[berlin / 24.08.2013] about blank: blank generation

ich hatte mir bereits im vergangenen nicht so wirklich berechenbaren sommer vorgenommen, am wochenende öfter im about blank vorbeizuschauen. wie es gekommen ist, könnt ihr hier ja nachlesen. zeit also, dem vorhaben taten folgen zu lassen – auch wenn es danach aussieht, dass ich sven weisemann hinterherreise.

blankgeneration20130824

line-up
boddika
efdemin b2b resom
peter van hoesen
lady blacktronika
sven weisemann
paramida
silva rymd
kris
dj xing

eintritt
24h00-01h00: 8 euro
ab 01h00: 12 euro
sonntags: 7 euro

club
24h00: dj xing
03h00: peter van hoesen
05h00: boddika
07h00: sven weisemann

zelt
02h00: kris

garten
08h00: paramida
11h00: lady blacktronika
14h00: silva rymd
17h00-22h00: efdemin b2b resom

nachbetrachtung

wenn man’s ganz genau nimmt, war ich zwei male da. aber ihr werdet gestatten, dass ich die halbe stunde kurz nach 1 nicht revue passieren lasse, sondern mich lieber auf die 15 stunden ab 6 uhr früh konzentriere. dafür war die kurze schlafpause einfach nötig.
ich denke, die stundenanzahl macht’s schon deutlich: das wetter war nun wirklich perfekt und das ganze drumherum so angenehm kurzweilig, dass ich nach 21 uhr erschöpft, aber mit dem gefühl, mich an dem sonntag für das goldrichtige entschieden zu haben, die zehn minuten heimweg angetreten habe.

offen war erstmal der floor rechts vom eingang, der auch besser zum techno-kontext passt. sie haben umgebaut: am ende des raumes die bühne für live-acts oder bands, rechts daneben an der wand nun das dj-pult. an der anlage scheint auch etwas gedreht worden zu sein – eher bassbetont, nicht mehr so schrill wie noch im letzten jahr. spontanerweise wurde bei dem füllgrad noch der hauptfloor links vom eingang geöffnet, den ich aber nur zum durchgehen besucht habe. nano hat dort gespielt, soviel kann ich sagen.
boddika war für mich nicht mal einer der höhepunkte. an sich okayes mittelfeld, aber beim besten willen nicht mehr. stilistisch ging er eher auf nummer sicher, und das mit tracks, die len faki schon vor fünf jahren spielte. sven weisemann einmal mehr in guter form und vielseitig, mit starkem fokus auf house, aber sehr gefreut habe ich mich über „one more time“ von blake baxter. hätte zwar gerne etwas mehr vom morgen im garten bei paramida mitbekommen, von der ich in der kurzen zeit dubbiges gehört habe, mich zog es aber dennoch eher nach drinnen. da der nachtmanager sven freie hand gab, wann er schluss machen könnte, war es eben gegen 11h30 soweit.
lady blacktronika im garten mit traktor, aber für mich ohne klare linie. „walk 4 me“ von tronco traxx und „kaos“ von houz’mon – tolle tracks, keine frage. aber von derartig forderndem chicago direkt runter auf disco zu schalten, dabei keinen übergang hinzubekommen, was mit der automatischen beaterkennung von traktor (meiner rudimentären erfahrung nach) drin sein müsste, riss mich nicht von der bank neben der tanzfläche, sondern trieb mich eher zum inder, um die notwendigen kalorien für den rest der etappe beisammen zu haben.
zurück zu silva rymd. viel gutes vorab gehört, den eindruck hat sie bestätigt. das war techno mit dystopischem ansatz, nicht zu düster, als dass es drinnen besser aufgehoben gewesen wäre, aber dennoch treibend. sollte man auf dem zettel haben, die dame.
das duo efdemin und resom setzte dem meinem eindruck nach sogar noch einen drauf, was aber auch daran lag, dass resom bei der dämmerung „unfinished sympathy“ von massive attack spielte. meinem eindruck nach trafen die beiden die lücke zwischen house und techno sehr gut, exkurse zu 1980er-pop (yazoo) fügten sich darin auch nahtlos ein, und das publikum im garten ging mit. lerneffekt: auch im about blank wird es mit fortgeschrittener zeit am sonntag immer besser, nicht nur im berghain.

dennoch (und hier wieder etwas für das phrasenschwein): man soll gehen, wenn es am schönsten ist. das tat ich jedoch mit dem gefühl im bauch, das bereits für dieses jahr anvisierte vorhaben nächstes jahr häufiger in die tat umzusetzen, wenn das wetter mitspielt. das about blank ist jedenfalls sehr gut beraten, die hauseigene reihe zu fördern. bei den residents sowie einem passend drumherum gestrickten line-up bin ich gerne wieder mit von der partie.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>