Mai 112018
 

an sich hatte ich vor, mich hier aufzuwärmen und dann ins gretchen weiterzuziehen, weil dort heute mala gastiert, der gleich vier stunden spielen wird. beiden clubs ist gemein, dass ich sie noch nie besucht habe.
da mir der sinn momentan aber nicht nach dem tanz auf mehreren hochzeiten steht und im zweifel lieber den fortbestand einer sympathischen non-profit-bar in neukölln sichere (den der gelegenheiten, deren 12. geburtstag hier gefeiert wird und denen die eintrittsgelder zugute kommen), bleibe ich gleich da, anstatt nur für drei stunden.

ablauf
upstairs
00h00 kaletta
03h00 rvds
06h00 resom & finn johannsen
09h00 dunkelmeyer
downstairs
01h00 s ruston & golden medusa
03h00 ioth live
04h00 dolphins (benedikt frey & menqui)

eintritt
10 euro

Apr 262018
 

station numero zwei nach dem anstoßen im about blank.

ablauf
00h00 golden medusa
02h30 machine woman live
03h30 djrum
05h30 konx-om-pax b2b beckett

eintritt
12 euro

nachbetrachtung

ich werde mir mal bis auf weiteres angewöhnen, das fazit an den anfang zu stellen: die leisure system machte ihrem eklektischen ruf mal wieder alle ehre. einzig machine woman blieb für mich hinter den erwartungen zurück, dafür hat djrum sie übertroffen. golden medusa spielte eine couragierte premiere und beckett sowie konx-om-pax betrieben schönes stylehopping zum schluss, wobei ich weit vor dem putzlicht gegangen bin.

gegen 1 uhr nachts war ich da und erstaunt / froh darüber, dass die schlange länger als bei der letzten leisure system war. drinnen auch schon wenigstens halbvoll. golden medusa mit vinyl, sichtlich angespannt (wer wäre das nicht bei der premiere?), dabei technisch nicht immer auf den punkt, konnte dies aber gut kaschieren. habe mir sagen lassen, dass sie mit vinyl noch nicht allzu lange spielt, und dafür ging das in ordnung – erst recht in bezug auf ihre auswahl. kostprobe:
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bleibt damit auf dem radar.

von machine woman hatte ich ihre veröffentlichung auf peder mannerfelts label im hinterkopf und war entsprechend enttäuscht, dass sie ein ziemlich statisches techno-set spielte. für mich wäre also vor dem hintergrund ihrer produktionen weitaus mehr drin gewesen, zumal experimente in dem rahmen auch locker möglich, wenn nicht gar erwünscht sind.

djrum machte dafür von anbeginn an klar, dass vielfalt, experimentierfreude und tanzbarkeit sehr schön hand in hand gehen können und war beim setaufbau logischer als beim letzten mal im ohm.
auswahl (bis auf den ersten track musste shazam helfen):
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konx-om-pax und beckett fingen erst einmal mit drum&bass an, was nicht nur oben im berghain toll klingt, sondern dank der einige zentimeter dicken betonwände auch in der säule ganz schön massiv. der gewollte tempibruch zurück auf techno war auch dabei. ob sie das noch ein weiteres mal getan haben, vermag ich nicht zu sagen, da ich bereits um 7 uhr gegangen bin. gefreut habe ich mich jedenfalls über „beep street“ vom für mich immer noch besten squarepusher-album sowie modeselektors „raveanthem“.

die nächste ausgabe ist dann ende august, was dann auch gleich das zehnjährige jubiläum wird. da hoffe ich einfach mal darauf, dass sie es wieder eine nummer größer begehen.