bill hat äußerst schnieke tracks produziert, regis einen davon geremixt, killekill bringt’s als dritte ep heraus. wird (neben noch etwas anderem) mit einem line-up zelebriert, was (mit verlaub) ziemlich gut zusammen passt.
ablauf club
anfang: stype ableton-set
dann: regis
danach: bill youngman live
schluss: dj flush lounge
im ständigen wechsel: alex.do & rødhåd
es wurde kurz vor beginn doch noch etwas eng mit dem pünktlichen start, da hatte ich den fußweg von der haustür richtung suicide etwas unterschätzt. im club angekommen, zeigte die uhr 23h55, das hat für den aufbau inklusive laptopständer, aber nicht für den soundcheck gereicht. dafür funktionierte alles auf anhieb, feineinstellungen am gain-regler kann man ja immer noch am anfang vornehmen, wenn es noch wenig leute sind.
vorgehensweise ähnlich wie im januar, weil’s da so gut lief und mir auch spaß machte. also etwas unbequemere mathematik zum anfang (wobei es schon lustig war, als der nachtmanager beim zweiten track – cyclo. – id#00 – ankam, auf den mixer schaute und zu mir meinte, dass der bass zu heftig sei und an der bar die gläser von der theke springen), dafür ein früherer dubstep-einstieg, wozu im gegensatz zum januar auch ein paar leute tanzten. das blieb auch nach dem umschwung zu techno (ostgut ton, robert hood, alte sleeparchive-sachen) stets im hintergrund präsent und das set damit wohl interessant genug, dass regis gegen 2h30 eine gut gefüllte tanzfläche vor sich hatte.
regis selber finde ich immer noch am besten, wenn er die alte schule zu gehör bringt. ist mir insbesondere am schluss positiv aufgefallen.
bill abwechslungsreich wie immer, so dass vom techno- bis zum breaks-enthusiasten alle zufriedengestellt werden konnten. fand ihn im januar etwas packender, aber das soll nicht davon ablenken, dass wieder sehr hohes niveau geboten wurde.
dies übrigens auch von den beiden herren im garten, die genau die schnittmenge zwischen techno, house und dub bedienten und damit so einige zum tanzen in der morgenfrische animierten, und auch dj flush in gewohnter form.
doch, ich hatte dank der zahlreichen anwesenden (insbesondere wegen des fanblocks), der konstant hochwertigen musikalischen unterhaltung und dem nach maß verlaufenen set ohne irgendwelche abstürze oder sonstigen schwierigkeiten eine menge spaß. von der allgemeinen zufriedenheit sollt ihr auch etwas haben, und zwar den mitschnitt dessen, was ich so fabriziert habe. komplimente oder verrisse gerne hier hinterlassen.
damit sind zwei überzeugende protagonisten des krake-festivals vom vergangenen august vertreten (flush als organisator des ganzen nicht mitgezählt), radioactive man natürlich live.
ankunft:
punkt 1 uhr, publikum noch recht übersichtlich. es gibt wieder den laser, aber der arbeitet jetzt bescheidener.
acts:
electro elvis: schon früh ganz schön hohes tempo, dazu im geraden 4/4-takt. in erinnerung ist mir das gute alte „emerge“ von fischerspooner im remix von junkie xl. hat sich auch ausgezahlt, dass er konsequent bei dem hohen tempo geblieben ist – das hat die neuankömmlinge gleich auf die tanzfläche gelockt. etwas mehr klassische 808-beats hätte ich dennoch ganz gut gefunden.
dj stingray: lebende legende, die leider im schatten hinter den anderen großen namen aus detroit steht. kann man aber auch ins positive wenden, da die mit drexciya und co. selbstgewählte anonymität die konzentration auf das wesentliche ermöglicht. heraus kommen dabei referenz-electro-sets, mit roboterhafter präzision gemixt, bis auf ein paar ausnahmen, die aber schnell korrigiert wurden. von der auswahl her nicht nur auf detroit beschränkt, auch die neue britische schule (boddika) kam zum einsatz. unbedingt empfehlenswert, für einsteiger, fortgeschrittene und connaisseure gleichermaßen.
radioactive man: wegen schwächelnder abendform nur am rande mitbekommen, aber wie bei der krake ausschließlich mit hardware und für electro prototypischen klängen. absolut sichere bank.
dj flush: anfang mit chicago, aber da ich nur die erste viertelstunde mitbekommen habe, kann ich zum rest des sets nichts sagen.
fazit:
ein abend, der das publikum durch die stilvorgabe gefiltert hat. es blieb zwar alles andere als leer, aber im vergleich dazu reißen die dortigen house-abende wohl ein bisschen mehr. kann aber auch daran liegen, dass allein auf electro konzentrierte abende in den vergangenen jahren in der stadt recht selten waren und der nachwuchs bei der fälschlichen verwendung des begriffs etwas verwirrt ist. das alles beiseite gelassen, kam man spätestens bei dj stingray (abräumer des abends) und radioactive man auf seine kosten. ich hätte mir nur eine etwas bessere form gewünscht, aber ehe ich auf der couch dort wurzeln schlagen konnte, bin ich um 5 uhr früh heim.
auf zum vierteljährlichen pflichttermin (aktueller stand der dinge: 51 von 60 seiten).
berghain: sub:stance
00h00-00h30: paul spymania
00h30-01h30: necta selecta
01h30-03h00: illum sphere
03h00-04h30: hatcha
04h30-06h00: scuba
06h00-07h00: shackleton live
07h00-ende: pete
panorama bar: vidab
00h00-04h00: shed
04h00-05h00: oliver deutschmann live
05h00-08h00: newworldaquarium
08h00-ende: stephan hill / koljah
ankunft:
punkt mitternacht, schlange begann bei den gittern und wuchs auch den rest des abends über nicht nennenswert an. vor mir wurden sechs leute (teilweise in getrennten gruppen unterwegs) weggeschickt. ist mal was anderes, alleine in den kassenbereich zu treten, um den bodycheck zu absolvieren.
acts:
paul spymania: bin mit „aftermath“ von tricky begrüßt worden und wiederhole mich bei ihm gerne: auf seine geschmackssicherheit kann man sich verlassen. da wäre mal wieder ein ausgedehnteres warm-up-set fällig.
necta selecta: hätte mit seinem set auch locker auf einen samstag in der panorama bar gepasst, was keineswegs negativ gemeint sein soll. dominante gerade bassdrum, ungefähr vergleichbar mit dem, was von den holländischen protagonisten wie 2562 / a made up sound und martyn in den letzten monaten so kam. lockte einige auf die tanzfläche, technisch sicher, mission erfüllt.
illum sphere: wilder musikalischer parforceritt mit serato. innerhalb einer stunde radiohead (idiotèque), pixies (where is my mind – ja, genau das aus „fight club“), den wu-tang clan und fleetwood mac (dreams) unterzukriegen, ohne dass es zu wirr klingt, ist schon eine leistung. fand’s jedenfalls angenehm anstrengend, bzw. unterhaltsamer als bei slugabed in der ausgabe zuvor, kann aber auch daran liegen, dass es zwischen 2 und 3 noch früh genug für solche experimente ist.
shed: bei ihm wiederholt das leidige problem, wenn berghain und panorama bar zugleich an einem freitag geöffnet sind. bis 2 uhr ist es sehr überschaubar, keiner traut sich so recht, sich tanzenderweise vorzuwagen, aber das hatte er mit seinen von dicken bassdrums geprägten und von detroit beeinflussten tracks bis 4 uhr locker ins gegenteil verkehrt. passte meiner meinung nach sehr gut dorthin.
hatcha: skream habe ich letztes jahr im april ja verpasst, aber nach dem, was ich darüber gehört habe, muss das ungefähr ähnlich gewesen sein. ich will’s mal diplomatisch formulieren: wäre ich 10-12 jahre jünger, hätte man mich bei der geballten ladung an akustischem testosteron zwischen den vier boxentürmen hin und herspringen sehen. nur dummerweise liegen bald 14 jahre cluberfahrung hinter mir, und da bringt’s die sägezahn-wobble-breitseite bei beinahe permanenter überschreitung der 115db-marke auf einem extra georderten djm-800 nicht mehr. seinen für mich besten moment hatte er gegen 3h30, als er die vip-version von malas „eyez“ und danach noch eine nicht ganz so krawallige nummer spielte. kurzum: mein fall war’s nicht.
oliver deutschmann: mit korg electribe und korg-synthesizer sowie ableton live. gute möglichkeit zur überbrückung, dazu ließen sich jedenfalls gut rhythmisch die beine vertreten, dennoch war mir das ergebnis bis 4h30 etwas zu trocken, bzw. mir fehlten die wiedererkennungsmerkmale.
scuba: und da kann man beinahe schon das von den samstagen gewohnte loblied auf die residents anstimmen. schön das publikum abholen und vor allem die funktion one im erträglichen bereich halten. die erste halbe stunde mit neuerem drum&bass (instra:mental und dbridge auf nonplus sowie exit records anno 2009/10 dürften anhaltspunkte genug sein), danach eher melodisch ohne halfstep unterwegs, was aber nach hatcha auch komplett in ordnung ging.
shackleton: mal wieder wahnsinnig gut mit nicht langem spannungsaufbau, aber dennoch genügend ruhepausen nach den abfahrtsmomenten, so dass sein set (auch im techno-bereich wohlgemerkt) ein musterbeispiel abgab. keine übertriebene percussion, stattdessen sehr an techno orientierte beats – klar, dass er mich mit sowas kriegt.
newworldaquarium: leider nur kurz mitbekommen, trockene tracks mit vocals aus detroit und chicago, keine ahnung, ob der rest des sets ähnlich war. notiz für mich: beim nächsten mal längere zeit für ihn einplanen.
koljah / stephan hill: ebenfalls nicht so lange gehört, nur für ca. zehn minuten oben von der galerie aus beobachtet, melodischer techhouse mit druck und ordentlichem tempo. passte.
pete: perfektes set zum ausklang. wer auf halfstep mit anspruch gewartet hatte, bekam ihn hier. war bis zum schluss um kurz nach 9h früh jedenfalls sehr kurzweilig.
fazit:
favoriten des abends waren für mich eindeutig shackleton und pete, scuba und shed jedoch auch nicht von schlechten eltern. für musikalischen wahnwitz ginge der sonderpokal an illum sphere.
aus veranstaltersicht natürlich etwas ärgerlich, dass es bei manch vergangenen ausgaben voller war, aber dazu wird die konkurrenz (bass the world in der maria) ihren teil beigetragen haben. ich fand’s persönlich angenehm, nicht ständig auf fremde ellenbogen achten zu müssen und alleine war man nun beileibe nicht.
vom dramaturgischen verlauf her fand ich die sub:stance nach der januar-ausgabe definitiv um einiges besser, wobei die stammbelegschaft die für mich beste arbeit abgeliefert hat. die nächste ausgabe ist der dritte geburtstag, da kann man schon mal gespannt auf etwaige gäste sein.
mr sutton habe ich auch noch nie gesehen, und er zusammen mit mr o’connor am anfang schürt hoffnungen auf einen unkonventionellen beginn. der rest des line-ups ist gewohnterweise auch nicht von schlechten eltern, wird sich nur zeigen, ob mr slater einen guten tag erwischt.
berghain: sandwell district nacht
00h00-04h00: regis & female
04h00-07h00: silent servant
07h00-10h00: luke slater
10h00-13h00: function
13h00-ende: marcel dettmann
panorama bar
00h00-04h00: tama sumo
04h00-12h00: loco dice
12h00-17h00: steffi
17h00-22h00: cassy
22h00-ende: ryan elliott
ankunft:
dank rechtzeitig erwischtem bus zur gewohnten zeit um ca. zehn minuten nach mitternacht, tür noch nicht offen, schlange bis ca. 30 meter (in jedem fall staute es sich schon vor den gittern). stellenweise wurden zehn leute am stück weggeschickt, ausnahmsweise traf es mal nicht diejenigen vor mir, scheine also kein schlechtes omen darzustellen. drinnen um ca. 0h30.
acts:
regis & female: beide mit identischem setup (schwarze macbooks, evolution uc33e, ableton live, bei den soundkarten muss ich passen), anfang dubbig-dronig, machten aber kein langes federlesen, sondern forcierten frühzeitig mit satten kickdrums – mit erfolg: die tanzfläche war um 1h30 schon wenigstens zu zwei dritteln gefüllt. setzten live kreativ statt als bloßes werkzeug für nahtlose übergänge ein, was dem ganzen eine art vorbildcharakter verlieh. fand’s jedenfalls sehr kurzweilig, bitte unbedingt wiederholen.
tama sumo: litt bis 2 uhr etwas darunter, dass ein großteil der leute erstmal unten verblieb, aber das hatte sich eine halbe stunde später bereits gründlich geändert. chicago und detroit waren in der zeit, in der ich sie mitbekommen habe, die zwei fixpunkte, aber das kann in der übrigen zeit auch anders ausgesehen haben. gewohnt guter job, würde ich sagen.
loco dice: gab ja genügend zeit, sich ihn zu gemüte zu führen und ich hab’s auch insgesamt eine stunde lang versucht. technisch ohne zweifel überaus sicher, aber warum man mit traktor (inklusive kontrol x1) plus redsound cycloops immer noch auf längst überstanden geglaubte untugenden wie das alte bass-raus-bass-rein-spiel als dramaturgisches hauptelement setzen muss, hat sich mir nicht so erschlossen. wenn der eq auf null war, gab’s wenigstens satte kicks, aber inhaltlich war das alles so dermaßen beliebig, dass es für mich wie eine aneinanderreihung von minimaleren tool-klonen wirkte. den anwesenden schien’s zu gefallen, ich blieb lieber unten.
silent servant: mal abgesehen von ein paar wenigen verhasplern beim mixing war seine leistung ansprechender, aber auch hier fehlten die wirklich prägnanten momente. hatte aber sichtlich spaß an seinem set, und er werkelt wirklich permanent, was die vorbereitung für oder die durchführung des übergangs angeht.
luke slater: es bewahrheitet sich immer wieder. nichts erwarten, alternativpläne zurechtlegen (in dem fall kurze schlafpause daheim, um dann zu function zurückzukehren) oder überrascht werden. astreines techno-set mit vielen eigenproduktionen, was mich von einer notwendigen rekreationsphase unten in der säulenhalle um 7h15 wieder direkt nach oben beförderte und auch zu weiten teilen auf der tanzfläche hielt.
function: spielte mit vinyl, was allein technisch zwar zeigte, dass seine entscheidung, bei anderen sets ableton zu benutzen, die richtige war, jedoch bot die auswahl an zwei dritteln techno-/acid-geschichte vor 1997 keinen grund für tadel. frage mich allerdings, weshalb man den djs den dezibelmeter zur seite stellt, darauf mit 110 db eine maximalgrenze definiert und die anlage dennoch konstant bei ca. 115 db gefahren wird. das tat trotz musicsafe stellenweise weh, weshalb ich schon vermutete, dass die funktion one in den letzten wochen neu eingestellt und der schöne, umfassend satte klang dabei verhunzt worden sei. egal, gab jedenfalls einiges an tracks für die discogs-wantlist.
marcel dettmann: war ein halbes jahr her, dass ich ihn gehört habe (zur „fünf“-release-party). bemerkenswert war, dass es vor beginn seines sets spürbar voller wurde. da scheinen stellenweise eher die residents leute zu ziehen als die headliner, und in seinem fall hat man jemanden vor sich, der mit der anlage umzugehen weiß (auch wenn da eher 112 db angezeigt waren). musikalisch gemütlich startend, arbeitete er sich schnell zum ihm eigenen schnörkellosen, ästhetisch-rauhen, raumausfüllenden techno vor. nach wie vor neben pete die konstanteste größe im resident-zirkel.
steffi: spielte gegen 15 uhr vor einer vielleicht mit 40 leuten gefüllten panorama-bar-tanzfläche für mich irgendwie komischen house unter 125 bpm, während an der bar so einige darauf warteten, dass sich daran etwas ändert. andererseits auch verständlich, dass manche einfach den sonnigen tag draußen genießen wollten – da wirft die gartensaison (wo augenblicklich auch großräumig umgebaut, bzw. expandiert wird) ihre schatten voraus.
fazit:
rund 15 stunden techno in vielen facetten mit house-prise. favoriten ganz klar regis & female, marcel dettmann und luke slater teilen sich den zweiten platz. an function ergeht einfach die bitte, nächstes mal wieder den laptop mit den gleichen tracks zur hilfe zu nehmen und dass ein techniker ihm über die schulter schaut, was den roten bereich am mixer angeht.
das publikum verdient mal wieder ein lob, jedenfalls erfreulich wenig selbstdarsteller, aber ich war ja auch eher unten. dort füllt der bass mittlerweile den ganzen raum aus, so dass man auch neben der treppe nach unten unweigerlich ins mitwippen gerät. wäre (mit blick auf mein gehör) stellenweise auch besser gewesen, mehr zeit dort anstatt direkt auf der tanzfläche zu verbringen, das als notiz für mich für das nächste mal – die sub:stance ruft.
meine damen und herren, liebe anteilseigner, ich präsentiere mit stolz den ersten quartalsbericht für dieses jahr.
die exit-site-visitor-rate lag:
01/2011 bei 10.754
02/2011 bei 10.120
03/2011 bei 11.111
damit ergibt sich für die jeweiligen monate eine average-visitor-per-day-rate von:
01/2011: 347 (bei 7 postings)
02/2011: 361 (bei 4 postings)
03/2011: 358 (bei 5 postings)
verbunden war dies leider mit einem anstieg der spam-comments-per-day-rate und damit dem administrativen workload, den das math-comment-spam-plugin bisher erfolgreich auf einem niedrigen level gehalten hatte. abhilfe versprach zunächst antispam bee, jedoch kommt das mit einer modifizierten comment.php nicht zurecht, jedenfalls kriegt jeder kommentierende mitleser die „error: please type a comment“-fehlermeldung. da wird also externes know-how vom hersteller gefragt sein, der in absehbarer zeit kontaktiert wird.
wem das als kostprobe noch nicht gereicht hat, weshalb die betriebswirtschaftslehre und ich auf universitärer ebene nie zusammenfinden wollten, sei mitgeteilt, dass ich seit dem 17. märz 2011 (endlich) für den master in geschichtswissenschaften angemeldet bin. das thema lautet: „’steine sind doch keine argumente!‘ – proteste gegen stadterneuerung in berlin-kreuzberg 1980-82“, spätester abgabetermin ist der 18. juli 2011, gefordert sind 60 seiten, nach aktuellem stand sind davon 48 fertig.
charts gibt’s mangels masse an neuzugängen und anders gelagerten prioritäten in diesem monat nicht, dafür ein dankeschön an jeden einzelnen interessenten, der hier nicht seine dvds oder uhren in den kommentaren feil bieten möchte.
jawohl, es gilt, missverständnisse bzgl. des in den letzten jahren häufiger fehlinterpretierten begriffs „electro“ auszuräumen. da kommt die initiative (und das line-up) wirklich nicht ungelegen. bei der gelegenheit kann man sich auch gleich den 23. april im horst vormerken, da wird’s radioaktiv.
frei nach dem motto „support für mich ist support für dich“ schaue ich heute abend kurz vorbei. marcel zur primetime zwischen 2 und 4, beim rest weiß ich’s (noch) nicht.
ankunft:
gegen 1 uhr, club zu ca. einem drittel gefüllt, ted trust am dj-pult zugange.
acts:
ted trust: gab schon frühzeitig gas, stilistisch vergleichbar mit len faki in seinen weniger auf rave getrimmten phasen. während des sets festgestellt, dass der cdj-800 von pioneer auch von usb-sticks liest. das erweitert die künftigen backup-optionen wesentlich, sofern sich andere clubs die guten stücke zulegen oder sich der cdj 2000 als neuer standard etabliert. musikalisch war es mir aber auf dauer zu monoton.
marcel heese: start mit gewohnten größen wie luke slater, function oder o/v/r, entwickelte sich später zu einem klassiker-set, weil die leute damit am ehesten auf die tanzfläche zu locken waren. warum auch nicht? gute musik trägt nun mal kein verfallsdatum. und tracks wie „pannik“ höre ich doch immer wieder gerne.
pfister: spielte mit traktor, einiges von ostgut ton, aber auch ältere sachen im set. schön dynamisch, definitiv empfehlenswert.
fazit:
guter montags-durchschnitt. die leute, die bei marcel die tanzfläche bevölkerten, blieben auch bei pfister dabei. ich habe mich bis kurz nach 4 jedenfalls gut unterhalten gefühlt.
man kann ja nun wirklich nicht behaupten, dass das aktuelle weltgeschehen zum einschlafen verleitet. als steilvorlage für baden-württemberg und rheinland-pfalz am sonntag lässt die süddeutsche noch rainer brüderle zitieren, könnte zu einem hitzigeren ton bei den reden am samstag und hoffentlich noch mehr teilnehmern als die von der polizei erwarteten 100.000 führen.
der klick auf’s plakat / banner führt zur demo-website, da ist alles weitere erklärt: route, redner, musikalisches programm – wer schon immer mal wir sind helden live erleben wollte, hat noch einen grund mehr, sich mittags auf den weg zu machen.
meine letzten stream-aktivitäten liegen schon einige monate zurück, und da die clublandschaft von meinen künsten im märz verschont bleibt, ist der marathon ein guter ausgleich. altbekannte kollegen aus shouted.fm-zeiten und netlabel-aktivisten treffen auf gestandene namen der szene und heraus kommt ein insgesamt buntes programm für viele geschmäcker. hoffe nur, dass am sonntag mittag noch genügend zuhörer fit genug für den spagat zwischen techno und dubstep bei sportlichen 137 bpm sind.
zeitplan und line-up aus gründen der bequemlichkeit einfach per copy&paste eingefügt, ebenso der link zu technologic stories, wo dann die streams abgerufen werden können.
nachtrag, 26.03.2011, 01:59
fällt aus, weil der freitags-slot bei shouted.fm aus versehen doppelt belegt worden ist. um ersatz wird sich bemüht, und sobald die alternative eingetütet ist, steht’s hier.
nachtrag, 18.04.2011, 12:16
aller guten dinge sind drei, mag man meinen. jedenfalls gehen sie organisatorisch jetzt auf nummer sicher und senden auf drei kanälen: vkrs (irland), techno-lounge (brd) und hardtechno radio (litauen). da das linktechnisch unübersichtlich wird, verweise ich der einfachheit halber nur auf die technologic-stories-seite.
nachtrag, 28.04.2011, 22:59
die sendung ist erfolgreich über die bühne gegangen (und ich habe nicht mal die zeit gefunden, um einzuschalten). wer mein set verpasst haben sollte oder es gerne nochmal hören möchte, kann das jetzt hier erledigen.
der märz 2011 ist seitens der chefs als vinyl-monat auserkoren worden. exklusives material darf zwar weiterhin von cd gespielt werden, aber traktor und konsorten haben bis april pause.
ansonsten verspricht der kommende samstag, eine schön eklektische angelegenheit zu werden.
berghain
00h00-05h00: pete
05h00-06h00: mike dehnert live
06h00-08h00: matthew herbert
08h00-12h00: rødhåd
12h00-ende: boris
panorama bar: intergalactic fm nacht
00h00-04h00: intergalactic gary
04h00-05h00: legowelt live
05h00-08h30: i-f
08h30-12h00: david vunk
12h00-16h00: oliver deutschmann
16h00-19h00: funk d’void
19h00-ende: clé
ankunft:
pünktlich um kurz nach mitternacht, langsam scheint sich das akademische viertel an der tür einzubürgern. drinnen gegen 0h30.
acts:
pete: hielt sich nur kurz bei dubstep-artigen tracks auf, schwankte noch vor 1h in die deutliche techno-richtung um. tool-phase so gegen 3 uhr und die von ihm gewohnten platten („caliber“ von joey beltram bspw.) in der letzten stunde. wie immer zum warm-up eine sichere bank.
intergalactic gary: weniger italo, dafür mehr chicago und detroit. darunter eine menge, was sich für den nachhilfeunterricht gebrauchen ließ. das alles so zielsicher ineinander verwoben, dass es eine wahre freude war.
mike dehnert: massive wände aus chords. mir gefällt „framework“ bisher auch am besten, aber dennoch ist mir sein sound auf dauer immer noch zu gleichförmig. liegt aber auch an mir, die tanzfläche war voll und der applaus ihm sicher, ins berghain hat er damit ganz sicher gepasst.
legowelt: nur kurz mitbekommen. bestritt sein set mit ableton live, weniger synths, dafür der alten chicago-schule verpflichtet (chicago shags ist mittlerweile eines seiner projekte, was dem, was er über die pa schickte, entspricht).
matthew herbert: um ehrlich zu sein, war ich schon gespannt, ob er das publikum mit kruden house-experimenten fordert. andererseits hat er mit „one club“ ein album hingelegt, was an allen ecken und enden „techno!“ schreit – dazwischen konnte also eine menge passieren. ohne den geneigten leser weiter auf die folter spannen zu wollen: er hat a) die vinyl-vorgabe eingehalten und b) eines der vielseitigsten und passendsten sets gespielt, die ich an einem samstag dort gehört habe. das fing u.a. mit gesloten cirkel an, setzte sich mit dance mania fort, irgendwann kam die gute, alte „needle damage“ von auto repeat, „hypokondriak“ von plastikman (kennt man noch von seiner globus-mix-cd), später noch „radio“ von ihm selbst, um am ende bei „fick“ von skream zu landen. in sich total schlüssig, und auch er wirkte so, als ob es ihm ganz schönen spaß bereitet. unbedingt wieder buchen.
i-f: spielte eher mit cds als mit vinyl, da gab es in den zehn minuten (mehr hat mir matthew herbert nicht zugestanden) die italo-offensive. beeindruckend, wie er die tracks so aus dem effeff kennt, dass er auch noch die textverse nachsingen kann.
david vunk: auch nur kurz mitbekommen, das war allerdings auch feiner acid-house.
rødhåd: wie schon im februar sowas von routiniert und druckvoll unterwegs, so dass man den eindruck gewinnen könnte, er würde sich hinter den berghain-decks wie zuhause fühlen.
fazit:
ein abend, an dem ich tatsächlich am liebsten auf den berühmten zwei hochzeiten getanzt hätte. die 12 stunden intergalactic fm haben oben sicherlich den horizont bei ein paar leuten erweitert oder einige andere vor den kopf gestoßen. gerade deswegen ist es aber wichtig, den leuten mit einem immensen musikalischen wissen und dem präsentationstechnischen können die nötige plattform zu geben.
favoriten für mich einmal (erhofft wie erwartet) matthew herbert und zum anderen intergalactic gary. generell eine stilistisch so große vielfalt, die für andere samstage schule machen sollte – gerade weil sie die gewohnheiten, die man an einem normalen berghain-abend eben bedienen möchte, so schön durcheinanderwarf. bin jedenfalls sehr zufrieden und erschöpft mittags richtung heimat gewandert.
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