[brd / 22.09.2013] bundestagswahl 2013

und wieder eine legislaturperiode ausgesessen. plakate vielerlei couleur zieren das stadtbild und der allgemeine verdruss steht in ungefähr proportionalem verhältnis zum tatendrang der regierung merkel.

auch wenn ich keine großen hoffnungen hege, dass es etwas anderes als eine große koalition wird (am ende schafft es sogar wieder die fdp in den bundestag – schaut mal spaßenshalber hier im archiv nach deren 2009er-ergebnis, ich habe nicht schlecht gestaunt): ich will wenigstens versucht haben, weitere vier jahre politik ohne klare kante zu verhindern. die zeigt der herr steinbrück zwar im wahlkampf, der (sei es die arbeit, sei es die gewohnheit, mich davon nicht beeinflussen lassen zu wollen) in diesem jahr besonders an mir vorbeizieht, aber mir scheint, dass das ein politikstil scheint, der aktuell nicht gefragt ist.

macht also sonntags zwischen der zweiten und dritten afterhour bitte einen ausflug ins wahllokal oder geht vorher zum bürgeramt eures vertrauens. da klappt das mit dem antrag auf die wahlunterlagen mit abstand am schnellsten und ihr könnt das gleich vor ort erledigen. wie ich diese woche lernen durfte, ist eine ungültige stimme auch eine weggeworfene, die genauso viel wert ist wie eine verweigerte. daher macht euch bitte gedanken, was es werden soll, so dass wenigstens die braunen splitterparteien aufgrund zu geringer wahlbeteiligung noch zuschüsse abgreifen.

das wahlegebnis wird dann hier stehen, wenn es vorläufig amtlich ist.

bundesweit (wahlbeteiligung: 71,5%)
spd: 25,7%
grüne: 8,4%
cdu: 34,1%
csu: 7,4%
die linke: 8,6%
fdp: 4,8%
afd: 4,7%
sonstige: 6,2%

für berlin gebe ich zwei ergebnisse an: die meines wahlbezirkes und die von berlin insgesamt, getrennt durch den senkrechten strich („|“).

für den wahlbezirk 607 (wahlbeteiligung: 55,7%, allerdings ohne briefwähler) | berlin (wahlbeteiligung: 72,4%)
spd: 23,1 % | 24,6%
grüne: 25,7% | 12,3%
cdu: 11,4% | 28,5%
die linke: 23,3% | 18,5%
piraten: 8,5% | 3,6%
fdp: 1,8% | 3,6%
die partei: 2,7% | 1,0%
afd: 2,3% | 4,9%
npd: 0,5% | 1,5%
rep: 0,0% | 0,1%
sonstige: 0,7%

bemerkenswert hierbei, dass hier so einige stimmensplitting betrieben haben. hans-christian ströbele wurde mit 48,4% der stimmen direkt in den bundestag gewählt. so gut wie jede zweite stimme wanderte auf dem wahlzettel woanders hin.
sonst freue ich mich über den denkzettel für die fdp und dass die regierungsbildung nicht ausschließlich mit der cdu stattfindet. ich erwarte dennoch keine allzu spannende legislaturperiode / erhoffe mir erzwungene neuwahlen in ca. 12 bis 18 monaten. das mit der mobilisierung scheint hierzulande ja doch tatsächlich zu klappen, auch wenn ich mir die große unbekannte (und mir etwas suspekte) afd beizeiten mal näher anschauen muss.

[berlin / 14.09.2103] berghain: klubnacht

der zeitplan ist draußen, daher kann ich auch den zweiten akt posten.
wird nach aktuellem stand mal wieder eine doppelschicht. jonzon hab ich ewig nicht mehr gehört und bis zu marcel – dessen albumveröffentlichung an diesem wochenende begangen wird – sollte schon drin sein. danach nachmittags bis herrn janson mitnehmen. ist ambitioniert genug.

klubnacht

berghain: marcel dettmann ii record release
00h00: jonzon
03h30: byetone live
04h30: marcel dettmann
09h00: ø [phase]
12h00: francois x
15h00: pete
18h00: shifted
21h00: gerd janson
00h30: marcel dettmann

panorama bar
00h00: margaret dygas
04h00: noze live
05h00: oleg poliakov
08h00: marc schneider
12h00: discodromo
16h00: dinky
20h00: nick höppner
24h00: âme / gerd janson

eintritt
14 euro

nachbetrachtung

erklärung / disclaimer: gerade „rave“ von herrn goetz zu ende gelesen und gedacht, dass ich seinen stil mit dem verbalisierten gedankenstrom doch auch hinkriegen müsste. und auf die gefahr hin, wie eine kopie zu wirken (alles, bloß das nicht!), mache ich das jetzt einfach mal so. wem das miss- oder gefällt, hat hier die bekannten mittel und wege.

2 uhr schon. an sich wollte ich ja mehr von jonzon mitbekommen. gegen diese lethargie nach dem weckerklingeln, der das vorschlafen beendet, muss ich noch eine strategie entwickeln.
jonzon selbst bestätigt das sprichwort, dass männer mit dem alter besser zu werden scheinen. trainiert, die haare abrasiert und nichts von seiner stilsicherheit eingebüßt. verkauft sich wirklich gut, in den ersten stunden da unten.
bekanntes gesicht, ich so: „hallo.“ – „hätte ich ja nie gedacht, dass ich dich hier sehe.“ – grinsend antwortend: „wenigstens einmal im monat.“ üblicher partysmalltalk auf der tanzfläche, im takt wippend, damit das gewissen beruhigt ist. schließlich regen mich die zaungäste, die wertvollen platz mit der analyse von was auch immer blockieren, mit schöner regelmäßigkeit auf.
also, immer noch gut, dieser jonzon. understatement, alte schule, mixing ok, sein kollege rok dürfte ihm da immer ein bis zwei schritte voraus gewesen sein. egal, auswahl und gespür für publikum zählen wenigstens genauso mit, das passte.

byetone erstmal mit sperrigem beginn, also zur abwechslung nach oben. margaret dygas hat nachmittags für gewöhnlich schöne momente, aber das herumspielen an den filtern strapaziert sie dieses mal über.
vor dem beginn des nôze-sets den logenplatz neben bühne und mit blick aus dem fenster eingenommen. kommen gerade rechtzeitig, bevor es losgeht und dann lässt der eine silberne laptop mit dem leuchtenden apfel sich ewig zeit beim hochfahren. abbruch des ganzen, zweiter versuch, startet erst gar nicht. war und bin ich nicht sonst immer dabei, apple-hardware über den grünen klee zu loben? nach einer kleinen weile am netzteil die sich drehende sonne, eine gefühlte halbe ewigkeit später (verspätung des setbeginns unausweichlich, ablenkung schafft wie immer der blick auf das geschehen vor der tür) zeigt sich der desktop. was machen diese musiker eigentlich mit ihren betriebssystemen, dass die so launisch reagieren? oder anders: muss sich der safari mit drei anderen programmen wirklich beim systemstart in den arbeitsspeicher mogeln?
also wieder runter, byetone immer noch unbequem. sets, bei denen man weiß, dass sie polarisieren werden. somit auch das bekannte publikumsverhalten: ein drittel sucht das weite oder die bar, der rest weiß damit in unterschiedlichen schattierungen etwas anzufangen. gut, dass und was er spielt.
nôze sind auch ganz ok, die letzte langsame nummer lädt zum schunkeln ein. panorama bar 25 sozusagen.
runter zu herrn dettmann, mit bekannten gesichtern plaudern. war die letzten male irgendwie zwingender, also der marcel. aber irgendwie trotzdem gut, dieses mal. oh, „losing control“. geht immer, nehm ich mit, auch wenn der kleine zeiger erst so zwischen 7 und 8 steht. sonst fehlt der moment, in dem marcel und mit ihm das publikum explodiert. dafür geht die reise tiefer. funktioniert auch, wenn man einfach mal lostanzt.
trotzdem pflichtbewusst nach dem set zur schlafpause. ein plan ist ein plan, bleibt ein plan und so weiter.

komisch, diese aufstehlethargie war an diesem nachmittag nicht wie sonst vorhanden. halbwegs stolz um viertel vor drei nachmittags an der tür, drinnen erstmal wieder an die lichtverhältnisse gewöhnen. mal wieder richtig viele gays hier, später nebenher erfahren, dass es eine große fetischveranstaltung in berlin gab und einige davon abends weitergemacht haben. kann ich nur gutheißen, sowas.
„inversion“ von cyrus läuft. wahnsinn, diese von basic channel in ewigkeit gegossene schönheit des dubtechnos, die ich mit ihren industrial-flächen schon ewig mal im berghain hören wollte. habe ich auch direkt pete als einstiegsplatte zugeschrieben, jedoch weit gefehlt: war die letzte von francois x. so hat pete mehr als zehn minuten zeit zur vorbereitung, sie spielen nämlich den gesamten track, worüber ich mich so offen freuen muss, dass ich mit einem leisen lächeln in der mitte der tanzfläche wippe.
berechtigter szenenapplaus, pete beginnt mit einer reduzierten dubstep-nummer und sorgt in den nächsten drei stunden bei mir für einen zustand, den ich seit ewigkeiten nicht mehr hatte. dieser augenblick, in dem die verbindung zwischen gehör, haut und körper dem hirn nur noch signalisiert, dass das viel zu toll ist, um jetzt irgendwie langsamer zu machen und absolut nicht zaghaft danach verlangt, bitte mehr adrenalin zu produzieren, woraufhin das hirn entgegnet: „ich find’s auch klasse. nachschub folgt prompt.“ schöner bewegungsdrang, jäh unterbrochen von einem tanzflächenüberquerer mit wenig gespür für solche zustände, gegen dessen schulter ich mit meinem kopf gerate. grimmiger blick meinerseits, keine platzwunde, überhaupt keine blessur, also weiter das set genießen. bleibt auch den rest der zeit über toll.
gar nichts von shift erwartet, eher so stereotypen berghain-whitenoise-techno, aber der herr überrascht positiv, insbesondere mit der „soul dancer“ von heiko laux. nach oben zu dinky zur entspannung, mir ist die tanzfläche jedoch zu voll und die couch an der bar oder vor den klos aufgrund des reality-tvs eh interessanter.
gerd janson sorgt wenig später für eine tolle geschichtsstunde, die auch bei der dritten schicht an besuchern gut ankommt. tolles finale mit „drama“ von derrick may. marcel tritt gegen halb eins zum zweiten mal ans pult, so dass ich mich zum aufbruch zwingen muss. berufliche pflichten eben, bei denen sich die sehnsucht nach einem dettmann-abschluss (ewig her, diese zeiten) hinten anstellen muss.

also ab zur garderobe, über den umweg über die in grellem blau erleuchtete panorama bar, in der kristian von âme bereits zugange ist. dies ist jedoch immer garant für latent vorhandene fülle. mit den üblich trägen beinen und der leichten hüftsteife, die sich nach mehreren stunden tanzen auf beton einstellt und dem leichten ohrensausen zu fuß nach hause. immerhin wartet dort noch restlasagne im ofen und sechs stunden schlaf reichen auch mal aus. dennoch die latente frage im hinterkopf, ob dies alles den halbwöchentlichen durchhänger wert ist. das schlechte gewissen hat jedoch auch in den tagen danach sendepause, dafür war’s einfach zu gut.

[berlin / 13.09.2013] berghain: finest friday

schon vorab ein eintrag mehr für die liste der noch ausstehenden nachbetrachtungen und so nebenher der erste von zwei berghain-akten am kommenden wochenende. bei diesem termin – ausnahms- und passenderweise im berghain anstatt in der panorama bar – wird erstmal ein haken hinter einem weiteren legendären electro-act aus detroit gesetzt, und auf ein erneutes set von stingray freue ich mich sowieso.

finest friday
00h00: shed
03h00: ultradyne live
04h00: stingray
06h00: steffi
08h00: lucretio and marieu

eintritt
12 euro

nachbetrachtung

ehe ich wieder in verzug gerate, nehme ich das resümée lieber in angriff, bevor ich hier gehe. gerade ist’s 8h57, bin somit sechs stunden hier und das reicht angesichts des morgigen programms auch.

ich steige bei ultradyne ein, da ich nur sheds letzte platte mitgekriegt habe. tolle tracks, ohne frage, aber die form der darbietung leuchtete mir nicht ein. war konzertartig, am anfang dachte ich, dass beide macbooks synchron abgestürzt wären, da der track mitten in der sequenz aufhörte. wurde zum ende hin besser, aber wenn beide schon mit ableton live spielen, kann man sich doch um sowas wie bloße beats (meinetwegen auch nur eine achtel-hihat) für den übergang kümmern. so war ein stück irgendwann mal zu ende, dann fünf bis zehn sekunden wartezeit und weiter ging’s.
wie gesagt, die tracks reißen es hoch.

stingray fing erstaunlicherweise mit berghain-kompatiblem techno an, so dass ich ein auf-nummer-sicher-gehen-set annahm. hat jedoch schnell auf electro gewechselt, zwischendrin gab’s kleine ausflüge zu dubstep und auch wieder techno (an einen track der „never engine“ von herrn vogel erinnere ich mich). dabei war er so stimmig, dass er für mich klar als gewinner hervorgeht.
steffi hat mich jedoch auch (erneut) positiv überrascht. knüpfte an die electro-vorlage von stingray an, spannte den bogen zu chicago und zeitgemäßem techno, nahm am ende für meine begriffe etwas viel an temperament raus, was marieu zum anlass nahm, nochmal mit detroit und der techno-schule mitte der 1990er gas zu geben. mixtechnisch eher rauh, passt aber zum stil.

schöner freitag, zumal nicht zu voll, ergo platz zum tanzen. ich musste bspw. mangels schlange nicht mal warten. es gibt also doch noch etwas anderes als den ausnahmezustand, kann aber auch die vielzitierte ruhe vor dem sturm (sprich: morgen) sein.
9h17, passt. ab zur garderobe.

[berlin / 01.09.2013] prince charles: it’s bigger than

ausgehen für einen guten zweck. wenn sich die westliche welt darüber den kopf zerbricht, ob (beziehungsweise nach aktuellem stand vielmehr: wann) interveniert werden soll, geht it’s bigger than die tatsache an, dass bereits mehr als eine millionen menschen sich in den nachbarstaaten als flüchtlinge aufhalten. da ist es sicher nachvollziehbarer, denen das geld direkt zukommen lassen. ist mir als handlungsoption sympathischer anstelle des so häufig beschworenen chirurgischen präzisionskrieges, der eh nur eine illusion ist.
noch dazu kommt, dass die startzeit sehr arbeitnehmerfreundlich ist und ich mir somit einen weiteren anderen, relativ neuen club in der berliner landschaft von innen anschauen kann. das ist auch nicht zu verachten.

20130901-biggerthanassad

nachbetrachtung

in aller kürze, weil’s eher ein gemütliches beisammensein mit dj anstatt einer party war. gut, vielleicht war es mit 22 uhr auch etwas zu früh und die vermeintliche schließungsfeier vom kater holzig tat ihr übriges, dass sich nur wenige richtung moritzplatz verirrten, aber dennoch hat es sich gelohnt, andere pfade als die sonst gewohnten zu betreten.
das prince charles an sich ist von der aufmachung her eher auf house getrimmt. erinnerte mich etwas an das cookies in der charlottenstraße, zumindest von der farbgebung her. der glitter am rande der tanzfläche drinnen ist für mich etwas gewöhnungsbedürftig, aber dürfte zum sonstigen programm passen. die bar liegt direkt neben dem eingang, der an dem abend an sich aber aufgrund des hofes vorverlegt worden war. müsste auch ein interessantes bild ergeben, wenn es in den wärmeren monaten früh hell wird, da sie direkt neben der fensterfront liegt, die sich quasi über die gesamte breite des clubs zieht. die kapazität müsste so bei 250-300 leuten wirklich am limit sein, das ist aber wiederum sympathisch.
als anlage steht drinnen eine funktion one, die aber in der kurzen zeit, in der ich dort war, nicht zum einsatz kam. die sets liefen allesamt draußen im hof, wovon mir vor allem derek plaslaiko sehr positiv in erinnerung geblieben ist. ansonsten auch schön der kicker vor den toiletten, bei dem leider bei einem männchen die beine abgebrochen sind, aber sonst durchaus ein laden, den ich mir bei passendem programm gerne nochmal anschaue.

[berlin / 24.08.2013] about blank: blank generation

ich hatte mir bereits im vergangenen nicht so wirklich berechenbaren sommer vorgenommen, am wochenende öfter im about blank vorbeizuschauen. wie es gekommen ist, könnt ihr hier ja nachlesen. zeit also, dem vorhaben taten folgen zu lassen – auch wenn es danach aussieht, dass ich sven weisemann hinterherreise.

blankgeneration20130824

line-up
boddika
efdemin b2b resom
peter van hoesen
lady blacktronika
sven weisemann
paramida
silva rymd
kris
dj xing

eintritt
24h00-01h00: 8 euro
ab 01h00: 12 euro
sonntags: 7 euro

club
24h00: dj xing
03h00: peter van hoesen
05h00: boddika
07h00: sven weisemann

zelt
02h00: kris

garten
08h00: paramida
11h00: lady blacktronika
14h00: silva rymd
17h00-22h00: efdemin b2b resom

nachbetrachtung

wenn man’s ganz genau nimmt, war ich zwei male da. aber ihr werdet gestatten, dass ich die halbe stunde kurz nach 1 nicht revue passieren lasse, sondern mich lieber auf die 15 stunden ab 6 uhr früh konzentriere. dafür war die kurze schlafpause einfach nötig.
ich denke, die stundenanzahl macht’s schon deutlich: das wetter war nun wirklich perfekt und das ganze drumherum so angenehm kurzweilig, dass ich nach 21 uhr erschöpft, aber mit dem gefühl, mich an dem sonntag für das goldrichtige entschieden zu haben, die zehn minuten heimweg angetreten habe.

offen war erstmal der floor rechts vom eingang, der auch besser zum techno-kontext passt. sie haben umgebaut: am ende des raumes die bühne für live-acts oder bands, rechts daneben an der wand nun das dj-pult. an der anlage scheint auch etwas gedreht worden zu sein – eher bassbetont, nicht mehr so schrill wie noch im letzten jahr. spontanerweise wurde bei dem füllgrad noch der hauptfloor links vom eingang geöffnet, den ich aber nur zum durchgehen besucht habe. nano hat dort gespielt, soviel kann ich sagen.
boddika war für mich nicht mal einer der höhepunkte. an sich okayes mittelfeld, aber beim besten willen nicht mehr. stilistisch ging er eher auf nummer sicher, und das mit tracks, die len faki schon vor fünf jahren spielte. sven weisemann einmal mehr in guter form und vielseitig, mit starkem fokus auf house, aber sehr gefreut habe ich mich über „one more time“ von blake baxter. hätte zwar gerne etwas mehr vom morgen im garten bei paramida mitbekommen, von der ich in der kurzen zeit dubbiges gehört habe, mich zog es aber dennoch eher nach drinnen. da der nachtmanager sven freie hand gab, wann er schluss machen könnte, war es eben gegen 11h30 soweit.
lady blacktronika im garten mit traktor, aber für mich ohne klare linie. „walk 4 me“ von tronco traxx und „kaos“ von houz’mon – tolle tracks, keine frage. aber von derartig forderndem chicago direkt runter auf disco zu schalten, dabei keinen übergang hinzubekommen, was mit der automatischen beaterkennung von traktor (meiner rudimentären erfahrung nach) drin sein müsste, riss mich nicht von der bank neben der tanzfläche, sondern trieb mich eher zum inder, um die notwendigen kalorien für den rest der etappe beisammen zu haben.
zurück zu silva rymd. viel gutes vorab gehört, den eindruck hat sie bestätigt. das war techno mit dystopischem ansatz, nicht zu düster, als dass es drinnen besser aufgehoben gewesen wäre, aber dennoch treibend. sollte man auf dem zettel haben, die dame.
das duo efdemin und resom setzte dem meinem eindruck nach sogar noch einen drauf, was aber auch daran lag, dass resom bei der dämmerung „unfinished sympathy“ von massive attack spielte. meinem eindruck nach trafen die beiden die lücke zwischen house und techno sehr gut, exkurse zu 1980er-pop (yazoo) fügten sich darin auch nahtlos ein, und das publikum im garten ging mit. lerneffekt: auch im about blank wird es mit fortgeschrittener zeit am sonntag immer besser, nicht nur im berghain.

dennoch (und hier wieder etwas für das phrasenschwein): man soll gehen, wenn es am schönsten ist. das tat ich jedoch mit dem gefühl im bauch, das bereits für dieses jahr anvisierte vorhaben nächstes jahr häufiger in die tat umzusetzen, wenn das wetter mitspielt. das about blank ist jedenfalls sehr gut beraten, die hauseigene reihe zu fördern. bei den residents sowie einem passend drumherum gestrickten line-up bin ich gerne wieder mit von der partie.

[berlin / 08.08.2013] about blank: impulse

die anzahl der partytermin-beiträge ohne anschließendes review nimmt hier langsam überhand, nichtsdestotrotz will ein unter der woche liegendes wochenende genutzt werden. die zehn minuten fußweg zum about blank kommen dabei also mehr als recht.

impulse: abyssal

drinnen
ni’en:bhed
ddm
whø?
turrican
effekthasch visuals

draußen
djeez

eintritt
5 euro

review
guter standard in jeglicher hinsicht, auch wenn ein paar besucher mehr nicht geschadet hätten. bei der unsicheren witterung war das aber nachvollziehbar, womit djeez im garten das schwerste los hatte.
da ich mir bei ausbleibendem zuspruch immer selbst gedanken mache, etwas falsch gemacht zu haben, ein paar aufmunternde worte in seine richtung: nein, an der musik lag es nicht. obwohl querbeet von dj krush bis hin zu dubtechno fand ich es in den minuten, in denen ich draußen war, sehr stimmig.
drinnen legte whø? für den jungen headliner mit der bewährten mischung aus technoiderem dubstep und electro vor, ni’en:bhed brauchte ein wenig, um in schwung zu kommen. wer die breitseite erwartete, wurde enttäuscht. stattdessen regierte die tiefe, bei welcher der einfluss shackletons, pinchs oder malas deutlich wurde. ich finde das immer beneidenswert, wenn jemand bereits frühzeitig so einen sicheren geschmack entwickelt hat (siehe alex.do), ergo: durchaus empfehlenswert.
turrican schaukelte die geschichte wie gewohnt mit aktuellem drum&bass heim. daher gilt die sache mit dem standard für die nachbetrachtung und für den abend gleichermaßen – punkt, fertig. das nächste review bitte.

[berlin / 05.-11.08.2013] krake festival 2013

zwischen erster und zweiter berghain-schicht mal eben auf wordpress 3.6 aktualisieren und die werbetrommel für die 2013er auflage des krake festivals rühren. ich gebe mir am montag, mittwoch und sonntag als gast die ehre.

krake2013

05.08.2013 / passionskirche, ab 20 uhr: opening
monolake live
cristian vogel live
paroah chromium live
prokyon live
adam weishaupt
vorverkauf: 20 euro

07.08.2013 / berghain kantine, ab 22 uhr: a night of glitter and penises
furfriend live
hard ton live
anklepants live
dj flush
dj wawashi
vorverkauf: 10 euro

09.08.2013 / suicide circus, ab 24 uhr
untold
dasha rush live
bill youngman live
phon.o live
karl marx stadt live
hanno hinkelbein
ultraviolett
uta
the apron controller
the29novfilms visuals
vorverkauf: 12 euro

10.08.2013 / suicide circus, ab 23 uhr
dopplereffekt live
fennesz live
frank bretschneider live
traversable wormhole live
gen.hectic
adrian friedrich
dj flush
sebastian kökow
fist van odor
adam weishaupt
vorverkauf: 12 euro

11.08.2013 / kiekebusch, ab 12 uhr
i-f
max cooper live
nathan fake live
dadub
eomac
lxc feat. al haca soundsystem
hubble
alienata
günther lause
axiom
adam weishaupt
vorverkauf: 12 euro, shuttle vom s-bahnhof zeuthen ist eingerichtet.
ablauf
zeigen

nachbetrachtung

montag, 05.08.2013
der eröffnungs-montag von 2012 hatte ja schon einiges an positivem echo gebracht und auch ich war gespannt, wie sich (im weitesten sinne) ambient in der umgebung einfügen kann.
das einzige, was mir von dem abend als unangenehm in erinnerung geblieben ist, waren die sich meldenden knochen nach mehrstündigem sitzen auf der holzbank. ansonsten gab es noch kleinere probleme mit dem linken boxenturm, wodurdt prokyons set eher in mono stattfand. da fand ich es wiederum gut, dass zwischen ihm und herrn vogel eine längere pause gemacht wurde, um der sache auf den grund zu gehen. half auch, den rest des abend über gab es gar keine probleme mehr.
paraoh chromium fand ich als gesamtkonzept schon interessant. spielt schon bei seinem auftreten mit der altägyptischen ästhetik, und diese art synthetische oboe, deren sounds er stetig verfremdete, passte da super ins bild. schöne eröffnung, dies.
prokyon war nicht minder schlecht, für die soundprobleme konnte er am wenigsten was, aber schöne symbiose zwischen musik und visuals.
cristian vogel führte sein konzept der „eselsbrücke“ vor, und dazu sollte man erst sein paper gelesen haben. das ist noch um einiges abstrakter als das, was er mitte der 1990er-jahre auf mille plateaux gemacht hat. wer sich noch an die trurl & klapaucius auf supremat erinnert, kriegt einen ganz guten anhaltspunkt. schwer verdaulich, ohne frage. auch ich finde sein tanzflächenfutter immer noch um einiges ansprechender, dennoch schön, dass er sich nicht auf dem technischen und inhaltlichen status quo ausruht.
mit monolake gab es die möglichkeit, vom eher passiven zuhörerdasein zum aktiven bestandteil einer party zu wechseln. auch wenn ich erstmal das gewissen befragen musste, ob es okay ist, in einer kirche zu tanzen, sah ich nach zehn minuten keine probleme mehr darin. es schien einigen anderen ähnlich zu gehen, es war jedoch schön zu beobachten, wie immer mehr leute über ihren schatten sprangen und sich zu den wie immer toll arrangierten rhythmen und sounds von herrn henke inklusive wieder mal tollen visuellen effekten von tarik barri bewegten. robert henke selbst sammelte mal wieder menschliche pluspunkte, als er ein stück kurz anspielte, es unterbrach, mit den worten „geht gleich weiter, muss mir nur erstmal mein bier von hinten holen“ verschwand und dann direkt weitermachte. um die zugabe musste man ihn auch nicht lange bitten – er hatte sichtlichen spaß an dem abend.
klasse eröffnung.

mittwoch, 07.08.2013
kam direkt zu hard tons set an, was eine eindrucksvolle performance dessen war, was die queere gay-kultur so ausmacht. er gehört zu der sorte an performern, die sich ihr publikum nicht lange erobern müssen, sondern durch verkleidung, schminke und vor allem einer wahnsinnig guten stimme von der ersten sekunde an packend sind. es steht auf einem anderen blatt papier, dass die art von discoidem house nicht ganz mein stil ist, aber es war mitreißend, was nicht zuletzt das saunaklima in der berghain-kantine bestätigte.
furfriend ebenfalls als optisches gesamtkunstwerk, nehmen ihren projektnamen sehr wörtlich mit langhaar- und -bartperücken, was bei gefühlten 40 grad raumtemperatur bestimmt an den körperlichen flüssigkeitshaushalt ging. musikalisch war’s mir über weite strecken zu trocken, aber der politische kommentar (russische flagge, in einen becher gestopft, „let me urinate on that“ als ansage, um dann kurze zeit später die regenbogenfahne hervorzuholen) kam genau zur richtigen zeit.
da es für mich das ende einer arbeitswoche war und die müdigkeit ihr übriges tat, war mein besuch damit auch schon wieder beendet, aber die besucherzahl konnte einen schon ziemlich neidisch machen, was an einem mittwoch im sommer dort so gehen kann.

sonntag, 11.08.2013
keine ahnung, wie das mit dem shuttle so funktionierte, hatte sowohl auf dem hin- als auch auf dem rückweg das glück, mich in einer fahrgemeinschaft einklinken zu können. der ort liegt tatsächlich etwas versteckt und der kiessee an sich wirkte auch etwas trostlos, aber der ort an sich war zum wohlfühlen. nur schade, dass die etwas abgekühlten temperaturen doch ein paar leute in berlin bleiben ließen, so dass axiom wie immer schöne electro-sachen quasi für sich alleine spielte und der zweite floor als konsequente und richtige entscheidung auch frühzeitiger geschlossen wurde.
ein glück konnte ich noch gut die zweite hälfte des i-f-sets mitbekommen, das er querbeet durch electro, acid, italo-disco und abba („lay all your love on me“) richtig schön kurzweilig gestaltete. max cooper und die eomac-zugabe gerieten beide schön technoid-treibend, und nathan fake sorgte beim schluss nochmal für die sphärisch-hymnischen momente. ganz bis zum ende habe ich es nicht mitbekommen, da ich zu mitfahrangeboten bei so einer lage schwer „nein“ sagen kann. guter abschluss, dem entweder eine bessere witterung und somit mehr leute oder dann doch eine location innerhalb berlins aber doch ganz gut gestanden hätten. so bleibt der montag tatsächlich mein favorit.

[berlin / 03.08.2013] berghain: klubnacht

und wieder die treue unter beweis stellen. auch wenn ich die musikalische entwicklung ian pooleys in den jahren nach 2000 wirklich nicht in weiten teilen mittrage, nutze ich die gelegenheit, um ihn in aktion zu erleben. herr dettmann ist sowieso stets einen besuch wert, aber vor allem möchte ich den garten mal wieder sehen, der im letzten jahr aufgrund der witterung bei meinen visiten stets geschlossen war. bei dem freiluftprogramm wird es (eine stabile witterung vorausgesetzt) leicht, das gewissen zu beruhigen, sich lauter musik in clubs hinzugeben anstatt sich im see abzukühlen.
plan: doppelschicht. die erste von ein wenig pooley bis herrn dettmann, schönheitsschlaf bis mittag, und dann den sonntag genießen.

klubnacht

berghain
00h00: ian pooley
04h00: beroshima live
05h30: marcel dettmann
08h30: len faki
12h00: jerome sydenham
17h00: freddy k
21h00: henning baer
01h00: mørbeck

panorama bar
00h00: anthea
04h00: matthew styles
05h00: monika kruse
08h00: andhim

garten
12h00: grizzly & peter a.
16h00: sven weisemann

eintritt
14 euro

nachbetrachtung
auch wenn pläne nicht ganz zum partyleben, jedoch umso besser in die vielzitierte work-life-balance passen und ich mir damit gerne den schuh des pedanten anziehe: ja, es lief genau nach plan. erste schicht von herrn pooley bis zu marcel dettmann, die zweite von der mitte des grizzly-sets bis kurz vor mitternacht. hat dann auch gereicht.

war so gegen 2 uhr da, wo ian pooley schon gut unten gas gab. unter anderem die killabite 2, „diabla“ im sls-remix und dave clarkes „southside“ hat er gespielt und mich damit gut zwölf bis 14 jahre zurück katapultiert – fühlte sich ganz gut an, fand es nur so früh etwas schade. obwohl es gut gefüllt war, sind das alles tracks, die gerne mal wieder mehr leute hören könnten, die das alles von damals nicht kennen. anthea konnte oben auch eine gut gefüllte tanzfläche mit ganz normalem house bei laune halten.
beroshima fand ich nicht sonderlich zielführend. hatten so in der mitte eine ganz gute treibende phase (da lief auch eine variante von „electronic discussion“), aber mich trieb das set eher nach oben zu matthew styles, der das gegenteil von unten demonstrierte. hatte eine klare linie im set, auch wenn es mich jetzt nicht dazu zwang, dass ich mir seine veröffentlichungen zulege. aber cluborientiert war das in jedem fall.
zu marcel dettmann kann ich mich nur wiederholen: status als lieblings-vize-berghain-resident neben pete erneut gerecht geworden, da waren drei stunden fast zu kurz. aus gründen der gesundheit oder der kraftreserven jedoch goldrichtig.

zweite runde, direkt in den garten, der im berghain-forum meiner meinung nach zu unrecht miesepetrig bedacht wird. etwas gemütliches wie im about blank oder kater holzig kann und sollte man nicht erwarten. ich fand es zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, dass die tanzfläche nun im container liegt und die ursprüngliche nun als deren erweiterung dient. aber die wasserschläuche gibt es noch und überhaupt sind die kleinen hügel und die verschiedenen nischen mit den bereits seit jahren bekannten betonbänken doch gemütlich. passt stilistisch meiner meinung nach zur unterkühlten ästhetik des clubs, zum davonlaufen ist der garten jedenfalls nicht. würde ihn jedenfalls der panorama bar bei 30+x grad vorziehen, aber gut, da würde ich eh zusehen, mich anderweitig herumzutreiben.
von peter a. habe ich wenig gesehen, jedenfalls nicht hinter dem pult. stattdessen schwang grizzly gewohnt gut das zepter, gleiches gilt auch für sven weisemann später. zu jerome sydenham habe ich so kurze abstecher gemacht, dass es für eine bewertung nicht reicht, freddy k hingegen traute sich, alte dance-mania und (wirklich zum frohlocken) „ringbinder“ von neil landstrumm zu spielen. das alles auch in einem schönen treibenden tempo, was mich durchaus länger als eine viertelstunde im berghain halten konnte.
henning baer profitierte danach von der schließung des gartens und der dritten (?) welle an gästen, denen in den sommermonaten sonntags nichts anderes als das berghain übrig bleibt, da die panorama bar nach dem ende im garten nicht mehr öffnet. als ich gegen 23h30 den heimweg antrat, war die tanzfläche jedenfalls so voll wie in einer guten samstagnacht.

in summe: wieder mal ein schöner abend im durchaus oberen berghain-mittelfeld.

anschubhilfe für das institut für zukunft

crowdfunding ist dieser tage ja in aller munde und ich bin vor geraumer zeit vom initiator der kampagne gefragt worden, ob ich nicht ein paar worte zu diesem projekt verlieren und die kampagne verlinken könnte.

nun habe ich wenig erfahrung mit auftragsarbeiten und bin zudem etwas eigen (um nicht zu sagen: reserviert), wenn jemand mich darum bittet, etwas über andere projekte zu schreiben. bringt irgendwie den beigeschmack mit sich, als reklametafel gebraucht zu werden.

gelesen hatte ich davon schon beiläufig, aber jetzt im nachhinein war es gut, direkt mit der nase darauf gestoßen worden zu sein. in leipzig soll mit dem institut für zukunft ein neuer club entstehen. eine hälfte des sehr geschätzten duos dead baby in a plastic bag (unclean) macht das booking und fungiert als resident – neben subkutan, dem man so einiges positives nachsagt. man hat sich entschieden, kirsch audio als berliner hersteller von qualitäts-anlagen auf dem hauptfloor einzusetzen. die anlage möchten sie nicht mieten, sondern kaufen, und dafür benötigen sie 30.000 euro.
sicher hat man die summe nicht gerade mal eben parat, ergo kann man versuchen, auf die solidarität der szene zu setzen. die startnext-kampagne wurde von franziskus gestartet, der vor einiger zeit bei killekill als praktikant eingebunden war. in der zwischenzeit kreuzten sich unsere wege auf einigen parties und somit schließt sich auch ein wenig der kreis.

bislang sind gut 12.000 euro zusammengekommen, die kampagne läuft noch bis zum 23. august 2013. da sie sich selber sehr sympathisch und bodenständig vorstellen, sei einfach direkt auf startnext inklusive video verlinkt: klick.

ergo: eine tatsächlich überaus unterstützenswerte sache, also überlegt’s euch (nicht zu lange).

nachtrag, 21.08.2013, 23:11 uhr
ziel erreicht, zwei tage vor ablauf sind es zu diesem zeitpunkt 30.823 euro. klasse, glückwunsch, und ich komme definitiv vorbei, um mir die anlage anzuhören. wollte mir eh mal leipzig etwas genauer anschauen, da das erste und bisher einzige mal vor vier jahren so kurz war, dass es quasi nicht zählt.

[berlin / 31.07.2013] berghain-kantine: killekill summer camp

killekillsummercamp2013

für sechs wochen geht es zurück an den ort, an dem alles begann. auftakt war am 10. juli, ich darf bei folgendem termin dabei sein.

killekill meets prologue meets 29novfilms
anfang: stype ableton-set
mitte: sebastian kökow
schluss: tom bonaty

start
22 uhr

eintritt
8 euro

nachbetrachtung

torschlusspanik, bevor es von zuhause aus in richtung berghain-kantine ging: „wo ist denn mein set mit den notfall-cds?“ wieder mal auf meinen mangel an ordnungssinn schimpfend, vergingen so einige minuten mit vergeblicher suche. noch dazu wollte der hunger irgendwie noch schnell gestillt werden. war alles etwas hektisch und die zeit zwischen feierabend und setbeginn eh etwas knapp bemessen. also schnell ein paar der groove-cds geschnappt, die im falle eines spontanen kollaps des macbooks zumindest für musik hätten sorgen können, ohne dass ich die tracks darauf jetzt im einzelnen gekannt hätte. wäre für die spontaneität aber eine schöne übung gewesen.
also zusehen, den aufbau ab 21h45 rechtzeitig fertig zu bekommen, aber dabei auch bemerkt, dass eh noch die leinwand für die visuals montiert werden muss und überhaupt kein strenger zeitplan eingehalten werden musste wie nebenan.
es kam auch nicht soweit, dass ich schnell in die tasche zu den cds greifen musste. mac osx sowie festplatte liefen stabil und auch die interaktion zwischen lemur und laptop lief im gegensatz zum so36 vier wochen zuvor ohne probleme. was den übergang von klangtexturen ohne kickdrum bei 100 bpm zu 127 in drei stunden angeht, klappte auch das erstaunlich flüssig, zumindest ich hatte (selten genug) während des sets den eindruck, dass die vorab getroffene auswahl in sich schön harmonierte. es gab jedoch einen haken: während des sets verirrten sich vielleicht mal fünf leute auf die tanzfläche, der rest saß entweder an der bar oder draußen. an der untanzbarkeit wird es nicht gelegen haben – hoffe ich zumindest. jedenfalls gab ich mir mühe, es den anwesenden nicht zu schwer werden zu lassen.
kaum war das set beendet und sebastian mit einem intro ohne beats gestartet, kamen die leute neugierig herein, und das waren wenigstens zehn an der zahl. ab da füllte es sich auch etwas, aber das ist schon schwer, sowas nicht irgendwie persönlich zu nehmen. eventuell ist das mit längeren breaks zwischendrin ein ganz gutes mittel, das ich demnächst mal ausprobieren sollte, wenn das mit der publikumsgewinnung so einfach geht.

es ist wie es ist. nachdem ich mir das set selbst ein paar male angehört habe, bleibe ich dabei, dass ich mir keine vorwürfe zu machen brauche. könnt ihr gerne anders sehen und es mich wissen lassen. nachhören lässt es sich jedenfalls hier:


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