich der blank-pflichttermin. beide partyreihen zeichnet aber eine leidenschaftliche crew aus, die alles unternehmen wird, damit die künstler*innen ihr bestes geben können. passt also super zum club.

[berlin / 22.02.2019] about blank: staub

nachdem ich im januar ausgesetzt habe, wird der geburtstag zur pflicht.

p.s.: electronic beats hat zum sechsjährigen einen artikel verfasst, der die philosophie hinter der party (meiner meinung nach auch der schlüssel zum erfolg) gut auf den punkt bringt.

eintritt
10 euro

ablauf

lobby
00h00 unarte
03h00 snuffo
04h00 dietroiter
07h00 ondo / gusto
09h00 naeem
11h00 alex price
13h00 manfred tiek
16h00 tilltheend
19h00 philipp verboten

mdf
01h00 alex tomb
05h00 haiku
08h00 tham
11h00 nene h
13h30 richard bredicz
16h00 caleb esc
19h00 irakli

zelt
00h00 dani kanoni
02h00 norya nhou
04h00 bonni li
05h00 near minds
09h00 hang aoki
12h00 i.nez
15h00 chloé lula
18h00 d.k. dent

nachbetrachtung
um 15 uhr da, schlange bis zur straße, „kann ja was werden,“ dachte ich mir. drinnen ging das aber noch. erstaunlich, dass das nachtpublikum nicht nochmal zurückgekehrt war. hat wahrscheinlich auch damit zu tun, dass nachts auch beim about blank meistens die gäste auftauchen, denen die partyreihe nichts sagt. die stammgäste waren zu der zeit definitiv schon zu sehen.

unangenehm voll war es aber zu keinem zeitpunkt. auch dann nicht, als die lobby bereits geschlossen war und sich alle auf den weg richtung mdf machten, wo irakli ein wirklich sehr geschlossenes, aufeinander abgestimmtes set spielte. davon wahrscheinlich viel neuere schule mit tracks, bei denen shazam kapitulierte, aber die fear of music war wieder dabei, der hell-remix von johannes heils „paranoid dancer“ und „rollin‘ & scratchin'“ von daft punk ist immer ein sicherer treffer.
davor hat tiltheend in der lobby überzeugt und sich dabei auch was getraut. start mit „nightmare“ von kid unknown, dann schnurstracks zu chicago mit „wouldn’t you like to be a hoe“ von dj slugo oder „who-u-wit?“ von dj deeon. dann eine pause, weil der geburtstag im zelt nach dem wechsel um 18 uhr mit wunderkerzen zelebriert wurde und chloé lula zuvor dort einen sehr guten eindruck hinterließ. zugegeben: ich habe mit dem düsteren techno dort zunächst etwas gefremdelt, aber bis zum schluss hatte sie das in eine wavige richtung bugsiert, was gut passte.
zurück in der lobby war tiltheend eine halbe stunde vor schluss bei hardtrance und 150 bpm angekommen. es scheint sich als trend für 2019 anzudeuten, dass mehrere stile und temposprünge in sets einzug halten. entweder erfüllt sich damit meine lange hoffnung auf mehr abwechslung sowie musikalisches risiko oder ich hatte dieses jahr bislang einfach nur glück. beendet hat er sein set jedenfalls mit „go get busy“ von dj weirdo & dj sim, was denjenigen bekannt sein müsste, die in den 1990ern die eine oder andere thunderdome im cd-player hatten. und nein, nicht heruntergepitcht, sondern schön im originaltempo.
auch richard bredicz blieb in der halben stunde, die ich von ihm hörte, nicht bei einem stil stehen. electro lief, als ich ankam. später dann stojches „magnitude“ und der regis-klassiker „speak to me“ in kombination mit einer trance-artigen nummer, die zwar nicht recht dazu passte, aber wenigstens wurde was probiert. werde gerade bei letzterem darauf achten, ob das sich durch das jahr zieht. nicht nur die staub betreffend, sondern das clubgeschehen generell.

[berlin / 29.12.2018] about blank: staub

die letzte ausgabe für dieses jahr, gleich noch als einstimmung für die neujahrsfeierlichkeiten mit überlänge auf drei floors.

eintritt
10 euro

ablauf

lobby
10:00 the mony
14:00 hórnberg
17:00 sven von thülen
21:00 franklin de costa
00:00 the lady machine
03:00 michael wells
06:00 mareena

mdf
13:00 stype
16:00 espen lauritzen
18:00 sophia saze
21:00 syncopheit live
22:00 tempre
01:00 chris braun
04:00 sebastian bayne
07:00 beat movement

zelt
14:00 [i] + [i]
18:00 erik jäähalli
20:00 carsten jost
22:00 stolz + trauzettel
01:00 dj rainbow
04:00 erwan
07:00 near minds

nachbetrachtung

stand noch aus, am 24. januar 2024 aus der restrealitaet rüberkopiert und mein set verlinkt.

highlight war erwan mit einer tollen genreübergreifenden musikalischen geschichte. das konnte auch „theme from s’express“ oder depeche mode beinhalten (nicht sicher, ob es der francois k-remix von „enjoy the silence“ war). hab’s parallel mit lobby und dem mdf versucht, aber bin dann doch lieber im zelt geblieben. abgeguckt: m//r – no tag no food.
dicht dahinter the lady machine und sven von thülen (alleine wegen „set up 707“ von edge of motion: <3!). das, was ich von erik mitbekommen habe, war auch nicht von schlechten eltern.

mich hab ich zeitnah korrekturgehört, bleibe bei der selbsteinschätzung: 7/10.
werde einigen ganz schöne extreme zwischen ruhig und vollgas zugemutet haben. wahrscheinlich überkompensation für die knappe erste stunde, die man so zwischen 75-85 bzw. 150 bis 170 bpm verorten konnte. mir ist aber momentan danach, sich verkrustende techno-hörgewohnheiten aufzubrechen, so dass dinge wie autechre, ena, scorn oder 4625 zu beginn ihren platz finden sollen. fand’s dennoch bemerkenswert, dass eine handvoll leute dazu sogar tanzen konnte. beim licht hätte ich es ganz schön gefunden, wenn eine halbe / dreiviertelstunde früher etwas anderes als autopilot passiert wäre.

nichtsdestotrotz riesen-dank für die narrenfreiheit und überhaupt für alles. wäre gerne noch fitter gewesen, aber nachdem die nächte zuvor wegen der gespannten erwartung / aufregung schon kürzer waren, wollte ich der vernunft nachgeben, ehe ich der couchgravitation in nähe der garderobe erliege. schade eigentlich, da mareena sich in der lobby auch gut anließ. aber so oder so: das war ganz schön gut, alles.

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tracklist
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[berlin / 24.11.2018] about blank: staub

der letzte pflichttermin für diesen monat, dann ist es für dieses wochenende aber auch wirklich genug.

ablauf

lobby
10h00 emika
13h00 kavander
16h00 magna pia
19h00 john osborn

mdf
14h00 joaquin ruiz
16h30 jamie behan
18h30 strathy
20h30 haiku

zelt
14h00 sabine hoffmann
17h00 bastus & christian koch

nachbetrachtung

insgesamt solide staub, wobei ich ehrlich zugeben muss, dass es schon wesentlich bessere gab. nicht auf die stimmung bezogen – die passte schon. aber musikalisch kam ich beim mdf nicht wirklich rein. das klappte nur kurzzeitig bei jamie behan, wobei robert armanis „road tour“ im dave clarke remix sowie „acid wiss’l“ von dj skull – und damit 1990er-techno – bei mir bekanntlich immer gehen. aber sonst war mir das auf dauer zu holzig bzw. meine stimmung wahrscheinlich nicht danach. zumindest war der impuls nicht gegeben, tracks identifizieren oder gar notieren zu wollen, wenn man das als gradmesser nehmen möchte.

der umbau des zeltes ist weiter vorangeschritten. die neue deckenhöhe ist geblieben und wird jetzt (als ob die wünsche per telepathie erfasst werden) durch eine riesige discokugel ausgefüllt. der ein/ausgang zum garten liegt jetzt seitlich zur garten-tanzfläche, und das fast schon wichtigste: es gibt ein größeres dj-pult mit schön viel platz dahinter. das macht das zelt auch in den vermeintlich kälteren monaten zu einem größeren und damit beinahe gleichwertigen floor zu drinnen. wie auch bei den letzten malen fand sich hier die groove-bastion, bei der auch hymnen inklusive waren  („seconds“ von human league zum mitsingen bei bastus & christian).

in puncto techno fühlte ich mich dieses mal eher bei der lobby heimisch mit magna pia und insbesondere john osborn, bei dem es sich schon wieder um jemanden handelt, der mich mit seinem talent für ineinanderpassende melodien neidisch macht. für meine begriffe eine idealbesetzung für den schluss. bot zusammen mit dem vorgänger dann auch die abwechslung, die mir auf dem mdf fehlte.

[berlin / 27.10.2018] about blank: staub

der zweite monatliche pflichttermin ist zugleich zweite etappe des mit ansage ambitionierten wochenendes.

ablauf

lobby
10h00 modschi
13h00 diwa
15h30 rocko garoni
18h00 simone gato
20h00 glasersfeld

mdf
14h00 nur jaber
17h00 sheldon drake
19h00 air liquide
20h00 oscar + paul omen

zelt
14h00 i.nez
17h00 discoish.it + holidays in chernobyl

nachbetrachtung
ein wieder mal feiner samstagnachmittag/-abend, der aber ein wenig unter der extrem guten techno-vorlage von surgeon ein paar stunden zuvor ein paar kilometer weiter westlich gelitten hat. fand mich dafür eher im zelt ganz gut aufgehoben, das übrigens vergrößert worden ist – nicht nur in der fläche, sondern auch in der höhe. die garderobe befindet sich jetzt wieder dort am eingang, der dem club zugewandt ist und liegt hinter der bar. sorgt gleich für eine andere stimmung, obwohl die discokugel fehlte. inez servierte kaliber wie „something isn’t right“ von herbert, „comfortably numb“ von scissor sisters für diejenigen, die auch mit pop können oder „let it go“ von traumprinz. vom tag-team danach gab’s u.a. „dance with me“ von soundstream und „bar a thym“ von kerri chandler.

soll aber nicht heißen, dass es drinnen schlecht war. wo ich letzten sommer bei air liquide noch fand, dass das ein wenig verpuffte (was aber auch an der damals kühleren witterung gelegen haben könnte), war das auf dem mdf richtig (also so richtig) gut. acid in bestform, im tieftonbereich schön abgerundet. auch das langsamere tempo mit industrial-dystopie von sheldon drake zuvor war schön – vor allem interessant zu sehen, wie das nach nur jaber die menge teilte. sie spielte funktional und schnörkellos geradeaus, so wie ich sie die letzten male gehört habe. ich hoffe allerdings darauf, dass sie sich wieder auf die stärken von vor zwei jahren besinnt und trippige, dennoch treibende sets spielt – das zusammenspiel von melodien kann sie meiner meinung nach sehr gut, wohingegen es aktuell nach eher stumpfem abliefern klingt.

[berlin / 28.09.2018] about blank: staub

aufgrund der grizzlynation am samstag / sonntag / montag startet die september-staub freitagnacht und geht bis samstagmittag.

ablauf
mdf
00h00 ekserd
03h00 acierate
06h00 caleb esc
10h00 katja & hagen

lobby
00h00 manfred tiek
03h00 the lady machine
06h00 verboten

zelt
03h00 dynamo dreesen
06h00 holidays in chernobyl

garten
09h00 i.nez
11h00 carsten jost

nachbetrachtung
für mich eine von vorne bis hinten runde sache – zumindest in den zehn stunden, die ich ab 3 uhr da war.

the lady machine hat ihren bei der bewegungsfreiheit hinterlassenen eindruck nochmal bestätigt und glänzte nicht nur mit technischer, sondern auch geschmacklicher sicherheit bei gleichzeitiger vielfalt.
auswahl: zeigen

caleb esc hat’s wie immer geschafft, mir tracks außerhalb meines beuteschemas so zu präsentieren, dass es mir nicht langweilig wurde. gut, die „isolation“ von function auf sandwell geht immer, bei „subshell“ im pfirter-remix (original von exium) musste shazam nachhelfen, bei „the concept of irony“ von uun ebenfalls.
von verboten habe ich nur wenig mitbekommen, aber dort blieb „music for films“ von dj hell sehr positiv hängen.

i.nez‘ letzte halbe stunde war in der tat schöner vorbote dessen, was carsten jost zu einem für mich komplett schönen abschluss der blank-gartensaison machte. wo inez mit dingen wie „some kind of up and down yes“ von efdemin, direkt gefolgt von „fine day“ in der interpretation von erlend oye die sich langsam erhöhenden temperaturen begleitete, setzte carsten jost dies in der ersten stunde mit deephouse fort. ich war im positiven sinne neidisch darauf, wie harmonisch das alles ineinander lief.
dank prescription-werkschau auf rush hour letztes jahr kann ich da wenigstens eines benennen: „i feel the rhythm“ von ron trent.
bevor ich gegen 13 uhr ging, war er bei electro angelangt, u.a. mit „transit“ von tracey, „eternal return“ von reedale rise und auch dem immer wieder gern genommenen „destroy him my robots“ von anthony rother. „lovelee dae“ von blaze war als hit dann aber für mich der moment, nach dem ich mich entschied, dass es nicht schöner werden konnte bzw. ich mit der erinnerung an diesen moment im garten ganz gut einschlafen könnte. wurde ohnehin zeit.

[berlin / 01.-02.09.2018] about blank: warning

gerade im berghain warmgetanzt, der abschluss folgt hier.

mdf (start in der nacht von samstag auf sonntag)
01h00 benedikt frey & menqui
04h00 lou karsh live
05h00 dj normal 4
09h00 rvds
12h00 golden medusa & s ruston
15h00 erik jäähalli live
17h00 joakim cosmo
18h00 five o‘ clock traffic live
19h00 joakim cosmo
20h00 villa abo live
21h00 joakim cosmo
23h00 textasy live
01h00 luca lozano

lobby
22h00 phaser boys
00h00 vladimir ivkovic
03h00 philipp otterbach
05h00 rearview radio
07h00 frinda di lanco
09h00 pause
22h00 ll/dj
00h00 init live
01h00 anna haleta b2b resom
05h00 miriam schulte

garten
19h00 dj normal 4
21h00 wolf müller & niklas wandt live
22h00 pause
09h00 bufiman
11h00 robert audien
14h00 uta b2b gigsta
17h00 giraffi dog live
18h00 sons
21h00 your planet is next live

zelt
23h00 past forward
01h00 bad boy baader
03h00 past forward

hütte
00h00 erik berg
02h00 dj rainbow

eintritt
15 euro

nachbetrachtung
in erster linie habe ich bei der party die nebenwirkungen von drei nächten hintereinander ausgehen sowie zwischenzeitlichen gastgeberpflichten gemerkt. die zur restenergiemobilisierung bestellte club mate konnte da nur kurz abhilfe schaffen. mächtiger hingegen war die couch oben an der garderobe, auf der ich mir auch die (schon berechtigte, im ton dennoch ungewohnt harsche) ansage der tür abholen durfte, dass ich nach hause gehen solle, wenn ich schlafen will.

davor stand ein lupenreines electro- bzw. breaks-set von luca lozano bei wenigstens 140 bpm (davon nur „detroit party train“ von detroit in effect erkannt) sowie ein live-act von init bei ca. 100 bpm, der mich gerade nach dem berghain und der mehr oder minder hintergründig vorhandenen müdigkeit lieber auf den mdf wechseln ließ. die wechselwirkung aus koffein und dem schnellen tempo dort erwies sich einmal mehr als motivationshilfe.
hatte mir die ansage auf der couch dennoch zu herzen genommen und mir daher 6 uhr früh als aufbruchszeit gesetzt, um wenigstens eine stunde miriam schulte mitzubekommen, die den rahmen bravourös nutzte, um ausschließlich ungerade tracks zu spielen. dabei „ivy“ von pangaea, was generell und besonders zum schluss eine schön couragierte wahl war. von der atmosphäre her hatte ich den eindruck, dass auch endlich die organisatoren anfangen konnten, spaß zu haben – war es doch der typische zeitpunkt, an dem sich der harte kern versammelte und das wesentliche eh gelaufen war. hatte daher was (auch blank-typisch) familiäres. falls bei der nächsten ausgabe also mal wieder nichts anderes dazwischenkommt, bin ich länger (und definitiv fitter) dabei.

[berlin / 25.08.2018] about blank: staub

und wenn ich schon mal dabei bin: da geht’s morgen mittag weiter.

ablauf

garten
10h00 esi & octachoron pres. fear pollution live
11h00 d.k. dent
14h00 esh
16h00 sissys reiterstaffel
18h00 tapefeed
20h00 alienata & tasha

mdf
14h00 drowned live
15h30 xiorro
18h30 axkan
20h00 auspex

nachbetrachtung

der besuch war zwar nicht ganz so kurz wie letztes mal (gut vier stunden ab ca. 14h30), aber dennoch stand mehr das quatschen im vordergrund als die musik. ist keine aussage über mangelnde qualität – es hat sich nur einfach so ergeben. daher muss der nun folgende oberflächliche eindruck reichen.

die electro-ausflüge von sissys reiterstaffel fand ich sehr sympathisch. ansonsten merke ich mir xiorro mal vor. das war so herrlich brachial und gegen 18h00 mit 148 bpm auch schön zackig, ohne dass eine völkerwanderung vom mdf stattfand. das ganze war bei einem unaufgeregten füllgrad, aber leider nicht ganz sommerlichem wetter trotzdem eine musterhafte staub.