[berlin / 23.06.2012] berghain: csd-klubnacht

zugegeben: zum snax-club fehlte mir bisher der mut und irgendwie fände ich es auch nicht richtig, mich da halb verängstigt an den rand zu stellen und nur zu beobachten. bin gespannt, ob der csd-samstag die harmlosere variante von ostern ist oder ob sich das beides nicht viel nimmt.
zudem: prosumer wird sein letztes set als resident in der panorama bar spielen (jedoch hoffentlich dennoch öfter gebucht), bei objekt möchte ich nur den positiven eindruck bestätigt bekommen, den er im boiler room im stattbad bei mir letztes jahr hinterlassen hat, und dj harvey ist mit so viel vorschusslorbeeren ausgestattet, dass ich da zumindest ein ohr riskieren möchte.

klubnacht

berghain
00h00-04h00: fiedel
04h00-05h30: aril brikha live
05h30-08h30: objekt
08h30-12h30: dj harvey
12h30-20h00: boris
20h00-ende: dvs1

panorama bar
00h00-05h00: steffi
05h00-06h15: hrdvision live
06h15-10h00: prosumer
10h00-14h00: tama sumo
14h00-17h00: dkse
17h00-21h00: nd_baumecker
21h00-00h00: gerd janson
00h00-ende: tama sumo / steffi / prosumer / …

eintritt
12 euro

projekt holzmarkt und die mediaspree

das ist doch eine interessante wende, die sich auf dem ehemaligen gelände der bar 25 ergeben hat und welche die berliner zeitung (stand 21.06.2012, 15:08 uhr) als titelmeldung auf der website bringt.

zugegeben: das musikalische und hedonistische selbstbild der bar 25 hat mich davon ferngehalten, aber es scheint tatsächlich nicht zu verleugnen, dass sie nicht nur in den hirnen der easyjet-touristen, sondern sogar in den amtsstuben spuren hinterlassen hat. seit dienstag, dem 19. juni 2012, wird der seit mehr als zehn jahren für das gelände geltende bebauungsplan grundsätzlich geändert. dieser sah (welch überraschung) weitere büro- und hotelbauten vor, die laut bezirksbürgermeister von f’hain-kreuzberg franz schulz nicht mehr zeitgemäß sind, da diesbezüglich bereits genügend angebot herrschen würde. wer zwischen jannowitzbrücke und ostbahnhof den blick durch die fenster der s-bahn schweifen lässt, dürfte diese ansicht schnell teilen.
der meinung war auch die bezirksverordnetenversammlung, die diese änderung am gestrigen abend billigte. der grundstückseigentümerin (die bsr) wird durch diese entscheidung ein nicht unbeträchtlicher finanzieller schaden entstehen, da das gelände nicht mehr so dicht wie ursprünglich geplant bebaut werden darf und daher von der wirtschaftlichen seite etwas unattraktiver wird.

das bieterverfahren ist gerade vorbei, es bleibt also spannend, wer seine wie auch immer geartete kulturelle vision dort ausbreiten darf. dabei ist zu hoffen, dass diese nicht der verflachung anheim fällt, aber mit der nutzung des geländes für studentenwohnungen, einer kita und einem club habe ich erstmal wenig bedenken.
bemerkenswerter ist vielmehr, dass die bvv f’hain-kreuzberg sich damit den bürgerentscheid von 2008 zu herzen genommen hat und die personellen änderungen im senat dafür nutzt, dass (wieder einmal – zugegeben, ich bin durch meine master-arbeit immer noch voreingenommen) von dem bezirk ein signal für die künftige stadtentwicklung ausgehen könnte, welches in die für meine begriffe goldrichtige richtung weist. man stelle sich nur mal die völkerwanderungen auf der michaelkirchbrücke zwischen kater holzig (so er denn länger als die vorgesehenen zwei jahre existieren darf) und dem holzmarkt vor. wenn dann noch der tresor um die ecke wieder zu alter stärke zurückfindet (wie mir berichtet wurde, hat das booking-gespann dort nach zähem ringen durchgesetzt, dass sowas wie kanzler-nächte nicht mehr stattfinden sollen – auch wieder ein zeichen dafür, dass sich manches zum besseren wenden kann), könnte das ein neues vorzeigeareal für die stadt werden.

hier noch der link zum artikel: klick.

[berlin / 15.06.2012] suicide: 4 jahre killekill

ach ja, da ist es schon vier jahre her, dass der mittwoch in der berghain-kantine gestartet wurde. seitdem ist so einiges passiert. der sprung zum plattenlabel folgte letztes jahr, da steht auch schon ein sublabel mit killekill house trax in den startlöchern (von alex cortex mit remix von tyree cooper – der herr cortex hat übrigens auch die killekill009 gemacht).
partytechnisch hat sich der sprung auf das wochenende gelohnt – mit allen höhen und auch tiefen, wenn das suicide wie bei aux 88 im letzten jahr nicht aus allen nähten platzt. das ändert nichts daran, dass killekill – trotz aller befangenheit meinerseits – der inbegriff für musikalischen idealismus und nicht nur für das suicide, sondern für das berliner nachtleben eine große bereicherung ist.

daher auch hier: alles gute, weitermachen! (auch wenn es schade ist, dass es dieses jahr kein sommerlager geben wird, was aufgrund des sonstigen organisatorischen aufwands aber verständlich ist.)

eintritt
10 euro

ablauf
club
00h00-02h30: axiom
02h30-04h30: radioactive man
04h30-05h30: alex cortex live
05h30-ende: frank bean
garten
dj flush / hanno hinkelbein b2b

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[berlin / 14.06.2012] about blank: impulse

hatte mir schon seit langem vorgenommen, whø? im club zu erleben. nun ist die gelegenheit dank günstigem dienstplan da.
werde so gegen 3 uhr zu lxc vor der tür bzw. vor dem pult stehen.

image

ablauf
00h00: turrican
01h30: lowcut
03h00: lxc
04h30: whø?

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[berlin / 09.06.2012] about blank: contour

vor ein paar wochen bereits angedeutet und hiermit angekündigt. bin schon sehr gespannt und wie gewohnt am anfang dran, ohne so recht zu wissen, was dort überhaupt am besten ankommt. werde daher versuchen, mich für manche eventualität zu wappnen.

sawf (grounded theory)
bleed (de:bug)
jens zimmermann (snork enterprises)
laura garrido aka farbig
dana ruh (brouqade)
rebecca rotlicht (jalousie)
dj flush (killekill)
verw/ist (contour)
billy mind (://about technik)
sebastian kókow (the29nov films)
stype (killekill) ableton-set

start
24 uhr

eintritt
von 00h00 bis 01h00: 6 euro
von 01h00 bis 12h00: 10 euro
von 12h00 bis ende: 5 euro

ablauf
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[berlin / 03.06.2012] kindl-bühne wuhlheide: die ärzte

tja, ich bin als gebürtiger berliner kein einziges mal bei ihnen gewesen – da ist es an der zeit, das dasein als notorischer konzertmuffel zu beenden.

support kommt übrigens nicht wie am 1. und 2. juni von k.i.z., sondern von la vela puerca.

einlass: 16h00
beginn: 18h30
ende: 22h00

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die nachbetrachtung ist gut ein jahr überfällig, daher nochmal etwas ausführlicher als in den kommentaren.

was ist denn seitdem in der erinnerung zurückgeblieben…
– ein sonntag mit dauerregen, mal mehr und mal weniger nieselnd, so ein richtiger schauer blieb aus.
– „meine freunde“ hätte ich nicht erwartet, „tittenmaus“ ebenso wenig. gefreut habe ich mich über beide.
– bela und farin im nonnenkostüm und den darin zu erwartenden sexuellen anspielungen.
– punkrock-konzerte beanspruchen die kondition ungefähr wie zehn stunden im club.

hat es sich gelohnt? definitiv! alleine die tatsache, dass der mitschnitt (für außenstehende: nach ärzte-konzerten kann man sich einen usb-stick mit der aufnahme für 20 euro kaufen und erhält damit ein schönes sammlerobjekt, in dem fall eine kassette) seitdem dauergast auf meinem samsung s+ ist und mich immer noch mal mehr und mal weniger innerlich grinsen lässt, wenn ich ihn höre, spricht dafür, dass dies nicht das letzte konzert mit der besten band der welt gewesen sein soll. die freude am spielen und offensiv schlechten witzen merkte man ihnen von der ersten bis zur letzten minute an. der regen verkam dabei zur nebensache, kalt war mir im innenraum jedenfalls nicht.

zum schluss noch ein bild der schuhe als trophäe, die dienen seitdem als festivalabtreter.

dreistundennassewuhlheide

[berlin / 27.05.2012] horst: swamp 81 carnival special

wax treatment ist ins gretchen umgesiedelt und macht aus dem wochenende des karnevals der kulturen gleich so eine art festival. im horst wird trotzdem tagsüber der hof (für das line-up einfach auf „zeigen“ klicken) und nachts der club mit zwei von englands heißesten exportschlagern bespielt. könnte voll werden.

tagsüber von 14 bis 24 uhr: eintritt frei
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ab 22 uhr: 8 euro

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franz schulz vs. berliner linie

was ich nicht alles verpasse, wenn das wochenende wieder einmal dem techno-marathon geopfert wird…

in kreuzberg wurde am wochenende tatsächlich mal wieder ein zur hälfte leerstehendes haus besetzt, ein entsprechender einsatz der polizei ließ nicht lange auf sich warten, ging aber scheinbar unspektakulär über die bühne. nun besinnt sich der bezirksbürgermeister von friedrichshain-kreuzberg franz schulz auf die wurzeln der grünen, die sich anno 1981 als alternative liste in kreuzberg unter anderem mit der solidarisierung mit der hausbesetzer-szene profilieren konnten. damit kommt er nicht ungelegen: wer aktuell im inneren bereich des s-bahn-ringes in den entsprechenden bezirken eine wohnung sucht, kann ein lied von maklerprovisionen und nettokaltmieten über 10 euro pro quadratmeter singen.
franz schulz möchte daher nun die berliner linie, ihrerzeit unter dem senat von hans-jochen vogel eingeführt, durch die holländische linie ersetzen. erstere schreibt besetzungen den straftatbestand zu, die nicht länger als 24 stunden geduldet werden sollen, sofern der eigentümer die räumung beantragt. in holland wird (bzw. wurde) eine besetzung bei längerem leerstand geduldet.

für mich in zweierlei hinsicht erstaunlich: der ganze sachverhalt ähnelt vom spekulativen charakter frappierend den vorgängen, die zur west-berliner besetzungswelle ab 1980 geführt haben. und natürlich ist es gut, wenn auf diese missstände, die zur verdrängung der angestammten szenen und bewohnern führen, in dieser form hingewiesen wird. ich hatte schon fast angenommen, dass nach der erfolgreichen mietenstopp-demonstration im letzten september wieder ruhe eingekehrt wäre. insofern gut zu wissen, dass das engagement immer noch vorhanden ist und die aktion an sich genau wie vor gut 30 jahren dazu beiträgt, das thema aktuell zu halten.
erstaunlich auch, dass franz schulz in die fußstapfen seiner vorgänger wie werner orlowsky oder volker härtig tritt (wobei letzterer der farbe grün abgeschworen hat und zur roten seite der macht gewechselt ist), die besetzungen bei leerstand als legitim erachteten und daher deren kriminalisierung ablehnten. so weit, so schön. angesichts von spekulationsobjekten wie in der mittlerweile zwei mal besetzten schlesischen straße 25 mit entsprechenden polizeieinsätzen, die dazu führten, dass das haus mit immer noch zwei verbliebenen mietparteien zum großteil leersteht, muss schon die frage erlaubt sein, ob herr schulz nicht einen kampf gegen windmühlen führt und mit seinem schachzug versucht, die wähler zu beruhigen.
mein immer noch vorhandener glaube an das gute im menschen lässt mich aber zu dem schluss kommen, dass der beitrag für die längst überfällige wohnungspolitische debatte im großen rahmen ein schritt in die richtige richtung ist. schöner wäre es jedoch, wenn den besetzern in spe nicht die rolle der seismographen für ramponierte objekte in sehr toller lage zukäme, die nach getaner arbeit gegenüber investoren den kürzeren ziehen dürfen.

via tagesspiegel.

[berlin / 17.05.2012] about blank: impulse

das about blank ist einer der clubs, bei denen ich es bereue, nicht öfter hinzugehen. darum packe ich die gelegenheit beim schopfe und schlage fast drei fliegen mit einer klappe: erstens steht mir mal wieder der sinn nach dubstep, zweitens kriege ich den club nach anderthalb jahren wieder zu gesicht und kann mir dessen veränderungen anschauen, was drittens auch angebracht wäre – ich spiele am 9. juni dort. hoffe nur, dass das wetter mitspielt, so dass auch der garten geöffnet ist.

alle relevanten informationen stehen auf dem flyer, das ganze findet auf zwei floors statt.

der ablaufplan
dubmarine-floor
00h00-03h00: dubmarine (infra / el ninho / tom battery)
03h00-04h30: tmsv
04h30-06h00: dubmarine (infra / el ninho / tom battery)
small but hard floor
01h00-01h40: oilworks
01h40-02h40: wasteman
02h40-03h20: himuro yoshiteru
03h20-03h50: sofus horsberg
03h50-04h30: hitomi
04h30-05h10: dead fader
05h10-06h00: dj die soon

[berlin / 12.05.2012] berghain: klubnacht

eigentlich sollte ron trent spielen, nur fällt dieser aus „familiären gründen“ aus. ein adäquater ersatz ist mit stacey pullen gefunden worden, ich werde so gegen 4 uhr hingehen.

klubnacht

berghain
00h00-04h30: fiedel
04h30-05h30: voices from the lake live
05h30-09h00: rod
09h00-12h00: marcel dettmann
12h00-15h00: marcel dettmann & ben klock
15h00-ende: ben klock

panorama bar
00h00-04h00: youandme
04h00-05h00: the analog roland orchestra live
05h00-08h00: stacey pullen
08h00-09h00: marko fürstenberg live
09h00-12h00: sven tasnadi
12h00-16h00: margaret dygas
16h00-19h00: andre galluzzi
19h00-23h00: shonky
23h00-ende: ewan pearson

eintritt
12 euro