[berlin / 04.12.2015] berghain: polymorphism #16 x modern love / … get perlonized!

ja, zugegeben: im dezember werde ich von meinem „einmal berghain pro monat“-dogma abweichen. solange sie es sich erlauben können, ihr wunsch-line-up für einen labelabend (naja, eigentlich sind’s zwei, nur zählt perlon schon zum inventar) zusammenzubuchen und mir partout keine bessere ausrede einfällt als „aber andy stott… demdike stare… funktion one“, wird das wahrscheinlich nicht das letzte mal gewesen sein.

berghain: polymorphism #16 x modern love
00h00 sean canty
02h00 rainer veil live
03h00 demdike stare live
04h00 millie & andreas live
05h00 andy stott live
06h00 miles

panorama bar: … get perlonized!
vera
cabanne
sammy dee
zip

eintritt
15 euro

nachbetrachtung

zunächst: oben war ich kaum. habe nur etwas zip gehört (zwischen 1 und 2), das war jedoch gekonnt wie immer. und sammy dee fiel krankheitsbedingt aus.

bei sean canty fällt es mir schwer, sein set irgendwie kategrorisieren zu können. es war elektronisch, irgendwie aber auch nicht. jedenfalls nicht ausschließlich track-, sondern auch songstrukturen, die sicherlich in den letzten monaten bei boomkat hervorgehoben worden sind. erkannt habe ich das shackleton-whitelabel auf dds vom letzten sommer.

rainer veil erinnerten mich in der zweiten hälfte etwas an scorn, jedoch gemäßigter. bei demdike stare gab es die einzigen visuals, jede menge obskuren ambient, aber glücklicherweise auch manche amen-reminiszenzen ihrer testpressings. mit denen kann ich auch wesentlich mehr anfangen als mit den düsteren klangstrukturen – auch wenn das sonst eher mein steckenpferd ist. vielleicht stört mich der etwas okkulte beigeschmack, so genau kann ich den finger nicht drauflegen.

von millie & andrea hatte ich mir eigentlich jungle-reminiszenzen en masse mit ordentlich distortion wie auf „drop the vowels“ erhofft, aber die beiden konnten sich meinem eindruck nach nicht zwischen gas geben und experimentieren mit sounds entscheiden, so dass sich ziemlich viel verlor. hatte daher auch die befürchtung, dass andy stott sich ähnlich entwickelt, er entpuppte sich jedoch als (achtung, wortwitz) bessere hälfte und obendrein als mein höhepunkt des abends. steigerung von ambient zu den sounds, wie sie auch schön in das vorgänger-set gepasst hätten. das ganze noch mit melodien bzw. gesangssamples kombiniert – wahnsinnig gut, wieder einmal. nur erkannt habe ich davon nichts, was wohl darauf hindeutet, dass er einiges an neuem material getestet haben könnte.

gegangen bin ich danach recht zeitnah, eigene gastgeberpflichten am darauf folgenden abend. da muss man es nicht allzu sehr übertreiben. hat sich durchaus gelohnt, auch wenn abende wie der raster-noton-freitag im sommer noch überzeugender waren.

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