[berlin / 26.10.2018] tresor: tresor x carbonate coke club tour collective

ein weiterer getränkekonzern schickt sich an, seine fußabdrücke in den clubs zu hinterlassen. da hierbei aber scheinbar dem tresor-booking freie hand gegeben worden ist, soll mir das recht sein. wird auftakt eines ambitionierten wochenendes.

tresor
00h00 zadig
04h00 surgeon
07h30 hector oaks

globus
00h00 axiom
03h00 moritz von oswald live
04h00 anna haleta
06h30 vco

eintritt
12 euro

nachbetrachtung
war immerhin kurz vor 2 uhr vor ort und damit noch pünktlich zu axiom, der (wen wundert’s) kein bisschen was verlernt hat und strikt electro spielte.
das branding seitens des allseits bekannten getränkekonzerns war dabei gerade so diskret, wie es sein musste. oben gab einen stand sowie mitarbeiter, die mit getränkemarken für brausen aus deren hause herumgingen (und denen man erklären durfte, weshalb man diese marken ablehnt). unten ein stets beleuchteter „carbonate“-schriftzug auf einem blechschild oberhalb des dj-pults. aber das noch dezent genug, dass das restliche licht nicht davon beeinträchtigt war.

moritz von oswald fing verhalten an, aber nach einer viertelstunde kamen die bekannten qualitäten durch – also ein dubtechno-loop, der quasi ewig weiterlaufen könnte und zum tanzen sowie zur meditation zugleich geeignet war. natürlich reif für eine veröffentlichung. der rest blieb dann wenigstens tanzbar und damit ein sehr schönes beispiel für die peaktime im globus. oder auch: hat er wieder einmal gut gemacht.

surgeon spielt tatsächlich nicht mehr mit ableton live, sondern mit automatisch synchronisierten cdjs. heraus kam an diesem abend eines der für mich besten techno-sets 2018. viele eigenproduktionen (radiance, death before surrender), aber auch von mir unterschätzte tracks wie „phosphene“ von drax im remix von perc & truss, „k tune“ von heiko laux & teo schulte aus den tagen, in denen ich kanzleramt nicht mehr auf dem zettel hatte und  das kurz zuvor neu aufgelegte „last voyage“ von code 6 / joey beltram als abschlusstrack.

hector oaks begann danach tresor-typisch hart, trocken, ließ dabei nicht andeuten, dass viel abwechslung drin wäre. daher war’s einfach, den vorsatz umzusetzen, vor der staub noch eine runde zu ruhen.

[berlin / 23.10.2018] festsaal kreuzberg: orbital

in der diesjährigen mission, konzerte lebender legenden zu besuchen, geht es heute im festsaal weiter. los geht es um 20 uhr, support kommt von delfonic.

nachbetrachtung
mache ich schnell: unaufgeregt-unprätentiöses warm-up durch delfonic, der damit genau richtig lag. orbital haben mit ihren neuen sachen die grenze zum kitsch für mich weit überschritten, aber „halcyon“ mit der aus funk und musikfernsehen bekannten kombination von „heaven is a place on earth“ und „you give love a bad name“ durfte nicht fehlen. „the box“ haben sie aber leider nicht gespielt, was in der extralangen album-variante eine schönere sache gewesen wäre als die meisten neuen.

da ich aber erstens in diesem leben kein trance-connaisseur mehr werde und zweitens nicht jetzt schon in das (schönen dank an die fantastischen vier) „die alten sachen fand ich ja ganz gut“-muster verfallen möchte: ich habe herren im besten alter mit spaß an der freude auf der bühne und als sehr sympathische geste direkt danach noch am merchandising-stand gesehen, bin musikalisch stellenweise mitgerissen worden, kann nun einen haken dahinter machen. muss jedoch nicht nochmal hin, wenn sie hier sind. das ist bei underworld anders.

[berlin / 19.10.2018] berghain: pan x mannequin

die pan-nacht vor zwei jahren war musikalisch mit eine der besten, und wegen objekt ist es eh klar.

berghain: pan
00h00 crystalmess b2b toxe
01h30 slikback
03h00 pelada live
04h00 tzusing
05h30 amnesia scanner b2b bill kouligas
07h00 objekt

panorama bar: mannequin
00h00 jasss
03h00 legowelt live
04h00 identified patient
06h00 alessandro adriani b2b phase fatale

eintritt
12 euro

nachbetrachtung

am 13. märz 2025, dankenswerterweise hatte ich das in der restrealitaet etwas ausführlicher abgehandelt, den beitrag nur noch nicht hierher kopiert. hier also jetzt endlich in leicht redigierter form.

für mich musikalisch locker in der top 3 der berghain-besuche anno 2019. keinerlei ausreißer nach unten, wenigstens gut (pelada), meistens außergewöhnlich. legowelt gefällt mir immer besser, wenn er rauher spielt. für seine verspielt-verträumteren tracks muss ich in der stimmung sein, glücklicherweise war er hier auf ersteren pfaden unterwegs.
identified patient mit viel electro, kleinem drum&bass-ausflug, tzusing mit viel uk-einschlag und etwas techno zwischendrin. amnesia scanner und bill kouligas zunächst samstags-kompatibel, zweite hälfte aber im positiven sinne ravig („six days“).

(fanboy-brille an) objekt wieder mal kandidat für das set des jahres. begann mit techno (u.a. die neue blawan), war aber nach einer dreiviertelstunde bei hardcore angekommen, wo shazam regelmäßig versagt hat. sollte jemand vor ort gewesen sein, der*die tracks aus dem stegreif weiß, bitte bescheid geben. tippe u.a. auf drop bass network, aber hab deren diskographie nicht mal ansatzweise durchgearbeitet. dann über halftime und polyrhythmie zurück zu electro, womit er das kunststück vollbracht hat, den floor ab kurz vor 9 uhr bei hellem, das ende andeutendem licht nochmal zu füllen, so dass erst um 9:30 uhr schluss war. wahn-sinns-set! (fanboy-brille aus)

notierte tracks

slikback
swimful – bounce
rabit – straps
(beides zum ende seines sets)

identified patient
legowelt – disco rout
photonz – aquarian ball
dj gigola & kev koko – papi

tzusing
ancient methods – swordsplay

amnesia scanner / bill kouligas
e-saggila – pattern obgliation
hdmirror – total
antonio & cristiano – ragga jump (direkt nach der hdmirror)
evil grimace – 3 litres (nach „ragga jump“)
jon piemel – inhale
jimmy j & cru-l-t – six days

objekt
blawan – many many pings
loraine james – london ting, dark as f**k
bryte – mama dey party
hyph11e – tinnitus (direkt danach)
badsista – montagem da xereca
33emybw – 冬虫夏草
doctor jeep – snake eyes
tsvi – realm of jabarut
etch – swirls & spirals
djc – cc101
chants – kitka rhythm
reptant – lizard theme
ganx – really real
quirke – ttransport craving
cobblestone jazz – india in me (direkt darauf)
simo cell – stop the killing
suicide – rocket usa (schlusstrack)

[berlin / 06.10.2018] berghain: klubnacht

nachdem der herr dettmann das letztens mit miss kittin in der oberen etage ganz schön gut gemacht hat, zwei hamburger legenden dort auf dem zettel stehen und mein erklärter lieblings-resident auch noch unten dabei ist, war klar, dass das der oktober-termin für mich wird.

klubnacht

berghain
00h00 pete
04h00 headless horseman live
05h00 xhin
09h00 pär grindvik
13h00 sunil sharpe
17h00 marcel dettmann
21h00 function
01h00 sigha

panorama bar
00h00 murat önen
04h00 or:la
08h00 krystal klear
12h00 justin cudmore
16h00 boris dlugosch b2b klaus stockhausen
20h00 gerd janson
00h00 midland

eintritt
18 euro

nachbetrachtung
ohne wenn und aber: das war für mich einer der top-5-sonntage anno 2018 an ort und stelle, woran die beiden front-residents maßgeblichen anteil hatten.
insgesamt 17 stunden – einmal acht, einmal neun.

pete war wie immer eine bank. dachte so bei mir, dass er schon ordentlich gas gibt, als ich die stufen um 1:30 uhr nach oben ging. aber das baute er feinfühlig ab und wieder auf. headless horseman spielte zu beginn eher bassline-orientiert, zweite hälfte eher industrial-geprägt. nichts zu meckern. xhin gefiel mir gegen 6:30 uhr am besten, als er für 15-20 minuten tracks ohne gerade kick spielte und damit auch den floor um ein drittel leerte. ansonsten nichts für mich nennenswertes.

für justin cudmore und or:la gilt das gleiche: treibend, ohne beliebig zu klingen. merke ich mir. bei letzterer gab es einen schönen streifzug durch diverse stile (electro u.a.). zwar passten ein paar tracks in der letzten halben stunde harmonisch nicht zusammen, aber dafür stimmte die auswahl. schön auch, dass die sounds eher rauh waren.
sunil sharpe (wir sind längst schon bei der zweiten schicht) funktional und technisch versiert wie immer. aber komischerweise spielte sich das geschehen für mich vielmehr in der panorama bar ab, so dass ich von ihm nicht mehr als zehn minuten mitbekommen habe. marcel dettmann vielfältig wie immer, also auch gerne mal wavig oder electro, aber im gegensatz zu function hat er es mit dem gain imho zu gut gemeint. da klangen die mitten mit elacin in den ohren ganz schön schneidend. bei function fand ich es bemerkenswert, dass er die anlage zumindest bis 22h30 nicht so sehr über dem limit betrieben hat wie vor seiner auszeit (maximal bei 110 db). stilistisch eher trippig, so wie seine sandwell-produktionen.

das duo dlugosch / stockhausen spielte einfach jahrzehntelange erfahrung aus. so konnte auch prince („when doves cry“) oder propaganda („p:machinery“) untergebracht werden, ohne dass das fremd wirkte. tolle reise durch gemeinsame drei jahrzehnte geschichte mit tanzmusik, was auch einige in die panorama bar lockte, die vom äußeren eindruck her damals im front dabei gewesen sein könnten.

notierte / per shazam identifizierte oder (das gilt bei den herren dlugosch / stockhausen) restreale schwarmintelligenz zusammengetragene tracks:
zeigen

[berlin / 28.09.2018] about blank: staub

aufgrund der grizzlynation am samstag / sonntag / montag startet die september-staub freitagnacht und geht bis samstagmittag.

ablauf
mdf
00h00 ekserd
03h00 acierate
06h00 caleb esc
10h00 katja & hagen

lobby
00h00 manfred tiek
03h00 the lady machine
06h00 verboten

zelt
03h00 dynamo dreesen
06h00 holidays in chernobyl

garten
09h00 i.nez
11h00 carsten jost

nachbetrachtung
für mich eine von vorne bis hinten runde sache – zumindest in den zehn stunden, die ich ab 3 uhr da war.

the lady machine hat ihren bei der bewegungsfreiheit hinterlassenen eindruck nochmal bestätigt und glänzte nicht nur mit technischer, sondern auch geschmacklicher sicherheit bei gleichzeitiger vielfalt.
auswahl: zeigen

caleb esc hat’s wie immer geschafft, mir tracks außerhalb meines beuteschemas so zu präsentieren, dass es mir nicht langweilig wurde. gut, die „isolation“ von function auf sandwell geht immer, bei „subshell“ im pfirter-remix (original von exium) musste shazam nachhelfen, bei „the concept of irony“ von uun ebenfalls.
von verboten habe ich nur wenig mitbekommen, aber dort blieb „music for films“ von dj hell sehr positiv hängen.

i.nez‘ letzte halbe stunde war in der tat schöner vorbote dessen, was carsten jost zu einem für mich komplett schönen abschluss der blank-gartensaison machte. wo inez mit dingen wie „some kind of up and down yes“ von efdemin, direkt gefolgt von „fine day“ in der interpretation von erlend oye die sich langsam erhöhenden temperaturen begleitete, setzte carsten jost dies in der ersten stunde mit deephouse fort. ich war im positiven sinne neidisch darauf, wie harmonisch das alles ineinander lief.
dank prescription-werkschau auf rush hour letztes jahr kann ich da wenigstens eines benennen: „i feel the rhythm“ von ron trent.
bevor ich gegen 13 uhr ging, war er bei electro angelangt, u.a. mit „transit“ von tracey, „eternal return“ von reedale rise und auch dem immer wieder gern genommenen „destroy him my robots“ von anthony rother. „lovelee dae“ von blaze war als hit dann aber für mich der moment, nach dem ich mich entschied, dass es nicht schöner werden konnte bzw. ich mit der erinnerung an diesen moment im garten ganz gut einschlafen könnte. wurde ohnehin zeit.

[berlin / 22.09.2018] fiese remise: bewegungsfreiheit #13

der diesjährige herbsttermin ist zumindest ortstechnisch eine premiere. und um so viel interna preiszugeben: es ist erst seit gestern wirklich fix, dass ich spiele. die anderen optionen für die eröffnung des hauptfloors hatten entweder keine zeit oder nicht geantwortet, was mich aktuell in die lage bringt, die festplatte nach allem, was nicht zu sehr techno ist, zu durchsuchen.

filme
21h30 speechless / cloud making machine

oben
23h30 stype
02h00 maayan nidam
05h00 ruede hagelstein
08h00 mila stern

unten
01h00 maral salmassi
04h00 alan oldham
06h00 stefan rein

eintritt
10 euro, kommt wie immer geflüchteten und deren protest- sowie unterstützungsstrukturen zugute.

nachbetrachtung

kommt am 17. juni 2025 und ist dank der restrealitaet rekonstruiert.

1600 euro an spenden, was für eine premiere in einer neuen location ziemlich gut ist.

dann: wer cloud making machine noch nicht gesehen und die nicht mal anderthalb stunden zeit hat, sei dies nachdrücklich empfohlen.

besonderheit: die mate-vorräte waren vor ende der party aufgebraucht, auch noch nicht erlebt.

weitere besonderheit: der rane mp 2015. stand auf dem rider von maayan nidam, wurde extra angemietet und der einfachheit halber den abend über stehengelassen. leider war das rückkopplungsproblem bei den technics immer noch aktuell (zur erinnerung: die remise hatte die ständer der monitorboxen mit dem dj-pult verschweißt, was sich mit cdjs verträgt, jedoch nicht mit plattenspielern). hatte mir für die party die luftkissen zum darunterlegen bestellt, aber auch die schufen nur bedingt abhilfe. sie hat ihre drei stunden dennoch gekonnt absolviert.
es gab zu später stunde noch ein b2b2b zwischen mila, ruede sowie max schröder, den ruede einfach mal mitgebracht hatte.

zugegeben: vom keller erinnere ich mich nicht an viel. nur daran, dass maral den plastikman-remix von robotmans „do da doo“ spielte, alan oldham wie so häufig mit „‚bout to bang it“ anfing. aber an stefan rein hab ich überhaupt keine erinnerungen mehr.

ach ja, selbstevaluation: reicht zwar nicht dafür, dass ich es für die nachwelt hochlade, aber vom langsamen einstieg mit „ruff way“ von rhythm & sound über niederflur bis roy davis jr war’s eine stets aufwärts zeigende kurve – auch bei den leuten auf der tanzfläche. war also (gerade in anbetracht der kurzen vorbereitungszeit) zufrieden mit dem improvisationsergebnis.

[berlin / 08.09.2018] berghain: klubnacht

spontanbesuch zum lieblings-resident und dann noch später hören, was miss kittin heutzutage so spielt.

klubnacht

berghain
00h00 marcel dettmann
05h00 aleksi perälä live
06h00 valesuchi
10h00 pete
14h00 exterminador
18h00 ben klock
22h00 silent servant
02h00 courtesy

panorama bar
00h00 rabih beaini
04h00 philipp gorbachev live
05h00 mick wills
08h00 mark knekelhuis
11h00 lennart wiehe
14h00 marcel dettmann
18h00 miss kittin
22h00 marcellus pittman
02h00 francois x

garten
12h00 job jobse
15h00 soundstream

eintritt
18 euro

nachbetrachtung
auch wenn es ein ungeplanter dritter besuch innerhalb von zwei wochenenden war: es war auch dieses mal musikalisch überzeugend. gegen abend wurde es sogar schwierig, sich zwischen der atmosphäre im garten und der in der panorama bar zu entscheiden, weil miss kittin und marcel dettmann sich gegenseitig zu höchstleistungen anstachelten.

aber besser der reihe nach. valesuchis halbe stunde, die ich noch mitbekommen habe, war melodisch und damit für uhrzeit und raum passend, aber nicht mein beuteschema.
pete bleibt seiner rauhen schule einfach treu, damit war erstens genug platz und zweitens schon früh der moment erreicht, an dem ich mich am meisten verausgaben konnte. da das auflegen mit cdjs bei ihm aber dazu führt, dass er wenigstens zwei tracks parallel laufen lässt, versagt shazam regelmäßig. aber so einige stammgäste aus seinen sets waren wieder dabei: „floaters“ von joey beltram, „division de lignes“ von jeff mills, „latifah“ von ihm selbst (keine ahnung, welche der versionen), „model friendship“ von regis. kurzum: einfach immer noch der beste der residents.
von lennart wiehe ist mir oben noch „running“ von moderat sowie „master and servant“ von depeche mode in erinnerung, was zu dem zeitpunkt auch gut klar ging. marcel dettmann hat mir im anschluss und in den nächsten acht stunden aber nachdrücklich ins gedächtnis zurückgerufen, dass ich mir kein weiteres gutes jahr zeit lassen sollte, bis ich ihn das nächste mal höre. das war ein formidabler ritt durch ebm, wave, house, techno, electro, (italo-)disco und vielem dazwischen und das gewann durch das spontane back-to-back mit miss kittin (die auch absolut nichts verlernt hat und ihren slot mit marcel teilte, nachdem sie gegen 16 uhr gemeinsam angefangen hatten) noch an fahrt. bei exterminador tat sich für mich irgendwie zu wenig, wenn ich mal vorbeischaute. allerdings ist „scorn“ von surgeon definitiv keine schlechte wahl – das war in seiner letzten halben stunde.
trackauswahl panorama bar zwischen 14 und 22 uhr:
zeigen

job jobse nur kurz mitbekommen (force legato – system, das blieb hängen), und wegen der stimmung (könnte ja das letzte mal für mich in diesem jahr im garten gewesen sein) auch hin und wieder bei soundstream vorbeigeschaut, der auch ungewohnt hittig spielte: „finally“ von cece peniston, dee-lites „groove is in the heart“, direkt gefolgt von „revolution 909“ von daft punk. sonst noch „show me love“ von robyn s. (mit beeindruckender textsicherheit des publikums), „nuthin wrong“ von tyree, „work it“ von dj sneak, „keep on jumpin'“ von musique zum schluss – wobei er noch „you make me feel (mighty real)“ von sylvester spielen wollte, aber punkt 20 uhr musste im garten schluss sein und er hatte wie nd eine woche zuvor schon eine stunde länger gespielt als eigentlich geplant. klar könnte man gerade ihm bequemlichkeit unterstellen, weil er in seiner auswahl normalerweise tiefer geht, aber den reaktionen nach war das goldrichtig.

nach dem schluss im garten ging zumindest auf den tanzflächen für mich nicht mehr viel. war aber auch ok, da pete, marcel dettmann, miss kittin und soundstream mich ganz gut auf den beinen halten konnten. bei ben klock war ich erneut überrascht, dass er tracks mit wiedererkennungswert spielt („blue sex drops“ von robert görl bspw.), bei silent servant meine ich, „black technician“ von robert hood wiedererkannt zu haben. aber da der wiedereinstieg in die arbeitswoche rief und mir nicht nach dem üblichen sonntagabendgetümmel war, überließ ich den spaß ab 23 uhr den anderen und ging definitiv ausgeglichener nach hause als ich angekommen war – wohlwissend, den für mich passenden füllgrad abgepasst zu haben.

[berlin / 01.-02.09.2018] about blank: warning

gerade im berghain warmgetanzt, der abschluss folgt hier.

mdf (start in der nacht von samstag auf sonntag)
01h00 benedikt frey & menqui
04h00 lou karsh live
05h00 dj normal 4
09h00 rvds
12h00 golden medusa & s ruston
15h00 erik jäähalli live
17h00 joakim cosmo
18h00 five o‘ clock traffic live
19h00 joakim cosmo
20h00 villa abo live
21h00 joakim cosmo
23h00 textasy live
01h00 luca lozano

lobby
22h00 phaser boys
00h00 vladimir ivkovic
03h00 philipp otterbach
05h00 rearview radio
07h00 frinda di lanco
09h00 pause
22h00 ll/dj
00h00 init live
01h00 anna haleta b2b resom
05h00 miriam schulte

garten
19h00 dj normal 4
21h00 wolf müller & niklas wandt live
22h00 pause
09h00 bufiman
11h00 robert audien
14h00 uta b2b gigsta
17h00 giraffi dog live
18h00 sons
21h00 your planet is next live

zelt
23h00 past forward
01h00 bad boy baader
03h00 past forward

hütte
00h00 erik berg
02h00 dj rainbow

eintritt
15 euro

nachbetrachtung
in erster linie habe ich bei der party die nebenwirkungen von drei nächten hintereinander ausgehen sowie zwischenzeitlichen gastgeberpflichten gemerkt. die zur restenergiemobilisierung bestellte club mate konnte da nur kurz abhilfe schaffen. mächtiger hingegen war die couch oben an der garderobe, auf der ich mir auch die (schon berechtigte, im ton dennoch ungewohnt harsche) ansage der tür abholen durfte, dass ich nach hause gehen solle, wenn ich schlafen will.

davor stand ein lupenreines electro- bzw. breaks-set von luca lozano bei wenigstens 140 bpm (davon nur „detroit party train“ von detroit in effect erkannt) sowie ein live-act von init bei ca. 100 bpm, der mich gerade nach dem berghain und der mehr oder minder hintergründig vorhandenen müdigkeit lieber auf den mdf wechseln ließ. die wechselwirkung aus koffein und dem schnellen tempo dort erwies sich einmal mehr als motivationshilfe.
hatte mir die ansage auf der couch dennoch zu herzen genommen und mir daher 6 uhr früh als aufbruchszeit gesetzt, um wenigstens eine stunde miriam schulte mitzubekommen, die den rahmen bravourös nutzte, um ausschließlich ungerade tracks zu spielen. dabei „ivy“ von pangaea, was generell und besonders zum schluss eine schön couragierte wahl war. von der atmosphäre her hatte ich den eindruck, dass auch endlich die organisatoren anfangen konnten, spaß zu haben – war es doch der typische zeitpunkt, an dem sich der harte kern versammelte und das wesentliche eh gelaufen war. hatte daher was (auch blank-typisch) familiäres. falls bei der nächsten ausgabe also mal wieder nichts anderes dazwischenkommt, bin ich länger (und definitiv fitter) dabei.

[berlin / 01.09.2018] berghain: klubnacht

eines der berühmt-berüchtigten doubles, bei denen ich hoffe, es rechtzeitig zu shackleton zu schaffen. ansonsten hat stephanie sykes vor zwei wochen auf dem 7001 einen so guten eindruck hinterlassen, dass ich auch für sie ein bis zwei stündchen anpeile.

klubnacht

berghain
00h00 dr. rubinstein
04h00 shackleton live
05h15 december
09h00 solaris
13h00 stephanie sykes
17h00 dasha rush
21h00 blawan
01h00 dvs1

panorama bar
00h00 honey dijon
05h00 shaun j. wright
09h00 kim ann foxman
13h00 pause
19h00 the hacker
22h00 dj hell
01h00 the black madonna

garten
12h00 josh cheon
16h00 nd_baumecker

eintritt
16 euro

nachbetrachtung
aufgrund eigener gastgeberpflichten hat das mit dem mitnehmen des warm-ups von dr. rubinstein und shackleton mal so gar nicht geklappt. es wurde stattdessen der frühe nachmittag zu stephanie sykes, die eine genauso grundsolide mischung aus funktionalen tracks über die funktion one jagte wie zum 7001. sie hatte zumindest für mich aber leider das pech, dass der spätsommer noch so gut mitspielte und josh cheons set draußen super dazu passte. gut, mit hits wie „miura“ von metro area macht man auch mehr als zehn jahre nach erscheinen nichts falsch, aber so richtig gepunktet hat er mit „bego bego iran“ von faramarz assef. das war dort wahrscheinlich ein großer hit, aber durch die fokussierung auf clubmusik aus den etablierten nationen geht das hier total unter. den herrn merke ich mir daher aufgrund seiner mühen, die er sich mit seiner auswahl macht.
allgemein bekannt ist auch, dass man mit nd_baumecker immer gut fährt – da machte das set keine ausnahme. schön zwischen house und breakbeats neuerer schule wechselnd und dabei auch um 1980er-pop nicht verlegen. in dem fall „the sun always shines on tv“ von a-ha, was ich auch nach 30 jahren immer noch besser als „take on me“ finde. sonst „in here“ von joy orbison & boddika, „together“ auf roulé oder „live goes on“ von sound stream. durfte auch gleich eine stunde länger machen (also 20 statt 19 uhr), weil es überall gut gefüllt war.

eine überraschung war für mich the hacker, der in der ersten hälfte viel weicheren ebm und wave spielte. zum schluss hin beinahe ravig („neue dimensionen“ von techno bert) und (fast schon zu erwarten) electro wie „sterilize“ von dopplereffekt. sollte man also auch nach wie vor auf dem zettel haben.
blawan ließ sich unten funktional wie in den letzten jahren zuvor auch an, aber da ich noch zur warning ins about blank und mich überhaupt noch stärken wollte, fand ich es auch ok, vor 22:30 uhr aufzubrechen. mehr als nur zufriedenstellend war der besuch eh mal wieder.

[berlin / 31.08.2018] berghain: 10 years of leisure system

genau genommen wäre das zehnjährige im september, aber gratulieren ist ehrensache.

berghain
00h00 dream sequence
03h00 dopplereffekt live
04h00 mumdance
06h00 barker b2b danny daze

säule
00h00 nabibah iqbal
02h00 the field live
03h00 max cooper
05h00 silvia kastel

eintritt
15 euro

nachbetrachtung
endlich mal wieder n>e>d gehört (der hier als dream sequence an den start ging). der spielte erstmal traditionsbewusst: lfo – simon from sydney, gefolgt von aphex twin – ptolemy, gegen ende „bone sucka“ von pangaea, den ich als track beim ersten hören via boomkat tatsächlich unterschätzt hatte.
runter in die säule, wo nabibah iqbal passenderweise mit afx aufhörte, und zwar „5 how to science 2 ab6“, was aus seinen soundcloud-uploads stammte.
the field mit schön verträumten tracks, aber mir wollte nicht ganz in den kopf, warum die übergänge dazwischen so disharmonisch waren, wenn produktionsseitig so viele melodieschichten übereinandergelegt werden, dass es in den einzelnen stücken passt. evtl. wäre hier die separate präsentation der tracks mehr gewesen.

so geschah das bei dopplereffekt. jeden track einzeln für sich stehenlassend, da gingen auch tempiwechsel bzw. es konnten sich auch mal tracks ohne kickdrum dazwischen finden. für mich sehr gelungen.
in den ersten 20, 30 minuten bei mumdance dachte ich, dass das eine tectonic- oder different circles-werkschau wird. konnte ja keiner ahnen, dass er die zweite hälfte mit happy hardcore und drum&bass bestreiten sollte (und mich damit grinsend nach hause schickte).
trackauswahl:
zeigen

danach war ich im positiven sinne fertig. da ich nicht vorgeschlafen hatte, ließ ich die vernunft siegen und ging nach dem mumdance-set heimwärts, wo ich erfreut feststellte, dass es die happy hardcore-nummern bei junodownload zu kaufen gibt.