[lärz / 20.-22.08.2021] plan:et c – alpha

zum galgenhumor: wenigstens eine variante mit griechischem buchstaben, die zur abwechslung mal spaß verspricht.
als ersatz für die schon wieder aus gründen auf 2022 verschobene fusion gibt es drei ersatztermine für jeweils 10.000 besucher*innen. ich darf teil der versuchsgruppe für den ersten durchlauf sein. der nächste termin folgt gleich am wochenende darauf und gamma vom 17. bis 19. september. im wortlichen sinne dazwischen findet das be.tween als quasi-at.tension statt.

plan:et c-website
alpha-programm (als pdf)

da es beim hygienekonzept nach wie vor zu missverständnissen kommt, hier nochmal knapp (für autofahrer*innen – steht aber für alle inklusive anschaulichem comic-strip nochmal hier):
– vor der abfahrt schnelltest machen, sofern negativ: losfahren.
– vor ort: pcr-test. es gibt ein papier-bändchen mit zwei qr-codes. einer ist für das testergebnis, der andere validiert nochmal das ticket. auswertung dauert zwei bis drei stunden. in diesem zeitraum kann das camp unter einhaltung der aha-regeln aufgebaut werden.
– sofern positives testergebnis, werden die weiteren schritte in absprache mit dem gesundheitsamt und den festivalbeauftragten besprochen. der festivalbesuch fällt dann aus, stattdessen gibt es das eintrittsgeld zurück und die bitte, sich in quarantäne zu begeben.
– sofern (hoffentlich) negatives testergebnis, wird vor dem übergang zum festivalgelände (das ist die allseits bekannte fußgänger*innenbrücke, gecampt wird ausschließlich rund um den see, wie mensch es bereits von der at.tension kennt) das papierbändchen durchgeschnitten, das testergebnis und das ticket nochmal verifiziert. wenn beides stimmt, gibt es das richtige bändchen und es ist jeder*m überlassen, ob und wann bei den bühnen maske getragen wird.

nachbetrachtung
um von der lärz-üblichen sportlichen koffein-dosierung herunterzukommen (kaffee zum frühstück plus mate-flasche auf der rückreise), gibt es das fazit bereits direkt am montag nach der rückkehr, solange noch alles frisch ist. in kurzform: fühlte sich für mich wie eine fusion an, die einerseits etwas auf sparflamme kochte (was die größe angeht) und andererseits vieles auf zwei tage und eine nacht komprimierte. nach all den entbehrungen der letzten beinahe anderthalb jahre war’s für mich wie ein herantasten an das, was wieder möglich sein kann. zumindest bei mir muss sich noch eine bremse lösen, aber das hat mentale gründe, an denen ich arbeite und liegt nicht nur an dem manko, das von freitag- bis samstagabend ziemlich viele beschäftigt haben wird.

um es zu benennen: es war die kommunikation und weniger die situation an sich, die sich nicht alleine auf das dilemma beim auswerten der pcr-ergebnisse beschränkt. so verbrachte ein mitglied aus unserer camping-gruppe samstagfrüh mehr als drei stunden in neustrelitz am bahnhof, um auf einen shuttlebus zu warten, die ab 8 uhr früh fahren sollten. es lässt sich nur spekulieren, was da schief gelaufen sein kann. daher hoffe ich stark auf eine stellungnahme seitens des kulturkosmos im nachhinein zur entschärfung bzw. selbstkritischen auseinandersetzung.
fakt ist: eine zweigeteilte fusion mit 35.000 besucher*innen hätte mit diesem vollumfänglichen testkonzept ein komplettes chaos verursacht. so toll dies alles bei der anfahrt lief (alle mitfahrenden wurden direkt im auto getestet und das dauerte pro vollbesetztem auto nicht länger als drei minuten), so hilflos waren so gut wie alle helfer*innen, als sich abzeichnete, dass die prognostizierten drei stunden zur auswertung nicht mehr zu halten waren. es war dem improvisationstalent einiger von ihnen zu verdanken, dass leute nicht ausschließlich in der schlange vor dem einzelnen container mit den richtigen festivalbändchen warten mussten. es war aber auch ein zeichen allgemeiner kapitulation, dass gegen mitternacht von freitag auf samstag ein pulk davorstand, der nicht geordnet und auch nicht auf einhaltung von abständen oder maskentragen erinnert worden ist. zugegeben: diese selbstdisziplin war beim betreten lärzer grund und bodens auch für mich (geimpft, negativ in berlin schnellgetestet, später durch pcr bestätigt) beim aufbau passé. es hätte jedoch (analog zu den unwettern anno 2012) eine ansage aufgenommen werden können, die an der teststation alle paar minuten eingespielt worden wäre und den leuten a) alternativen zur essensversorgung gegeben und b) einen grund oder zumindest eine entschuldigung für die verzögerung gegeben hätte. die uhr mit der latenzzeit war zumindest ein anfang. es hätte sich auch der twitter/mastodon-account nutzen lassen, um besucher*innen durchzugeben, dass die ergebnisse einer kohorte vorliegen, so dass bspw. nun diejenigen sich auf den weg machen können, die freitag gegen 15 uhr angereist sind.
auf dem festivalgelände an sich spiegelte sich das erst recht wider. ganz großzügig gezählt dürften es freitagnacht (mit einem natürlichen nebel, wie ihn hunderte von nebelmaschinen nicht hätten hinbekommen können) gegen 1 bis 2 uhr vielleicht insgesamt 2000 leute gewesen sein. die essensstände wunderten sich über wenig kundschaft – es hatte sich auch bis dahin nicht herumgesprochen, dass die tests das nadelöhr waren.
die nächsten anderthalb wochen werden zeigen, ob der pulk vor den bändsel-containern zur entstehung einer neuen variante geführt hat. in jedem fall war bei der masse an gestandenen fusion-gänger*innen eine menge glück im spiel, dass mensch es mit einem weitestgehend geduldigen publikum zu tun hatte. wohlwollend lässt sich sagen, dass dies zu den dingen gehört, die bei der erstausgabe eines festivals unter pandemiebedingungen durchaus auftreten können, da diese viele anderweitig an grenzen geführt haben, aus denen es sich nur langsam heraustasten lässt. die pause zum beta-wochenende ist kurz und ich behalte aus neugierde im auge, ob daran gedreht worden ist. persönlich verpasst habe ich freitagabend allerhöchstens „alles ist 1, außer der 0“ im kino und vielleicht ein paar fotos vom leeren gelände bei abendlichem licht. aber das ist locker zu verschmerzen.

positiv war der ganze rest. das gelände hat selbst bei moderater füllung, die mit der at.tension vergleichbar war, einen eigenen vibe, der die leute ergreift. zugegeben: ich habe mich bis zum schluss nicht richtig daran gewöhnt, dass der fusion-übliche trubel mit installationen, dutzenden von bühnen, laser und vor allem einer menge an menschen hier und da ein paar gänge langsamer fuhr. aber: unangenehm war das nicht bzw. es führte zu einer ungewöhnlichen zielstrebigkeit, wenn mensch bspw. von der turmbühne zum luftschloss wollte und keine triebwerke, datscha oder tubebox dazwischenfunken.
apropos turmbühne: nach dem moderat fehlgeschlagenen soundexperiment zur fusion 2019 und dem upgrade beider hangars sowie den seiten mit holztribünen war das einfach nur toll anzusehen und zu -hören. auch wenn die besucher*innenanzahl keine fusion-verhältnisse zur eröffnung bzw. zum abschluss erahnen ließ, ist das nun ein eingerahmter kessel, dem sich jederzeit nach oben entfliehen lässt. keine engpässe mehr an treppen auf die hangars – derer gibt es wenigstens zwei. die zugänge sind wegen der seitlichen tribünen und der direkt an den cabaret-hangar verlegten bühne etwas schmaler, aber das hat auch seinen reiz. als ich samstagabend von hinten links richtung tanzfläche einbog, wo sama‘ gerade ganz schön passablen acid spielte, bekam ich von anblick (licht, nebel, tanzende menschen ohne maske) und klang eine gänsehaut. klar doppelt sich der sound außerhalb bzw. am rande des floors am holz der tribünen. aber kaum war mensch drin, war’s zumindest klar oder auch druckvoll, wenn der weg weiter ins epizentrum (also unter den turm) führte. verantwortlich dafür dieses mal lambda labs, die sich wegen der bauweise leicht mit funktion one verwechseln lassen.
auch wenn sama‘ nach der acid-phase in rauheren trance neuerer schule wechselte, wurde danach leider der fehlende rote faden im ablauf deutlich. peter groskreutz war gefühlte 20 bpm langsamer und auch techhousiger. keine ahnung, ob das booking-technisch noch anders hätte gelöst werden können. aber besser wäre es gewesen, hätte man sie vor oder nach einer ebenfalls techno-erfahrenen claire morgan platziert.
glück im unglück: so führte mein weg zum luftschloss, wo busted fingerz & ome dubs richtig schönen dubstep spielten und lisaholic danach für den „wie zur hölle konnte mir sowas bislang entgehen?!“-moment sorgte. eine powerfrau, die ihre beats zu einem guten teil per live-sampling einspielt (der frühe jamie lidell lässt grüßen), dazu noch rappt, ohne viel luft dabei zu holen, dabei noch irre tight ist, dabei noch texte mit feministischem, zeitkritischem touch mitbringt, dabei noch irre sympathisch wirkt. kurzum: wie bei der fusion, wo es bisher für mich ja immer eine entdeckung gab. sie hatte das ganze luftschloss in der hand und es dürfte mit dem teufel zugehen, wenn sie in den nächsten jahren nicht auf noch größeren bühnen zu sehen ist. was andererseits schade wäre, weil der rahmen des luftschlosses ein schön intimer ist.
dub isotope deklinierte danach die verschiedenen uk-spielarten durch. drum & bass in reduzierterer form, meistens halfstep, nach der hälfte wechsel auf dubstep, garage, breakbeats im allgemeinen. sehr gute trackauswahl, aber wieder ein dilemma: ich bevorzuge sowas ohne mc, der bei seinem (nicht permanenten) einsatz gefühlt alle 20 sekunden den namen des acts zum besten gibt.

der sonntag geriet dann wegen der wetterprognose und auch eigenverschulden (hatte mich in die soße gesetzt, die ich vorher unbemerkt aus meinem wagenburger spezial auf die bank hatte tropfen lassen und wollte dem festivalpublikum diesen anblick und mir das gefühl einer nassen, da frischgewaschenen hose ersparen) etwas kürzer. mollono bass bereiteten lieblich-melodisch den boden für jennifer cardini an der turmbühne vor, bei der es die ganze zeit zwar regnete, jedoch nicht in dem ausmaß, dass ein regenschirm zwingend notwendig geworden wäre. passenderweise dazu „here comes the rain again“ von den eurythmics als letzter track. dann pause im camp zum umziehen und dadurch leider mama snake verpasst. victor ruiz passte mit seinem fordernd-melodiösen stil zwar super zur turmbühne, aber mir war das dann doch ein bis zwei spuren zu kitschig. die seebühne bot wie in den tagen zuvor für mich keine wirkliche alternative – bis auf tornado wallace, für den sich der weg am samstagnachmittag dicke gelohnt hatte. hin und wieder war dort ein bisschen italo disco zu hören, aber im großen und ganzen passte die wirklich aufwändige rummeldeko und das drumherum zu meiner klischeehaften vorstellung dessen, was im kater blau so passiert.
zeitgleich zu victor ruiz lief im kino noch die doku über matthew herbert (symphony of noise), von der ich dann immerhin noch die letzte halbe stunde mitbekam. die hat immerhin dafür ausgereicht, dass ich mir sie kaufen werde, sobald erhältlich. nach dem ende an der turmbühne hätte ich noch an der dubstation auf rico loop warten können, um dann gegen mitternacht pilocka krach im luftschloss zu sehen. dort hatten music ashram „blow up“ in der nacht zuvor schon mit riesigen aufblasbaren figuren (der grinsekatze und dem weißen hasen aus „alice im wunderland“ sowie der titanic und einer hüpfburg) und ganzkörperanzügen für einige verwirrung gesorgt. sonntagabend waren mir kleintierschaukel & chrishou dort auch zu lieblich, was für eine festivalmeute nach zwei tagen total schön gewesen sein muss. aber mit dem wieder einsetzenden nieselregen, dem in der nacht ein richtiger schauer folgte, war das für mich anlass genug, wieder ins camp zu gehen und selbst am montag nicht mehr für eine runde an den essensständen zurückzukehren. die musik war dort allerorten eh bereits aus und das gelände musste eh bis montagabend geräumt sein. so blieb die übliche erschöpfung nach dem festival mit einer schönen aussicht auf das, was in den nächsten jahren wieder möglich sein wird – trotz des deutlichen dämpfers zu beginn, bei dem wir mit unseren neun stunden wartezeit jedoch nicht diejenigen waren, die es am schlimmsten getroffen hat.

[berlin / 15.08.2021] about blank: staub x sektgarten

da mache ich’s mir leicht, weil es dem text aus dem ://-newsletter bzw. -flyer nichts (bis auf eines) hinzuzufügen gibt: sonntag. tanzen. maske. staub. (endlich!)

garten
10h00 i.nez & modschi
13h00 dj skull
15h00 anja zaube
18h00 caleb esc
20h00 irakli

nachbetrachtung (in aller kürze)
bei mir ist caleb vorne. einfach nur in sich so stimmig, dass ich es auf der einen seite schade finde, dass diese art von trippigem techno einfach nicht meine tasse tee beim musikkauf ist. allerdings spricht daraus auch der neid. möchte stimmungen und harmonien auch mal so ineinanderbekommen, wenn ich mal groß bin.

andere höhepunkte war dieser stroboartige effekt beim licht bei iraklis set, was in kombination mit dem nebel und ein wenig (meint: ganz viel) vorstellungskraft bezüglich lautstärke wehmut ans berghain hervorrief. war trotzdem das zu erwartende familienfest.

besonderer dank geht an:
– i.nez für „utility“ von barker
– modschi für „pigeon epilepsy“ von vladimir dubyshkin. die trip-katalognummer wäre mir sonst wahrscheinlich entgangen.

[berlin / 11.08.2021] berghain: hangout

einer der nebeneffekte der bewegungsfreiheit am vorletzten sonntag war ein roter warnhinweis der corona-warn-app bei allen besucher*innen. so überwogen am letzten mittwoch die bedenken und ich habe lieber ausgesetzt als andere unnötigerweise zu gefährden. schnelltest für’s gute gewissen war am freitag negativ und bis heute traten keinerlei symptome auf. also: kann weitergehen.

hangout
19h00 jenus
20h00 nsi.

eintritt
10 euro

hygieneregeln
negatives schnelltestergebnis oder impf-/genesungsnachweis plus einchecken per qr-code vor ort.

nachbetrachtung
entsteht am 24. januar 2024. mache ich kurz und schmerzlos.

jenus war gegenüber nsi. mein favorit. tolle geste zwar, dass die cd von „5863“ am eingang auslag. aber ich kann mir leider nicht helfen: mir ist ihre form von soundexperimenten bzw. ambient zu ziellos, was mich bspw. auch von freejazz abhält.
nichtsdestotrotz: im rahmen des berghain-gartens und erst recht zu der reihe hat das gepasst. würde mir für die sommermonate 2024 wünschen, dass das wieder auflebt.

[berlin / 28.07.2021] berghain: hangout

frisch auf wordpress 5.8 und gleich noch das theme aktualisiert, womit die links erstmal wieder grün sind. das ändere ich später, wenn mehr zeit ist. jetzt geht’s erstmal dank gutem feierabendwetter rüber.

hangout
19h00 jakojako live
21h00 barker live

eintritt
10 euro

hygieneregeln
negativer schnelltest oder impf/genesungsnachweis sowie ausweis. einchecken vor ort per qr-code.

nachbetrachtung
entsteht am 24. januar 2024 ohne erinnerung an details. daher in aller kürze.

im vergleich zu manch anderen hangout-ausgaben überproportional gut besucht, darüber hinaus äußerst tanzbar bzw. im falle von jakojako sogar schon fast acid. barker gab der kickdrum ihr comeback, wo er jahre zuvor auf seinen veröffentlichungen gezeigt hat, dass sich techno-tracks und auch ganze alben ohne sie produzieren lassen.

für mich definitiv eine der besten arten, vorzeitig das wochenende einzuläuten.

[berlin / 21.07.2021] berghain: hangout

die wetterprognose passt, das programm sowieso.

hangout
19h00 marylou
20h00 rabih beaini live
21h00 zoë mc pherson live

eintritt
10 euro

covid-regeln
negativer schnelltest oder impf-/genesungsnachweis. und ausweis für alles. einchecken per qr-code vor der tür.

nachbetrachtung
entsteht am 24. januar 2024 mit erinnerung an nur wenige details. daher in aller kürze.

bei rabih beaini lag die vermutung nahe, dass er wie bei seinen dj-sets auch orientalische harmonien bzw. drones einfließen oder gleich das gesamte set daraus bestehen lässt. stattdessen war es eine sehr rhythmische angelegenheit, bei der die 808 im zentrum stand und diverse patterns durch effekte gesendet wurden. rauh und dreckig, damit für kleinere tanzflächen in couragierten momenten überaus empfehlenswert.
gleiche attribute auch für zoë mc pherson, die ihre trockenen, mit distortion versehenen patterns als mc untermalte. wäre als dj für mich nichts und hätte (wie rabih beaini auch übrigens) meinem dafürhalten nach im rahmen der säule mit strobo-effekten besser gepasst. aber in anbetracht der damaligen umstände bzw. regeln ging das nicht anders. daher überwiegt der genuss von clubmusik in einem clubartigen kontext mit entsprechendem publikum eindeutig.

[berlin / 14.07.2021] berghain: hangout

der garten hat seit dem wochenende geöffnet (mit entsprechender schlange, bei der ich das radfahren am samstag mit sehr gutem gewissen vorziehen konnte) und bietet mit „hangout“ mittwochs eine reihe, die mit live-musik die tradition des elektroakustischen salons aufnimmt.

hangout
oren ambarchi / phillip sollmann / konrad sprenger

start
19 uhr

eintritt
10 euro

nachbetrachtung
auch wenn auf der website 19 uhr als beginn steht: zu dem zeitpunkt geht erst die tür auf. es empfiehlt sich dennoch, 20 bis 30 minuten vorher dort zu sein, damit mensch beim schlangestehen nicht allzu weit hinten landet und evtl. mit den gästen der „studio berlin“-ausstellung verwechselt wird. mag aber auch sein, dass die premiere die neugierde angefacht hatte.
los mit der musik ging es jedenfalls um 19h30. an der tür bzw. davor noch per qr-code (oder direkteingabe der url) einloggen, am besten aus-/ impf-/genesungs-/testnachweis parat haben, tasche prüfen lassen, ab zum counter. bei entsprechender vorbereitung dauert das alles nicht mal eine minute.
musikalisch waren die drei wie ihrerzeit in der säule über jeden zweifel erhaben: krautrock kuschelte mit drone und alle drei gehen meditativ in ihrer improvisation als einheit auf. dabei zu erwarten, dass es jederzeit mit den harmonien passt, wäre zu viel erwartet und wurde gekonnt zügig wieder in die richtigen bahnen geleitet. vom klangbild her war es auch ohne gehörschutz abseits der tanzfläche sehr gut auszuhalten und balanciert. der applaus nach zweieinhalb stunden ohnehin zurecht hochverdient und langanhaltend.

das juli-restprogramm ist so verlockend, dass ich diese möglichkeit der after-work-party in den kommenden zwei wochen bei passendem wetter wieder wahrnehmen werde. sogar fast noch verlockender als so manches wochenend-angebot, was aber auch an meinen sich weiterentwickelten vorlieben bei sinkender bereitschaft zum schlangestehen am wochenende liegt. „hangout“ schlägt damit für mich zwei fliegen mit einer klappe: es ist interessanter und dabei noch entspannter bzw. einfach mit weniger aufwand drumherum verbunden – zumindest für mich als besucher. in der produktion ist das ohne zweifel anders.

[berlin / 04.07.2021] about blank: warning x sektgarten

zweiter teil, erstes mal sektgarten für mich in diesem jahr. und im gegensatz zum letzten dürfen auch die hüften auf der neu gestalteten tanzfläche unter freiem himmel geschwungen werden. im garten geht es bis 22 uhr, ausklang im zelt bis mitternacht.

ablauf
10h00 philipp otterbach
12h30 lux
15h00 vivian koch
17h00 phaser boys
20h00 dj fart in the club
22h00 mars leder

eintritt
12 euro

hygieneregeln
die üblichen: negatives schnelltestergebnis oder impf-/genesungsnachweis. maske muss überall getragen werden, außer beim sitzen am tisch.

nachbetrachtung

am 6. februar 2024.

grob war ich von kurz nach 12 bis irgendwann nach 21 uhr da, somit leider mal wieder mars leder verpasst. dafür wurden die damen ihrer favoritinnenrollen gerecht, wobei lux und vivian koch sich mit breaks sowie electronica am nachmittag auszeichneten und dj fart in the club zum garten-finale nochmal den turbo zündete. die phaser boys glänzten zwischendurch jedoch mit detroit, was bekanntermaßen ohne umwege mein herz erreicht.
der umbau mit richtiger bühne für konzerte und neuen bohlen hat auch gleich nochmal die tanzfläche etwas vergrößert. gefiel mir in jedem fall besser als der vorherige zustand, wo bei der bühne für live-acts oder gar bands improvisiert werden musste. hat sich seitdem auch im clubbetrieb sehr gut bewährt. einzig die stolperfalle am baum richtung zelt könnte mensch besser lösen. da fand ich die empore zum sitzen vorher besser. aber: jammern auf hohem niveau.

notierte tracks (*: shazam)

lux
overmono – so u kno

vivian koch
lusine icl – rabblerouse

phaser boys
paperclip people – climax
infiniti – flash flood
levon vincent – birds* (und das, obwohl ich die platte habe)

dj fart in the club
green velvet – stranj
helix – whoosh ice dispenser*

[berlin / 03.07.2021] gart.n: staub & dial present „major signals“

irakli hat im april sein erstes album auf dial veröffentlicht. da konnten veröffentlichungs-parties noch nicht so recht stattfinden, also wird das jetzt im gart.n nachgeholt. tickets gab es nur im vorverkauf über residentadvisor und es gelten die üblichen hygieneregeln.
nichtsdestoweniger: das erste wochenende seit langem, das zwei meiner herzenspartyreihen bietet.

ablauf
14h00 hang aoki / lawrence
16h00 soela
18h00 carsten jost
20h00 irakli

nachbetrachtung
diese neue normalität, nach der mensch sich mit apps einloggen muss, hat auch ihr gutes. so lässt sich nachvollziehen, wann genau die pforte überschritten worden ist. in meinem fall um 16:59 uhr, geblieben bis zum schluss.
war auch gleich ein anderes bild als bei der bewegungsfreiheit zwei wochen zuvor, also fünf mal so viele besucher*innen (fast 300). gut gefüllte tanzfläche, soela spielte dubbigen house, passte zu wetter, ort und stimmung.
wie bei der staub so üblich, plauderte ich mich erstmal warm, bzw. versuchte mich, wieder an die gegenwart von menschen zu gewöhnen. erstaunlicherweise fühlte sich das aber wie bei guten freundschaften an, bei denen nur der pause-knopf gedrückt worden ist. und spätestens ab der zweiten hälfte von carsten jost blieb auch mir nichts anderes als tanzen übrig. wie immer ein sehr toller aufbau von house über chicago hin zu techno („radium“ von acid jesus als letzter track – die geht auch nach 25 jahren immer noch und immer wieder), so dass irakli zum schluss schön technoid (und zuweilen hittig – bspw. dem „bad kingdom“-remix von marcel dettmann) abräumen konnte.

eine staub mit gewohntem spannungsbogen in fast gewohntem ambiente. kapazitätstechnisch war der gart.n damit ausgelastet, was sich an der wellenförmig auftretenden schlange an der bar ablesen lassen konnte. aber die atmosphäre war definitiv vergleichbar mit dem, was mensch aus der autonomendiskothek am ostkreuz kennt. apropos: dafür den 14. august vormerken.

trackauswahl
carsten jost
böhm – lost city*
dj skull – don’t stop the beat
acid jesus – radium

irakli
physical therapy – leipzig swing
moderat – bad kingdom (marcel dettmann remix)
choice – acid eiffel (rausschmeißer)

*: identifiziert dank shazam

crowdfunding für das refuge worldwide community radio

nur für’s protokoll: erster unter wordpress 5.7 geschriebener beitrag. außerdem: php läuft jetzt auf version 7.4 und es gibt ein ssl-zertifikat, sprich: ein schönes „https://“ vor der adresse. hätte ich gewusst, dass gerade letzteres so einfach geht, wäre der schritt schon früher passiert.

endlich mal wieder unterstützen können: refuge hat mit parties u.a. im ://about.blank und der griessmühle einen ganz schönen bekanntheitsgrad erlangt. seit januar sind sie mit einem eigenen radiosender im netz, wobei die sendungen aktuell bei den jeweiligen gästen aufgezeichnet und dezentral gestreamt werden. das soll sich jedoch nun ändern: sie haben die chance, im neuköllner weserkiez räumlichkeiten anmieten zu können und benötigen dafür 10.000 euro.

die spendenkampagne läuft seit vier tagen über gofundme, steht jetzt schon bei 5.674 euro und bietet schön gestaffelte schmankerl. für letztere aber bitte das kleingedruckte lesen.

[stream / 13.02.2021] hör: bewegungsfreiheit

erst die compilation, dann die party zur veröffentlichung. so läuft das normalerweise und die neue normalität spielt sich seit geraumer zeit nachmittags / abends in fischaugen-optik auf weißen kacheln ab.
fahrplan und angebot sind dem bild zu entnehmen. und bevor mir klagen kommen: die zeichen stehen bei mir auf drum&bass und allem, was sich drumherum so integrieren lässt. und nach dem, was sich bei instagram so lesen lässt, wird maral in eine ähnlich experimentielle kerbe schlagen.

einfach überraschen lassen. die vorfreudige nervosität steigt bei mir jedenfalls von minute zu minute.
(der klick auf das line-up führt zu ihrem youtube-kanal.)