[berlin / 11.08.2021] berghain: hangout

einer der nebeneffekte der bewegungsfreiheit am vorletzten sonntag war ein roter warnhinweis der corona-warn-app bei allen besucher*innen. so überwogen am letzten mittwoch die bedenken und ich habe lieber ausgesetzt als andere unnötigerweise zu gefährden. schnelltest für’s gute gewissen war am freitag negativ und bis heute traten keinerlei symptome auf. also: kann weitergehen.

hangout
19h00 jenus
20h00 nsi.

eintritt
10 euro

hygieneregeln
negatives schnelltestergebnis oder impf-/genesungsnachweis plus einchecken per qr-code vor ort.

nachbetrachtung
entsteht am 24. januar 2024. mache ich kurz und schmerzlos.

jenus war gegenüber nsi. mein favorit. tolle geste zwar, dass die cd von „5863“ am eingang auslag. aber ich kann mir leider nicht helfen: mir ist ihre form von soundexperimenten bzw. ambient zu ziellos, was mich bspw. auch von freejazz abhält.
nichtsdestotrotz: im rahmen des berghain-gartens und erst recht zu der reihe hat das gepasst. würde mir für die sommermonate 2024 wünschen, dass das wieder auflebt.

[berlin / 28.07.2021] berghain: hangout

frisch auf wordpress 5.8 und gleich noch das theme aktualisiert, womit die links erstmal wieder grün sind. das ändere ich später, wenn mehr zeit ist. jetzt geht’s erstmal dank gutem feierabendwetter rüber.

hangout
19h00 jakojako live
21h00 barker live

eintritt
10 euro

hygieneregeln
negativer schnelltest oder impf/genesungsnachweis sowie ausweis. einchecken vor ort per qr-code.

nachbetrachtung
entsteht am 24. januar 2024 ohne erinnerung an details. daher in aller kürze.

im vergleich zu manch anderen hangout-ausgaben überproportional gut besucht, darüber hinaus äußerst tanzbar bzw. im falle von jakojako sogar schon fast acid. barker gab der kickdrum ihr comeback, wo er jahre zuvor auf seinen veröffentlichungen gezeigt hat, dass sich techno-tracks und auch ganze alben ohne sie produzieren lassen.

für mich definitiv eine der besten arten, vorzeitig das wochenende einzuläuten.

[berlin / 21.07.2021] berghain: hangout

die wetterprognose passt, das programm sowieso.

hangout
19h00 marylou
20h00 rabih beaini live
21h00 zoë mc pherson live

eintritt
10 euro

covid-regeln
negativer schnelltest oder impf-/genesungsnachweis. und ausweis für alles. einchecken per qr-code vor der tür.

nachbetrachtung
entsteht am 24. januar 2024 mit erinnerung an nur wenige details. daher in aller kürze.

bei rabih beaini lag die vermutung nahe, dass er wie bei seinen dj-sets auch orientalische harmonien bzw. drones einfließen oder gleich das gesamte set daraus bestehen lässt. stattdessen war es eine sehr rhythmische angelegenheit, bei der die 808 im zentrum stand und diverse patterns durch effekte gesendet wurden. rauh und dreckig, damit für kleinere tanzflächen in couragierten momenten überaus empfehlenswert.
gleiche attribute auch für zoë mc pherson, die ihre trockenen, mit distortion versehenen patterns als mc untermalte. wäre als dj für mich nichts und hätte (wie rabih beaini auch übrigens) meinem dafürhalten nach im rahmen der säule mit strobo-effekten besser gepasst. aber in anbetracht der damaligen umstände bzw. regeln ging das nicht anders. daher überwiegt der genuss von clubmusik in einem clubartigen kontext mit entsprechendem publikum eindeutig.

[berlin / 14.07.2021] berghain: hangout

der garten hat seit dem wochenende geöffnet (mit entsprechender schlange, bei der ich das radfahren am samstag mit sehr gutem gewissen vorziehen konnte) und bietet mit „hangout“ mittwochs eine reihe, die mit live-musik die tradition des elektroakustischen salons aufnimmt.

hangout
oren ambarchi / phillip sollmann / konrad sprenger

start
19 uhr

eintritt
10 euro

nachbetrachtung
auch wenn auf der website 19 uhr als beginn steht: zu dem zeitpunkt geht erst die tür auf. es empfiehlt sich dennoch, 20 bis 30 minuten vorher dort zu sein, damit mensch beim schlangestehen nicht allzu weit hinten landet und evtl. mit den gästen der „studio berlin“-ausstellung verwechselt wird. mag aber auch sein, dass die premiere die neugierde angefacht hatte.
los mit der musik ging es jedenfalls um 19h30. an der tür bzw. davor noch per qr-code (oder direkteingabe der url) einloggen, am besten aus-/ impf-/genesungs-/testnachweis parat haben, tasche prüfen lassen, ab zum counter. bei entsprechender vorbereitung dauert das alles nicht mal eine minute.
musikalisch waren die drei wie ihrerzeit in der säule über jeden zweifel erhaben: krautrock kuschelte mit drone und alle drei gehen meditativ in ihrer improvisation als einheit auf. dabei zu erwarten, dass es jederzeit mit den harmonien passt, wäre zu viel erwartet und wurde gekonnt zügig wieder in die richtigen bahnen geleitet. vom klangbild her war es auch ohne gehörschutz abseits der tanzfläche sehr gut auszuhalten und balanciert. der applaus nach zweieinhalb stunden ohnehin zurecht hochverdient und langanhaltend.

das juli-restprogramm ist so verlockend, dass ich diese möglichkeit der after-work-party in den kommenden zwei wochen bei passendem wetter wieder wahrnehmen werde. sogar fast noch verlockender als so manches wochenend-angebot, was aber auch an meinen sich weiterentwickelten vorlieben bei sinkender bereitschaft zum schlangestehen am wochenende liegt. „hangout“ schlägt damit für mich zwei fliegen mit einer klappe: es ist interessanter und dabei noch entspannter bzw. einfach mit weniger aufwand drumherum verbunden – zumindest für mich als besucher. in der produktion ist das ohne zweifel anders.

[berlin / 04.07.2021] about blank: warning x sektgarten

zweiter teil, erstes mal sektgarten für mich in diesem jahr. und im gegensatz zum letzten dürfen auch die hüften auf der neu gestalteten tanzfläche unter freiem himmel geschwungen werden. im garten geht es bis 22 uhr, ausklang im zelt bis mitternacht.

ablauf
10h00 philipp otterbach
12h30 lux
15h00 vivian koch
17h00 phaser boys
20h00 dj fart in the club
22h00 mars leder

eintritt
12 euro

hygieneregeln
die üblichen: negatives schnelltestergebnis oder impf-/genesungsnachweis. maske muss überall getragen werden, außer beim sitzen am tisch.

nachbetrachtung

am 6. februar 2024.

grob war ich von kurz nach 12 bis irgendwann nach 21 uhr da, somit leider mal wieder mars leder verpasst. dafür wurden die damen ihrer favoritinnenrollen gerecht, wobei lux und vivian koch sich mit breaks sowie electronica am nachmittag auszeichneten und dj fart in the club zum garten-finale nochmal den turbo zündete. die phaser boys glänzten zwischendurch jedoch mit detroit, was bekanntermaßen ohne umwege mein herz erreicht.
der umbau mit richtiger bühne für konzerte und neuen bohlen hat auch gleich nochmal die tanzfläche etwas vergrößert. gefiel mir in jedem fall besser als der vorherige zustand, wo bei der bühne für live-acts oder gar bands improvisiert werden musste. hat sich seitdem auch im clubbetrieb sehr gut bewährt. einzig die stolperfalle am baum richtung zelt könnte mensch besser lösen. da fand ich die empore zum sitzen vorher besser. aber: jammern auf hohem niveau.

notierte tracks (*: shazam)

lux
overmono – so u kno

vivian koch
lusine icl – rabblerouse

phaser boys
paperclip people – climax
infiniti – flash flood
levon vincent – birds* (und das, obwohl ich die platte habe)

dj fart in the club
green velvet – stranj
helix – whoosh ice dispenser*

[berlin / 03.07.2021] gart.n: staub & dial present „major signals“

irakli hat im april sein erstes album auf dial veröffentlicht. da konnten veröffentlichungs-parties noch nicht so recht stattfinden, also wird das jetzt im gart.n nachgeholt. tickets gab es nur im vorverkauf über residentadvisor und es gelten die üblichen hygieneregeln.
nichtsdestoweniger: das erste wochenende seit langem, das zwei meiner herzenspartyreihen bietet.

ablauf
14h00 hang aoki / lawrence
16h00 soela
18h00 carsten jost
20h00 irakli

nachbetrachtung
diese neue normalität, nach der mensch sich mit apps einloggen muss, hat auch ihr gutes. so lässt sich nachvollziehen, wann genau die pforte überschritten worden ist. in meinem fall um 16:59 uhr, geblieben bis zum schluss.
war auch gleich ein anderes bild als bei der bewegungsfreiheit zwei wochen zuvor, also fünf mal so viele besucher*innen (fast 300). gut gefüllte tanzfläche, soela spielte dubbigen house, passte zu wetter, ort und stimmung.
wie bei der staub so üblich, plauderte ich mich erstmal warm, bzw. versuchte mich, wieder an die gegenwart von menschen zu gewöhnen. erstaunlicherweise fühlte sich das aber wie bei guten freundschaften an, bei denen nur der pause-knopf gedrückt worden ist. und spätestens ab der zweiten hälfte von carsten jost blieb auch mir nichts anderes als tanzen übrig. wie immer ein sehr toller aufbau von house über chicago hin zu techno („radium“ von acid jesus als letzter track – die geht auch nach 25 jahren immer noch und immer wieder), so dass irakli zum schluss schön technoid (und zuweilen hittig – bspw. dem „bad kingdom“-remix von marcel dettmann) abräumen konnte.

eine staub mit gewohntem spannungsbogen in fast gewohntem ambiente. kapazitätstechnisch war der gart.n damit ausgelastet, was sich an der wellenförmig auftretenden schlange an der bar ablesen lassen konnte. aber die atmosphäre war definitiv vergleichbar mit dem, was mensch aus der autonomendiskothek am ostkreuz kennt. apropos: dafür den 14. august vormerken.

trackauswahl
carsten jost
böhm – lost city*
dj skull – don’t stop the beat
acid jesus – radium

irakli
physical therapy – leipzig swing
moderat – bad kingdom (marcel dettmann remix)
choice – acid eiffel (rausschmeißer)

*: identifiziert dank shazam

crowdfunding für das refuge worldwide community radio

nur für’s protokoll: erster unter wordpress 5.7 geschriebener beitrag. außerdem: php läuft jetzt auf version 7.4 und es gibt ein ssl-zertifikat, sprich: ein schönes „https://“ vor der adresse. hätte ich gewusst, dass gerade letzteres so einfach geht, wäre der schritt schon früher passiert.

endlich mal wieder unterstützen können: refuge hat mit parties u.a. im ://about.blank und der griessmühle einen ganz schönen bekanntheitsgrad erlangt. seit januar sind sie mit einem eigenen radiosender im netz, wobei die sendungen aktuell bei den jeweiligen gästen aufgezeichnet und dezentral gestreamt werden. das soll sich jedoch nun ändern: sie haben die chance, im neuköllner weserkiez räumlichkeiten anmieten zu können und benötigen dafür 10.000 euro.

die spendenkampagne läuft seit vier tagen über gofundme, steht jetzt schon bei 5.674 euro und bietet schön gestaffelte schmankerl. für letztere aber bitte das kleingedruckte lesen.

[stream / 13.02.2021] hör: bewegungsfreiheit

erst die compilation, dann die party zur veröffentlichung. so läuft das normalerweise und die neue normalität spielt sich seit geraumer zeit nachmittags / abends in fischaugen-optik auf weißen kacheln ab.
fahrplan und angebot sind dem bild zu entnehmen. und bevor mir klagen kommen: die zeichen stehen bei mir auf drum&bass und allem, was sich drumherum so integrieren lässt. und nach dem, was sich bei instagram so lesen lässt, wird maral in eine ähnlich experimentielle kerbe schlagen.

einfach überraschen lassen. die vorfreudige nervosität steigt bei mir jedenfalls von minute zu minute.
(der klick auf das line-up führt zu ihrem youtube-kanal.)

[berlin / 02.10.2020] revier südost: mother’s finest

ja, ganz richtig – es war ziemlich gut letzte woche. weitere gründe finden sich beim blick auf das line-up.

jetzt auch mit ablauf, miriam schulte wird nachgeholt.

14h00 franklin de costa
16h00 shanti celeste
18h00 jasss
20h00 skee mask b2b stenny

nachbetrachtung

gut vier jahre später am 24.10.2024 ohne wirkliche erinnerung an details, so dass shazam einspringen muss.

war erst abends zu jasss dort, selbige ziemlich funktional. skee mask und stenny risikofreudiger, gut halb gefüllte tanzfläche. herbst-typisch etwas frisch um die beine, aber die musik lud zum bewegen der gliedmaßen und damit zur körpereigenen wärmeproduktion ein. da war’s ein leichtes, bis zum schluss zu bleiben.

notierte tracks

skee mask b2b stenny
sir spyro – side by side (feat. big h, bossman birdie & president t)
novelist – man better jump
kansas city prophets – intercom
musical mob – pulse x
miss modular – earplug

[berlin / 25.09.2020] revier südost: revier südost

das ist der neue standort der griessmühle. vor einer woche bereits eröffnet, aber da hat es sich aus nachzulesenden gründen nicht ergeben, dass ich mir das näher anschaue. das line-up ist heute eh besser und ich wegen spontanen planänderungen nun dabei.

revier südost
14h00 msjy
16h00 saoirse
18h00 dj stingray
20h00 blawan
22h00 ende

nachbetrachtung

am 6. februar 2024.

das war noch vor dem rassistischen vorfall mit der tür, wonach sich das rso eine auszeit verordnet und die cluberöffnung verschoben hatte. in meinem hinterkopf fand der direkte vergleich zum wintergarten der griessmühle statt, der mit seiner holzästhetik etwas vom geist der bar 25 hatte und auch bei schlechter witterung ein trockenes obdach bot. das alles fehlt im rso – statt holz dominieren jetzt stahl und beton. die tanzfläche lag zu der zeit noch in richtung spree, was anlass für anwohner*innenbeschwerden und schlussendlich zu deren verlegung ganz grob zwischen summe und robus geführt hat. die änderung habe ich wiederum bis dato nicht in augenschein nehmen können und hoffe da einfach auf die wärmeren monate anno 2024.
die damalige tanzfläche besteht jetzt jedenfalls aus sitzgelegenheiten. fand es schon damals gut, dass mensch auch am rand genug platz fand. von der aus der griessmühle bekannten europalettenästhetik war nicht mehr viel übrig – es wirkte alles viel solider. die toilettensituation aus dem stand erst recht.
einzig die höhe des dj-pults stieß mir etwas auf. war dieses in der griessmühle nur leicht erhöht, waren das im revier mal eben gut 1,30 meter, worunter die subwoofer platz fanden. „waren“, weil: ist durch die verlegung des dj-pultes nun wesentlich niedriger. für den überblick beim auflegen war das sicherlich gut, für den publikumskontakt eher weniger.

weckte jedenfalls hoffnungen darauf, was das rso als club zu bieten haben wird. die haben sich für mich bei meinen wenigen bisherigen besuchen glücklicherweise auch erfüllt.

musikalisch gab’s sowohl von dj stingray als auch blawan das, wofür mensch sie kennt. also stingray erst mit electro, später technoid, blawan zog das tempo danach nochmal an. nicht die schlechteste möglichkeit, einen freitagabend inmitten der pandemie zu verbringen – eher im gegenteil.

shazam-ergebnisse mit zeitstempel
exium – i-13 / 25. september 2020, 18:20
antigone – dance / 25. september 2020, 21:05