steht alles praktischerweise auf dem flyer (außer mixmaster morris, der ist für den garten noch hinzugekommen), nur die reihenfolge muss noch ausgeknobelt werden. sobald das geschehen ist, steht’s hier.
die abfolge:
drinnen
anfang: stype -ableton-set-
mitte: dj flush
schluss: hanno hinkelbein
draußen
anfang: mixmaster morris
mitte: jochen otto
schluss: maciej szalonek
nur manöverkritik, da ich kurz nach feierabend weiter zur sub:stance bin, von mixmaster morris nur den letzten track mitbekommen habe und die ersten paar platten von flush gewohnte geschmackssicherheit offen legten.
aufbau und soundcheck ohne probleme, dank zur seite geräumtem technics und der darunter liegenden steinplatte hielt sich die sorge um die festplatte in grenzen. beginn sogar kurz vor mitternacht, weil da schon besucher einlass begehrten.
beginn mit kowton („hunger“) und weiter mit stewart walker, und dort auch der erste fehler: hatte vergessen, in ableton die vorhörkanäle zu definieren, weshalb die cue- noch als solo-schalter fungierten. da herrschten für drei sekunden stille, der fehler war fast ebenso schnell beseitigt.
sonst der für den suicide typische abendverlauf: bis 1 kommen die leute spärlich und gehen bei warmen nachttemperaturen lieber in den garten, bis 2 hatte sich das schon gebessert, und da flush mich bis 3 machen ließ, konnte ich mich darin probieren, die fülle auf der tanzfläche zu halten. das klappte auch ganz gut, bis auf dass einige tracks für ihre zeit etwas über das ziel hinausschossen und daher später einen besseren platz verdient hätten. zugleich hatte ich in der zweiten hälfte das gefühl, dass richtig zwingende elemente wie geschlossene hihats nicht verkehrt wären. ließ sich mit knarzigen klängen von auftrieb oder alten sachen von the kooky scientist schlussendlich klären. hatte, als ich den suicide verließ, den eindruck eines etwas zusammenhanglosen sets, andererseits: die tanzfläche war um 3 gut gefüllt, beschwert hat sich auch niemand, lob des nachfolgers / bookers gab’s auch.
als ich mir – ableton-interne aufnahme sei dank – das resultat ein paar tage später nochmal zur genüge führte, wich meine anfängliche unzufriedenheit zugunsten des gefühls, doch gute arbeit abgeliefert zu haben. mit mehr tools in der reserve und ein paar tracks mehr zur überbrückung der lücke zwischen anfang und lockruf auf die tanzfläche sollte sich die flexibilität auch so weit steigern lassen, dass meinem perfektionismus genüge getan wird.
da ist es wieder mal soweit. sieht graphisch aufgehübscht so aus:
und vom ablauf her so:
anfang: lars s.
mitte: beni
schluss: stype -ableton-set-
startet um 23 uhr, kostet 5 euro.
zwei gästelistenplätze sind zu haben. wer interessiert ist, kommentiert einfach. wer zuerst kommt, mahlt zuerst und wird per mail benachrichtigt.
kurzes missverständnis, da ich mich um kurz nach 22h30 schon in den laden begab, ohne dass lars schon da gewesen wäre. das war auch um 22h50 noch so, weshalb ich dachte, dass er sich verspäten würde und daher mein setup aufbaute. zumindest startete die musik pünktlich um 23h, lars zeigte sich dann mit den ersten besuchern – er hatte bereits eine viertelstunde vor der tür gewartet, da hätte ein anruf beim jeweils anderen die dinge gut geklärt. naja, passiert, beim nächsten mal wird alles anders.
das dj-pult war wiederum in nähe der bar (also sehr weit vorne) positioniert, machte das monitoring schwierig. lars startete dubbig, war kurz nach mitternacht schon bei techno deutlicher tresor-prägung angekommen, ohne dass der club, respektive tanzfläche, schon gefüllt gewesen wäre. da ich es selber nicht mag, wenn mir jemand ins set quatscht, habe ich auch lange damit gezögert, ehe ich nach vorne ging, um ihn darum zu bitten, nicht das ganze pulver am anfang zu verschießen (so jedenfalls die wortwahl). hat er beherzigt, das tempo gedrosselt, und auch wenn sich der club nicht sonderlich füllte (im vergleich zu marcel und beni ende april waren allerdings schon ein paar leute mehr dort), ließen sich doch einige zum tanzen überzeugen. also: kür trotz schwierigen monitorings gut gemeistert.
beni überraschte mit melodiösem techhouse, später gab es noch eine waschechte electro-einlage, endete mit detroit („world of deep“ / e-dancer), er hatte das publikum damit gut bei laune gehalten – wie immer: nichts auszusetzen.
meine wenigkeit hatte sich entschieden, bei den vorgelegten 136 bpm mit entsprechend forderndem material fortzufahren. zwar ungewöhnlich, wenn man wieder brettern kann, aber umso besser, wenn das ankommt. hatte mich zwar darauf eingestellt, nach einer härteren phase recht zügig in richtung abschluss à la ostgut ton und artverwandtem umzuschwenken, aber regis, surgeon, t++ und ein wenig chicago und detroit waren in dem moment passender. dennoch: ganz zum schluss gegen 5h30 waren dubstep-töne zum ausklingen des abends angebracht. mit verlaub: ich war lange nicht mehr so zufrieden mit einem set, und ehe ich mich in selbstbeweihräucherung ergehe, sollt ihr alle was davon haben – nämlich den gerenderten mitschnitt. bei gefallen oder nichtgefallen einfach kommentieren.
ein killekill-mittwoch, der angesichts des wankelmütigen wetters (und somit wenigen gründen, dem bierhof rüdersdorf vorher einen besuch abzustatten) und den (bitte nicht in den falschen hals bekommen) fehlenden ganz großen namen im line-up einen zu erwartenden verlauf nahm. war kurz vor 2 uhr dort, tanzfläche ein wenig gefüllt, henning baer da noch recht minimal und housig unterwegs. aufbau inkl. damit verbundenem check am xone:92, ob alles funktioniert, lief ohne probleme ab, also konnte ich mich in aller ruhe mit begleitung an die bar setzen.
dort bekamen wir die wendung hin zu analogen acid-sounds neuer schule mit (basic soul unit auf crème organization bspw.), das set hatte damit schön an fahrt aufgenommen, tanzfläche ca. zur hälfte gefüllt. übernommen habe ich nach anthony shakirs „frictionalized“, war aber recht konfus, wie es nach dem drumloop zur überbrückung weitergehen sollte. die entscheidung fiel auf moderats „seamonkey“ im surgeon-remix, was stilistisch ein doch sehr harter bruch war. die tanzfläche leerte sich etwas, entsprechend schwer fiel es mir, den faden wieder aufzunehmen. also in den nächsten anderthalb stunden eher verlass auf das in den letzten sets bewährte, schluss war gegen 4h40. da waren tatsächlich noch ein paar leute da, die mit allem, was einen identifizierbaren takt aufweist, etwas anfangen konnten, auch wenn ich der bitte einer jungen dame, kurz vor einschalten des putzlichtes nochmal richtig zu brettern, nicht nachkommen wollte.
war mit anderen sets in letzter zeit wesentlich zufriedener, aber das passte schlussendlich in den gesamteindruck des abends. auch da wäre wesentlich mehr potential drin gewesen, was zumindest nicht an henning baer als plattendreher gelegen hat.
ankunft:
gegen 3 uhr. da waren freund der familie gerade zugange, der timetable hatte sich da bereits eine stunde nach hinten verschoben, hieß für mich also, dass es um 7 soweit sein sollte.
acts:
freund der familie: wie gewohnt um die 122 bpm unterwegs, mit mehr analogen sounds als bei den letzten malen. steht ihnen gut, klang etwas rauher, was allgemein im dubtechno-bereich wieder in mode zu kommen scheint.
sven weisemann: hatte am abend zuvor noch mit scuba im amsterdamer trouw gespielt und war davon noch etwas mitgenommen. kein techno-, sondern ein house-set, was zwar mit musikalischen überraschungen glänzen konnte (wann hat man in einem techno-club mal „teardrops“ von womack & womack gehört?), dem aber ein wenig mehr tempo für die peak-time nicht geschadet hätte. die tanzfläche blieb zwar recht gut gefüllt, aber irgendwie hatte ich den eindruck, als ob man dort auf eine initialzündung wartete. erste sorgen kamen bei mir auf, ob der plan, mit 127 bpm zu beginnen, gründlich nach hinten losgehen könne.
marko fürstenberg: spielt interessanterweise nicht mit ableton, sondern mit reason. da scheint es mittlerweile möglich zu sein, zwei tracks parallel spielen zu können, die man tatsächlich vom tempo her manuell angleichen muss. das zog er dankenswerterweise auf 125 bpm an und hielt die dann noch anwesenden leute gut bei laune.
stype: die reihen hatten sich bis 7 uhr zwar gelichtet, aber die wenigen verbliebenen hatten ihren spaß. es hat sich jedenfalls niemand über die mixtur aus techno detroiter, dubbiger, manchmal auch minimalerer prägung, älterem techhouse der jahrgänge 2000/1 oder der prise dubstep (martyn, shackleton) beschwert. angesichts einer am nachmittag anstehenden autofahrt für einen pfingsten-kurzurlaub und noch drei leuten vor mir auf der tanzfläche war ich mir mit flush schnell einig, dass nach gut dreieinhalb stunden um 10h30 feierabend sein kann. abschluss mit dem bis heute besten skream-track („sub island“) und dem zufriedenen eindruck, bei der vorbereitung doch auf die richtigen pferde gesetzt zu haben.
fazit:
partytechnisch solider durchschnitt. ein paar leute mehr hätten noch reingepasst, stimmung friedlich, aber nicht ausgelassen. besonders lobenswert die umbauarbeiten: die deckenkonstruktion, die noch sehr an das postamt erinnerte, ist rausgerissen. dazu neues licht: von der decke hängende plexiglas-rechtecke, jeweils mit verschiedenen leds beleuchtet. habe zwar die laser-punkte etwas vermisst, aber auf die weise kriegt der raum jetzt wenigstens gleichmäßig licht ab. auch der garten wurde im wahrsten sinne des wortes aufgemöbelt: an der seite laden holzterrassen-dielen zum sitzen ein, wenn auf den liegestühlen oder den holzbänken kein platz mehr ist.
ach ja, fast vergessen: das personal kümmert sich an allen ecken und enden, bleibt dabei unwahrscheinlich entspannt und peppt dabei trinkgewohnheiten etwas auf. jedenfalls gibt minze der eh schon famos schmeckenden fritz-limo-apfelschorle eine neue qualität. das hat neben der tatsache, dass eine moderate härte beim techno keine leute mehr abschreckt, zum spaß am set beigetragen. also einige gründe, weshalb der horst eine der sympathischsten adressen im berliner nachtleben bleibt.
der zeitplan (in etwas abgewandelter form, ehe man wegen der zeitumstellung in schwierigkeiten kommt, zumal die dauer der sets flexibel gehandhabt wird – grober richtwert: zwei-stunden-slots):
anfang: stype -ableton-set-
prime-time mit (hoffentlich) gut vorgewärmter meute: acid maria
erweiterte prime-time mit noch extatischerem publikum: dj flush
schluss: hanno hinkelbein
kurz nach 23h30 im club, damit genügend zeit zum aufbau. mit sound und controller-einstellungen klappte auch alles auf anhieb. das dj-pult ist jetzt (dahinterstehend) nach rechts erweitert worden, so dass genügend stellfläche für live-acts oder die laptop-fraktion geboten wird, so kommt man nicht in die verlegenheit, plattenspieler demontieren zu müssen, um sie später mit schweißperlen auf der stirn wieder haargenau an die vorherige stelle zu verfrachten, weil die entkoppelung nur dort gewährleistet ist (apropos, merkzettel: in nächster zeit in einen laptop-ständer investieren. erstens steht man dadurch wieder gerade, und zweitens muss man sich dann etwas weniger sorgen um erschütterungen des lesekopfes der festplatte machen.). mein antlitz war dafür zwar hinter einer monitorbox versteckt, aber das kam mir wegen des fehlenden dranges zur selbstdarstellung sehr entgegen. leute sollen sich auf die musik konzentrieren, nicht dem dj huldigen.
beginn mit finnischem minimalismus und schwergängig basslastigem bei 118 bpm, es blieb bei den zwei stunden, die endgeschwindigkeit lag bei 127 bpm. dachte ich mir während des sets noch, dass etwas mehr peitschende snares oder hihats – sprich: mehr chicago-tracks – integriert werden könnten, war das im nachhinein eine gute arbeitsgrundlage für acid maria. die tanzfläche war bereits ab 1 uhr (winterzeit) gut gefüllt und blieb das auch konstant bis zum zeitpunkt des aufbruchs (gegen 4h45, diesmal sommerzeit). wie gewohnt, kam ein neuer schwung an leuten zu berlin-typischer ausgehzeit zwischen 3h30 und 4h30 (sommerzeit), während acid maria alte chicagoer schule mit neueren sachen aus detroit oder ostgut ton verband. da hatte man – und das muss einfach erwähnt werden – die nebelmaschine und das endlich vorhandene stroboskop (!) eingeschaltet. somit liefert das suicide nun auch die optisch perfekte untermalung zum technoiden soundtrack, auch der garten ist bereits für warme nächte präpariert – jetzt muss nur noch der sommer mitspielen.
da es mich schon in den fingern juckt, den wordpress-audio-player in praxis auszuprobieren, gibt’s hier mein set zum nachhören. lobhudeleien oder verrisse sind gleichermaßen hilfreich, also nicht mit kommentaren geizen.
im vorfeld war vorgesehen, dass ich am anfang und ende eine stunde spielen sollte, damit redhead zumindest ein paar leute vor der nase hat, wenn er anfängt. er und ich haben uns aber darauf geeinigt, dass er den kompletten anfang bestreitet und ich dann den schluss. finde ich persönlich angenehmer, nur ein set zu spielen anstatt über den abend verteilt, weil es in einer stunde eh zu keinem richtigen fluss kommen kann. da ihm der anfang auch liegt, war der kompromiss schnell gefunden.
im gegenzug für das entgegenkommen war ich demnach um 23h30 vor ort, wurde mit burial mix begrüßt, und auch sonst war der beginn ordentlich dubbig. er steigerte sich auch behutsam, dabei mit äußerst sauberem mixing, jedoch krankte der gesamte abend daran, dass ganze gruppen abwechselnd nach draußen gingen, die gerade eben noch getanzt hatten. das fällt bei eh nicht so vielen besuchern schon auf, wenn auf einmal acht leute verschwunden sind. die restlichen acht kommen sich danach etwas verloren vor und überlegen auch, ob sie noch weitermachen sollen oder nicht. das war etwas verzwickt, bzw. für mich als dj wäre das die willkommene gelegenheit für selbstzweifel gewesen. es lag jedoch mitnichten an redheads (exquisiter) musikauswahl, da sind ihm von keiner seite vorwürfe zu machen.
walker hielt die noch anwesenden leute während seines sets mit groovendem, teils ordentlich jackigem house auf der tanzfläche. das war als hintergrund für abbau (des technics 1210ers) und aufbau (des eigenen setups) schon zu schade – der war aber innerhalb von zehn minuten erledigt, bei geschlossenen kanälen klappte mit der belegung alles auf anhieb, und im gegensatz zum februar blieb im vorfeld auch genügend zeit für die vorbereitung. so konnte ich also während seines sets in aller ruhe auf der tanzfläche noch ein wenig die hüfte schwingen, aber wie es nun mal so ist: 10-15 minuten vor dem eigenen set kommt die nervosität auf, so dass ich mich hinter den decks postiert habe. gerade nach der vorgeschichte vom februar (wir erinnern uns: durch zu niedrige latenz verursachte verzerrungen, die den spaß am set bremsten) sollte dieses mal vieles besser werden.
auch wenn ich wegen der mickrigen besucheranzahl etwas mehr als eine stunde zum zuge kam: die konnte ich dieses mal genießen. keine verzerrungen, wegen des ableton-internen limiters auch keine sonstigen übersteuerungen, der controller lieferte brav seine signale an den usb-port, wegen ausreichenden loops oder gut zur überbrückung geeigneten tracks geriet ich auch nicht in not, mir innerhalb von 10 sekunden was einfallen lassen zu müssen, was bei der fülle an dateien auf der festplatte leichter gesagt als getan ist. kann damit zusammenhängen, dass ich mir – eigentlich ähnlich wie beim auflegen mit platten – in ableton ein system zurechtgelegt habe, wonach loops und toolige tracks in jeweiliger nähe zueinander untergebracht sind, wohingegen für sich stehende stücke auf die linke spur wandern. das wird erstmal weiter erprobt und bei weiterem gelingen auch beibehalten. raum für improvisation blieb bei der anordnung jedenfalls genügend.
fazit:
ein musikalisch äußerst gelungener und – mit verlaub – von der eigenen technischen leistung her ziemlich zufriedenstellender abend, dem 50 zusätzliche gäste mehr als gut getan hätten. für meinen individuellen lernfortschritt jedenfalls wertvoll, und das ist doch auch schon was.
geburtstagsständchen bringt man ja gerne, weil es die anlässe sind, an denen sich hits ohne schlechtes gewissen aneinanderreihen lassen können. das im sympathischen kiezclub in der nähe des rosi’s, nur noch kleiner.
kurz und schmerzlos: spaß von anfang bis ende. erstaunlich gute anlage für das budget, und dank improvisierter lichtanlage aus den eigenen reihen war auch mehr geboten als die discokugel am rande.
mein einstieg gegen 5 uhr mit dem battle gegen d, was als duo mehrfach erfolgreich erprobt ist und auch dieses mal laune brachte. so kam ich dann auch dazu, etwas ungewohntere dinge spielen zu können (fehlfarben, trio, abba), bevor ich das ruder alleine übernahm, das problem ist nur: wenn man sich dabei gut anstellt, kann das zu überstunden führen. es ging also bis 9 uhr, und hätte ich gewusst, dass „no good“ von the prodigy auch heute noch zündet, hätte ich die schon früher gespielt. kurzer hardcore-terror mit trashigen bootlegs zum schluss, um den abend mit „windowlicker“ abzuschließen.
dazu noch das erste mal zum kickern gekommen, es war also ein vielseitiges vergnügen.
pünktlich zum stressfreien aufbau vor ort, jedoch hätte ich mir im vorfeld eine menge stress gespart, wenn mir früher eingefallen wäre, den modus der bisher in ableton gewarpten tracks von „texture“ auf „complex“ (respektive „complex pro“) umzustellen. das hat nämlich weite teile der vorbereitung in anspruch genommen, und auch auf einem macbook mit 2,4 ghz dualcore-cpu geht das auch bei ca. 2.000 dateien nicht so fix.
also verließ ich mich bei der vorbereitung auf bewährtes, einige neue tracks fanden dennoch den weg in das set. erste probleme gab es 20 minuten nach beginn: unangenehme verzerrungen nur an bestimmten stellen (meistens der eins beim takt). panische fehlersuche: lag die externe soundkarte zu nah an der monitorbox? lag es am feedback, weil sie nicht auf einer weichen unterlage platz gefunden hatte? war das ein fehler der pa? lag es am xone:92? alle verzweifelten problemlösungen liefen ins leere, ich musste also irgendwie bis zum schluss damit zurechtkommen. wirklich entspanntes arbeiten war das nicht, aber scheinbar ließ sich das publikum davon nicht beirren. ab 1h30 war die tanzfläche gut gefüllt, dj flush ließ mich dankenswerterweise gleich bis kurz vor 3 uhr weitermachen, obwohl das set wesentlich kürzer angelegt war. da rutschten nachträglich noch einige tracks hinein, so dass das kind mit dbx, green velvet, klockworks oder horizontal ground geschaukelt werden konnte.
trotz aller widrigkeiten also eine gute arbeitsgrundlage für dj flush, der mit knochentrockenem chicago-funk fortsetzen konnte und die meute bis zu meinem aufbruch um 3h45 sehr souverän im griff hatte.
daheim am nächsten tag weitere fehlersuche: da ich in ableton immer intern mitschneide (für diejenigen, die es nicht wissen: es werden nur die midi-signale aufgezeichnet, danach wird ggf. die audio-datei gerendert), konnte ich mir das set an den betreffenden stellen nochmal zu gemüte führen. es kam nicht zum berühmten vorführeffekt – die verzerrungen waren auch auf meiner heimischen anlage deutlich zu hören. die lösung lag – ganz profan – an der zu niedrig eingestellten latenz der soundkarte. prompt hatte ich die auf 2048 samples angehoben, verschwand jegliche verzerrung. die dadurch entstehende verzögerung beim track-start war zu vernachlässigen, insofern waren die weichen für ein entspannteres set vor publikum gestellt. als weiteren arbeitsschritt stellte ich einige der zuvor hastig auf „complex pro“ umgemodelten tracks auf den cpu-schonenderen „complex“-modus um, der seither auch mein bevorzugter standard-modus zum warpen ist.
unter’m strich also ein abend, an dem es für mich eine menge zu lernen gab. angenehm voll war es obendrein, so dass das spielen trotz aller bedenken doch irgendwie laune machte.
angekommen bin ich kurz nach mitternacht, um endlich alex.do zu hören. da wurde ich auch keineswegs enttäuscht. ja, in der letzten stunde war eine platte dabei, die so nicht in den kontext passte, aber das ist eine marginalie. hätte selber gerne mit anfang 20 so einen geschmack und die dazugehörige technik besessen, da kam schon ein wenig neid auf.
the marx trukker mit ansehnlichem gerätepark (spacecho, kaoss pad, jomox, novation launchpad), vielen analogen sounds, bei konstanten 125 bpm und headbanging auch mit vollem einsatz bei der sache.
herrschte nur bei abe duque in der woche zuvor noch volles haus, wollte sich der großteil der zielgruppe keine vielversprechenden neuen gesichter anhören und blieb bei frost und matsch zu hause. so müssten sich gegen 3 uhr vielleicht 20 leute im laden getummelt haben, wo ich nicht damit rechnen musste, groß überstunden zu machen. aus der perspektive eines pflichtbewussten studenten, der um 10 uhr früh in der vorlesung sitzen möchte, ist das natürlich ein gewinn an zeit für den schlaf, andererseits bereitet man sich natürlich für mehr vor.
dank digitalisierung des auflegens ist das aber wenigstens kein problem mehr für den rücken, weil macbook, controller und das ganze zubehör bedeutend weniger wiegen, und außerdem hat’s – trotz der wenigen anwesenden – echt spaß gemacht. vielleicht, weil ein paar anhänger des fanclubs vor ort waren, aber vielleicht auch, weil die wenigen leute wenigstens getanzt haben. so wurde es für mich eine kurzweilige stunde mit viel detroit, keinen fehlern und interessantem aufbau, da meine wahl bzgl. des tempos auf 130 bpm fiel. angesichts der umstände vielleicht etwas forsch, ließ sich aber bis zum ende durchhalten, was wieder ein beleg dafür war, dass druckvolle sets keine frage des tempos, sondern der auswahl an tracks sind.
fast auf den tag genau ein jahr nach meiner premiere dort, wird hoffentlich nicht die kälteste nacht seit langem, auch wenn man von diesem winter schon ein wenig was gewohnt sein könnte.
killin‘ me
beni (null records / berlin)
dj flush (killekill / berlin)
stype (killekill / berlin) -ableton-set-
ab 23 uhr
5 euro
den genauen spielplan liefere ich, sobald vorhanden, nach. bin wieder am anfang dran, bis 2 uhr.
ja, kalt war’s, vergleichbar mit dem letzten jahr. da war es aus sorge um die mitgebrachte elektronik nicht verkehrt, eine halbe stunde vor öffnung der tore aufzutauchen. brachte das privileg mit sich, ein noch dunkles so36 betreten, vor allem aber in ruhe aufbauen zu können. das dj-pult stand nach wie vor in nähe der bar, nach verrücken der monitorbox war auch der versatz zwischen pa und arbeitsplatz weitestgehend vergessen.
grober schnitzer meinerseits nach ca. 25 minuten – als ob man aus fehlern nicht lernen könne, war es wieder einmal die versehentlich gedrückte leertaste in ableton live. hat man zuvor noch die interne aufnahme scharf geschaltet, beginnt die wiedergabe beim anfang des sets und nicht – wie normalerweise in der session-ansicht – bei den gerade angewählten tracks. führte zu einer flucharie im selbstgespräch und sonst zu keinerlei konsequenzen – war zu dem zeitpunkt noch leer genug. danach lief das set ohne zwischenfälle weiter, und weil man hinterher natürlich immer schlauer ist: die wiedergabe wird an dem punkt ihres abbruchs fortgesetzt, wenn man shift und die leertaste zugleich drückt.
sonst ein set, was ich irgendwie schwer einschätzen kann. risiken bin ich nicht eingegangen, eben die mischung aus der aktuellen berliner techno-welle mit detroit und chicago gewürzt. für die house-note losoul und carl craig, etwas acid-house durfte es auch sein – solider standard, würde ich sagen. da es nur spärlich besucht war, fiel die resonanz auf der tanzfläche entsprechend aus. zwar war ein harter kern immer wieder am tanzen, aber irgendwie sprang der funke nicht auf alle anwesenden über, wo man jetzt spekulieren könnte, ob mehr mut meinerseits da abhilfe geschaffen hätte oder ob jede mühe vergebens gewesen wäre.
flush übernahm pünktlich um 2. da ich aufgrund der lieben arbeit recht zeitig aufbrechen musste, bekam ich von seiner behutsam zusammengestellten auswahl aus detroit, acid und no future nur periphär etwas mit. ab 3 uhr soll es sich dann noch etwas mehr gefüllt haben, nur war ich dank der anbindung mit nachtbussen (auf der n47 werden die kleinsten busse eingesetzt, die ich jemals zu gesicht bekommen habe – eigentlich war das ein besserer neunsitzer) zu der zeit schon daheim.
cookie-zustimmung verwalten
ich verwende cookies, um diese website und den service zu optimieren.
Funktional
Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.